Katzenhaare gefährlicher als Hundehaare?

    • (1) 07.11.16 - 16:01

      So, nun will ich mal auch meine erste Frage verfassen.

      Bei uns daheim steht die Anschaffung einer Katze an. Kind freut sich mega und hat sich einen gaaanz chicen Kratzbaum ausgesucht...(von der Farbe her). Nach und während dem Zusammenbau steht der nun im Kinderzimmer. Die Katze ist noch nicht da.

      Der Papa der Kleinen (wir leben getrennt, er sieht sie aber sehr oft) meinte nun, dass wir den Kratzbaum doch sicher nicht dort lassen wollen...?!
      Ähm...doch...für mein Wohnzimmer wollte ich eher eine andere Farbe...hüstel...
      Er warnte davor, das Tier ins Kinderzimmer zu lassen, die Katzenhaare seien seeeehr gefährlich.

      Bei uns ist niemand Allergiker, wir haben Hunde und andere Tiere, welche allerdings nicht im Kinderzimmer (erster Stock) sind.
      Hundehaare sind trotzdem irgendwie überall, einen Putzfimmel hab ich auch nicht.
      Wir wohnen sehr ländlich und das Kind wächst mit allem möglichen Getier auf.

      Nun wäre eine Treppe für eine Wohnungskatze (oder überwiegend Wohnungskatze) ja nicht so das Problem wie für einen Hund. Daher könnte es sicher vorkommen, dass Miez ins Kinderzimmer geht, hört ja auch nicht so wie ein Hund...

      Was meint Ihr? Sind die Bedenken berechtigt? Soll das Kinderzimmer tabu sein für die Katze? Noch ist sie ja nicht da und somit gibt es kein Gewöhnungsproblem...

      • Hallo!

        "Gefährlich" sind Katzenhaare nicht, wenn man keine vorhandene Allergie hat (und auch da in 95% der Fälle nur unangenehm). Mal davon abgesehen, dass ich sowieso noch keine Katze kennen gelernt habt, die von Anfang an da schläft, wo die Menschen es gerne hätten - letzten Endes haben Katzen ihren eigenen Kopf und schlafen in der Wäsche, auf dem Sofa, im Bett, in einem leeren Karton den man nicht schnell genug weg geräumt hat, auf der Küchenarbeitsfläche auf dem Topflappen, in einem Waschkorb, auf einem Stapel Zeitschriften unterm Couchtisch oder im Hundekörbchen.

        Allerdings lösen Katzen schon öfter Allgerien aus als Hunde, und die fallen oft heftiger aus, so schlimm, dass einen Katzenallergiker nicht mehr besuchen und schon anfangen zu schniefen, wenn man neben einem im Büro sitzt.

        Bitte wichtig: Wenn Du Wohnungshaltung willst, dann schaff ZWEI Katzen an. Das sind keine Einzelgänger sondern sehr soziale Tiere die innige Bindungen zu Artgenossen eingehen. Auch wenn es ein Freigänger werden soll ist Einzelhaltung nicht so toll, man nimmt ihnen so viel Lebensfreude damit.

        Ich kann hasipferdi da nur zustimmen - und Katzen schleppen sicher nicht so viel Dreck an wie Hunde. Und dass die Haare gefährlich sein sollen - ??? warum? Kann Dein Ex das begründen?

        Du kannst ihn ja mal ganz nebenbei aufklären dass wenn überhaupt nicht die Haare gefährlich sind sondern der Speichel darauf... ;o). Darin sitzen nämlich die Allergene, sofern man eine Allergie entwickelt.
        Ich würde die Katze keinesfalls aus dem Kinderzimmer aussperren! Deine Tochter bewegt sich doch auch im ganzen Haus und kommt überall mit ihr in Kontakt, der Sinn erschliesst sich mir nicht.

        Und ja - sofern die Katz nur im Haus bleiben soll bitte unbedingt zwei anschaffen!

        LG, katzz

        • Er begründet es damit, dass die Haare feiner sind und somit...gefährlich für die Atemwege...??
          (Weil man die einatmet????)
          Er ist halt der Meinung, dass es besonders gefährlich wäre in dem Raum, wo sie schläft...
          So richtig versteh ich es auch nicht, irgendwie sind die ja eh überall dann...
          Ich möchte aber seine Bedenken schon ernst nehmen, umgekehrt erwarte ich das ja auch, wenn ich an seinem Autositz was zu meckern hab oder so. ;-)

          Allergie besteht nicht, wir hatten eine Zeit lang eine Katze, die in mehreren Häusern lebte, also quasi eine "Besuchskatze". Diese ist aber nun nicht mehr.

          • Man atmet keine Katzenhaare ein. Dafür hat man ja eine Nase mit feinen Härchen drin, die grobe Partikel ausfiltern, Schleimhäute in der Nase und im Rachen an denen feine Partikel haften bleiben, und natürlich hilfreichen Schleim, um feinste Partikel als Schnodder los zu werden. Die Natür hat sich ganz viel einfallen lassen, so dass Menschen auch Jahrtausende in Zelten und Hütten mit gestampftem Lehmboden überstanden haben, wo es echt staubig und sandig war.

      Hallo,

      wenn jemand eine Allergie hat auf Tierhaare dann ist es fast egal welches Tier es ist. Jedoch sind die meisten Katzenhaare feiner als die Hundehaare.

      Mein Mann ist übrigens allergisch auf Katzen. Im Laufe der Jahre haben wir herausgefunden welche Fellfarbe ungünstig (rot) ist und welche nicht. Zwei unserer drei Katzen dürfen sich frei im Haus bewegen - auch in den Kinderzimmern. Die jüngste Mietz pennt am liebsten unter unserem Bett, der Kater bei Junior auf dem Schrank und die dritte liebt die Waschmaschine.

      Meine Freundin ist übrigens hochallergisch auf Hundehaare - kann nirgendwo in Räume wo ein Hund mal war da sonst der Notarzt kommen muss. Dafür hat sie kaum Probleme mit Katzen. Wenn wir uns treffen dann immer bei ihr und ich muss mich in meine Sonntagsklammotten schmeißen weil an allen anderen doch ab und am mal eine Haare vom Hund dran ist.

      Kleiner Tipp: Die Idee mit den Geschwisterpaar bei den Katzen ist gut. Es lohnt sich im örtlichen Tierheim mal nach ein paar älteren Bewohnern mal Ausschau zu halten. Die sind im Vergleich zu den jüngeren Tieren doch liebebedürftiger und lassen sich auch ganz gern durchknuddeln und hauen nicht bei jeder Fliege die am Fenster ab um auf Jagd zu gehen. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit hoch dass sie euch nur Mäuse, Ratten und Frösche anbringt hoch. Unsere zwei jüngeren Tiere haben eine Vorliebe auf alles was flattert und kriecht #zitter.

      VG Geli

      • Dein Mann ist allergisch auf (nur rote??) Katzen und ihr habt gleich drei?

        Das mit deiner Freundin ist aber auch heftig, man weiß ja im Zweifel vielleicht gar nicht immer, wo vorher mal ein Hund (zu Besuch) war...

        • Hallo,

          mein Mann hat mich damals mit Kater kennen gelernt. Damals habe ich noch bei meinen Eltern gewohnt und der Kater war überall wo wir waren - auch in meinem Schlafraum. Als ich auszog wollte ich den inzwischen sehr alten Kater nicht aus seiner gewohnten Umgebung nehmen zumal er bei meinen Eltern einen großen Garten hatte.

          Als wir uns dann vor über zehn Jahren den Traum vom eigenen Haus erfüllten gab es die Mietz vom Vorbesitzer mit dazu. Unser Mäusle war eigentlich eine Freigängerkatze aber mit der Zeit kam sie immer mehr rein und wurde zur besten Freundin vom ältesten Kind. Mein Göttergatte hatte bis dahin nie Probleme. Unsere Nachbarn haben auch einen gesunden Mix und die fühlten sich bei uns auch immer pudelwohl.
          Und da man Katzen nie alleine halten sollte zog irgendwann vor vielen Jahren ein Katzenbaby ein - eine Glückskatze. Irgendwann gab es bei meinem Mann die erste Bronchitis, dann die zweite - irgendwann Atemnot. Unsere Hausärztin wurde stutzig da zwischen dem Einzug der zweiten Katze und den Erkrankungen von meinem Mann nur wenige Wochen lagen.
          Der Allergietest war eindeutig -> Allergie auf Hausstaub, Hausmilbe, Tiermilbe und Katze, Hasen.
          Erst später viel uns irgendwann mal ein dass wir bei einer Bekannten den Umzug machten dass mein Mann dort auch mit Atemnot zu kämpfen hatte. Sie hatte einen roten Kater und einen extrem stinkenden Fußbodenbelag wo es mir selbst die Luft wegnahm. Aber wer denkt schon bei einem stinkenden Fußboden an eine Tierhaarallergie zumal wenn Familie selbst eine Katze hat.

          So da die Katze einmal bei uns wohnte - wir so leben dass sie sich ihr Futter entspannt fangen kann beschlossen wir nach Alternativen zu suchen um das Tier zu behalten. Die Hausärztin war für Weggeben, die Pullmologin schlug eine Immunisierung vor und die Tierärztin meinte ganz klar "Freigängerkatze mit warmen Plätzchen draus machen".

          Unsere Glückskatze ist inzwischen zehn Jahre alt, schläft mit Vorliebe auf der Waschmaschine und im Hasenstall und es geht uns allen gut. Wir haben daheim alle Staubfänger entsorgt, mein Mann hat eine Immunisierung gemacht und kann inzwischen auch mit der Katze auch in den Innenräumen kuscheln.

          Auf Grund dessen sind wir aber vorsichtig und als die erste Mietz (die die zum Haus mit dazu gab) an wegen akuten Nierenversagen mit 14Jahren eingeschläfert werden musste überlegten wir sehr genau. Bei uns zog ein dann ein schwarzer Kater vom Tierschutz ein. Dieser wusste von der Allergie und wir hatten die Option ihn ggf zurückzugeben. Unser Kampfkater ist ein typischer Kater, kommt und geht und schläft mit Vorliebe beim zweiten Sohn im Zimmer. Leider ist er nicht unbedingt die Kuschelkatze die wir eingeschläfert hatten und mein Junior hat solange gebettelt bis nochmal ein Katzenbaby den Weg zu uns fand - auch in schwarz. Unser Katzenbaby schläft mir Vorliebe bei uns unter dem Bett und meinem Mann gehts gut.

          Unsere Pullmologin hat dieses Phänomen übrigens bestätigt.

          VG Geli

          Ich habe auch eine Katzenallergie und drei Katzen. Es ist mit den jahren sogar besser geworden, heute bekomme ich nur noch leichte Quaddeln an den Händen, wenn ich meinen Kater ausgiebig knuddle, aber ich niese kaum noch.

          Starke Allergiker wissen, wer in ihrer Umgebung "verseucht" ist. Da tränen die Augen schon, wenn man nur neben denen steht. Schwieriger sind dann eher Kinobesuche, wenn man da das Pech hat, neben einem vollgehaarten Sitznachbarn zu landen.

    Also ich denke auch nicht, dass ihr die Katze aussperren solltet. Deine Kleine kommt ohnehin im gesamten Haus mit ihr in Kontakt. Außerdem: Geschlossene Türen machen die Räume für die Tiere nur interessanter - ist zumindest bei meine beiden Katzen so. ;-)
    Achja: bei Katzen bitte immer 2 anschaffen. Sie sind sehr soziale Tiere.
    LG

    Auch wenn Katzenhaare bei der Verbreitung der Allergene eine zentrale Rolle spielen, sind sie nicht die eigentliche Ursache der Allergie. Diese wird vielmehr durch Allergene ausgelöst, die unter anderem im Speichel, in der Tränenflüssigkeit und in Hautschuppen von Katzen enthalten sind.

    Somit sind die Haare an sich eher unproblematisch.

    Problematisch ist vor allem, dass sich Katzenallergene sehr leicht verbreiten und auch an Wänden, Möbeln und anderen Gegenständen festsetzen. Sie lassen sich auch dann noch in Wohnungen nachweisen, wenn sich darin seit Jahren keine Katze mehr aufgehalten hat.

    Ich finde es grundsätzlich doof, wenn Tier (besonders Katzen) sich nicht uneingeschränkt im Haus aufhalten dürfen. Mach auch meiner Meinung nach wenig Sinn.

    LG

    • Hmm...
      Naja, wie gesagt, Allergie besteht bei niemandem, sonst wäre das kein Thema.

      Es ging ihm wohl wirklich darum, dass man die Haare an sich einatmet und die sich dann in der Lunge festsetzen...?? So hab ich das zumindest verstanden.
      Aber wiederum würde das ja dann auch passieren, wenn der Kontakt in einem anderem Raum und nicht beim Schlafen stattfindet...

      Das mit der zweiten ist eine Überlegung...

      • Dein Freund (oder war es Dein Mann?) macht da eine Mücke zum Elefanten.

        Allergien können Dich immer treffen - in jedem Lebensalter. Eine Garantie hast Du nicht. Aber das man Angst hat, das Haare eingeatmet werden können, das habe ich noch nie gehört #gruebel

        Tier sind für Kinder etwas ganz wunderbares - gerade weil sie Dreck machen. Das Immunsystem freut sich!

        Und auf jeden Fall zwei Katzen adoptieren! Am Besten aus dem Tierschutz. Die Tierheime quellen zur Zeit über, weil die Herbstkatzen jetzt alle eintreffen. Bei und gibt es schon seit drei Wochen einen Aufnahmestopp, weil nichts mehr geht. Ich wünschte es gäbe endlich mal die lang ersehnte Kastrationspflicht!

        LG

        • Weder Freund noch Mann...der Ex, also Papa des Kindes. :-)

          Ich denke mir halt auch, dass wir dann ja ständig alle möglichen feinen Stoffe einatmen...
          Und ich wüsste nicht, weshalb Katzenhaare für Nicht-Allergiker besonders gefährlich sein sollten...

          Hundehaare fliegen hier massig rum, wenn Hund "Besuch" bekommt und die beiden rumblödeln...da hat sich auch noch keiner beschwert...
          Die Hunde bleiben allerdings immer in der unteren Etage und das Kinderzimmer ist oben...

          • Ich wollte halt seine Bedenken schon ernst nehmen.
            Im Moment ist der Kratzbaum ja noch "Deko" und Vorfreude-Objekt im Kinderzimmer.

            Wenn es so weit ist, kann ich ihn ja erstmal woanders hinstellen...wie Ihr schon treffend festgestellt habt, kommt das mit der Wahl des Schlafplatzes wahrscheinlich eh anders als geplant...von daher ist öfteres Umstellen bzw die Anschaffung eines weiteren ja nicht ausgeschlossen...;-)

            Danke jedenfalls für Eure Meinungen!

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