Hund alleine bleiben - Beschwerden

    • (1) 17.02.17 - 10:18

      Hallo miteinander,

      wir haben einen 4,5 Jahre alten Hund und zwei Kinder. Über uns wohnen zwei Senioren, die sehr geräuschempfindlich sind und sich generell schnell beschweren (auch über Kinderlärm, einen Sandkasten im Hof etc.).

      Ich war bis vor einem halben Jahr in Elternzeit, sodass unser Hund nicht lange alleine bleiben musste. Nun arbeite ich wieder Teilzeit an vier Tagen in der Woche. Anfangs schien es gut zu klappen, im Dezember sagten uns die Nachbarn, unser Hund würde bellen, wenn wir nicht da sind. Ich fragte die Nachbarin unter uns - sie sagte mir, ich solle mir keine Sorgen machen. Es sei nur minimal und alle paar Stunden 10 Mal hintereinander ein "wuff" (also kein Jaulen, lautes aufbellen oder dergleichen). Die restlichen Nachbarn, die neben uns oder schräg gegenüber wohnen hören nichts.

      Dann hatte ich zweieinhalb Wochen Urlaub und nach dem Urlaub erneut Beschwerden. Diesmal sagten sie, er würde ununterbrochen bellen wenn ich nicht da bin. Ich entschuldigte mich und sagte ihnen, dass wir eine Lösung finden - den Hund aber nicht weggeben werden.

      Meine Eltern haben dann ein paar Wochen auf ihn aufgepasst, damit Ruhe eingekehrt. Seit einer Woche üben wir nun wieder das alleine bleiben und ich habe ihn zum ersten Mal aufgenommen. Am ersten Tag hat er öfter mal gemeckert (es war so leise, dass ich nicht mal sicher bin, ob man es oben hört). Also wieder das volle Programm geübt. Schlüssel in die Hand, immer wieder anziehen und nicht das Haus verlassen, immer mal wieder kurz raus usw.

      Am 2. Tag hat er innerhalb von einer halben Stunde kein einziges Mal gemeckert oder gebellt, sondern geschlafen. War entspannt, als ich nach Hause kam. Heute haben wir dann auf eineinhalb Stunden gesteigert. In den eineinhalb Stunden hat er zweimal kurz aufgebellt (jeweils 10-15 Sekunden) und ansonsten 5-6 Mal ganz leise ein "wuff" gemeckert. Aber das war sicher nicht hörbar.

      Ich habe diese Woche schon Kontakt mit einem Hundetrainer aufgenommen. Aber ich brauche mal Eure Sichtweise:

      Wenn man die Nachbarn außen vor lässt: muss ich einem Hund, der alleine bleibt jeglichen Laut abgewöhnen? Sollte ich ihm auch das gelegentliche Meckern abgewöhnen oder ist das völlig im Rahmen?

      Mich belastet diese Situation sehr und bin froh um jeden Ratschlag! Nächste Woche haben wir dann den Termin mit dem Hundetrainer, aber ab Montag muss ich schon wieder arbeiten ... danach habe ich wieder 10 Tage frei und könnte noch einmal gut üben.

      Leider ist es bei unserem Hund so, dass wir immer wieder - wenn er länger nicht alleine bleiben musste -von vorne üben müssen. Auch nach unserem Umzug hatte er in der neuen Wohnung erst einmal Schwierigkeiten mit dem alleine bleiben ..

      • Moin!

        Ich fände es okay wenn ein Hund gelegentlich kurz (weniger als eine Minute lang) anschlägt. Also wenn z.B jemand an der Wohnungstür ist oder laute Geräusche auf dem Hausflur sind. Das fällt für mich unter "normale Lebenszeichen" eines Hundes der wachsam ist. Längeres Bellen oder Jaulen sollte man dem Hund abgewöhnen (können), das würde mich als Nachbarn auch stören.

        LG nobyna (die sich wünscht ihr Hund würde wenigstens bellen wenn Fremde kommen)

        • Deshalb haben wir ihn aufgenommen. Denn sollte er wirklich viel bellen, hätten die Nachbarn jedes Recht sich zu beschweren. Nun habe ich aber die Tonbandaufnahmen und die sehr unterschiedlichen Aussagen von verschiedenen Nachbarn. Und gestört fühlen sich nur die, die sich auch über Kinderlärm beschweren oder darüber, dass die Wäsche zu lange im Keller hängt etc.

          Ich vermute, dass er aufgebellt hat, weil er etwas gehört hat. Wir haben schon bemerkt, dass er viel ruhiger ist, wenn das Radio oder der Fernseher läuft.

      (4) 17.02.17 - 15:30

      Hallo,

      Ich kann deine Bedenken bezüglich der Nachbarn verstehen....hatte mal einen bösen Zusammenstoß mit dem Nachbarn meiner Oma weil meine Hündin einmalig an einem Sonntag ca 1 Stunde dort alleine war, und angeblich non stop gebellt hat. Komischerweise war sie ruhig als wir gingen, und auch als wir wieder heim kamen. Kann also nicht so schlimm gewesen sein. Trotzdem, der Typ rief sogar beim Vermieter an und drohte mit Anzeige (??).

      Meiner Ansicht nach wirst du deinem Hund nicht jegliches Geräusch abtrainieren können. Ein Hund bellt halt manchmal. Klar sollte er nicht permanent kläffen. Aber ab und zu....Wenn du Nachbarn hast die generell keine Hunde mögen wird das schwer.

      Warum / wann bellt er denn? Meine Hündin bellte wenn es klingelte/ klopfte. Ich habe dann immer die Klingel abgestellt wenn ich aus dem Haus ging. Unsere Maus jetzt bellt nur wenn sie alleine im Haus ist und es klingelt (3-4x). Das finde ich absolut okay. Allerdings schliessen wir die Tür zum Schlafzimmer ab, da sie dort vom Fenster aus den Nachbarshund sieht und sich alleine in Rage bellen würde.

      • Danke für Deine Antwort.
        Ich empfinde das Bellen als Schimpfen. Er meckert immer mal wieder leise vor sich hin, das laute Aufbellen war die Ausnahme. Aber ich ordne es als schimpfen ein, dass niemand da ist. Es hört sich anders an, wenn er aufbellt weil er etwas hört. Und die Türen zum Flur sind geschlossen, das Treppenhaus hört er also nicht.

    Hallo!

    Es klappt doch super mit dem alleine bleiben, wenn er nur zwischendrin ein paar Sekunden bellt - und das wahrscheinlich auch nur, wenn es einen Auslöser gegeben hat, also jemand im Flur recht laut durch ist oder es an der Tür geklingelt hat. Da braucht sich auch kein Nachbar beschweren.

    Ich sehe ehrlich gesagt keinen Grund, wofür ihr da einen Hundetrainer brauchen würdet, der Hund verhält sich dabei total normal und ich halte es für wenig sinnvoll, ihm wirklich alle Geräusche abzugewöhnen.

    Offenbar hat er halt Probleme, wenn erst immer jemand da ist und dann auf einmal nicht mehr, daher würde ich allgemein immer und jeden Tag versuchen, ihn wenigstens kurz alleine zu lassen, auch am Wochenende, im Urlaub etc. Wenigstens mal Einkaufen gehen oder so, nur damit ihr nicht immer und jedes mal bei Adam und Eva anfangen müsst mit dem Training.

    • Danke für Deine Antwort.
      Ich habe mir auch schon gedacht, dass wir ihn einfach täglich mal alleine lassen müssen. In unterschiedlichen Intervallen, damit er es nicht immer wieder verlernt.

      Die Nachbarn sind die eine Sache. Ich frage mich nur, ob er auch wirklich entspannt ist wenn er alleine ist. Eben weil er auch immer mal wieder aufmeckert. Das laute Bellen war bei meinen Aufnahmen nun wirklich die Ausnahme. Aber er hat heute beispielsweise einen Knochen bekommen, als ich gegangen bin und erst weiter gekaut, als ich wieder zu Hause war. Das ist mir nun schon häufiger aufgefallen. Spricht das nicht dafür, dass er etwas gestresst ist?

      Die Türen zum Flur sind zu. Das hat nämlich überhaupt nicht geklappt früher. Da war er wirklich viel am Bellen wenn er jemanden im Treppenhaus gehört hat. Dieses seltene Aufbellen empfinde ich auch als Schimpfen und nicht als Reaktion auf ein Geräusch.

      Den Termin mit dem Hundetrainer haben wir auch wegen einer anderen Sache vereinbart (Leinenführigkeit). Aber da werde ich dennoch besprechen, wie wir ihm das alleine bleiben erleichtern können.

      Am Montag muss er wieder 5 Stunden alleine bleiben. Ich hoffe, dass es dann auch über längere Zeit klappt.

      • Ist er denn richtig müde, bevor er länger alleine bleiben muss?

        Wenn er da gerade die ganze Nacht geschlafen hat, nur 10 Minuten draußen war damit er pinkelt, und dann ist er lange alleine, dann ist klar, dass ihn das nervt. Er wäre gerade ausgeruht und fit und will was machen - und dann herrscht einfach Langeweile.

        Da hilft es nur, früher aufzustehen und eben morgens eine Runde Ball spielen, damit er dann wenn er alleine bleiben muss müde ist und sich hoffentlich hinlegt und schläft.

        Ich finde es jetzt nicht so ungewöhnlich, dass ein Hund den Knochen nicht auf einmal frisst. Würde er den denn sonst gleich ganz auffressen?

        • Hallo,

          Ich denke auch dass ihr ihn auslasten müsst.

          Wir verteilen zum Beispiel auch sein Futter zum suchen, danach ist er kaputt und schläft.

          10minuten suchen ist anstrengender für den Hund als 1 Stunde spazieren gehen!

          Lg costa

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