Wo finde ich Hilfe wenn jemand ein Tier nicht argerecht hält und pflegt???

    • (1) 22.02.17 - 10:37

      Guten morgen liebe Urbia Gemeinde,

      es geht um folgendes, in meinem Bekanntenkreis möchte sich jemand einen Hund anschaffen, im Tierheim etc bekommt er keinen, da er vor hat diesen in einem Stall zu halten, also in einem Holzverschlag der 3m breit und 4m lang ist. Soweit ich bei google fündig geworden bin ist das ja nicht erlaubt, wo wende ich mich hin wenn er den Hund holt und sich nicht darum kümmert (was zu 99% der Fall sein wird, hattte vorher schon einige verwahrloste Tiere) und ich mir das nicht mit ansehen will?

      • Das ist unterschiedlich. Bei uns wendet man sich in erster Linie an das Ordnungsamt. Es besteht aber auch die Möglichkeit, direkt das Veterinärsamt anzuschreiben.

        Unser örtliches Tierheim ist auch sehr rührig, wenn man ihnen mitteilt, das man den Verdacht hat, dass ein Tier nicht artgerecht gehalten wird. Es dauert oft keine zwei Tage und die schicken jemanden vorbei, der sich die Sache mal anschaut.

        Wenn es sich allerdings um eine Privatwohnung handelt, darf das Tierheim nicht herein. Das muss das Ordnungsamt mit einem Durchsuchungsbefehl machen. Der wiederum muss erst beantragt werden.

        Es ist nicht so einfach, schnell zu helfen, da ein Tier immer noch ein Sachgegenstand ist und der Schutz der Privatsphäre dem übergestellt ist.

        LG

        Also ich weiß das man hier auch einiges über das Veterinäramt machen kann. Das wäre wohl auch noch eine Anlaufstelle. ABer wieso will so ein Idiot überhaupt ein Tier wenn ers doch nur in so einem Schuppen halten will?

        Ela

        Hallo,

        allein die Vermutung, dass der Hund nicht gut gehalten wird, reicht nicht.

        Du musst schon hieb- und stichfeste Beweise in Form von Bildern, möglicherweise sogar Videos haben. Wenn der Hund angeschafft und schlecht gehalten wird, wende dich an euren Tierschutzverein, die wissen hoffentlich, was zu tun ist.

        Das Problem besteht schon darin, dass der Hund vor dem Gesetz eine Sache ist. Du kannst also nicht einfach auf das Grundstück des Hundehalters gehen und Fotos und Videos machen. Du darfst das Grundstück nämlich gar nicht betreten, wenn der Besitzer es nicht möchte.
        Dazu kommt, dass die meisten Veterinärämter, wenn sie sich dann bewegen und die Verhältnisse vor Ort prüfen, Checklisten haben, die abgearbeitet werden. Nur so als Beispiel: es reicht, wenn der Hund einmal am Tag, an der Leine ausgeführt wird.

        Zur Haltung: es ist nicht erlaubt, den Hund dauerhaft in Anbindehaltung unterzubringen. Dem Hund hat ständig frisches Wasser zur Verfügung zu stehen.
        Ob es nicht erlaubt ist, den Hund in einem Stall zu halten, wage ich zu bezweifeln.
        Ich wohne hier sehr ländlich, bei uns lebt der größte Teil der Hunde auf dem Hof und schläft nachts im Stall. Erst wenn der Hund dauerhaft in einer viel zu kleinen Box im Stall untergebracht ist, gilt dies als nicht artgerecht.
        Bei tierschutzwidriger Haltung wird das Tier auch nicht gleich beschlagnahmt, es werden in der Regel Auflagen erteilt, die in Abständen kontrolliert werden oder auch eben leider manchmal nicht, wenn sich niemand mehr darum kümmert. Wenn diese Auflagen nicht erfüllt werden, kann es zur Beschlagnahmung der Tiere kommen. Sehr selten kommt es gleich zur Beschlagnahmung, nämlich dann, wenn das Leben der Tiere unmittelbar bedroht ist.

        Du siehst also, dass die persönliche Wahrnehmung und die behördliche Sicht auf eine artgerechte Tierhaltung voneinander abweichen, was manchmal echt schwer zu ertragen ist.
        Das führt dazu, dass manchem A...loch, welches seine Tiere schlecht hält, einfach nicht das Handwerk gelegt werden kann.

        LG

        Nici

      Hallo!

      Zuständig istd as VEterinäramt oderd as Ordnungsamt.

      Beweise brauchst Du keine liefern, die fahren selbst hin und kontrollieren - allerdings muss da dann schon einiges zu finden sein, um die Haltung wirklich zu verbieten. Eine einfache zwingerhaltung mit genug Wasser, Futter, Wetterschutz ist da vielleicht zu wenig, um wirklich was zu unternehmen.

      • Hallo,

        bei uns musst du Beweise liefern.

        Sonst bewegt da keiner seinen Hintern.

        LG

        Nici

        • Hallo!

          Die Ämter sind verpflichtet, auf Verdacht zu kontrollieren - natürlich erstatten sie deswegen keinen Bericht bei dem der meldet, aber sie sehen trotzdem nach.

          Nur leider sind die Hürden sehr hoch, um ein Halteverbot auszusprechen muss einfach genug zusammen kommen, damit dieser recht tiefe Eingriff in die Persönliche Lebensführung eines Bürgers auch vor Gericht bestand hat.

          Es kommt immer ein wenig drauf an, wer im Amt zuständig ist, manche gehen schneller das Risiko ein, dass ein Gericht die Entscheidung wieder kippt, andere erteilen ewig lange nur mündliche Auflagen, die dann doch nicht erfüllt werden... aber zumindest nachsehen müssen die Ämter schon.

    Ich habe mal einen Fall an das Veterinäramt gemeldet. Die sind sehr zeitnah hin, haben mir sogar eine Rückmeldung zukommen lassen und waren sehr dankbar, dass sie informiert worden sind. Mussten allerdings mit dem Ordnungsamt wieder hin, da ihnen der Zutritt verweigert worden war.

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