Katzen-Paar versteht sich ganz plötzlich nicht mehr

    • (1) 07.11.16 - 16:28

      Hallo!

      Ich frage mal für eine Freundin. Sie hat schon länger einen kastrierten Kater. Vor ein paar Wochen hat sie beschlossen noch eine Katze aus dem Tierheim dazu zu holen (auch ein kastrierter Kater und wohl noch jünger).
      Sie hat viele Tipps vom Tierheim bekommen, wie das Zusammentreffen der beiden so angenehm wie möglich zu gestalten und es hat wohl auch alles gut funktioniert. Es gab wohl einen kurzen Kampf in dem die Rangordnung geklärt wurde und danach war Ruhe. Die beiden waren die besten Freunde, haben nebeneinander geschlafen, zusammen gespielt, sich geputzt usw. Das ging jetzt wochenlang so.

      Vor ein paar Tagen wurde sie nachts von lauten Katzen-Schreien geweckt. Im Wohnzimmer hatten die beiden wohl ordentlich gekämpft, es war wohl auch viel Blut auf dem Boden und der Kleine war verletzt. Laut Tierarzt aber wohl nicht wirklich schlimm, es sah im ersten Moment schlimmer aus wie es war.
      Seitdem können die beiden sich aber wohl gar nicht mehr ausstehen. Sobald sie aufeinander treffen, greifen sie sich an und der Kleine "verliert" grundsätzlich. Sie hat im Tierheim angerufen und nach Hilfe gefragt, aber der "Katzenexperte" ruft einfach nicht zurück.
      Vom Tierarzt hat sie diesen Stecker für die Steckdose empfohlen bekommen und Bachblüten hat sie auch probiert. Hat wohl beides nicht geholfen.

      Wenn sie jetzt das Haus verlässt, hält sie die beiden in getrennten Zimmern, aber so kann das ja nicht weiter gehen.
      Vor allem fragt sie sich, was auf einmal passiert ist.

      Ich habe selber eine Katze (es waren mal zwei) und ich kenne es nur so, dass es anfangs einen Kampf um die Rangordnung gibt und danach ist dann Ruhe, aber irgendwie mögen die beiden sich plötzlich nicht mehr und die Frage ist-warum?

      Vielleicht kann da jemand weiter helfen.

      #danke

      • Hallo!

        Ich würde dringend raten, einen katzenpsychologen hinzu zu ziehen, der die Situation zwischen beiden Tieren mit eigenen Augen sehen kann und einschätzen, wie es weiter gehen soll, das kann man nicht im Internet oder am Telefon klären, das muss man sehen.

        Helfen kann ich nicht wirklich aber auch meine beiden Mädels, die sich zehn (!) Jahre super verstanden haben hatten vor zwei Jahren einen bösen Kampf. Die eine hatte sich im halb aufgezogenen Spannbettlaken spielerisch eingerollt (ich musste ans Telefon) und die andere hat drauf gehauen. Die haben sich in dem Moment schlicht nicht erkannt.
        Seitdem ist bei uns die große Liebe auch vorbei, aber immerhin tolerieren sie sich noch.

        Vielleicht ist da auch ein unglücklicher Überraschungsangriff passiert.
        Möglicherweise ist der neue auch krank, Katzen riechen das und reagieren da auch oft so.

        Wenn ich mit einer zum Tierarzt muss reibe ich hinterher immer beide direkt mit Babyfeuchtüchern ein damit sie wieder gleich riechen - sonst gibt es auch stundenlang Krieg.
        Katzen orientieren sich primär am Geruch.

        Vielleicht riecht der eine jetzt schon immer nach "Angst" und unterlegen.
        Ich würde das mal eine Weile jeden Tag versuchen und beide nebeneinander aus der Hand füttern, viel zusammen spielen etc.

        LG, katzz

        (4) 07.11.16 - 18:44

        Katzenpsychologe hinzuziehen.
        Raufereien gibt es immer wieder. Wenn allerdings Blut fließt ist es ernst.

        Hat der Tierarzt den Neuzugang mal komplett durchgecheckt?

      • Hey,

        als meine Kater jünger waren, gab es hier und da auch mal solche Ausreißer. Ich musste die Katzen dann auch mehrere Tage trennen. Sonst sind sie sofort wieder aufeinander los.

        Katzen vergessen allerdings irgendwann, dass sie auf den anderen sauer waren. Bei mir war es zumindest so. Nach einigen Tagen der Trennung ging es dann wieder.

        Das Problem liegt meistens darin, dass einer Spielen will. Dann übertreibt es einer beim Spielen und tut dem anderen weh. Und dann geht es rund.

        Was auch immer super geholfen hat war bei mir, dass beide gemeinsam positive Erfahrungen sammeln durften. Ich habe dann mit jedem gespielt, aber tunlichst drauf geachtet, dass sie nicht zusammen spielen. Sie durften sich dabei aber beobachten.

        Wenn sie beide dann gemerkt haben, es passiert mir nichts mehr, der andre kommt nicht mehr und tut mir weh, war der Druck irgendwann raus.

        Insgesamt ist es ganz weg gewesen, als beide älter wurden und die Knochen morscher ;-)

        Aber in der Blütephase bin ich teils nach Hause gekommen und fand neben einer 3. Katze auf dem Teppich (Massen von Haaren), 2 schreiende und fauchende Katzen vor. Und das hörte auch nicht wieder auf, bis ich die beiden voneinander räumlich getrennt habe.

        Sie mochten sich trotzdem überwiegend gern. Nur halt manchmal nicht :-p

        Wichtig ist, dass man das Fass nicht zum kompletten Überlauf bringt, sondern solche Situationen sofort entschärft. Sonst verfestigt sich so ein Verhalten und der eine dominiert nur noch und der andere wird dominiert.

        (6) 08.11.16 - 11:49

        Freigänger? Das Problem haben wir hier auch gerade. Bei uns liegt es einfach daran, das alle 3 nicht mehr so rein und raus können wie sie wollen. Es gibt noch einen "freien" Zugang und den müssen sie sich jetzt (in der kalten Jahreszeit) teilen.

        Bei uns stehen im Sommer immer Fenster oder Türen offen, so konnte jeder seinen Eingang wählen ohne dem anderen auf den Schlips zu treten. Ich spiele hier seit ein paar Tagen den "Katzenrangierer" inklusiver getrennter Fütterung, funktioniert super. Abends liegen dann alle 3 eh zusammen im Bett. Streß gibt es nur noch wenn mein Mann da ist, der sieht das alles nicht so ganz ein. Also Streß unter den Katzen.
        Irgendwie will hier wohl jeder den besten Winterplatz ergattern und sie sind nicht so ausgelastet wie im Sommer. Einer will spielen, der andere nur seine Ruhe und schon rappelt es im Karton.

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