Ängstliche Hündin eingewöhnen *lang*

    • (1) 10.03.17 - 11:23

      Hallo,

      wir selber haben zwei kleine Hunde und müssen nun für ein paar Wochen aus gesundheitlichen Gründen den Hund meiner Schwiegermutter mit versorgen. Meine Schwiegermutter wohnt hier im Haus in der Einliegerwohnung, wird aber die nächste Zeit nicht hier sein.

      Die drei Hunde verstehen sich recht gut. Wir haben zwar hier eine dominante Hündin, wenn man selber aber ein paar Spielregeln beherrscht, klappt es ganz gut.

      Die Hündin meiner Schwiegermutter ist ein Havaneser, ca 4 Jahre alt, und seit 3 Jahren bei ihr. Sie kommt aus einer schlechten Haltung und wurde in den 3 Jahren von ihr nie erzogen. Es ist quasie ihr Schoßhund, der nur an der Flexi-Leine läuft und vor allem und jedem Angst hat. Gott sei Dank ist sie bisher kein Angstbeißer.

      Jetzt würde ich gerne die Hündin hier bei uns integrieren. Das klappt leider nicht ganz so gut, sie will immer wieder in "ihre" Wohnung nach unten. Dort unten scheint sie glücklich zu sein. Ich komme einige Male am Tag zu ihr nach unten und versorge sie, gehe mit ihr Gassi usw. Zwischendrin probiere ich es immer wieder, dass sie mal bei uns bleibt, bisher hatte ich aber keine Chance. Heute habe ich ihr das erste Mal ihr Futter bei uns gegeben. Sie hat sogar gefressen, das hat mich total erstaunt. Danach wollte sie aber wieder runter. Ich möchte sie ungerne zwingen, hier oben zu bleiben, gerade auch wenn sie sich unten scheinbar wohlfühlt.

      Jetzt gehen wir aber in 1,5 Wochen in den Urlaub (Ferienwohnung). Wir nehmen diese Hündin sowie unsere Senior-Hündin mit. Bei unserer Hündin habe ich keine Bedenken, wir hatten sie schon öfters im Urlaub mit und sie hat sich immer gleich zurechtgefunden. Sie ist ja auf uns fixiert und dementsprechend gab es auch keine Probleme. Die Hündin meiner Schwiegermutter kennt uns zwar, aber eben nicht als Bezugsperson. Nun kommen eben die zwei Dinge zusammen: wir als "Nicht-Bezugsperson" und eine komplett fremde Umgebung. Wenn wir dann doch mal für kurze Zeit ohne Hunde unterwegs sind, habe ich Bedenken, dass sie sich komplett einsam fühlt und doch anfängt zu bellen.

      Deshalb wäre es mir lieber, sie würde sich bis dahin vollends an uns gewöhnen bzw auch bei uns oben bleiben. Meine 3-jährige Tochter war bisher sehr oft bei ihrer Oma und liebt diese Hündin und die Hündin mag sie auch gerne. Sie hat mir zb auch gezeigt, welches Futter sie abends bekommt, wie sie gekämmt wird usw. Selbstverständlich geht sie dann auch mit ihr an der Leine (natürlich nur unter Aufsicht) #verliebt

      Nun weiß ich nicht: soll ich die Hündin quasie "zwingen", bei uns zu bleiben (in der Hoffnung, dass sie es doch irgendwann mal schön findet)? Oder soll ich sie eben unten in ihre Wohnung lassen und im Urlaub hoffen, dass alles gut geht? Was meint Ihr?

      Gruß
      kikma

      P.S: meine Schwiegermutter war schon öfters mal ein paar Tage im Krankenhaus, die Hündin wollte aber selbst nach 1 Woche nicht zu uns nach oben. Da die Zeit ja begrenzt war, habe ich das so akzeptiert.

      • Hallo :)
        Es ist gut möglich, dass sie sich euch im Urlaub ganz selbstverständlich anschließt, da das Angebot der eigenen Wohnung dann ja nicht existiert. Wenn ihr ganz natürlich und ohne Extratamtam mit ihr umgeht, hab ich da keine Bedenken.

        Alles Gute und schönen Urlaub :)

        Hallo,

        Ich denke nicht das die Hündin es in Ihrer Wohnung schöner findet. Für sie ist es einfach Routine.

        Aber für einen Hund ist es definitiv besser mit dem Rudel zusammen zu sein, als allein in der Wohnung zu sitzen!

        Nimm sie also mit hoch, auch Körbchen, Spielzeug, Futter etc. und nehmt sie in der Familie auf. Sie wird sich daran gewöhnen!

        Immer hin und her ist für den Hund viel mehr Stress!

        Lg

        Ich denke das "Problem" ist die räumliche Nähe. Würdet ihr nicht im selben Haus leben würde sie automatisch bei euch bleiben statt in der leeren Wohnung zu bleiben.

        Beschäftige sie bei euch, mach sie müde. Und halte sie in eurer Wohnung. wenn ihr das einmal durch habt und sie es kennt wird es auch zukünftig weniger Probleme geben und sie sich schnell umstellen wenn deine Schwiegermutter mal nicht kann.

        Klappt bei unserem Hund und der Hündin meiner Schwiegermutter gegenseitig auch. Beim 1. mal im "fremden" Haus bleiben sind beide dauernd zur Tür und haben gewartet usw. Wir haben dann immer mit Spielen abgelenkt. Jetzt bleiben beide auch problemlos über Nacht und auch mehrere Tage.

      • Hallo,

        Havaneser sind sehr menschenbezogen, du bist einfach noch nicht ihre Bezugsperson geworden.

        Mein Havaneser würde nie mit jemand anders mitgehen, so lange ich da bin. Mein Mann kämpft da jeden Morgen, wenn er mit ihm Gassi gehen will.

        Der Urlaub ist eine Chance, dass ihr euch näher kommt.

        Von einem bissigen Havaneser habe ich noch nie gehört, das ist eher eine soziale Rasse, die gut mit allen anderen Hunden und Menschen auskommt.

        LG

        (6) 13.03.17 - 12:11

        Hallo,

        vielen Dank für Eure Antworten, das hat mir sehr weitergeholfen #blume

        Die Hündin ist mittlerweile zu uns "gezogen", es klappt bisher ganz gut. Sie frisst mittlerweile in meinem Beisein, geht super gerne mit uns raus und ansonsten liegt sie auf ihrem Deckchen. Hätte nicht gedacht, dass das doch so schnell geht.

        Gruß

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