Kätzchen vom Bauernhof

    • (1) 02.01.17 - 21:08

      Hallo,

      wir sind grad im Urlaub auf einem Bauernhof. Im Moment gibt es hier kleine Kätzchen. Ich weiss es ist überall das gleiche. Problem ist, es sind ein paar dabei ( Mama und 3 kleine) die sehen aus wie kleine Main Coon Kätzchen, haben also auch etwas längeres Fell. Sie werden nicht gepflegt. Mama sieht super aus aber die Kleinen haben Knoten ohne Ende und teilw Kaugummi im Fell ( woher such immer) Ich kümner mich im Moment um sie. Bei einem Kätzchen allerdings ist der Katzenschnupfen ausgebrochen. Es hat verklebte Augen und niesst. Wenn jetzt hier der Winter kommt wird es den nicht überleben. Und die Leute sagen nun ja so ist die natürliche Selektion, die kleinen und schwachen schaffen es nicht.

      Tja, so ist es.... aber nicht solang ich hier bin. Ich hab bereits 3 Katzen daheim... iich hatte überlegt die mit dem Schnupfen vorübergehend aufzunehmen bis zur Vermittlung.

      Odef ich geb sie hier ab suf ne Pflegestelle oder Tierheim. Ist mir auch nicht recht aber was soll ich machen. Wir fahren jetzt morgen mit ihr mal zum Tierarzt.

      Was denkt ihr oder würde so ein Kätzchen was vom Bauernhof kommt eingehen im Tierheim?

      Was würdet ihr tun? Ich war noch nie in so einer Lage? Sie können sich halt auch mit dem Fell nicht selbst helfen! Und dann gehen sie ein. Hier kümmert sich keiner.

      Was denkt ihr?

      • Hallo!

        Keine Frage, mir blutet auch das Herz, wenn ich sowas sehe.

        Aber: es bringt nichts, wenn nicht die Mutter kastriert wird. Es wird alle halbe Jahr wieder einen Wurf Langhaar-Kätzchen geben, die wieder nicht geimpft werden, und die schwachen Kleinen sterben. Und die, die durchkommen, haben so massive Fellprobleme, dass sie wahrscheinlich auch nicht alt werden, solange sich niemand kümmert. Wirklich sinnvoll wäre es also nur, wenn die Kätzin kastriert wird und damit nicht noch mehr Elend nachkommt.

        Tierheime sind oft sowieso voll und wenig begeistert, wenn man solche Kätzchen zwar retten will, aber nicht wenigstens eine deutliche Spende oben drauf legt, um sie gesund zu pflegen plus Impfung und Kastration. Das müsstest Du vorher absprechen, ob sie überhaupt die Kätzchen nehmen würden, insbesondere wenn sie vom Urlaubsort her nicht offiziell zuständig sind. Noch dazu müssten die ja in Quarantäne wegen dem katzenschnupfen, ansteckend sind ja wahrscheinlich alle.

        Selbst nehmen geht natürlich, aber überleg vorher, wie der Impfschutz von Deinen aussieht, und besser wenigstens zwei Kitten nehmen - die Erwachsenen Katzen bei Dir zu Hause werden nicht nach Kittenart quer durch die Wohnung toben wollen, sobald das Kleine gesund wird, würde es sich sonst langweilen. Und Du weißt ja, keine Einzelhaltung, daher klappt die Vermittlung oft mit passendem Partner eher besser.

        Bei Katzenschnupfen ist aber auch nicht garantiert, dass das Kleine gesund und ohne Folgeschäden da raus kommt. Manche Erblinden trotz Behandlung, das macht eine Vermittlung schwierig.

        Ganz ehrlich, Tierschutz ist etwas, was einem so oft weh tut. Man sieht das schlimmste Elend, und kann nichts ändern, weil der Bauernhof wahrscheinlich ganz gerne jedes Jahr wieder Kätzchen für die Urlaubsgäste hat, die sind ja sooo süß, und Kaninchen und Meerschweinchen in viel zu kleinen Ställen, und wenn es Pferde gibt, dann auch jedes Jahr neue Fohlen, die dann im Herbst an einen Metzger verkauft werden. Weil wenn die 3 Jahre alt sind, sind sie nicht mehr so süß, fressen aber wie die großen. Ja, ich bin manchmal echt verbittert, weil ich vielen Jahren aktivem Tierschutz viel zu viel Mist gesehen habe.

        Ach Mensch. Ich kenn das Gefühl.

        Ich war vor ein paar Jahren in Bayern auf einem Bauernhof und hab ein paar Tage Urlaub gemacht. Da bot sich das gleiche Katzenelend. Alle Babys verschnupft, verwurmt, ungepflegt, unterernährt und alles andere als gesund.

        Die Bäuerin hat nur mit den Schultern gezuckt und gesagt, dass nur die Nutztiere medizinisch versorgt werden. Katzen sind zum Mäusejagen da, werden geduldet und mehr auch nicht. Im Winter dürfen sie im Stall wohnen und bekommen ab und zu mal einen Napf mit Milch oder Essensreste hingestellt. Das war's.

        Ich habe mir damals auch echt 'nen Kopf gemacht, wie ich den Katzen helfen kann. Letztendlich habe ich der Bäuerin mein Versprechen gegeben, die Kastration einer Kätzin mit 100 Euro zu bezuschussen. Nach Vorlage des ärztlichen Attestes mit Bild und Originalrechnung habe ich ihr das Geld überwiesen.

        Des Weiteren habe ich ganz klar gemacht, dass ich diesen Bauernhof definitiv nicht weiterempfehlen werde und meine Onlinebewertung nicht positiv ausfallen wird. Ich habe auch ganz klar auf den Mißstand der Tiere hingewiesen.

        Na ja, es wäre blauäugig, zu glauben, dass man da etwas erreicht. Es gibt noch unendlich viel Nachholbedarf, was Aufklärung über Tierschutz auf dem Lande bedeutet. Leider ist auch Geld oft ein großer Hindernisfaktor, den Tieren zu helfen.

        Ich wünsche Dir viel Erfolgt mit Deinen Kätzchen.

        Ich finde deine Idee echt gut. Wenn du sie dann weitervermitteln willst ist das auch eine gute Sache.

        Ganz ehrlich aber solchen Bauern könnten ich an die Wand klatsche. Solche Arschl...... vermehren Katzen sinnlos und schauen zu wie sie verrecken. Im nächsten Ort gibts auch 2 Bauern. Einer geht noch aber glotzt auch keinen Deut und ein anderer sagt noch direkt das er nicht mal eine hergibt, denn wenn eine verreckt ist ihm das egal es sind ja noch genug andere da! Sorry dem würde ich gerne.

        Dann hab ich auch schon Bauernhofkatzen gehabt ( 2) und die starben beide sehr früh mit schwerem Nierenschaden! Sowas will ich nicht mehr. Nebenbei hatte ich vor wenigen Wochen hier eine in meinem Entenauslauf die brachte ich zum Tierarzt. Vermutlich Katzenseuche und die wäre am nächsten Tag tot in meinem Auslauf gelegen. DA hat auch kein Depp danach geschaut. Ehrlich bei sowas stellen sich mir die Haare auf.

        Bei eurem Urlaubshof, geben die überhaupt die Katzen her?

        Ela

      • Hasipferdi hat eigentlich alles geschrieben. Wichtig ist die Kastration der Mutterkatze.

        Bauernhofkatzen überstehen die Zeit im Tierheim schon irgendwie. Wie alle Tiere dort.

        Es wird höchste für eine Kastrationspflicht. Es sind ja nicht nur die Bauern, es sind die "Hobbyzüchter", die die meinen ihre Katze müsste mal werfen und all die anderen die meinen sie müssen nicht kastrieren

        Den meisten Bauern sind ihre Tiere als solche sch...egal, die sehen nur ihren Profit.
        Und irgendwelche kranken Kätzchen, die verrecken dann eben.
        Wenn eines Katzensnupfen hat, haben die anderen den auch bald. Und der endet tödlich, wenn man es dabei belässt.

        • Das ist eine Pauschalaussage, die man so nicht treffen kann.

          Einem Landwirt, der 'Profit" machen will (was ist daran eigentlich verwerflich?), ist das Wohlergehen seiner Tiere wichtig, denn Tiere denen es schlecht geht bringen keine wie auch immer geartete Leistung. Das Wohlbefinden der Tiere sieht aber oft anders aus, als der Durchschnittsbürger es sich vorstellt. Und schwarze Schafe gibt es leider auch überall.

          Das Problem mit den Katzen sehe ich durchaus und definitiv als eins, hier gibt es auch immer noch genug Kollegen, die diese atmen verschnupftes Tierchen halbjährlich rumlaufen haben. Das versteh ich nicht, zum einen wird die Kastration hier sogar bezuschusst von der Gemeinde und im Endeffekt sind die Katzen ebenso Nutztiere - sie halten das Ungeziefer klein.

          Und so ne verzottelre Katze ist ja auch kein Aushängeschild.

      Hallo

      unsere Katze wurde mit Mutter und Geschwistern, von den örtlichen Tierschützern auf Anzeige, von einem Bauernhof geholt.
      Alle haben es überlebt und wurden vermittelt.
      Unsere ist jetzt 14 Jahre alt und war immer sehr robust und unempfindlich.Natürlich ist sie Freigängerin und in mancher Beziehung recht wild ( sie hatte und hat z.B. sehr viele Kämpfe mit anderen Katzen und Hunden ) geblieben.Trotzdem ist sie sehr anhänglich und unerschrocken.
      Ich würde wieder eine Katze vom Bauernhof nehmen.

      Vielleicht rufst du mal bei den Tierschützern an.

      L.G.

      Hallo,

      mein Nachbar ist selbst Bauer hat Großviech, Pferde und auch halt Katzen. Die Hunde bewachen die Pferde im Stall da das Wohnhaus etwas weiter weg ist.

      Irgendwann vor ein paar Jahren gab es dort wieder Nachwuchs und eines der Kinder verliebte sich in ein Katzenbaby. Die anderen wurden bei uns im Umland verschenkt oder ihrer natürlichen Auslese überlassen. Das Katzenbaby und das Kind mochten sich aber nicht so (eher die Katz das Kind) das die junge Mietz sich beim Nachbarn im Hasenstall einzuquartieren. Nach einer gewissen Zeit bemerkten die Nachbarn das die Katze krank ist - wollten für die Behandlung bezahlen incl der Kastration aber mit der Option das die Katze weiter im Hasenstall wohnen darf und bei ihnen zur Pflege wohnt. Der Bauer hat abgelehnt mit der Begründung das das Tier der pubertären Tochter gehört - welche aber mehr mit den Pferden beschäftigt war.
      Als es dem Tier immer schlechter ging blieb den Nachbarn nur ein Weg - ran an die Kids mit dem Anliegen. Den Kids passte es zwar nicht dass die Katze bei Nachbars wohnte, verboten es aber wollten sich kümmern. Unsere Nachbarn zogen aus dem Gespräch die Konsequenz und ab da hatte der Hund immer Freigang im Grundstück wenn die Katze da war.
      Aber als dann irgendwann mal wieder der Tierarzt bei den Pferden war brachte die Tochter des Bauern die Katze und das Tier wurde behandelt. Das Kätzchen war trächtig gewesen und die Geburt war anders verlaufen als geplant. Es folgte eine Operation mit anschließender Kastration. Da der Tierarzt gescheit war legte er die Kosten um auf die Behandlung der Pferde #cool
      Ende vom Lied - die Katze lebt , sieht wohlgenährt aus und wohnt weder beim Bauer noch bei den Nachbarn die die Tierarztkosten tragen wollten.
      Sie zog in ein Haus bei einem älteren Ehepaar. Dort war gerade der Kater überfahren wurden, der Ehemann wollte eigentlich keine neue Mietz mehr. Da beide aber nicht ansehen konnten wie das Tier vor Hunger vor der Tür jammerte stand ab sofort immer eine Schale Milch und ein Napf Futter vor der Tür. Irgendwann sah man dann das liebe Tier auf der Fensterbank sitzen - drin im warmen ;-)

      Ich an Deiner Stelle würde schauen wie der Impfstatus Deiner Tiere ist. Ich habe auch selbst drei Katzen und einen Hund und als mein Mann im Spaß erwähnte das die Katz vom Arbeitskollegen Nachwuchs hat haben wir brav dankend abgelehnt obwohl die Tiere zum verlieben aussahen. Bei uns wird erst dann wieder ein neues Kätzchen einziehen wenn eine unserer drei anderen nicht mehr ist.
      Mir wäre es wichtig dass wenn Du die Tiere mitbringst Deinen Vierbeinern nichts passiert.

      Im Tierheim wird das Tier sicher versorgt. Unsere Tierärztin arbeitet selbst für den Tierschutz. Da mache Dir mal keine Sorgen. Aber es ist immer so eine Frage der Kosten. Unser Kater aus dem Tierheim kam mit Giardien (unbemerkt) zu uns - was feines und nicht günstiges. Der Tierschutz wollte uns zwar im Nachgang die Kosten erstatten. Da das ein kleiner Verein ist und dort auch das Geld nicht üppig ist haben wir die Kosten selbst getragen.
      Alternative :Du nimmst die Tiere bei Dir auf und vermittelst sie selbst gegen eine Gebühr. Wenn sie wirklich so niedlich ausschauen wird sich sicher auch jemand finden der bereit ist einen Obolus zu zahlen, damit Du immerhin die Behandlungskosten teilweise erstattest bekommst.

      Viel Erfolg

      Geli

Top Diskussionen anzeigen