Hund leckt und beißt sich die Pfoten - was noch tun?

    • (1) 16.02.17 - 10:07

      Hallo!

      Ich hatte darüber letztes Jahr schon mal geschrieben (finde den Beitrag nicht mehr) und inzwischen haben wir mehrere Tests hinter uns, die zu keinem Ergebnis geführt haben. Ich versuche mich kurz zu fassen:

      Erst wurden Hefepilze zwischen den Ballen auf der Haut festgestellt und behandelt. Keine anhaltende Besserung.
      Auch eine Ausschlussdiät brachte nur den Befund, dass es offenbar nicht (oder nicht allein) am Futter liegt.
      Bluttests ergaben keine erhöhte Allergie auf Flöhe/-Kot und Futtermilben (Werte max. +1).

      Die Tierärztin (und Dermatologin) meint, dass es vermutlich eine Mischung aus Hausstaubmilbenallergie und Umwelteinflüssen wäre. Empfiehlt mir gegen den Juckreiz aber nur Apoquel oder ein Shampoo (micocep oder so).
      Die Tabletten helfen zwar, aber 1. ist das auf Dauer ganz schön teuer und 2. bekämpft es nur die Symptome, nicht die Ursache.

      Wir haben nur einen Teppich im Wohnzimmer, sonst alles Fliesen oder Parkett und ihre Schlafplätze sind aus einem abwischbaren Material. Was kann ich da sonst noch tun außer dauernd zu wischen?

      Ich bin mit meinem Latain am Ende, möchte meinen jungen Hund (2 Jahre) nicht mit Medikamenten vollpumpen.
      Bleibt noch eine Tierheilpraktikerin (wurde mir empfohlen), aber was macht die anders?
      Hat da jemand Erfahrung?
      Die Pfoten bzw. die Haut sind nicht wund (nur mal leicht gerötet), auch keine kahlen Stellen.

      Kann das auch eine Art "Tick" sein? War die Idee von meinem Mann ...
      Langeweile dürfte sie nicht haben, auch allein ist sie nicht länger als 3 Stunden am Tag.

      Eine Hundebesitzerin (gleiche Rasse) sagte, dass ihr Hund Probleme mit Sodbrennen hatte (spuckte hin und wieder gelben Schaum, das macht unsere auch!) und ihrem Hund Heilerde half. Sollte ich das mal versuchen?

      Danke und LG
      sonntagskind

      • >>Bleibt noch eine Tierheilpraktikerin (wurde mir empfohlen), aber was macht die anders?<<
        das wirst du dann schon sehen;-)

        >>und ihrem Hund Heilerde half. Sollte ich das mal versuchen?<< Deine Entscheidung, ich fände eine wirklich gute Tierheilpraktikerin die bessere Wahl
        Alles Gute!

        • >> das wirst du dann schon sehen <<

          Hast du Erfahrung, warst du mal bei einer?
          Mich würde wirklich interessieren, was die anders macht. Sicher, auf Naturheilbasis, aber was und wie testet sie?
          Bin da einfach neugierig, denn ich kann mir einfach nicht vorstellen, was da anders ist als beim normalen Tierarzt.
          Wäre hilfreich, wenn du mehr dazu sagen könntest #hicks

          • Termine beim Tierheilpraktiker sind sehr lang. Es wird eine gründliche Anamnese gemacht. Dann wird das Tier untersucht.

            Wie das bei evtl. Hautproblemen ist, weiss ich nicht, hatten wir GsD noch nicht, aber Magen-Darm und so Sachen.

            Es gab Globulis und Tropfen zur Verdünnung im Wasser, was man dann dem Hund ins Maul geträufelt hat (Globulis in die Lefzen rein).
            Hat immer wunder bar geholfen, ich bin über zeugt davon!
            Und es ist auch nicht teurer als ein Tierarzt.

      Hallo!

      Diese Leckerei entwickelt schnell eine gewisse eigendynamik.

      es juckt, der Hund leckt, beim abheilen juckt es aber auch, daher leckt der Hund noch mehr, dadurch verletzt er die Haut wieder, und wenn das abheilt juckt es auch wieder... da reichen schon die Rötungen, dass es juckt.

      noch dazu festigt sich das immer mehr im Kopf des Hundes, dass er immer, wenn ihm langweilig ist, anfängt an sich rumzuknabbern und zu lecken, einfach als Beschäftigung, Eigenberuhigung, weil er das ja "immer" so macht.

      Was Du schaffen musst, ist eigentlich nur, den Kreislauf zu durchbrechen. Es ist klar, dass es keine Körperliche Ursache für ein Problem dieser Größenordnung gibt, also ist eigentlich egal, ob Du jetzt Medikamente, heilerde oder Placebos verwendest, hauptsache, es hilft so weit, dass Du den Hund von der Leckerei so lange ablenken kannst, dass es nicht mehr juckt und er ein wenig Vergisst, dass das ja seine Lieblingsbeschäftigung ist.

      Auch wenn ich normalerweise denkbar wenig von Heilpraktikern halte, hier könnte das durchaus der richtige Weg sein, weil es ja keine orgenische Ursache hat, sondern eher ein Selbstläufer ist. Mit "Tick" liegt Dein Mann da also durchaus richtig, wenn auch "Tick mit Auslöser".

      • >> ...noch dazu festigt sich das immer mehr im Kopf des Hundes, dass er immer, wenn ihm langweilig ist, anfängt an sich rumzuknabbern und zu lecken, einfach als Beschäftigung, Eigenberuhigung, weil er das ja "immer" so macht. Was Du schaffen musst, ist eigentlich nur, den Kreislauf zu durchbrechen.<<

        Ja das Gefühl habe ich zeitweise auch. Natürlich unterbrechen wir sie, sobald sie anfängt zu lecken - sie macht sich dann richtig steif, man bekommt sie oft schwer davon los - aber wir sind ja nicht immer da, sie bleibt ja täglich mal allein und auch nachts bekomme ich das nicht immer mit (nur beim Einschlafen).

        Die Äztin meinte deswegen, dass der Juckreiz durch die Tabletten erst mal verschwinden muss, damit dann die leicht wunden Stellen heilen können um dann vielleicht erneute Leckerei zu vermeiden.
        Klappt aber nicht. Sobald wir die Tabletten absetzen, geht es wieder los #augen

        • Das ist leider ganz gamz schwer wieder weg zu bekommen.

          Mein Goldie hatte damals immer wieder diverse kleine Leckstellen, einfach durch die dichte Unterwolle haben sich schon kleine Zeckenbisse schnell entzündet. Letzten endes hat am besten geholden, ihm dann jedes Mal gleich für mehrere Woche so eine doofe Halskrause zu verpassen, damit er nicht mehr lecken konnte. Nur zum Fressen und Gassi gehen kam die runter und gleichzeitig habe ich die Wunde behandelt. Nach 6-8 Wochen war der Spuk dann vorbei, Wunde gut verheilt und das Verhalten wieder vergessen.

          Das wäre bei euch am Ende auch die Alternative, wirklich wochenlang "Trichter" auf den Kopf. klar ist das Ding total doof und macht wenig Spaß, aber es hilft.

          • Ohje ... #schmoll
            Ich stelle mir das echt horrormäßig vor, man weiß ja, wie das ist, wenn es juckt und man nicht kratzen kann #schock
            Na wir werden sehen, ich werde jetzt erstmal einen Termin bei einer Tierheilpraktikerin vereinbaren.

            • Ich hatte da gar nicht den Eindruck, dass es wirklich jucken würde, sonst hätte mein Hund sich ja vielleicht an einer Wand geschubbert oder am Teppichboden gewälzt. Aber irgendwann hat man halt alles an Medikamenten, Salben etc. durch, und da ist am Ende der Trichter eben die einfachste Lösung.

              • Also sie wälzt sich schon hin und wieder auf dem Teppich und läuft auch manchmal dicht gedrückt an der Hecke vorbei... denke daher schon, dass es sie juckt.
                Mit den Apoquel Tabletten gegen Juckreiz hört der ganze Spuk ja auch bis auf 90 % auf (wird dann nur noch das normale Putzen oder so sein).

    Hallo,

    Wie reinigst du deine Fliesen und dein Parkett?

    Lg

    • Mit Wasser und wenig (!) bilologischem Reiniger (von Prowin).
      Daran hatte ich auch schon gedacht und hab den Reiniger mal eine Zeit lang weggelassen, hat aber nichts geändert.
      Auch ihre Decken wasche ich nicht mit Waschmittel, aber natürlich können dennoch Reste in der Waschmaschine sein ... wir haben jetzt von Freunden die alte Waschmaschine bekommen, die werde ich dann nur noch für die Hundesachen benutzten.

      • Meine Mama hat immer mal solche Parkettreinigungstücher genommen, da hat es der Hund auch immer gemacht....

        Ich nehme für die Fliesen nur fit ins Wasser.

        Aber ich kann mir schon vorstellen, dass es wie ein zwang geworden ist. Schlimm sowas.... kann man nicht viel machen.

        Was ist euer Hund für eine Rasse?

        Die. Eisten langhaarigen Hunde haben damit ein Problem....

        Lg

        • Franz. Bulldogge.
          Die sind ja sehr anfällig für Allergien oder Futterunverträglichkeiten. Aber daran liegt es ja vermutlich gar nicht.
          Echt doof alles, aber wir werden es schon herausfinden und wenn nicht, hoffentlich irgendwie lindern können.

          • Hallo!

            Diese Bluttests im Bezug auf Futtermittelallergien sind leider nicht so zuverlässig.
            Habt ihr mal eine Ausschlussdiät gemacht? Wenn ja, mit was und wie lange?

            Wurde die Schilddrüse überprüft? Hängt sehr oft mit Hauterkrankungen zusammen.

            Wurde ein Geschabsel der Haut untersucht, um z.B. Milben auszuschließen? Wenn ja, von wie vielen Hautstellen?

            Sind es ausschließlich die Pfoten oder hat sie auch mal ab und zu entzündete Ohren?

            Wart ihr immer beim gleichen Tierarzt? Ggf. Würde ich mir noch eine zweite Meinung von einem Fachtierarzt für Dermatologie einholen.

            Liebe Grüße

            Prinzessin

            • Hallo,

              entschuldige, dass ich jetzt erst antworte.

              Also es wurde mehrmals ein Abstrich zwischen den Ballen gemacht (mit Tesafilm #rofl).
              Eine Ausschlussdiät haben wir mit VetConcept gemacht (Känguru mit Pastinake), mind. 12 Wochen lang (und danach hab ich es noch einige Monate weiter gefüttert, aber nicht mehr ohne versch. Leckerlis).
              Davon wurde sie kaum satt und teuer war es dadurch auch #schwitz

              Mit den Ohren hat unsere Hündin immer mal Probleme, weil sie große stehende Ohren hat. Lt. Tierärztin sind die zwar immer sehr sauber (gebe mir Mühe die regelmäßig zu säubern), aber da kann natürlich immer was sein.

              Es sind nicht nur die Pfoten, sie rutscht auch ständig auf dem Po herum (kommt wohl nicht an die hinteren Stellen) und schubbert sich an Zäunen und Hecken im Garten.

              Die Idee mit der Schilddrüse hatte ich schon mal geäußert, aber da die Tierärztin der Meinung war, dass unsere Hündin sonst keine typischen Symptome hat, wurde das nicht untersucht. Sollte ich vielleicht doch machen lassen.

              Seit Anfang Januar bekommt unsere Hündin nun Royal Canin Hypoallergenic (ich halte davon zwar nicht viel, aber ich versuche inzwischen alles), auch davon ist keine Besserung. Auch frisst es unsere Hündin nicht gern.

              Ich weiß wirklich nicht weiter, ich hoffe, die Heilpraktikerin hat da noch mehr Möglichkeiten.

              LG
              sonntagskind

              • Hallo!

                Also Schilddrüse würde ich auf jeden Fall mal testen lassen, zumindest den T4 Wert.

                Das Problem mit dem Futter von vet Concept, dass es nicht satt genug macht kenne ich, viele Hunde nehmen auch stark ab, obwohl die gefütterte Menge an sich mehr als ausreichend sein sollte.
                Aber mal abgesehen davon scheint es das Problem ja leider auch nicht behoben zu haben.

                Ich bin bei solchen Futtermitteln an sich auch immer etwas kritisch. Aber ich denke wenn, dann würde ich es noch mit anallergenic von royal canin oder z/d von Hills versuchen. Auch wieder mindestens 8 Wochen lang und nichts anderes füttern.

                Tesa Abklatsch bringt leider bei vielen Parasiten nicht viel, da sie in der Haut sitzen und nicht auf der Haut.
                Meine Chefin (Tierärztin, u.a. auf Dermatologie spez.) nimmt dann meist Geschabsel von fünf Hautstellen.

                Schätze mal, dass es Jahreszeit unabhängig ist? Und dass die Ansldrüsen mal kontrolliert wurden, wenn du das mit dem Schuppern schreibst?

                Leider sind solche Hautgeschichten oft sehr langvirig und undankbar.

                Habe aber schon viele Fälle gesehen, denen nach monate und teilweise jahrelanger Probleme endlich geholfen werden konnte.

                Deshalb würde ich eine zweite Meinung auf jeden Fall in Betracht ziehen, auch wenn du schon bei einer Dermatologin warst.

                Würde mich freuen, nochmal von dir zu hören!

                • Hi,

                  ja also nach dem Tesa-Test waren Hefepilze auf der Haut, die mit einem speziellen Shampoo behandelt wurden (erst täglich, dann in immer größerem Abstand, also dann bis 2x wöchentlich). Für ca. 5 - 6 Wochen war der Juckreiz dann auch zu 95 % weg. Danach ging es wieder los.

                  Das mit den Jahreszeiten kann ich nicht bestätigen, dachten die Ärzte auch erst, aber sie juckt sich wirklich IMMER. Wir machen das jetzt seit 1,5 Jahren mit und niemand findet was. Alle Behandlungen dauern ja auch immer eeeeeewig ...

                  Analdrüsen wurden erst kontrolliert, die sind ok.
                  Es scheint einfach von innen zu kommen.

                  Ich habe selbst Neurodermitis (zum Glück seit Jahren nicht mehr akut) und weiß, dass sich Allergien oft aus mehreren Dingen zusammensetzen.

                  Ich tippe bei ihr auf Hausstauballergie - nur haben wir ja schon nur Fliesen und Parkett. Ihre Schlafplätze sind waschbar, das mache ich regelmäßig und habe zusätzlich auch so eine Anti-Milben-Spray.

                  Wo arbeitest du? ich komme mal zu euch ;-)

                  LG
                  sonntagskind

            PS: Die Dame ist Fachtierärztin für Dermatologie ...

Ich glaube die tierheilpraktikerin wird auch nicht billige sein wie die Tabletten sie wird auch nur mit andere Medikamente zu versuchen.Unsre Labrador mus auch die Tabletten nehmen und das ist noch schlimmer weil er mus 16 mg haben und die Kosten 100 st. 285.90€ kein billige Schpas aber was sollen wir machen soll er siech bis zum Blut auskratzen? dann wird noch schlimmer und teuer.

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