Gutes Buch über Welpenerziehung

    • (1) 13.02.17 - 12:35

      Hallo,

      in wenigen Jahren wird ein Welpe bei uns einziehen. Wir möchten uns aber perfekt vorbereiten und suchen ein gutes Buch über Welpenerziehung. Über Martin Rütter habe ich viel schlechtes gehört und ein Buch von ihm kommt deshalb für uns nicht in Frage.

      Selbstverständlich werden wir auch eine Hundeschule besuchen und er darf zur Welpenspielstunde.

      Wer kann ein gutes Buch empfehlen, das nicht veraltet ist und gute Tipps hat.

      Danke euch schon jetzt.

      Grüße Babydestiny

          • mich begeistern weder Rütter noch Milan. In den Sendungen mit Rütter werden "harmlose" Hunde gezeigt (meinem Empfinden nach) und in den Sendung mit Milan z. T. die weniger harmlosen. Da brauchts dann schon andere Methoden.

            Im Grunde werden ja nicht allein die Hunde "trainiert", sondern viel mehr die Herrchen und Frauchen. Ich staune immer wieder, dass anscheinend bei so vielen Menschen das, was man Menschenverstand und Logik nennt, schein bar nicht vorhanden zu sein scheint.

            Diese Menschen brauchen ein deutig Hilfe, den Hunde zu liebe

            • Hallo,

              genau so sehe ich das auch. Rütter habe ich für mich persönlich den "Futterbeutel-Werfer" und Milan den "Hundewürger" genannt. Beide erziehen die Besitzer und nicht den Hund.

              Kann man sich Anregungen holen oder auch lassen.
              Hundeschule kann man machen oder es eben auch lassen. In unserer Nähe gibt es eine Hundeschule mit Welpenspielstunde. Wer es braucht, soll ruhig mit 10 anderen HH und Hunden im Kreis oder durch den Wald laufen. Kann man bestimmt nett plauschen.

              Im Grunde genommen muss ich als Halter mit liebevoller Konsequenz erziehen und den Hund lenken und leiten, Grenzen aufzeigen. Hundeschule/Trainer etc. nützen nicht die Bohne, wenn ich als Besitzer schlampig und inkonsequent bin.

              An die Posterin: holt euch bei Anschaffung eines Welpen einen guten Trainer (Einzelstunden) ins Haus, der sich euch und den Welpen anschaut und euch auch weiter betreuen kann.

              LG

              Nici

              • >>Im Grunde genommen muss ich als Halter mit liebevoller Konsequenz erziehen und den Hund lenken und leiten, Grenzen aufzeigen. Hundeschule/Trainer etc. nützen nicht die Bohne, wenn ich als Besitzer schlampig und inkonsequent bin.<<

                so siehts aus. Aber auch das haben viele Hundehalter nicht auf dem Schirm. Da wird sich gedacht, der Hund geht ja in die Hundeschule und da lernt er alles. Der Begriff "Schule" lässt solche Menschen von kpl. falschen Dingen aus gehen.

                Ich kenne Hunde, die sind auf dem Hundeschulplatz 1 A, da läuft der Benimm, und so bald sie vom Gelände runter sind, kannst Erziehung vergessen.

                Da kann aber der Hund nichts für

                In einer Welpenschule oder Hundeschule, wo man im Kreis oder durch den Wald läuft, kann man sich mit gesundem Menschenverstand denken, dass das wohl Mumpitz ist.

                Ich denke, Hundeschule ist trotzdem wichtig. Viele Menschen schaffen es oft nichtmal die eigenen Kinder mit liebevoller Konsequenz und Grenzen zu leiten, wie sollen sie es dann bei einem Tier schaffen?

                Wenn ICH die Wahl zwischen Milan und Rütter habe, würde ich immer den Rütter vorziehen. Ich finde seine Grundideen durchaus nachahmenswert - im Gegensatz zum Milan.

                Und ein gesundes Sozialverhalten lernt ein Hundekind nicht nur durch liebevolle Konsequenz und Grenzen. Dazu benötigt es geleitete Konfrontation mit Artgenossen. Und das bietet eine gute Hundeschule.

                • >>Und ein gesundes Sozialverhalten lernt ein Hundekind nicht nur durch liebevolle Konsequenz und Grenzen. Dazu benötigt es geleitete Konfrontation mit Artgenossen. Und das bietet eine gute Hundeschule. <<
                  ja, wenn der Halter selbst dazu ansonsten nicht in der Lage ist!

                  • Nein immer.

                    Eine gute Hundeschule - und die sind wirklich rar gesät - ersetzt keinen noch so erfahrenen Hundehalter.

                    Alleine die kontrollierte Gruppenarbeit mit Konfrontationen unter Artgenossen ist ein ganz heikles Thema. Das sollte IMMER nur unter Aufsicht gemacht werden, sonst halten sich so Märchen wie "Die Hunde regeln das schon unter sich" oder "Der hat ja noch Welpenschutz" immer weiter in den Besitzerköpfen.

                    Es ist eben nicht nur mit Empathie und Konsequenz getan. Ein fundiertes Fachwissen ist genauso wichtig. Sprich Hundeschule. Eine gute Hundeschule und kein Wald-Hof-und-Wiesen Trainer, der im Crashkurs gelernt hat und sich nun "zertifizierter Hundetrainer" nennen darf.

                    Leider gibt es kein Kontrollorgan für Hundeschulen und die Gefahr an eine Döspaddel zu geraten, ist nicht unwahrscheinlich.

                    • >>sonst halten sich so Märchen wie "Die Hunde regeln das schon unter sich" oder "Der hat ja noch Welpenschutz" immer weiter in den Besitzerköpfen.<<

                      argh, da hast du recht, das hört man sehr oft. Ich erklärs dann den Leuten mit meinen Worten #schein

                      >>Ein fundiertes Fachwissen ist genauso wichtig.<<
                      ja, natürlich. Aber das gibts nicht nur in der Hundeschule und wie du auch schreibst, nicht jede Hundeschule od. Hundetrainer ist kompetent.

                      Ach, ich weiss nicht, das mit Hundeschule ist für mich zu sehr Modeerscheinung, der Renner über haupt, ein neuer Markt hat sich da auf getan.
                      Du hast einen Hund, dann MUSST du mit ihm u_n_b_e_d_i_n_g_t in die Hundeschule. Tust du das nicht, dann kannst du ja kein guter Hundehalter sein.

                      Wir werden oft gefragt, wie wir das mit unseren Hunden hin bekommen haben, welche Hundeschule usw.

                      Nein, keine Hundeschule, unsere Hunde sind bei uns u. a. integriert, wirklich integriert. Was viele Hunde halt nicht wirklich sind.
                      ach, ich hör jetzt mal auf mit plaudern

                      der Kaffee ist fertig#tasse

            Hallo!

            Bei Millan werden die Hunde gerne so dramatisch und gefährlich dargestellt, damit CM noch "männlicher" wirkt, den finden wohl viele von den Ami-Tussis ja sooooo sexy. Da wird dann ein Hund der beim Gassi gehen an der Leine Backenhörnchen nachjagt zur gefährlichen Bestie mit dramatischer Musik. Guck Dir den mal OHNE TON an. wirkt ganz anders.

            Außerdem liegen ganz viele probleme daran, dass die Amis sich großteils genau gar nicht um ihre Hunde kümmern. Ich habe ja da verwandte, die haben alle Hunde, und arbeiten alle Vollzeit mit 1,5-2 Stunden einfacher Fahrzeit. Die sind also 12 Stunden am Tag gar nicht zu Hause, und in der Zeit sind die Hunde alleine im "Backyard" eingesperrt - also eigentlich nur ein recht kleines Viereck Dreck und Staub mit 2 Meter Holzwand rundrum, das hat wenig mit dem zu tun, was wir hier als Garten kennen. Oder die Hunde sind in einer Box im Haus, auch gerne 12 Stunden lang.

            Und selbstverständlich wird nach Feierabend nicht jeden Tag mit dem Hund spazieren gegangen, es gibt ja auch keine Fußwege in dem Viertel, auch keinen Gehsteig. Es gibt nur die Autostraße. Am Wochenende fährt man dann mit dem Hund im Auto aufs Land zum Wandern, Jagen oder Fischen, oder in den Park, aber 5 Tage pro Woche bekommt der Hund gar keine Bewegung, Beschäftigung oder sonst was. Die machen sich darum einfach gar keine Gedanken, man hat halt einen Hund, und zu Fuß gehen tut eigentlich gar keiner. Selbst die Schulkinder werden mit dem Schoolbus genau vor der Haustür abgeholt, weil es ja gar keinen Gehweg gibt.

            Mich wundert es wenig, dass manche Hunde bei so einem Leben kurz vorm durchdrehen sind.

            Millan hängt die Hunde dann mit der Leine an ein Laufband, damit sie mitlaufen müssen. Grausam ist das, nichts anderes. Aber es ist den Menschen ja nicht zuzumuten, jeden Tag Gassi zu gehen.

            • ich gestehe, dass ich schon länger keinen CM mehr geschaut hab. Zum einen, weil ich das, was er mit den Hunden macht, nicht ertrage und auch nicht verstehe. Dieses Hund in Hundecamp, dass ER und seine Helferlein den Hund dann erziehen und dann kommt der Hund zurück in seinen alten Trott. Na super, jeder Mensch, der auch nur einen Hauch Ahnung von Hunden hat, kann sich denken, dass das nichts bringt.

              Dass wohl viele Amis mit dem Hund nicht Gassi gehen, ja, das kam beim schauen bei mir mal so an, über haupt die ganze Art, wie sich viele Amis das Leben mit Hund so vor stellen. Ich darf nicht weiter schreiben, ich versündige mich sonst#schein

              Das hats aber auch in Deutschland, Leute mit Riesengarten od. Hof, da gehen auch einige nicht mit dem Hund mal vor die Tür.

              Ich verstehs nicht, was manchen Leuten so im Kopf vor geht. Da holen sie sich ein Tier, dass auf den Menschen fixiert ist, ein Tier, dass Zuwendung braucht, das von tiefstem Herzen bereit ist, seine Menschen zu lieben......... und manche dieser Menschen kümmerts nen Schei** ob sie dem Tier gerecht werden oder nicht.

              Ich hab natürlich nur Erfahrung im Umgang mit relativ kleinen Hunden, so bis max. 12 Kilo, aber ich versteh nicht, wie man einen Hund, außer zum Transport im Auto, in einer Hundebox ein quartiert, dem Hund so ein Gefängnis als Kuschelheim verkauft.

              Unsere haben ihre verschiedenen Plätze (auf dem Sofa, Hundekörbchen, noch eine Decke auf dem Boden) und können sich aus suchen, wo sie sich hin legen wollen. Sie haben noch nie was an gestellt, also was zerlegt od. sonst was. Wobei ich halt auch sagen muss, dass das Maximum 4. Std. sind, die sie, wenn über haupt, mal alleine sind. Da brauchts auch keinen Kong od. sonstiges, weils vorher eine Riesenrunde Gassi und Ball spielen gibt. Dann sind sie so groggy und legen sich frei willig hin und pennen.

              Ich weiss, diese Zeit hat nicht jeder, aber man merkt es den Hunden an, wie der Umgang mit ihnen ist.

              so, jetzt hab ich mich hin reissen lassen zu schreiben

              ähm, irgend wann hiess es doch, CM wollte auch mal nach Deutschland kommen und seine Dienste an bieten. Hat er das getan?
              Hab damals nur gedacht, Kleiner, du wirst dich wundern

              • Naja, mit der Verwandtschaft bekommt man eben leider einiges mit. Vor Facebook habe ich mir da auch nette Illusionen machen können, aber die posten doch wirklich Fotos von ihren Hunden in winzigen Gitterkäfigen - nix mit Kuscheliger Hundebox, sondern wirklich ein Gitterkäfig mit ner Decke am Boden, wenn es in Californien gerade zu sehr regnet, um den Hund 12 Stunden ohne Dach im Backyard zu lassen.

                Ich glaube, ich muss nicht erwähnen, dass sich dabei mein Magen umdreht.

                Allerdings wählen die ja auch Donald Trump und teilen Bilder in denen Schläge als tolle Erziehungsmethode für Kinder gelten. Ich denke, vieles liegt daran, dass deren Großeltern und Urgroßeltern wirklich noch im Planwagen über die Prärie gezogen sind, dem Goldrausch hinterher. Sowas macht nur ein bestimmter Schlag an Menschen, sich ernsthaft auf den Weg in eine Goldgräberstadt machen. Meine Familie ist brav zu Hause geblieben, in ihrer Kaffeerösterei, oder als Dorfschullehrer in der Oberpfalz. Die Urgroßeltern der Californier sind aber alle dem Goldrausch hinterher gerannt. Das scheint einfach noch in den Genen zu stecken, das ist ja noch nicht lange her.

                Aber wenn ich mit der Cousine schreibe, dass ich früher auch einen Hund hatte, aber jetzt im Moment einfach nicht genug Zeit habe, weil ich 8 Stunden am Tag für die Arbeit außer Haus bin, versteht die das einfach nicht, das machen da doch alle so. Es fehlt da einfach das Bewusstsein.

                Und ja, CM war in Deutschland, und seine Shows waren ähnlich gut verkauft wie die vom Rütter. Da sind viel zu viele Leute hin gegangen, er musste dann nur "richtige" Hundetrainer mit Sachkundenachweis nach deutschem Recht dazu holen, um die Hunde auf der Bühne quälen zu dürfen. Hunde von Zuschauern, die sie absichtlich mitgebracht haben, um sie da "erziehen" zu lassen.

                Und ganz viele Vollidioten, die dafür Geld zahlen, ihm beim Hundekicken zuzuschauen.

                Der Rütter macht ja eher eine Comedy-Show, ganz ohne Hunde, eher mit humorigen Sprüchen und seichtem Grundwissen. Aber beim CM muss echt ziemlich abgegangen sein.

                • ach, am Anfang fand ich Rütter ja recht gut. Bis er dann an fing, Discounterfutter an zu preisen. War bei seiner Comedy-Tour, habs ihm Fernsehen gesehen. Extra Geld für so etwas aus geben? Nö, da fallen mir bessere, schönere und vor allem sinn vollere Dinge ein.

                  >> Es fehlt da einfach das Bewusstsein.<<
                  Menschen können lernen. Man muss es ihnen halt so erklären, dass sie es kapieren. Wo bei, es gibt ja auch lern resistente Menschen.

                  Wir haben auch Verwandtschaft mit Hund. Und was sind sie? Lern resistent. Kannst nichts machen

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