Wer kennt sich mit Katzenhaltung aus?

    • (1) 25.05.17 - 13:24

      Hallo!

      Wir überlegen ob wir uns eine Katze als weiteres Familienmitglied holen sollen. Ich habe schon einiges zur Katzenhaltung gelesen. Nun habe ich einige Fragen, die ich durch Stöbern im Internet nicht richtig beantwortet finden konnte.

      - In unserer Nachbarschaft gibt es viele Katzen, die auch öfter bei uns im Garten sind. Wird sich eine junge Katze hier gut in das Katzengefüge einleben können oder kann es Probleme geben mit den älteren Katzen die hier schon seit Jahren leben?

      -Wenn wir im Urlaub sind, kann ich dann die Katze porblemlos für 2 Wochen zu den Großeltern bringen, die an einem völlig anderen Ort leben? Oder hat die Katze damit Probleme?

      -Der Nachbarskater schläft Sommer wie Winter draußen auf der Terasse. Er ist also die meiste Zeit draußen. Bei egal welchem Wetter. Wir überlegen ob wir das auch machen sollen, oder lieber aussen und innen in Körbchen bereitstellen sollen und ob uns die Katze zeigen würde wann sie raus will? Oder entscheidet der Mensch wann die Katze raus geht und wann nicht?

      Vielen Dank!
      Milka

      • Zur ersten Frage; Eure Katze wird sich einen Platz im Revier erkämpfen müssen. Die anderen Katzen sehen euren Garten als ihr Revier an, eine neue Katze wird sich erstmal Respekt verschaffen müssen und um den Garten als ihr Territorium kämpfen müssen. Erst dann wird von den anderen Katzen akzeptiert, dass das nun nicht mehr ihr Revier ist.

        Zur 2. Frage: nein, du kannst eine Katze natürlich nicht einfach mal plötzlich 2 Wochen oder auch nur einen Tag irgendwo anders zur Pflege hinbringen. Katzen sind ortsbezogen, ein hin- und her verwirrt Sir, was mit neben das katzenklo pinkeln von ihr als Ausdruck von Stress kommentiert wird. Wenn ihr länger wegfahren, muss gewährleistet sein, dass mindestens 2 mal am Tag jemand zu euch kommt, die Katze füttert und streichelt. Katzen sind sehr auf ihre Menschen bezogen, wenn diese plötzlich weg sind, ist das Stress für die Tiere. Sie werden davon krank, hören auf zu fressen, entwickeln merkwürdige Verhaltensweisen und kratzen Möbel kaputt. Das geht also auf keinen Fall.

        Zu drittens: Es kommt darauf an, ob die Katze nun vorher nur eine draußen Karte war oder eben eher im Haus gelebt hat. Eine Katze hat ihren eigenen Kopf und wird, wenn sie nur draußen gelebt hat auch nur das wollen und brauchen. Eine reine Wohnungskatze wird nie Pommes absoluten freigänger werden und eine Katze, die beides kennt möchte auch beides. Mit einem Körbchen draußen und einem drinnen ist es natürlich auch nicht getan. Draußen brauchen Katzen, die keine reinen freigänger sind auch kein Körbchen. Sie machen es sich bei Bedarf da gemütlich, wo es ihnen gerade gefällt. Und drinnen sitzen die wenigsten Katzen in ihrem körbchsondern sie such3n sich selbst einen gemütlichen Platz. Aber ihr braucht mehrere rückzugsmöglichkeiten für eine Katze, Kartons oder Höhlen, einen kratzbaum und am besten wären auch 2 katzenklos.

        (3) 25.05.17 - 17:29

        Zu 1.) Unsere Katzen haben sich problemlos ihr Revier erkämpft. So klein sie auch waren. Und hier gibt es eine Menge Katzen, die durch den Garten laufen.

        2.) Nein, man sollte Katzen nicht woanders unterbringen wenn man im Urlaub ist. Schon gar nicht wenn sie raus dürfen... Katzen sind ortsgebunden. Lieber einen Nachbarn bitten während des Urlaubs zum Füttern nach hause zu kommen.

        3.) Eine Katze bei Wind und Wetter draußen zu lassen ist nicht okay. Unsere wollen bei Regen, Eiseskälte usw gar nicht raus. Was bei Sturm, Gewitter und Co?

        Man sollte übrigens besser zwei Katen halten.

        Hallo!

        Bitte überleg Dir, ob nicht auch zwei Katzen möglich wären. Das ist einfach artgerechter, weil Katzen keine Einzelgänger sind - sie leben eigentlich in Kolonien mit mehr oder weniger intensiven Beziehungen zu den Artgenossen, aber nicht alleine.

        Das hilft dann auch im Umgang mit den nachbarskatzen, wenn Deine ein intaktes Sozialverhalten haben - das bekommen sie durch mindestens 12-14 Wochen bei ihrer Mutter und darüber hinaus besser wenigstens das erste Jahr mit einem Geschwistertier aus dem Wurf oder einer zweiten Jungkatze. Solche Tiere sind dann bestens gerüstet, mit der Nachbarschaft klar zu kommen.

        Bitte bedenke dabei, dass Jungkatzen eine Weile noch in der Wohnung bleiben sollten, wenigstens bis nach der Kastration. Gar so kleine Katzen sind noch nicht verkehrssicher, können Autos nur ganz schlecht einschätzen, spazieren in den Garten von Hunden rein... das ist echt gefährlich.

        Im Urlaub kann man Katzen nicht in eine fremde Umgebung bringen, das ist enormer Stress. Es würde aber reichen, wenn einmal am Tag jemand Futter auffüllt und das Katzenklo sauber macht. Ideal wäre dabei eine Katzenklappe, damit sie rein und raus können.

        Die Katzenklappe ist auch im Alltag sehr sinnvoll, weil Katzen eben ihre eigenen Vorstellungen haben, wann sie raus wollen. Und wenn Du arbeiten bist und es gibt ein Gewitter, dann sollten sie auf jeden Fall rein können, auch wenn es Nachbarn gibt, die es anders machen - Tiergerecht ist das nicht, einen Kater stundenlang warten zu lassen. Reine Außenhaltung geht dabei gar nicht, Katzen sind Wärmeliebende Tiere, die für unsere Winter echt nicht geschaffen sind.

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