Müssen Katzen hergeben, sind am Ende

    • (1) 26.05.17 - 14:59

      Hallo,

      bei unserer Kleinen wurde eine Katzenallergie festgestellt. Nun müssen wir uns von unseren Lieblingen trennen. Versuche, die Tränen vor den Kindern zurückzuhalten, aber es fällt mir so schwer. Hätte nicht gedacht, dass sie die Allergie erst nach drei Jahren entwickelt. Aber das Wohl meines Kindes geht mir vor. Deshalb bitte keine Anfeindungen, mir geht es schlecht genug.

      Nun möchte unser Sohn natürlich ein anderes Tier haben. Er kümmert sich schon gut um die Tiere, egal ob klein oder groß. Auch Regenwürmer werden geliebt. Natürlich bleibt die Hauptarbeit an mir hängen.

      Mir ist nicht nach einem neuen Tier, ich muss das alles erst sacken lassen. Aber mein Sohn möchte unbedingt ein neues Tier haben. Soll ich warten, bis auch ich soweit bin oder ihm den Wunsch erfüllen? Er ist so tapfer und nimmt es hin. Bin gerade überfordert mit allem. Das Ergebnis liegt erst seit wenigen Stunden vor. Ein Schock.

      Eine Nacktkatze möchten wir nicht, das steht fest. Wahrscheinlich überhaupt keine Katze mehr, nicht dass auch die angeblich "harmlosen" Rassen unserer Tochter schaden.

      Gibt es bei einer Katzenallergie auch automatisch gegen andere Tiere mit Fell? Kommen dann nur Vögel in Frage?

      Entschuldigt, wenn ich durcheinander schreibe, ich stehe komplett unter Schock und hätte nie gedacht, dass wir unsere Lieblinge hergeben müssen.

      Ach noch etwas. In ein Tierheim möchte ich sie nicht bringen. Reicht ein Schutzvertrag aus? Oder auf was muss ich achten, dass die Katzen es gut haben?

      Danke und bitte keine bösen Posts.

      • (2) 26.05.17 - 15:13

        Es kommt drauf an, wogegen sie genau allergisch ist.
        Die meisten sind gegen bestimmte stoffe im fett des fells und im speichel allergisch, deswegen haben die kein problem mit tieren, wo diese stoffe anders zusammengesetzt sind.
        In dem fall könnte es durchaus sein, das ihr völlig problemlos bestimmte katzenrassen halten könntet und auch viele andere tiere könnten dann gut klappen, solltet ihr aber vorher testen.
        Wenn es gegen das fell selbst ist, bleiben natürlich nur tiere ohne fell, reptilien zum Beispiel oder eben Vögel.

        Was eure katzen anbelangt solltest du vielleicht trotzdem kontakt mit einem tuerheim o.ä. aufnehmen. Bei uns in der gegend nehmen die diese tiere nämluch auch auf die website, was natürlich die chancen auf ein schönes heim erhöht, zudem können die vielleicht ein paar tipps geben, worauf ihr bei der vermittlung achten solltet.

        • (3) 26.05.17 - 15:29

          Meistens betrifft eine Katzenallergie den Speichel, der sich beim putzen auf das Fell legt, nicht das Haar selbst!
          Bei meiner Mutter (hochgradig allergisch) und einem Freund von mir funktioniert es, die Katzen einfach 1x wöchentlich zu baden, mit milder neutraler Seife.
          Mein "normalallergischer" Freund kann danach die ganze Woche problemlos bei mir sein, meine Mutter immerhin einen ganzen Tag - und die bekommt normalerweise nach 10 Minuten in einer Katzenwohnung deutliche Anfälle.

          Falls Eure Katzen das mitmachen würde ich es probieren. Vielleicht wenigstens so lange bis ihr ein neues Zuhause findet.

          LG, katzz

          • Baden klappt bei unserer Lieblingskatze nicht. Sie hat gekratzt und gebissen und wir mussten noch zum Hausarzt. Da Bisse nicht ohne sind. Wie die andere darauf reagiert, weiß ich nicht, finde aber baden eine Qual für Katzen, nur bei ihr ging es nicht anders.

      • (6) 26.05.17 - 15:42

        Danke. Du meinst, so ähnlich wie die Pflegestellen. Man sagt, man hat Katzen abzugeben und sie nehmen sie in die Liste auf, und sie bleiben bei uns, bis sich jemand findet? Das wäre eine gute Möglichkeit, zumal die neuen Besitzer unkontrollierte Besuche bekommen. So könnte ich ganz sicher sein, dass sie gut vermittelt werden.

        Da muss ich am Montag noch einmal nachfragen, ob es am Fell oder am Speichel liegt.

        • Allergie ist immer gegen ein bestimmtes Enzym im Speichel, nicht gegen das Haar, das ist nur "Hornhaut".

          Dein Kind kann gegen 3 Katzen allergisch reagieren, gegen 4 andere nicht, das kommt immer individuell auf die Katze an.

    Hallo!

    Ich würde Dir raten, wegen den katzen trotzdem Kontakt mit einem Tierschutzverein aufzunehmen.

    Erwachsene Katzen sind sehr schwer zu vermitteln, und Du hast nicht die Möglichkeiten, Interessenten wirklich zu überprüfen mit kritischem Blick - da fehlt Dir ein wenig die Erfahrung. Oft sitzen Tiere im Tierheim weniger lange als in einer Pflegestelle, weil eben die Leute da hin können ohne Termin, sich verlieben, gleich mitnehmen. Muss man erst die pflegestelle anrufen; Termin machen etc., dann ist das schon eine Hemmschwelle. Wie dringend müssen die Katzen weg, wie schlimm ist der Leidensdruck?

    Katzen würde ich auch komplett streichen, aber es gibt auch andere Möglichkeiten - Rennmäuse etwa leben in weitgehend geschlossenen Terrarien mit rel. kleinen Luftgittern, werden aber gut Handzahm um Futter aus der Hand zu nehmen und sind für Kinder im Grundschulalter schon gut geeignet. Allergien sind relativ selten, weil auch wenig Haare etc. fliegen.

    Wie alt ist sie? 3?.... Sofort ein neues tier würde ich definitiv nicht kaufen denn man sollte tiere wert schätzen und sie nicht sofort ersetzen. Versteht natürlich ein 3 jähriges kind nicht so aber ich würde das so vermitteln. Zum neuen tier würde ich mir mit ihr Gedanken machen was genau in frage kommt, wie die jeweiligen tiere leben. Vögel sind ja grundsätzlich ganz anders als Katzen und Beobachtungstiere. Ich würde erstmal genau klären auf was sie allergisch ist. Warum kommt eigentlich keine nacktkatze in frage? Die sind natürlich nicht jedermanns Sache und sehen gruselig aus. Aber man sollte sie live sehen und erleben. Manchmal findet man die kleinen Exoten dann doch ganz toll und verliebt sich obwohl man vorher dachte "oh gott"

    • Aber man sollte sie live sehen und erleben. Manchmal findet man die kleinen Exoten dann doch ganz toll und verliebt sich obwohl man vorher dachte "oh gott"

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      Stimmt, traumhafte Rasse und die sind soooo weich und haben nen tollen Charakter#verliebt

(11) 28.05.17 - 09:23

Hallo,

Mein Mann reagiert auch allergisch auf Katzen und wir haben trotzdem drei katzen. Die allergie verändert sich. Mein Mann hat sich desensibilisieren lassen.
Erst Aktionen bei uns nach der Diagnose:
* katze wurde zum freigänger und fängt super Mäuse und frösche, schläft nicht jnd den direkten Wohnung und Schlafräumen

* alle Teppiche und Kissen raus und es wurden waschbare Böden eingebaut
* kuscheln nur noch draußen mig der Katze auf die er reagiert und dann regelmäßig Hände waschen

* ledersofa angeschafft
*täglich saugen

Mein Mann reagiert übrigens auf rote Haare- bei schwarzen Katzen gibt es keine Probleme.

Wir haben übrigens noch Wellensittiche, Fische, Weihnachtsbraten im Stall und einen Hund. Alle Tiere die allergie arm sind finden die Kids nicht spannend. Bei Wellensittichen kann wie auch bei Katzen der hauptazslöser eine milbenallergie sein.

Unsere Tierärztin hat uns damals abgeraten die Tiere so einfach abzugeben und in Absprache mit dem Arzt der die Sensibilisierung gemacht hat hat Das unter o.g. Veränderungen positiv sich ausgewirkt. Als die allergie bei meinem Mann festgestellt wurde hatten wir schon jahrelang Katzen und von jetzt auf gleich hat er keine Luft mehr bekommen.

Er hat zur Unterstützung ein Asthma spray bekommen und ein allergiemittel

Alles gute

Unser Sohn war sechs Jahre alt als die Diagnose Katzenhaarallergie gestellt wurde (er hat zusätzlich Hausstaubmilbenallergie und dadurch Asthma)
Da sein grösserer Bruder autismusbedingt ohne Katzen nicht leben könnte, oder zumindest die Chance auf ein "normales" Leben nicht bestehen würde, war zum Glück sofort allen Beteiligten klar, auch dem Dermatologen, der Kinderärztin usw.), dass Katzen weggeben keine Option ist.

Zuerst erfolgte die Testung auf welche unserer Katzen er tatsächlich reagiert, von 9 Katzen war es exakt eine, und die hatten wir nur in Pflege (war lustig von allen Katzen eine Speichelprobe zu nehmen und ein Büschel Fell einzutüten und beschriften, ebenso witzig sah der Rücken unseres Sohnes aus beim Differenzialtest) . Unser Glück ist, dass wir alles "Feld-Wald-Wiesen-Katzen" haben, er jedoch hauptsächlich auf Perser und Main Coon reagiert.

Sämtliche Teppiche mussten ohnehin entfernt werden, das Stockwerk wo unser Sohn schläft ist Katzenfreie Zone, zudem ging er zur Bioresonanz und Desensibilisierung.
Tägliches staubsaugen, feucht aufnehmen usw., Kleider wenn möglich im Trockner trocknen , alles zusammen funktioniert nun seit 13 (!) Jahren bestens, sollten wir irgendwann eine neue Katze haben, muss einfach vorab getestet werden ob sie kompatibel ist.

Hallo!

Ich hatte als Kind und Teenie schlimmes Asthma und Neurodermitis. Durfte nie Tiere (ok, außer Fische) haben, brauchte eine Katze nur anschauen und bekam Atemnot.

Da ich aber jahrelang dennoch ständig Kontakt zu Tieren (Hund, Katze, Pferd) und keine Beschwerden hatte (wohnten auf dem Land), habe ich mit 19 meinen langersehnten Hund bekommen.

Die gesundheitlichen Probleme bekam dann meine Mutter (!) nach einigen Monaten, obwohl ich der Allergiker in der Familie war. Den Hund hergeben wollten wir nicht so schnell.
Sie hat dann auch so eine Desensibilisierung gemacht. Hat recht lange gedauert, aber meine Mutter hat es durchgezogen und der Hund blieb bis an sein Lebensende bei uns.

Ich an eurer Stelle würde da nicht so schnell aufgeben und vor allem nicht schon wieder über ein neues Tier nachdenken, von dem ihr auch nicht wissen könnt, ob euer Kind nicht irgendwann drauf reagiert.

Ich hoffe, ihr findet einen Weg.
Alles Gute!

sonntagskind

(14) 30.05.17 - 08:38

Hi,

natürlich steht das Wohl deines Sohnes an erster Stelle und es ist naheliegend die Tiere zu vermitteln.

Helfen kann euch da das Tierheim oder eine Tierschutzinitiative. Die haben ein entsprechendes Netzwerk und helfen bei der Vorkontrolle.

Bitte atmet dann erst mal durch. Mich stört es wahnsinnig das die "alten Tiere " noch nicht einmal untergebracht sind und ihr denkt über neue nach.

Überleg mal welche Werte da vermittelt werden. Klappt es mit dem alten nicht, kauf halt ein neues. Klingt böser als es gemeint ist. Ich möchte nur verdeutlichen wo mir der Knackpunkt liegt.

Zeigt euerm Sohn erst einmal wieviel Arbeit es ist die Tiere gut unter zu bringen. Und wenn man das mit gutem Gewissen erledigt hat geht man gemeinsam die Möglichkeiten durch.

Ich empfehle für ältere Kinder auch immer gerne Ratten. Gesellig, gelehrig und bei entsprechender Pflege sehr,sehr zutraulich.

Gruß Ornella

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