Tierheimkatzen und Babys/Kleinkinder

    • (1) 30.12.16 - 14:05

      Hallo ihr Lieben,

      mein Mann und ich möchten gerne einer Katze aus dem Tierheim ein Zuhause geben. Beide hatten wir bereits Katzen in unserer Kindheit, lieben sie und kommen sehr gut mit ihnen klar. Ich habe Jahre lang in meiner Freizeit im Tierschutz gearbeitet. An der Expertise fehlt es also nicht.

      Nun haben wir in wirklich allen umliegenden Tierheimen mal online geschaut. Wir sind dadurch, dass wir in einer Wohnung ohne Balkon leben, natürlich eingeschränkt auf Katzen für reine Wohnungshaltung. Überall steht dann aber immer, dass die Katzen nicht in einen Haushalt mit kleinen Kindern vermittelt werden und mit mindestens gesichertem Balkon... Unsere Tochter ist jetzt 6 Monate alt. Mir ist klar, dass viele Katzen damit so ihre Schwierigkeiten haben, aber ALLE?! Es wundert mich irgendwie. Kenne das so einfach nicht!

      Ich denke, es kommt doch darauf an, wie erfahren die Menschen sind und darauf, dass sie dem Kind nahe bringen, wie man sich mit ihren verhält. In unserer Bekanntschaft und Verwandtschaft gibt es viele mit Babys und Kleinkindern, die Katzen und Hunde haben und ebenfalls in einer Wohnung ohne Balkon leben. Bei denen kommen Mensch und Tier auch zurecht und es läuft super. Unsere Nachbarn beispielsweise (Wohnung genau gleicher Schnitt, ebenfalls ohne Balkon) haben zwei sehr glückliche Katzen und ebenfalls ein Babys, das so alt ist wie unseres.

      Versteht mich nicht falsch, ich will natürlich keine Katze überfordern. Und mir ist bewusst, dass viele Tierheimkatzen auch nicht mehr die Jüngsten sind und schlechte Erfahrungen gemacht haben. Aber es gibt dort auch sehr offene, neugierige Katzen, die nicht den Eindruck erwecken als ob sie Probleme mit einem Baby hätten. Und wir würden auch gerne einer Katze mit Handicap ein Zuhause geben wenn es sich denn so ergeben sollt und Mensch und Tier zueinander passen.

      Ich möchte nicht sowas wie ebay Kleinanzeigen unterstützen, sondern lieber ein Tierheim. Doch manchmal habe ich das Gefühl, dass die Tierheime es wirklich Interessierten oft mehr als schwer machen und sich dann wundern, dass sie die Tiere nicht gut vermittelt bekommen :-(.

      Das Gleiche hatten meine Eltern auch im letzten Jahr erlebt. Sie interessierten sich für einen bestimmten Staff aus einem Tierheim in Berlin. Sie hatten die absolut perfekten Voraussetzungen für die Haltung eines Staffs: Jahre lange Erfahrung, eins a polizeiliches Führungszeugnis, großer Sachkundetest (beide!), guter Kontakt zu Tierschutzvereinen, bereits früher zwei Staffs aus dem Tierheim, Eigenheim, genug Zeit (Hund kommt 4x täglich raus, insgesamt mind. 3 Stunden Spaziergang), Hund kommt immer mit in den Urlaub etc. Also perfekt. Es scheiterte dann daran, dass sie zu weit von dem vermittelnden Tierheim weg wohnten und man sagte, dass so keine Nachkontrolle gemacht werden könne, weil das Tier zu weit weg wäre. Daher keine Vermittlung. Der arme Hund saß noch mehrere Monate im Tierheim bis er dann endlich vermittelt war.

      Ich verstehe das einfach nicht. Das war früher noch nicht so extrem. Da hat man dem Ganzen dann eine Chance gegeben wenn derjenige sich eignet. Habt ihr auch schon solche Erfahrungen gemacht? Wie ist das bei euch mit Baby und Katze?

      Freue mich auf eure Antworten! Und bitte freundlich bleiben. Wenn es nicht klappen sollte, dann ist das eben so. Wir können auch warten. Aber ich fände es schon schön, wenn mein Kind auch mit einem Tier aufwachsen kann.

      Liebe Grüße #tasse

      • Hallo,

        nö, da wird es keine Probleme geben. :-p

        Du musst einfach die passende Tierschutzorganisation oder Tierheime finden.

        Bei uns z. B. ist es auch bekannt, dass es in großen Tierheimen hier in der Stadt, es viel schwieriger ist, ein Tier zu bekommen oft auch vollkommen unmöglich, da angeblich die Grundvoraussetzungen nie nicht stimmen. Mal liegt es am Alter der Interessenten #schock, dann sind die Kinder noch zu klein, der Teilzeitjob ist zu viel #zitter...

        Wir haben dann die Tierheime auf dem "Land" abgegrast und siehe da, gleich nach dem ersten Gassigehen, es stand auch gleich fest, dass wir das Hundetier haben möchten, durften wir es sofort mitnehmen. Völlig problemlos und ohne großes Gedöns! Es war damals ein 11jähriger Senior. 5 Jahre später habe ich die Dame erneut im Tierheim angerufen, ob nicht wieder ein Senior abzugeben wäre. Gleiches Spiel, Hund angeschaut, Gassirunde gedreht und Hund eingepackt! Genialst!

        Wir möchten auch Wohnungskatzen haben - wir haben zwar Haus mit Garten - allerdings gleich neben Bahngleisen und auf der anderen Seite die Autobahn... viel zu gefährlich in unseren Augen.

        Hierfür sind wir auf ein wirklich ganz winziges Tierheim gestoßen, gut 100 km von uns weg, das kannte wir, da dies auch Hundepension ist und dort unser damaliger Hund öfters untergebracht war, wie wir Kurzurlaube im Wohnwagen gemacht haben (70 Kilo Hund passte da irgendwie nicht rein... #rofl#rofl).

        Wir haben uns für Tiere mit Handicap entschieden, die wahrscheinlich keiner hätte genommen. Beide haben nur ein Auge, der Kater zusätzlich nur eine Sehkraft von ca. 20% auf dem verbliebenen Auge.... Also Tiere, die drinnen besser aufgehoben sind. Auch hier war es überhaupt kein Thema, Tiere zu bekommen.

        Und weißte was? Diese beiden Stubentiger sind einfach nur klasse! Wir hatten schon viele Katzen, aber diese beiden sind der absolute Oberhammer. Ausnahmestubentiger, die wir nie missen wollten! Sowas Liebes, sowas Anschmiegsames, der Wahnsinn echt! Würden alle so sein, hätte ich bestimmt noch ein paar mehr von.

        LG
        Caro

        Für viele Tierheimkatzen ist Wohnungshaltung oft ein ko-Kriterium, weil sie an Freigang gewöhnt sind.

        Wohnungskatzen bitte nicht in Einzelhaltung.

        Gehe an Katzenschutzorganisationen. Die haben oft ihre Schützlinge auf Pflegestellen verteilt. Die können die Tiere besser Einschätzen als das Tierheim. Sie kümmern sich einfach um weniger Tiere, evtl ist da auch schon die ein oder andere mit Babies in Berührung gekommen.

        Im Tierheim verhalten sich Katzen oft ganz anders als sie es dann nach der Eingewöhnung im neuen Zuhause.

        Wollt ihr ältere Tiere oder Kitten?

        • Also es gab durchaus ein paar Katzen, die auch in Wohnungshaltung vermittelt werden und auch ALLEINE, weil sie unverträglich mit anderen Katzen sind. An sowas hatten wir gedacht. Und am liebsten wäre uns eine mittelalte oder auch ältere Katze.

          Danke für den Tipp mit den Katzenschutzorganisationen. Du hast Recht, die kennen die Tiere oft besser und auf Pflegestellen leben ja hin und wieder auch mal Kleinkinder im Haushalt, sodass man dann sicher gehen kann, dass das Tier dran gewöhnt ist :-).

          • Ok ältere Katzen gibt es einige die nicht sozialisiert sind und alleine gehalten werden können. Die haben allerdings eine Vorgeschichte und die ist nicht immer bekannt oder ruhiger Haushalt bei älterer alleinstehenden Dame.

            Wende dich an Organisationen mit Pflegestellen. Nicht dass das Tier noch unbeabsichtigt zum Wanderpokal wird.

            Zwei Katzen machen übrigens nicht die doppelte Arbeit und verursachen nicht die doppelten Kosten. Wenn es keine alte, nicht sozialisierte Katze wird, bitte zwei gerade bei Kitten

      Hallo!

      Wichtiger wäre bei reiner Wohnungshaltung unbedingt ZWEI Katzen zu nehmen, damit sie weiterhin Kontakt zu Artgenossen haben und damit auch mehr Beschäftigung, auch wenn Du nach der Babyzeit wieder arbeitest.

      Es ist nicht immer einfach, Katzen zu finden, die sich an Kleinkindergebrüll nicht stören. Viele Katzen haben da einfach ihre Probleme mit, es ist laut, es ist schrill, Kleinkinder neigen dazu, grobmotorisch den Schwanz zu greifen, beim Krabbeln das Katzenklo auszuräumen, und laut meinen Eltern habe ich vor 35 Jahren auch mal Brekkies gegessen. Du musst Dir im Klaren sein, dass es Schwierigkeiten geben kann und halt gerade Kindergeschrei schon ein massiver Stressfaktor ist.

      Es ist schon schwer genug für eine Katze, die lange im Haushalt lebt, wenn ein baby kommt - und ist wirklich ein sehr häufiger Grund, warum Katzen dann im Tierheim landen, eben weil sie damit nicht klar kommen, erst recht in Wohnungshaltung, und stressbedingt anfangen zu pinkeln. Eine neue Katze in die Situation eingewöhnen ist erst recht schwierig und braucht einfach die passenden Katzen. Die wollen mit viel Bedacht gesucht und ausgewählt werden.

      Ich habe selber reine Wohnungskatzen und habe viel zeit in die Auswahl gesteckt und bin dann auch gerne hunderte Kilometer weit gefahren, damit sie WIRKLICH mit der Wohnungshaltung auskommen, zu uns und den Gegebenheiten passen etc. Ich habe auch Mal nein gesagt, wenn ich den Einsruck hatte, dass es nicht passt. Mir war allerdings auch wichtig, dass sie ohnehin Handycaps haben, die einen Freigang sowieso unmöglich machen.

      Du kannst nicht damit rechnen, im erstbesten Tierheim fündig zu werden, und Kleinkind ist halt wirklich schwierig. Wenn Du das nicht vorher weißt, ebenso wie der Gedanke an Einzelhaltung, dann solltest Du bitte nochmal dein Fachwissen auffrischen. Wohnungskatzen sind was anderes als die Freigänger vor 30 Jahren, die eben mehr draußen gebleiben sind, wenn es ihnen innen zu turbulent war. Und eine Etagenwohnung ist nochmal was anderes als ein Einfamilienhaus. Es ist halt alles eine Nummer enger.

      • Hallo,

        danke für deine ausführliche Antwort. Bitte nicht falsch verstehen! Mir ist durchaus bewusst, und ja, mein Fachwissen reicht dafür definitiv aus keine Sorge ;-), dass Katzen besser zu zweit gehalten werden als alleine. Wir dachten aber daran, einer unverträglichen Katze ein Zuhause zu geben. Davon gibt es ja auch einige und einige auch, die reine Wohnungshaltung kennen. Hätte ich wohl besser mit erwähnen sollen #schein.

        Du hast natürlich Recht, dass man nicht gleich im erstbesten Tierheim die passende Katze findet, vor allem nicht als Familie mit Baby. Mich wunderte es nur, weil ich hier in der Umgebung mindestens bei 10 verschiedenen Tierheimen geschaut habe und eben bei allen Katzen, für die zumindest die Wohnungshaltung ok gewesen wäre, stand, dass sie in keinen Haushalt mit Kindern sollen. Wenn Kinder ok waren, dann nur gaaaaanz selten und dann waren es immer Freigänger. Echt schwierig...

        Aber deine Vorschreiberin hatte den guten Tipp mal speziell bei Katzenschutzorganisationen nachzuschauen, da die die Tiere oft besser kennen. Ich denke, das werde ich mal tun :-).

        Liebe Grüße und guten Rutsch!

        • Ja, eine Tierschutzorga mit Pflegestellen kann euch da sicher besser helfen. Wenn die Katze auf der Pflegestelle gut mit Kindern auskommt, dann bei euch auch - und dann weiß man auch schon, wie es mit Artgenossen lief, ohne dieses Tierheim-Umfeld, dass die Verträglichkeit schwierig macht.

          Allerdings würde ich grundsätzlich eher keine unverträgliche Katze nehmen, wenn Kinder da sind, eben weil die Kinder später Freunde einladen, oft Besuch da ist, also immer eine gewisse unruhe, Besucher, die selbst Katzen haben und so riechen, das ist für eine unverträgliche Katze schwieriger, weil die ja sowieso schon einen mittelschweren seelischen Schaden hat - sonst hätte sie keine so großen probleme mit Artgenossen.

          Ein Katzenduo ist da einfach seelisch stabiler und kommt besser mit Herausforderungen klar. Und sie brauchen ja nun nicht wesentlich mehr Platz, und nachdem man größere Dosen verfüttern kann, sind sie auch nicht wirklich teurer.

    Hallo,

    wir haben in den letzten zwölf Jahren vier Tierheimkatzen ein Zuhause gegeben - ein Hund lebt auch bei uns. Bis auf einen Kater der leider der Liebe zur Nachbarskatze den Ausflug über die Straße nicht überlebt hat sind alle mopsfidel.

    Meine Erfahrung mit Tierheimen und Organisationen. Je kleiner der Verein umso umgänglicher sind die Leute. Wir haben die dienstälteste Mietz aus einem Tierheim die mit Kindern kein Problem hatten, Den inzwischen verstorbenen Kater aus dem örtlichen Tierheim die auch Familien mit Kindern und dann Wohnungshaltung nicht so gut fanden und weitestgehend nur mit Freigängermöglichkeit vermitteln. Unsere letzten beiden Mäusefänger zogen von einer Organisation ein die sich nach den Lebensumständen erkundigt haben. Da waren weder Kinder noch eine Wohnungshaltung ein Problem. Die Mitarbeiter der Organisation wollten aber dann in solche Familien gerne ihren Sorgenkinder vermitteln ua wo der Vorbesitzer verstorben war, ältere Tiere oder Geschwister.

    Wenn Ihr sowas wie eine Kleinanzeigenseite habt dann schaut da - dort fand ich auch unseren Mäusefänger aus der kleinen Organisation, bei der letzten Mietz war es klar dass ich sie auch von dort hole. Kleine Tierschutzorganisationen die mit Geldsorgen kämpfen und froh sind wenn die Kosten nicht so hoch sind sind oft umgänglicher als die großen Tierheime-

    Alternative wäre es Euch zuerst einen Tierarzt zu suchen und dann zu schauen mit welchen Organisationen er zusammenarbeitet. Hat sich bei uns als positiv erwiesen da die Leute schneller miteinander kommunizieren bei Problemen als wenn wir als Tierhalter noch dazwischen sind.

    Viel Erfolg bei der Suche

    Geli

    Ich habe es jetzt Weihnachten wieder erlebt. Meine Cousine hat einen inzwischen 14-Jährigen Kater.

    Die Tochter meiner Cousine rannte ständig dem Kater her und schleppte ihn immer ungeschickt durch die Gegend. Man merkte, dass der arme Kater nur noch seine Ruhe wollte.
    Letztendlich ging er raus (es regnete und stürmte).
    Eigentlich kein Katzenwetter, aber was soll er machen.

    Es gibt im Tierheim Katzen, die allein gehalten werden können oder sollen. Aber mit Kleinkind würde ich das nicht empfehlen.

    • Naja, gerade deswegen bringt man seinen Kindern möglichst schon früh den richtigen Umgang mit Tieren bei. Dazu gehört für mich auch, dass das Tier in Ruhe gelassen wird und man nur mit ihm spielt und es kuschelt wenn es von sich aus zu einem kommt...

      • Wenn Deine Tochter 6 Monate alt ist glaubst Du vielleicht wirklich, dass es so einfach wäre.

        Aber ALLE Kinder haben so eine Phase, wo sie schon sehr schnell laufen, überall hoch klettern, an allem ziehen was sie erreichen können (und das feste genug um Geschirr für 8 Personen mitsamt dem Tischtuch auf den Fußboden zu befördern) - und gleichzeitig sind sie kognitiv nicht in der Lage, ein NEIN zu akzeptieren.

        Da kannst Du nein sagen so oft Du willst, es wird trotzdem am Tischtuch oder am Katzenschwanz gezerrt, es sei denn Du rennst ununterbrochen hinter dem Kind her und nimmst es jedes Mal aus der Situation heraus.

        Wenn es jetzt aber gerade nun mal nicht geht, weil Du Dich um ein kleines Geschwisterkind kümmern musst, die Pfanne vom Herd nehmen musst bevor die Küche abbrennt oder Du gerade nicht vom Klo runter kannst, wird es zwangsläufig vorkommen, dass Dein Kleinkind eben auch mal Mist baut.

        Deswegen ist es ja so wichtig, sicherungen an alle Türen und Schubladen mit Messern, Feuerzeugen oder Giftstoffen anzubauen, keine Fenster offen zu lassen, drauf zu achten, dass man immer einen Schlüssel dabei hat, weil eine Wohnungstür schnell zu geschoben ist, wenn Du gerade einen schritt weit draußen bist und du dann nicht mehr rein kannst, und etwa 1000 andere Dinge. Aber eine Katze kannst Du ebensowenig festketten wie ein Kleinkind.

        Und bitte mach Dir nichts vor, diese Phase wird kommen, das kann man gar nicht verhindern. Erst wenn das Sprachverständnis dann besser ist und das Kind in der Lage ist, eine Begründung zu verstehen wird es wieder besser. Was aber noch lange nicht heißt, dass es nicht trotzdem Trotzanfälle geben kann, weil Kind gerade Katze knuddeln will und Katze gerade nicht will.

        • Stimmt
          Zartes Streicheln ist rupfen
          Knuddeln ist mit dem Bauklotz hauen

          Weglaufen ist Animation zum Spielen

          Bin beeindruckt was sich meine beiden Kater bieten lassen.

          Ich versuche es von Anfang an ihr beizubringen aber es wird noch dauern.

          Meine Kater sind Hanfaufzuchten, ehemalige Pflegekatzen die ich behalten habe, ohne Vorbelastung und Freigänger.

      Ja, für Dich! Das bring Deinem Kind dann mal bei. Ich bin damals meiner 3-jährigen Tochter immer hinterher gerannt, als sie anfing, mit unserem Kater Schubkarre zu spielen.
      Und eine Katze kommt nach solchen Erfahrungen bestimmt nicht zum Kind und will kuscheln.

Hallo #winke

Wir haben unseren supertollen, kinderlieben Traumkater vor 2 Jahren (da war meine Tochter 1,5 Jahre) über Kleinanzeigen gefunden - allerdings habe ICH eine Anzeige aufgegeben und genau geschildert, was wir uns vorstellen und wie unsere Situation zu hause ist (ungesicherter Freigang in dörflicher Umgebung, 2 Kinder, davon 1 Kleinkind usw.). Daraufhin haben sich auch einige Tierschutzorganisationen gemeldet, die mir Tiere vorschlugen und offensichtlich kein Problem mit Kleinkindern hatten.

Ich habe früher auch Katzen aus dem Tierheim gehabt (sowie meine Eltern 2 Hunde), allerdings wurde da meiner Meinung nach noch nicht so viel Theater um die Vermittlung gemacht, heute gleicht das Prozedere ja fast einer Kindesadoption. In den Vermittlungsinfos unseres Tierheims im Nachbarort steht z.B., dass jederzeit, zwischen 8.00 und 20.00 Uhr eine unangemeldete Platzkontrolle erfolgen könne und man der kontrollierenden Person Zutritt zu Tier und Haus geben müsse, bei Verweigerung könne die sofortige Herausgabe des Tieres angeordnet werden #schock

Eine Freundin von mir sollte für eine erfolgreiche Vermittlung ihre Einkünfte offenlegen #rofl

Als ich vor einigen Jahren selbst einen Kater aus dem Tierheim nach etwa 4 Wochen zurückgeben wollte, da er ein hyperaktiver Türenöffner war und ich nicht wollte, dass er nachts auch in das Kinderzimmer meines 3jährigen Sohnes ging, hat man mich behandelt wie einen miesen Tierquäler. Vorangegangen waren Wochen mit regelmäßigen Gesprächen mit dem Tierheim, Katzenabwehrmitteln an den Türgriffen, Türgriff-Hochschraub- und Tür-Zubindeaktionen - alles ohne Erfolg. Als man mir am Ende riet, ich solle mein Kind einfach nachts einschließen, dann käme die Katze auch nicht ins Kinderzimmer hat es mir gereicht. Trotzdem war ICH laut Tierheim Schuld, da ICH mich nicht genug bemüht hätte und nicht bereit war mich auf das Tier einzustellen :-[ Mein Geld haben Sie übrigens auch behalten und ganz frech nach einiger Zeit sogar nochmal angerufen um mich um Spenden zu bitten...Tierheim kommt deshalb für mich nicht mehr in Frage.

Auf meine Online-Anzeige meldete sich übrigens schließlich eine sehr liebe Dame, die mich mit meinen Kindern einlud Ihren "kräftigen" Kater kennenzulernen, den sie aufgrund von Fressproblemen (er hat allen anderen Katzen das Futter weggefressen) schweren Herzens in gute Hände abgeben wollte, sie verriet erstmal nur dass er groß, schwarz und lieb sei. Nach unserem ersten Besuch und eingehendem "Kindertauglichkeitstest" haben wir ihn dann mitgenommen, unseren liebsten, tollsten, geduldigsten 11 Kilo Maine Coon Kater ;-)

Meine Empfehlung deshalb: selbst Anzeige schalten, dann sind die Gegebenheiten klar und Du kannst selbst wählen!

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