Gewissensfrage Hund abgeben ja oder nein

    • (1) 20.02.17 - 16:36

      Hallo,

      ich versuche mal in Kurzform mein Problem zu schildern:

      Wir haben 2015 einen nicht artgerecht gehalten Schäferhund übernommen. Er saß seit Welpenalter im Zwinger und durfte so gut wie nicht raus. Es ist nicht mein dritter Hund, die beiden anderen waren super erzogen, bin also nicht ahnungslos.
      Der Schäferhund hat wie gesagt nichts erlebt im Leben und ist mit vielem überfordert. Er dürfte mittlerweile so 8 Jahre sein, genau konnte man es uns nicht sagen. Spazieren ist eine Qual, er will zu allem und jedem hin, bei Autos zeigt er Aggression, jegliches Leinentraining schlug nicht an und er zieht wie ein Irrer.

      Nun haben wir im Winter ein Baby bekommen und es ist nicht mehr möglich den Hund auszulasten. Wie gern würde ich mit Kinderwagen und Hund spazieren gehen, aber dies ist nicht möglich, sodass ich immer warten muss, dass jemand mit geht. Auslasten im Garten ist nur bedingt möglich. Einmal pro Woche kommt ein Hundesitter und nimmt ihn mit. Es ist so, dass er den ganzen Tag im Garten aus Langeweile kläfft. Es treibt mich wirklich in den Nervenzusammenbruch wenn es so weiter geht.
      Nun habe ich ihn wirklich lieb, aber ich kann ihm mit Kind nicht gerecht werden. Das Kind ist ihm zwar egal, aber man weiß nie ob er das nicht mal ändert.

      Nun bereitet mir der Gedanke ihn abzugeben herzschmerz, aber wenn ich jemanden finden würde, der wirklich Zeit für ihn hat, wäre es sicher viel toller für ihn.

      Ich habe aber zu der Trauer noch das Problem, dass wir sporadisch Kontakt zu den ehemaligen Besitzern haben und ich möchte mich nicht rechtfertigen müssen, warum wir ihn abgegeben haben. Sicher kommen dann fragen, warum wir ihn erst genommen haben. Solche Fragen und Unterstellungen kämen auch aus dem Umfeld und ich will das eigentlich nicht. Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll :-(
      Er tut mir leid weil ich seinen Bedürfnissen so nicht mehr gerecht werden kann.

      Was würdet ihr tun??

      • (2) 20.02.17 - 16:41

        ... dazu muss ich sagen, dass ich als absoluter Hundemensch nicht lang ohne Hund sein werde und da hab ich ein noch mehr schlechtes Gewissen ihn abzugeben um einen anderen zu holen. Vielleicht nicht direkt, aber dieses Jahr sicher. Wir haben einen riesen Garten und wohnen am A**** der Welt und ich liebe es spazieren zu gehen.
        Ich fühle mich so schlecht :-(
        Aber hund und Halter sollten doch ein Team sein und dass sind wir bei weitem nicht (mehr) :-(

        Ps: wir waren in Hundeschulen und haben alles unternommen um ihn etwas gesellschaftsfähig zu bekommen.

        • Hallo, vielleicht werde ich nun virtuell gereinigt aber ich denke dass einfach nicht jeder mit jedem Tier klar kommt. Es passt halt nicht das Temperament dieses Hundes in eure Familie.

          Bevor man nun auf biegen und brechen alles versucht macht es hier sicher mehr Sinn einen Platz zu finden wo der Hund ausgelastet werden kann. Wo jemand vielleicht zur hundeschule geht mit ihm oder sogar irgendeinen Sport betreibt wo das Tier mit machen kann.

          Auch dass du dieses Jahr einen neuen Hund anschaffen magst fände ich ok.

          Lieber ehrlich sein und zugeben dass es mit dem Tier nicht klappt als auf Teufel komm raus nix anderes mehr machen als zuzusehen dass alles wieder gut wird.

          Sicher wirst du andere Töne zu hören bekommen. Das ist jetzt auch nur meine Meinung und ich habe keinen Hund sondern Katzen und Kaninchen

      (4) 20.02.17 - 17:23

      Bitte gibt doch einfach zu, das der Hund dich einfach überfordert und du jetzt keine Lust mehr hast. Denn von 2015 bis jetzt ist nun wirklich keine lange Zeit für ein verkorkstes Tier. Es geht bei solchen Tieren nicht um die tägliche "Arbeitszeit", sondern auch um einfache Lebenszeit und eine reale Chance, das aufzuholen was er verpasst hat. Vieles kann er auch nicht nachholen. Es geht auch nicht darum, ob du vorher schon zig Hunde hattest, es geht ausschließlich um dieses spezielle Tier mit speziellen Bedürfnissen und ob man als neuer Halter in der Lage ist, sich darauf einzustellen. Man kann bei so einem Tier einfach kein Standardprogramm abspulen. Jegliches Leinentraining? Tja, dann waren es wohl die falschen. Du hättest dich wirklich vorher über die Bedürfnisse von solchen Tieren schlau machen müssen, das hast du versäumt.

      Ja, die Frage "Warum ihr ihn erst genommen habt." stellt sich mir wirklich. Falsch verstandene Tierliebe fällt mir dazu als erstes ein.

      Ganz ehrlich, laß schnellst möglich die Telefone heiß laufen, hör auf mit deinem Selbstmitleid und sorg zumindest jetzt dafür, das dieses Tier noch eine wirkliche Chance auf ein schönes Restleben hat. Dir ist doch hoffentlich klar, das so ein Tier wirklich schwer vermittelbar ist.

      Ich kenne es aus dem echten Leben auch so, Menschen denken sie haben doch sooo viel Erfahrung und holen sich spezielle Tiere ins Haus....und dann kommt der große Schreck. Mein Respekt vor solchen "Überfliegern" hält sich echt in Grenzen. Der verkorkste Schäferhund, der damals bei mir einziehen durfte, brauchte viele Jahre, viel Schweiß, eine Engelsgeduld und viele Tränen um zu dem zu werden, der er am Schluß war. Übrigens war ich ein blutiger Anfänger in der Hundehaltung, ich habe ihn nur bekommen, weil er zu mir in relativ kurzer Zeit vertrauen hatte. Ich durfte schon im Tierheim alles mit ihm machen, mit mir war sogar ein Tierarztbesuch unproblematisch. Der Tierarzt dachte wirklich, das vor ihm der falsche Hund steht und konnte seinen Maulkorb wieder einpacken. Ein Kind hätte ich in den ersten Jahren garantiert nicht geplant. Das sind hier also keine blöden Sprüche, die ich dir an den Kopf knalle.

      Was mich aber wirklich bitter aufstossen lässt ist die Tatsaache, das du schon den nächsten Einzug eines Hundes planst. Dann solltest du die Ausrede "Baby" wirklich nicht laut aussprechen, denn auch jeder andere Hund bedeutet arbeit.

      • (5) 22.02.17 - 14:48

        Hallo!

        Der Satz stößt mir auch bitter auf, dass ihr euch dann heuer noch einen anderen Hund holt. Bitte überlegt es euch dieses Mal besser und wartet vielleicht bis das Baby größer ist. Mir tut euer jetziger Hund leid.

        Gabi

        (6) 23.02.17 - 09:00

        Übel, wirklich übel wie du hier abgehst und dich über die TE stellst. Ausrede Baby??? Ein Baby ist definitiv ein Grund, um einem HUND nicht mehr gerecht werden zu können.
        Hast du Kinder???

        An die TE: Gib den Hund in gute Hände und hole dir einen familiengeeigneten Hund. Was du sagst wenn du angesprochen wirst? Die Wahrheit! Du musst dich für nichts schämen.

        Alles Gute!

        • (7) 23.02.17 - 10:23

          Ja, habe ich...und jetzt? Nein, ein Baby alleine(!) ist defintiv kein Grund einem Hund nicht mehr gerecht zu werden. Aber massive Fehler und das ignorieren von Problemen im Vorfeld führen dazu, das man dem Tier nicht mehr gerecht wird. Alle (!) Probleme mit dem Tier gab es schon im Vorfeld und sind nicht mit der Geburt aufgetaucht. Und schließlich wacht man ja nicht auf und ein Neugeborenes liegt plötzlich neben einen. Das Baby wird vorgeschoben, ganz einfach.

          Ich würde niemals anprangern, wenn man sich einfach unterschätzt hat und die Konsequenzen zieht, das merkt man aber relativ schnell und nicht erst nach 2 Jahren. Dann macht man sich aber auch keine Gedanken, was das Umfeld über einen denken könnte. Und das man sich im Vorfeld Gedanken macht und nach Lösungen sucht, weil es mit Hund und Kinderwagen extrem problematisch werden könnte, das sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Aber auch mit all dem hat das Baby nichts zu tun.

          Zumal behauptet sie quasi am Ende der Welt (Waldrand; einsame Gegend) zu leben, hm...wieviele Autos fahren denn im(!) Wald und die Zeiten wann man auf fremde Hunde trifft (vornehmlich am Wochenende) oder wann die Pfiffis aus der Gegend kommen, das weiß man und man kann dem aus den Weg gehen. Man weiß es einfach, und das ziemlich schnell, außer man rennt blind durch die Gegend.

          Im Gegensatz zu manch anderem hier, weiß ich was es bedeutet, den Alltag mit einem Problemhund zu bewerkstellingen....also ziehen all ihre Ausreden bei mir nicht. Du nennst es "abgehen", ich nenn es Tacheles reden.

          Und was ist mit deinem Rat? Was wenn der ach so familientaugliche Hund einen unerkannten Jagdtrieb hat? Dann ist doch wieder das Baby die Ausrede, warum man nicht daran arbeiten kann, wenn man sich gleich den nächsten ins Haus holt. Nein, im Sommer hat sich für die TE auch die Welt mit Baby noch nicht geändert. Der wird dann auch mal schnell ausgetauscht, oder wie?

          Wäre das Baby wirklich das Problem an der ganzen Story, dann schreibt man nicht im nächsten Atemzug von neuen Hund der zeitnah einziehen soll. Denn dann konzetriert man sich ersteinmal auf das Baby und hat im Hinterkopf, das garantiert später mal wieder einer einzieht....nur man macht keine Pläne.

    Diese Frage, warum ihr ihn erst genommen habt, wenn ihr ihn dann, weil ein Kind (sicher geplant) gekommen ist, nicht mehr auslasten könnt, wäre aber doch absolut gerechtfertigt. Du selber würdest es dir auch vorwerfen, wenn du ihn abgeben würdest. Mir scheint, dass nicht so sehr das Baby, sondern die mangelnde Erziehung des Hundes an eurer Misere schuld ist.

    Was ich tun würde? Mich so organisieren, dass ich dem Hund gerecht werde und auf intensive Erziehung setzen. Bei Youtube z.B. findet man gute Anleitungen zum Leinentraining bei Hunden, die zerren (habe ich mir heute Nacht dutzendweise angesehen, da meine Zweithündin auch zertt, was das Zeug hält und bellt wie verrückt). Jeder Hund ist anders und muss anders erzogen werden.

    Meine Ersthündin z.B. war super leicht zu erziehen und ich hatte angenommen, dass meine Zweithündin ebenso gut zu erziehen sein würde. Ich kam mir schon vor wie eine Hundeflüsterin, weil ich so eine brave Hündin habe, um die mich alle beneiden#rofl. Dann kam unser kleiner Wirbelwind und hat mir gezeigt, dass ich hier ganz anders vorgehen muss. Ich habe mir jetzt vorgenommen, ein Intensivtraining zu absolvieren mit ihr auf dem Hundeplatz und ständig. Bis sie nicht mehr so zerrt, nicht mehr alle anderen Hunde anbellt und die ganze Nachbarschaft nervt durch Dauerbellen im Garten. Das würde ich dir auch empfehlen. Ich bin sicher, dass du es schaffst, aus deinem stressigen Hund einen wohlerzogenen Hund zu machen.

    (11) 20.02.17 - 19:30

    Warum hast Du denn den Hund genommen, damals?

    Warum bekommt man dann kurze Zeit später ein Baby?

    Warum ist einem nicht klar, dass das Probleme mit sich bringt?

    Versteh mich nicht falsch, ich will nicht fies sein. Aber solche Fragen wirst Du Dich stellen müssen, weil sie naheliegend sind. Du hattest ein großes Herz und wolltest das Tier aus der schlechten Haltung befreien. Aber eigentlich sollte jedem klar sein, dass so ein Problemtier viel Zeit beansprucht und recht anspruchsvoll in der Erziehung sein wird.

    Das hast Du wohl unterschätzt und nun ist das Kind in den Brunnen gefallen. Jetzt kannst Du nur schauen, dass Du - dem Hund zuliebe - ein neues Zuhause suchst, dass seinen Anforderungen gerecht wird.

    LG

    Meine Meinung dazu:

    Du schnappst Dir einen standsicheren geländefähigen Kinderwagen und gehst morgens erstmal mit der linken Hand am Kinderwagen und der rechten Hand am Hund + eventuell Leine an Deiner Hüfte joggen. Dies machst Du eine halbe Stunde. Danach fütterst Du den Hund, kaufst eine Hundebox, gewöhnst ihn daran und lässt ihm dort schlafen . Mittags nochmal das Gleiche oder eine halbe Stunde intensives spielen im Garten.

    Der Hund wird dann im Garten nicht mehr bellen.

    Ich wette mit Dir, dass Du nichts mit dem Hund machst momentan. Er langweilt sich. Investiere eine Stunde am Tag in den Hund und Du hast Ruhe.

    Ich fände es echt nicht gut, wenn Du ihn abgeben würdest. Ich habe zwei Hunde und zwei Kinder und es war bestimmt nicht immer leicht, aber da muss man durch. Mein Sohn hat die ersten sechs Monate nur geschrieen. Es war auch da nicht einfach mit den Hunden, aber ich hätte sie niemals abgegeben.

    Du musst Dich mit Deinen Problemen befassen. Nicht wegrennen! Du hast Dich für den Hund entschieden also künmere Dich jetzt auch um ihn!

    • (13) 20.02.17 - 22:56

      Ähm ja, du hast schon gelesen, um was für einen Hund es sich handelt? Nein, kein kleiner Pfiffi, den man nebenbei händeln kann.
      Und woher willst du wissen, was genau DIESER Hund JETZT braucht?
      Findest du es produktiv, einfach irgendwelche Tipps für den Umgang zu geben? Ohne das Tier überhaupt jemals gesehen zu haben?

      Nen neuer Kinderwagen, ne Hundebox und ne halbe Stunde Auslauf+Spielen lösen garantiert nicht die Probleme der TE.

      Es ist unverantwortlich einfach etwas zu raten, wenn man das Tier und den Besitzer nicht kennt.

      Bei deiner Antwort frage ich mich wirklich, ob du den Text auch nur im Ansatz gelesen und verstanden hast. Oder hast du bei Baby und Hund abgeschaltet und schließt jetzt nur von dir auf andere. Vielleicht hast auch zu viele Folgen vom Hundeflüsterer geschaut und denkst, das du jetzt die Weisheit mit Löffeln gegessen hast.

      >> eventuell Leine an Deiner Hüfte joggen. <<

      Das würde ich einer Hundebesitzerin mit den geschilderten Problemen NICHT raten. Es handelt sich dabei um einen Schäferhund, der gut 35-40 kg hat, nicht leinenführig ist und "zu allem hin will". Und dann den Kinderwagen in der einen Hand und die Leine um die Hüfte??? Prost Mahlzeit...

      >> Der Hund wird dann im Garten nicht mehr bellen. <<

      Nicht jeder Hund ist nach zweimal Gassi oder spielen schon ausgelastet und bei einem bisherigen Zwingerhund kommen sicherlich noch andere Probleme hinzu als nur die fehlende Beschäftigung.

      Der Hund hat in seinem Leben nie viel kennen genlernt und aus der nicht optimalen Haltung heraus übernommen strömten alle Umwelteinflüsse undgefiltert auf ihn ein - auch das kann zum Bellen führen, weil er sich unsicher fühlt.

Hallo,

ihr habt einen riesen Garten und wohnt am A... der Welt. Sorry, für mich prima Voraussetzungen, um den Hund zu halten. Würdest du schreiben, du wohnst in einer kleinen Stadtwohnung in der 4. Etage wäre das etwas anderes.

Ein Hund muss nicht 24 Stunden am "ausgelastet" werden. Das machen 99 % der Hundehalter nicht. Bei uns im Ort gibt es viele junge Muttis, die mit Hund (auch nicht die erzogensten) spazieren gehen. Es geht also, wenn man den Willen dazu hat.

Ihr habt euch den Hund unüberlegt angeschafft, jetzt ist ein Baby da, da stört er nur, weil er nicht 100prozentig funktioniert. Du schreibst, du hattest bereits Hunde. Das die Aufnahme eines nicht optimal gehaltenen Hundes viele Probleme mit sich bringen kann, hättest du dir also an deinen 10 Fingern abzählen können.

Schlimm, dass du bereits jetzt in dieser Situation wieder an die Anschaffung eines neuen Hundes denkst.
Aber ich sage dir jetzt schon, dass du dann mit Kleinkind und Hund ebenfalls völlig überfordert sein wirst. Lass es lieber.

Was du jetzt noch tun kannst, ist eurem Schäferhund ein wirkliches gutes Zuhause mit neuen Besitzern zu suchen, die sich ihrer Verantwortung bei der Übernahme des Hundes bewusst sind und die nötige Kompetenz und Fachkunde aufweisen. Unter Umständen wird dir euer hiesiger Tierschutzverein dabei behilflich sein, wenn du dich an diesen wendest.
Nicht einfach an den nächstbesten Interessenten weggeben, um den Hund los zu sein.
Dann wird das Tier zum Wanderpokal und ihr habt einen gewaltigen Anteil daran.

Nici

(16) 21.02.17 - 07:56

Mal den moralischen Firlefanz aussen vor gelassen:
Ich hab letztes Jahr einen Hund abgeben müssen, weil es im Rudel immer mehr Schwierigkeiten gab: 4jährig, weiblich, reinrassig und bis auf das Alleine bleiben nicht eine einzige Baustelle (und alleine bleiben musste nur geübt werden, weil sie es bisher nur im Rudel kannte) - ich hab spezielle "Rasse in Not"-Gruppen eingeschaltet, facebook, ebay-kleinanzeigen, dein-tiermarkt, hab sie auf den Tierheim-Seiten der Umgebung inseriert...

ich hatte jede Menge idiotische Anfragen (Du können bringen Hund heute abend zu mir?) ich habe Tipps bekommen, wie ich den Hund besser kämmen könnte, ich hab Leuten immer wieder geantwortet, die sich danach nie wieder gemeldet haben.... ich hatte Leute bei mir zuhause, die sich insgesamt eher komisch verhalten haben... bis die "richtigen" um die Ecke kamen, vergingen über 2 Monate.... und da die sich beruflich grade noch so richtig im Stress befanden, dauerte es nochmal 6 Wochen, bis mein Hund umziehen konnte.
Mir war es das wert und sie hat dort jetzt den Himmel auf Erden und garantiert ein für-immer-Zuhause in dem es ihr deutlich besser geht als bei uns und auch in meinem Rudel ist jetzt wieder deutlich mehr Ruhe.
Wenn ich jetzt all die Voraussetzungen Deines Hundes mit denen meines Hundes vergleiche... da ein neues Zuhause zu finden, so dass der Hund eben nicht zum Wanderpokal wird - das wird eine ordentliche Aufgabe mit meiner Meinung nach sehr ungewissem Ausgang... ich drück dir die Daumen.

(17) 21.02.17 - 10:21

Hallo,

Ich würde den Hund nicht weg geben.... mal ehrlich wohin auch? Wer nimmt schon so einen Hund?

Ich empfehle dir ganz dringend: such dir eine richtig guten hundetrainer, der deinen Hund analysiert und dir zeigt wie du mit ihm arbeiten musst.
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit d.o.g.s. Gemacht, die arbeiten nach Martin Rütter, sind deutschlandweit aber relativ teuer!

Ich kann dir auch nur von einem neuen Hund mit Kleinkind abraten! Das wäre äußerst unklug!

Dein Baby ist noch klein und es wird noch sehr anstrengend!

Ich beschäftige meinem Hund auch im Haus oder im Garten wenn ich nicht spazieren gehen kann. Das kannst du doch auch machen.

Was liebt dein Hund? Wie lastest du ihn kopftechnisch aus?

Was macht der Hund den ganzen Tag denn allein im Garten? Mein Hund möchte den ganzen Tag mit bei uns sein.

Lg

  • "Wer nimmt schon so einen Hund?" Wahrscheinlich niemand, der ihn dann für immer behält. Und genau das ist das Problem.

    Hier auf Erziehung zu setzen gebietet schon die Verantwortung, die man für ein Tier übernommen hat. Insbesondere, wenn man schon in Erwägung zieht, den problematischen Hund gegen einen anderen einzutauschen. Das macht man einfach nicht. Zumindest nicht, solange er nicht gefährlich ist.

Warum holst du dir nicht mal professionelle Hilfe? Hundeschule und Tierverhaltenstrainer sind schließlich zwei verschiedene Schuhe. Du hast ein spezifisches Problem mit deinem Hund, damit brauchst du eigentlich (fast) keiner Hundeschule kommen.

(20) 21.02.17 - 13:09

Wenn du dir sowieso einen anderen Hund holen möchtest, warum willst du dann den "nicht funktionierenden" Hund abgeben?

Der Hund braucht professionelles Hundetraining, ihr müsst euch also einen Trainer / eine Hundeschule suchen. Dann könnt ihr mit einem Trainer ordentlich am Hund arbeiten und Problemstellen (wie z.B. das Ziehen) trainieren. Es macht einen Unterschied, ob man selbst versucht, ein Leinentraining durchzuführen oder ob es unter professioneller Anleitung geschieht. Beim Hundetraining kommt es oft auf Sekunden an. Reagiert ihr falsch, setzt man sofort wieder völlig falsche Signale an den Hund.

Eigentlich muss ein Zwingerhund nochmal durch eine Art Welpenschule gehen. Dafür müssen aber Grundvertrauen und Grundgehorsam erstmal aufgebaut und gestärkt werden, sodass ihr unbekannte Situationen bewältigen könnt. Auch kann man erst dann Situationen angehen, die den Hund extrem hochfahren, wie z.B. Radfahrer, Jogger, Kleinkinder, andere Hunde, Wild, etc.

Für so einen Hund braucht es mitunter auch mehr als nur Gassi gehen. Der Schäferhund ist ein Arbeitshund, der auch entsprechend gefordert werden muss. Wenn er den ganzen Tag am Gartenzaun entlang läuft und kläfft, ist das ein deutliches Zeichen von Unterforderung.

Hier findest du 4 verschiedene Methoden, wie du deinem Hund Leinenführigkeit beibringst:
https://www.youtube.com/watch?v=RFEQAYkW0Xk

Da ich mit einem meiner Hund auch Probleme damit habe, üben wir das seit ein paar Tagen. Und ich kann es wirklich kaum glauben, aber wir waren eben Gassi und ich hatte einen ganz anderen Hund bei mir, der immer schön bei Fuss gelaufen ist. Hat sie mal gezerrt, bin ich gleich stehen geblieben, habe "Stop" gesagt und etwas gewartet, um dann weiter zu laufen bei "Los". Das ist aber nur 3-4x vorgekommen, weil sie sonst an meiner Seite blieb und mich die ganze Zeit angeguckt hat.

Dadurch war sie dann auch nicht so auf fremde Hunde fixiert und hat kaum gebellt, wenn uns einer entgegen gekommen ist. Ablenkung bzw Fixierung des Hundes auf dich ist alles. Trainiere doch mal ein paar Tage lang ganz bewusst - du wirst überrascht sein, wie schnell Hunde lernen. Und wieviel Spass das Training macht. Und wenn das sitzt, suchst du dir eine passende Anleitung zum nächsten Problem heraus.

Noch ein positiver Nebeneffekt: der Hund ist danach müde und ausgelastet, denn nicht nur körperliche Beschäftigung lastet aus, sondern auch geistige. Dann muss dein Hund nicht in den Garten und bellt dann nicht mehr so viel.

(22) 22.02.17 - 07:58

Blöde Situation. Wir haben vor drei Jahren einen Hund adoptiert, der davor mehr als 50% seines Lebens im Zwinger im Tierheim verbracht hatte. Seit drei Monaten haben wir nun Nachwuchs, geplant war es eigentlich viel früher aber naja.....

Dir zu raten mit Kiwa und Hund zu laufen halte ich für fahrlässig. Wir haben einen sehr guten, geländegängigen Kiwa gekauft. Unser Hund ist sehr gut erzogen, allerdings nicht gut verträglich mit anderen Hunden. Sie wiegt 25 kg, also nicht annähernd soviel wie ein Schäferhund. Ich kann also nachfühlen wie es dir geht. Ich kann sie händeln, allerdings nur weil sie so "leicht" ist. Hundetrainer etc brachten nur bedingt Erfolg. Das ist halt ihre Macke.

Zu argumentieren man hätte den Hund eben nicht holen sollen, oder Tips zu geben wie er zu erziehen ist (ohne den Hund zu kennen!) sind auch nicht sehr zielführend.....manche Hunde werden ihre Altlasten nicht los egal was man anstellt. Meine Oma sagte immer, die muss man so verbrauchen wie sie sind.

Ich würde im Interesse des Hundes handeln, und zwar schnell. Versuch ihn gut anderweitig unterzubringen. Hol dir Tierheim oder Tierschützer mit ins Boot, versuch es über Kleinanzeigen (aber vorsicht!!!). Es wird sicher dauern, aber wenn am Ende ein schönes Zuhause für den Hund steht ist es das wert. Vielleicht hat er noch ein paar schöne Jahre dort.

Wir hatten mal einen Hund im Tierheim als "Gassihund"- Jagdhund, alt, mit Epilepsie (im Anfall aggressiv) und Blasenschwäche. Zog wie irre, und hasste andere Hunde. Vermittlungschancen = 0. Tja. Es kam ein Interessent, der passte perfekt. Happy end. Ein passender Interessent reicht ja!

(23) 22.02.17 - 08:14

Hi, ich würde ihn an deiner stelle auch abgeben. Bin zwar kein Hundeprofi, aber ich persönlich finde es schrecklich, wenn man sich wegen Zeitmangel o.a. nicht um ein Tier kümmert. Es bringt dir und vor allem dem Hund wenig ihn zu behalten. Gebt ihn lieber Leuten, bei denen das tägliche Spazieren gehen und Auslasten funktioniert. Ich denke auf die Dauer kann Langeweile ein Tier auch blöd im Kopf machen. Und da die Vorbesitzer, so wie ich das jetzt verstanden habe, den Hund im Zwinger gehalten haben, haben die schon mal überhaupt kein Recht auf Rechtfertigung von dir. Auch anderen gegenüber.... Du willst dem Hund ja nichts böses. Du willst ihm doch ein besseres Leben ermöglichen und ich finde das sollte immer noch über dem Gedanken stehen, sich irgendwem zu rechtfertigen. Es ist keine Schande sich einzugestehen, dass man etwas nicht Schaft, es ist nur eine Schande dann den Schwanz aus falscher Scham einzuziehen.

Bitte denke in aller erster Linie ans Tier und nicht daran, dass du dich wem rechtfertigen musst.

Huhu, vermutlich bringen dich die Ratschläge hier nicht wirklich weiter. Es wird, egal wie du entscheidest, immer Menschen geben die es sch... finden. Aber IHR müsst zurecht kommen. Wenn du glaubst dass du alles in deiner Macht stehende getan hast und es nicht schaffst, würde ich gucken ob sich jemand finden lässt wo er gut aufgehoben ist. Wir sind schon seit vielen Jahren Pflegeeltern für Hunde und es gab auch bei uns mal einen Fall, da hat sich die Hündin absolut nicht wohl gefühlt. Sie kam mit unserem Alltag nicht zurecht, ihr waren die anderen Hunde zu viel (wir haben 5 eigene) und sie war einfach unglücklich. Sie ist dann in eine Pflegestelle umgezogen wo sie Einzelhund war. Mann kann viel trainieren aber es gibt tatsächlich Hunde wo es nicht funktioniert, das ist auch schon jedem Hundetrainer passiert. Meiner Meinung nach muss man nicht hundlos leben, wenn so etwas passiert. Klar hätte man vorher besser schauen können ob der Hund passt, aber es ist eben nicht immer alles zu 100% vorhersehbar.

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