Welpe in Elternzeit?

    • (1) 27.02.17 - 16:24

      Hallo,

      mein Mann und ich wünschen uns schon lange einen Hund. Da uns bewusst ist, dass ein Welpe viel Arbeit macht, was die konsequente Erziehung betrifft, fanden wir aus beruflichen Gründen hierfür nie den richtigen Zeitpunkt.

      Nun erwarten wir im Juni unser erstes Kind. Ich werde 2 Jahre in Elternzeit gehen und mein Mann wird 2 Monate Elternzeit in Anspruch nehmen.

      Wir fragen uns jetzt, ob wir in dieser Zeit einen Welpen zu uns holen könnten. Mein Mann wird ja 2 Monate zuhause sein und könnte so auch nachts mit dem Welpen vor die Tür gehen und sich um die Welpenerziehung kümmern, während ich mich um das Kind kümmere.

      Wir wohnen direkt neben meinen Schwiegereltern und die stehen schon in den Startlöchern was das Gassi gehen angeht. Wenn ich wieder arbeiten gehen werde, ist somit auch für die Betreuung des Hundes gesorgt. Sie selbst hatten ihr ganzes Leben Schäferhunde und sind hundeerfahren. Der letzte ist leider vor ein paar Monaten verstorben, was den Wunsch nach einem neuen Hund bei uns allen nochmal intensiviert hat.

      Es ist uns auch wichtig, dass es ein familienfreundlicher und kinderlieber Hund wird, weshalb wir uns für einen Labrador entschieden haben.

      Was haltet ihr von der Idee? Muten wir uns hier zu viel zu? Habt Ihr Erfahrung mit Welpe und Baby in Elternzeit?

      #winke

      • Hallo!

        Naja, anstrengend wird das schon, und zwar auf Jahre hinaus.

        Du kannst das Kind nicht alleine lassen, der Hund muss aber raus und auch beschäftigt werden. Plätze, wo Kind UND Hund gut aufgehoben sind, gibt es wenige - auf den Spielplatz darf der Hund nicht mit, und bei den ausgesprochenen "Hundewiesen" kacken so viele Hunde hin, dass Du dein Kind lieber anleinen würdest, als es über die Wiese rennen zu lassen.

        Die Schwiegereltern machen es leichter, wenn die jeweils auf einen von beiden aufpassen würden, damit Du vernünftig mit dem Hund arbeiten kannst, oder eben sie den Hund übernehmen.

        Labradore sind tolle Hunde, haaren aber wie irre mit sehr blöden Haaren, die man nur schwer von Sofa und Kleidung entfernen kann. Sie haben eine große Liebe zu Wasser und jeder Matschpfütze, daher wird es sehr oft vorkommen, dass der Hund dringend gebadet werden muss. Überleg Dir daher, ob Deine Schwiegermutter den dann auch in der Wohnung haben will. Und auch, wer von euch ihn baden kann - 40 Kilo Hund in die Badewanne heben geht ganz schön in den Rücken.

        Wenn weitere Kinder geplant sind, ist da auch die Erziehung sehr sehr wichtig, weil Du da Probleme hast, wenn der Hund an der Leine zieht.

        Was ist denn eure langfristige Planung? Nach der Elternzeit erst mal in Teilzeit arbeiten, dann aber auch am Nachmittag Kind und Hund gleichermaßen auslasten? Nehmen die Schwiegis den Hund auch mal den ganzen Tag, wenn ihr in den Zoo oder ins Spaßbad wollt?
        Und wolltest Du dann irgendwann wieder mehr arbeiten, in 8 Jahren wenn die Kinder aus dem gröbsten raus sind? Und was ist dann mit dem Hund? Sind da die Schwiegis immer noch rüstig genug um den Hund zu übernehmen?

        Es kann alles wunderbar klappen, aber vorher drüber nachdenken und realistisch überlegen müsst ihr schon.

        • 1) Wir haben Labradore im Büro. Keiner von uns sieht wie ein Fellknäuel aus, die Haare wachsen nicht ein. Und wenn man nicht immer durchstrubelt, fliegen auch nicht Tonnen an Haaren durch die Gegend. Ja, sie verlieren durchaus einiges an Haaren, aber deine Schilderung empfinde ich bei normalen hygienischen Verhältnissen als übertrieben.

          2) Unsere Labradore und die Labradore, die mal bei uns waren, müssen nicht mehr oder weniger gebadet werden, als andere Hunde. Häufiges Baden ist sowieso schlecht. Und in jede Matschpfütze oder Wasserloch springen sie auch nicht, wobei das sicher auch eine Erziehungsfrage ist.

          3) Keiner von ihnen wiegt 40 Kilogramm. Die kleineren sind etwa bei 25 Kilogramm oder etas drüber, die kräftigeren ziehen meistens mit unseren Schäferhunden bei ca. 30 Kilogramm gleich.

          Ich finde die Voraussetzungen bei der TE gar nicht schlecht.

          Das einzige, was ich zu bedenken gebe - obwohl unsere Labradore todlieb sind - das sind die grössten Rüpel unter der Bande, abgesehen von einem Airedale Terrier. Unsere aktuelle Labidame hat den Übernamen "Rambo" und der kommt nicht von irgendwo... Da muss man bei Kleinkindern sicher ein Auge darauf haben.

      Wenn dein Mann halbwegs geregelte Arbeitszeiten hat und ebenfalls 2 Monate mit zu Hause ist,denke ich schon das es gute Voraussetzungen sind für einen Welpen. Nur muss euch bewusst sein, das dein Mann, auch wenn er wieder arbeiten geht eventuell noch nachts mit dem Hund runter muss. Das kann neben Alltag mit Baby und Arbeit schon an die Substanz gehen. Zu mal man ja nie weiß wie das Baby ist,vielleicht kommt ihr mit Kind schon an eure Grenzen. Als ich damals mein erstes Kind bekam, was im übrigen viel geschrien hat,wäre ich wohl mit einem Welpen noch dazu wahnsinnig geworden. Aber ich habe Freunde, die bekommen jetzt ihr zweites Kind und überlegen sich auch allen ernstes noch einen Welpen zu ihrem schon älteren Hund dazu zu holen. Es gibt genügend Menschen,die das gut hin bekommen. Vielleicht gehört ihr dazu. Aber in Punkto Labrador,da weiß ich nicht ob das so eine gute Entscheidung ist.Meine Freundin hat einen. Sie meinte erst letztens zu mir,familienfreundlich ja auf alle Fälle, aber sehr distanzlos trotz jahrelanger Hundeschule, sie sind halt wie ein Elefant im Porzellanladen. Sie haaren wirklich extrem, jedesmal wenn wir dort sind,ist beim streicheln meine Hand voll inklusive meine Kleidung und der Boden. Achja und was meine Freundin auch bemengelt hat ist,man kann ihn nicht lange allein lassen,der Labrador stellt nur Blödsinn an und lässt sich das dümmste einfallen,da ist Türen öffnen das geringste Problem. Und ich muss dazu sagen,meine Freundin hat ihren Labrador nun 7 Jahre von klein auf,er ist sogar Therapiehund und ist wöchentlich in der Hundeschule. Dieser Hund muss ständig gefordert werden, das müsst ihr auch tun, sonst habt ihr am Ende keine Freude mit dem Labrador. Zu mal ihr euch auch überlegen solltet welche Linie ihr wollt,es gibt zwei Arbeits- oder Showlinie... Und es sollte euch noch klar sein das der Labrador schnell zum fett werden neigt, was stark an seine Gesundheit geht. Er ist nämlich verfressen ohne Ende und braucht viel Konsequenz. Ich habe oft den Eindruck das der Labrador nebenher laufen soll,was ihm aber nicht wirklich liegt. Auch hört die Erziehung nicht nach der Welpenzeit auf.Er möchte gefallen und arbeiten. Eventuell wäre für euch auch eine andere ruhigere Rasse besser geeignet. Liebe Grüße

    • (5) 27.02.17 - 19:22

      Ich habe zwar keine Erfahrung mit Welpe und Baby in Elternzeit, aber wir haben seit vier Monaten ein Baby und haben/ hatten seit 13 Jahren einen Hund.

      Ich kann nur sagen, das es mir als junge Mutter mit erstem (pflegeleichtem, gesundem) Kind auf jeden Fall zuviel gewesen wäre mich auch noch um einen neuen Hund zu kümmern. Ganz zu schweigen davon das ihr keine Erfahrung mit Hundeerziehung etc habt- was ist wenn euer Kind z.B. ein Schreibaby wird (ich wünsche es euch nicht, aber möglich wäre es). Da reichen zwei Personen fast nicht aus..... Und auch wenn nicht: Mein Partner wollte in seiner Elternzeit Zeit mit seinem neugeborenen Sohn verbringen, und nicht Welpenpipi aufputzen oder die Einrichtung gegen spitze Zähnchen verteidigen. Du wirst auch über Hilfe im Haushalt etc dankbar sein. Ein Hund ist da eine zusätzliche Verantwortung auf die man gut verzichten kann.

      Unser Hund läuft im Moment etwas nebenher, trotz bester Absichten und eines recht anspruchslosen Kindes. Wir gehen 3x Gassi und kuscheln abends auf dem Sofa, sie ist auch schon 6 Jahre und eh ein ruhiger Vertreter ihrer Art. Gut erzogen, und lieb. Ein Welpe wäre im Moment aber echt nicht drin!

      Hallo,

      ich finde Hunde überraschend anstrengend, nicht so wie Kinder, aber manchmal fast.

      Wenn deine Schwiegereltern dahinter stehen, habt ihr aber die allerbesten Voraussetzungen und euer Kind darf mit seinem besten Freund aufwachsen.

      Aber muss es unbedingt ein Labrador sein? Ich kenne nur ungelenke, ungehobelte Labradore, die unvorsichtig sind, viel kaputt machen und es gibt in der hundereichen Nachbarschaft nur 2 bissige Hunde, beides Labradore.

      Mein Hund wurde einmal gebissen, es war ein Labrador.

      Warum nicht wieder ein Schäferhund?

      Oder z. B. eine nichthaarende Kinderspielrasse, z. B. ein Havaneser. Die sind lebhaft, intelligent und superlieb zu Kindern.

      LG

    • Hallo!

      Wir haben damals auch darüber nachgedacht, einen Welpen anzuschaffen, als ich noch in Elternzeit war aber wir mussten das verschieben, weil unsere Tochter nachts alles andere als pflegeleicht war #gaehn
      Wir haben letztendlich den Welpen angeschafft, als unsere Tochter 7 war. Und zum Glück war unser Welpe sehr sehr pflegeleicht. Kann auch ganz anders sein, wie ich in der Hundeschule immer gehört habe ...

      Warum wollt ihr euch nicht erst mal gemeinsam nur auf euer Kind konzentrieren? Gerade wenn dein Man auch noch frei hat (war bei uns auch) ist das doch so eine tolle Zeit, die nie wieder kommt und die ein Welpe da eher stören würde.
      Wenn du 2 Jahre Zuhause bleibst, hast du doch auch noch das letzte halbe Jahr Zeit dafür.
      Dann hat sich mit Kind alles soweit eingespielt, man ist wieder einigermaßen auf´m Damm usw.

      Ich würde mir das wirklich gut überlegen.

      LG
      sonntagskind

      Hallo,

      Unser Golden Retriever war vor dem Baby da und musste Zeittechnisch ganz schön zurück stecken....

      Gerade auch Welpen sind sehr ungestüm die ersten Monate, das finde ich mit Baby gar nicht gut! Ein Welpe macht sehr viel Arbeit, gerade in der Erziehung... alles was ihr da verpasst müsst ihr später wieder mühselig abarbeiten!

      Beim Labrador wäre ich auch sehr vorsichtig! Da gibt es viele die total übermotiviert und hyperaktiv sind!

      Am Anfang habe ich andere auch nicht mit unserem Hund spazieren gehen lassen.... dabei kann man nämlich das meiste verkehrt machen und am Ende musst du viel mehr austrainieren!

      Wenn immer jemand zu Hause ist, wird der Hund mit Sicherheit Probleme bekommen wenn du dann mal wieder arbeiten gehen willst!

      Ganz klares Statement von mir: bekommt erstmal euer Baby, schaut wie es läuft! Aber ich verspreche euch ein Baby oder ein Welpe sind Mega anstrengend! Ich würde mir niemals beides zu muten!

      Lg

      Hallo,

      wir haben uns auch zusammen mit dem ersten Kind den ersten Welpen geholt. Würde ich nie wieder tun. Daa war wirklich keine gute Zeit. Wir haben auch die Schwiegereltern neben an aber da wurde der Welpe halt mehr verwöhnt. Ich musste da viel in der Erziehung ausbügeln später und das war kein Spaß.

      Sonst finde ich die Voraussetzung bei euch super. Ich würde warten bis die ersten 6 Monate mit Baby rum sind. Und dann die Situation neu bewerten.
      Prinzipiell stimmt aber was andre schon schrieben. Kind und Hund ist manchmal kompliziert. Sobald die Kinder fitter werden ist Kinderwagen oft doof. Allerdings laufen auch 3 jährige noch viel zu langsam für einen Hund, nicht alle Wege sind Laufrad geeignet usw. Die Kinder haben Hobbys, Freunde..... das ist viel zutun da ist ein Hund dazwischen oft wirklich anstrengend.
      Ein Labrador ist ganz niedlich aber für Kinder nicht so ideal. Wir haben unteranderem eine kleine/mittelgroße Rasse die alles mitmacht an joggen und Fahrrad fahren aber nur 8 Kilo wiegt und somit nicht so schnell ein Kind umrennt. Der hat eine Größe den sieht man noch gern am Spielplatz und meine 3jährige kann ihn an der Leine halten so dass ihr das Gassi gehen viel mehr Spaß macht. Mit unseren großen ist es viel komplizierter sie in den Alltag einzubinden.

      Viel Glück bei eurer Entscheidung.

      Ich sehe da nicht ganz so viele Probleme.

      Allerdings würde ich schon zuerst mal abwarten wie Ihr mit dem Baby in den Alltag findet. Dann bleiben immer noch 1,5 Jahre über.
      Gegen Labrador steht nichts vorausgesetzt es ist keine Arbeitslinie. Mit denen musst Du Dich wirklich etwas mehr beschäftigen. Andere Hunde Haaren auch und wenn Deine Schwiegerleute immer Schäferhunde hatten sind sie in Punkto schmutzender Hund eh abgehärtet.

      Hallo!

      Also für uns wäre das nichts gewesen. Unsere zweite Tochter hat 5 Wochen lang fast 24 Stunden geschrien. Wir haben uns das auch alles anders vorgestellt. 2 Monate finde ich jetzt nicht so viel Zeit grad am Anfang für einen Welpen. Ich wäre überfordert gewesen. Das Kind braucht dich. Wenn du stillen willst, das braucht seine Zeit. Dann willst du auch mal schlafen wenn dein Kind gerade schläft weil die Nacht sehr kurz war, etc. Mir fallen da soviele Sachen ein. Ich würde warten bis ihr euch als Familie neu geordnet habt und schauen wie es läuft. Und dann nochmal überlegen wegen einem Hund.

      alles Gute.

      GAbi

      Hallo!

      KLar , ist das zu schaffen. Wir haben unseren Beagle-Welpen gekauft, als unser 4. Kind 1,5 Jahre alt war. Jetzt ist der Hund fast 5. Ich arbeite seit, 1,5 Jahren wieder. Momentan 30 Stunden in Früh und Spätschichten und 2 ganze Tage. Mein Schwiegervater geht mit ihr (Hündin), wenn ich arbeite. Mindestens 5 mal jogge ich 1,5 Stunden in der Woche mit ihr. Mein Mann ist von 8 bis -mindestens 20 Uhr arbeiten.
      Seh keine Probleme bei Euch.

      Lg Sportskanone

      Hallo,

      ganz ehrlich - nein. Und schon gar nicht die Kombi erster Hund/erstes Kind.

      Kind an sich wird schon ne riesen Umstellung und dann noch ein Welpe dazu... Nein.

      Ich spreche aus Erfahrung und habe schon jahrelang Hunde. Ich brauche die Hunde beruflich und kann mir deshalb nicht immer aussuchen, ob der Zeitpunkt für einen neuen Hund jetzt optimal ist. Der letzte Welpe kam, als Zwerg 1 ein Jahr alt war und ich fand es furchtbar stressig. Nicht wegen dem spazieren gehen usw, hauptsächlich das "Hund muss JETZT mal schnell raus", Hund tut was, was er nicht Soll, Kind aber auch...

      Weil's so schön war, kommt jetzt wieder ein Welpe, wenn Zwerg 2 knapp ein Jahr ist - könnte ich wählen, ich würde es lassen.

      Was ist denn nach dem zwei Jahren Elternzeit?

      Und ein Labrador wäre mir mit Baby/Kleinkind echt zu "olver"...

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