Dritte Hündin nun unsauber *lang*

    • (1) 12.04.17 - 21:11

      Hallo,

      ich hatte hier vor ein paar Wochen bereits geschrieben, dass wir ganz kurzfristig eine dritte Hündin zu uns bekommen haben. Die Hündin (Havaneser, ca 4-5 Jahre alt, kastriert) gehört eigentlich meiner Schwiegermutter. Aus gesundheitlichen Gründen ist sie nun seit Anfang März bei uns gelandet. Wir haben selber zwei Hündinnen: Sheltie mit 15 Jahren sowie Jack Russell mit 6 Jahren. Zwischen unseren beiden Hündinnen gibt es leider ab und zu mal "Krach", ich hatte das aber mit der Altersdemenz in Verbindung gebracht.

      Wir hatten die Hündin ca 2-3 Tage bei uns, da knallte es zwischen der Jackie-Hündin und der Havaneser-Hündin. Ich weiß leider keinen Auslöser, da ich zu dem Zeitpunkt nicht im selben Raum war. Nachdem wir die beiden getrennt haben, wurde jeder seines Platzes verwiesen. So richtig "geknallt" hat es seitdem nicht mehr, die Jackie-Hündin hatte aber immer wieder mittels Knurren versucht, ihren Platz zu verteidigen. Die Havaneser-Hündin hat jetzt nun großen Respekt vor ihr.

      Kurz nach der ersten Beißerei wurde die Havaneser-Hündin unsauber. Sie pinkelte meistens kurz nach dem Gassi-gehen nochmals ins Wohnzimmer. Da wir dann kurze Zeit später in den Urlaub gefahren sind, hatte ich große Bedenken, dass ich dort nur putzen darf. Die Jackie-Hündin konnten wir nicht mitnehmen, sprich: nur die Havaneser-Hündin und die Sheltie-Oma waren dabei (die zwei hatten bis daher keine Problem miteinander). Der Urlaub war entgegen meiner Befürchtung total entspannt. Keine einzige Pfütze in 10 Tagen ;-)

      Zuhause angekommen, nachdem alle drei Hündinnen wieder zusammen waren, ging die Unsauberkeit wieder los. Ich befürchte, dass es am Stress liegt :-( Nun weiß ich nicht so recht, was tun? Nicht, dass sich das Verhalten festsetzt? Wir haben die Hündin noch ca. 2,5 Wochen, danach wird sie vermutlich wieder zu ihrem Frauchen zurückkönnen. Evtl werden wir sie aber mal ganz übernehmen. Dann würde evtl das Problem wieder losgehen.

      Die Jackie-Hündin scheint absolut sozial, aber sehr dominant zu sein, das hatte uns auch die Frau aus der Hundepension bestätigt. Dort gab es aber keinerlei Probleme, sie hatte zu dem Zeitpunkt mehrere Hunde.

      Vorhin hatte ich noch eine weiter Beobachtung gemacht: Die Sheltie-Oma lag bereits auf ihrem Schlafplatz. Daraufhin kam die Havaneser-Hündin zu ihr und hatte im Liegen bei ihr aufgeritten (=Dominanzverhalten?) Habe sie daraufhin sofort aus dem Zimmer geschickt. An sich würde ich das jetzt nicht überbewerten. Nur im Zuge der Unsauberkeit bin ich am Überlegen, ob das auch ein Aspekt sein kann?

      Ich hoffe, es war jetzt nicht zu lang und wirr geschrieben und ich bekomme vielleicht ein paar Tipps?

      Gruß

      • Hallo,

        kann es sein, dass eure 3. Hündin Reviermarkierungsverhalten zeigt?

        Gerade weil sie schon einige "Auseinandersetzungen" mit eurer Hundeomi hatte.

        Ich könnte mir das nur so erklären, wenn sie vorher nicht unsauber war und eine Blasen-
        entzündung o. ä. nicht die Ursache ist.

        LG

        Nici

        • Hallo,

          ja, das kann auch gut möglich sein. Nur: warum hat sie dann im Urlaub gar nicht markiert?

          Die Hündin wohnt ja sonst bei meiner Schwiegermutter, bei uns im Haus in der Einliegerwohnung. Wenn sie mal zu uns hochgerannt ist, hatte sie ab und zu in der Küche gepinkelt.

          Wie gehe ich aber jetzt damit um?

          Gruß

      Kann es sein, dass die Hündin tatsächlich sehr gestresst ist und sich nicht entspannen kann, um ihr Geschäft zu erledigen, weil sie sich nicht traut, wenn die andere Hündin dabei ist?

      Versuche doch mal, ein paar Tage mit ihr alleine Gassi zu gehen und schau, was passiert. Geht dann nichts in die Hose bzw auf den Fußboden, weißt du, dass du ein Problem hast, wenn du sie dauerhaft aufnehmen willst und beide Hunde irgendwie befrieden musst bzw ihr die Angst nehmen musst. Falls das überhaupt möglich sein wird.

      • Hallo,

        hatte das mit dem Gassigehen auch schon mal ausprobiert, allerdings markiert sie draußen genauso wie sonst auch. Die drei Hunde hängen jetzt auch nicht permanent zusammen, jeder Hund hat seine eigenen "Schnüffel- und Markierungs-Ecken". Wir nutzen für jeden Hund Roll-Leinen, daher verteilt sich das auch ganz gut.

        Gruß

    (6) 14.04.17 - 11:03

    Hallo!

    Das ist halt ein dauerndes hin und her bei Dir, es kann sich ja gar keine Ruhe zwischen den Hunden einstellen.

    Der dritte Hund ist erst einige Wochen da, war zwischendurch schon wieder 1,5 Wochen nur zu zweit im Urlaub, dann wieder zu dritt, das ist alles ein wenig viel, oder?

    Dieses hin und her sorgt eben für Probleme zwischen den Tieren, die Rangordnung ist weiterhin unklar und natürlich kann das auch zu Markierungsverhalten führen.

    Das hast Du aber echt zu großen Teilen selbst ausgelöst, eben weil keine Ruhe eingekehrt ist.

    Was macht das denn bei den Tieren für einen Eindruck? sie verstehen sich anfangs nicht gut, dann kommt die eine alleine weg und die anderen beiden mit dir in Urlaub, dann wieder zusammen - wie sollen sie denn wissen, dass sie eigentlich dauerhaft zusammen sind?

    Und jetzt kommt die Neue wieder zur Vorbesitzerin und dann irgendwann wieder zu Dir. Das muss doch Verwirrung auslösen.

    • (7) 14.04.17 - 21:12

      Hallo,

      leider kann man solche Dinge nie planen. Meine Schwiegermutter ist nunmal schon sehr krank und keiner weiß, wie lange es noch geht bzw wie schnell sie wieder ins Krankenhaus muss. Von daher kann es immer wieder vorkommen, dass wir den Hund kurzfristig zu uns nehmen müssen. Das mit dem Urlaub war ja so auch nicht geplant und wird auch so in nächster Zeit nicht mehr stattfinden.

      Nur: was jetzt tun? Hoffen, dass sich die Markierei nicht festsetzt?

      Gruß

      • (8) 15.04.17 - 11:29

        Hallo!

        Ich verstehe Deine Situation echt gut, aber ihr müsst offen miteinander reden. Wenn es jetzt auf ein dauerndes hin und her hinaus läuft, dann kann man das dem Hund einfach nicht zumuten, da solltest Du so schwer es auch wird mit Deiner Schwiegermutter reden, dass eine dauerhafte Lösung für den Hund her muss. Und wenn es mit euren Hunden nicht klappt, dann eben bei jemand anderem.

        Ich verstehe sehr gut, dass das kein Spaß wird, für meinen Vater war sein Hund auch unendlich wichtig, aber manchmal geht es eben nicht mehr.

        • (9) 15.04.17 - 21:57

          Hallo,

          danke für den Denkanstoß.

          Bisher gab es so eine Situation eben noch nicht. Sicher, sie war mal für ein paar Tage im KH, das konnte man aber gut überbrücken. Sie hat sich bisher immer wieder aufgerappelt, auch jetzt ist sie hochmotiviert, dass sie wieder ihren Hund nehmen kann. Sofern die Abstände zwischen den KH-Aufenthalten/Rehas kürzer werden, müssen wir handeln, das ist klar.

          Gruß

          • (10) 16.04.17 - 14:02

            Für den Hund wäre es vielleicht einfacher, wenn er dann für solche Situationen zu jemandem ohne eigene Hunde kommen könnte, wo es dann keine so schwierigen Situationen und Eingewöhnungsschwierigkeiten gibt. Ich weiß, das ist schwer zu finden, aber redet auch mal mit den Tierschutzvereinen in eurer Gegend.

            Wenn der Hund immer wieder sich im Rudelgefüge bei Dir einleben muss, nur um wieder getrennt zu werden, und zwischendurch wieder zusammen zu treffen bei Besuchen, das wird einfach zu komplex für alle beteiligten Hunde. Hunde leben eben als festes Rudel ohne Besuche oder Urlaub bei Freunden, das können alle nicht gut verarbeiten.

            Ich hoffe trotzdem, dass erst mal lange Zeit keine solche Situation mehr kommt.

(11) 19.04.17 - 11:35

Hallo,

puuh, das klingt nach einer Menge Stress für die Hunde, aber auch für Euch Menschen.:-(

Ich möchte Dir ganz dringend ans Herz legen, einen wirklich guten Hundetrainer ins Haus zu holen, der die Hunde in ihrem gesamten Verhalten beobachten und bewerten kann. Nur dann werdet Ihr herausbekommen, wo das Problem wirklich liegt, wenn Ihr es selbst nicht sehen könnt (komplett wertfrei, kein Vorwurf - bitte nicht falsch verstehen!) und einen sinnvollen Lösungsansatz bekommen.

Guter Trainer heißt vor allem auch ... einen zu finden, der Euch nicht mit Dominanztheorie und Co. daherkommt! Denn auch, wenn Euch das die Frau aus der Hundepension bestätigt hat - es gibt nicht DEN dominanten Hund. Dominanz ist keine Charaktereigenschaft, sondern eine Wechselbeziehung zwischen zwei Hunden (oder zwei Menschen oder, oder, oder). Ist Hund A Hund B gegenüber dominant, kann er Hund C gegenüber unterwürfig sein. Es wird sogar noch komplizierter - ist Hund A Hund B gegenüber dominant, wenn es um Futter geht, kann hingegen Hund B Hund A gegenüber dominant sein, wenn es bspw. um Spielzeug geht.

Das Aufreiten KANN Dominanzverhalten sein, viel häufiger ist es aber eine Übersprungshandlung, Stressabbau usw., was in Eurer Situation ja nun auch wirklich naheliegend sein kann.

Es reicht halt leider nicht, einzelne Verhaltensweisen herauszunehmen und zu versuchen, daraus etwas zu lesen - es ist immer das Gesamtbild, was man sehen muss, inkl. Körpersprache der einzelnen Hunde usw.

Daher noch mal mein dringender Rat - bevor sich etwas festigt oder Eure Probleme sich zuspitzen und in einer handfesten Beißerei enden, holt Euch Hilfe bei einem wirklich guten Trainer.

Alles Gute Euch!

Viele Grüße, Alex

  • (12) 22.04.17 - 12:19

    Hallo Alex,

    würde die Hündin jetzt noch länger bei uns bleiben (bzw bei der nächsten Betreuung), würde ich sicherlich einen Trainer holen. Jetzt ist sie nur noch ein paar Tage da, ich denke es lohnt sich nicht mehr.

    Sie ist eine so tolle Hündin, hätte nicht gedacht, dass Havaneser so sind ;-) Nur die Markiererei ist echt nervig.

    Gruß

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