Nierendiät Hund - Tipps gesucht

    • (1) 21.06.17 - 08:51

      Hallo meine Lieben,

      meine 13 Jahre alte Hündin hat nur noch eine Niere. Das haben wir leider erst vor ca 3 Monaten festgestellt als es plötzlich sehr schlecht ging.

      Jetzt soll sie, um die vorhandene Niere zu schonen, Nierendiätfutter fressen. Ich habe schon ein paar Sorten durch, sowohl trocken als auch nass, aber sie mag es einfach nicht. Sie frisst wirklich ganz schlecht. Selbstgekochtes frisst sie aber da muss ich sie auch mehrmals am Tag füttern. Nur ist das wohl nicht so toll für die Niere. Wir haben vor 2 Wochen noch mal Blut abnehmen lassen, da waren die Nierenwerte wieder schlechter. Jetzt hab ich versuch ein paar Tage nur Nierendiätfutter zu geben, aber sie frisst dann lieber gar nichts :-(. Gestern dann Rindfleisch für sie gekocht und sie hat sich richtig gefreut. Aber damit hab ich Angst dass ich der Niere noch mehr schade. Hungern lassen kann aber ja auch nicht gut sein. Ich bin momentan echt am verzweifeln mit ihr.

      Sonst ist sie noch ganz gut drauf, geht Gassi und spielt noch ab und an. Aber Fressen ist echt eine Katastrophe.

      Vielleicht habt ihr ja ein paar Tipps für mich wie ich das Nierenfutter nierenschonend etwas pimpen kann oder ähnliches.

      LG Farina

      • wahrscheinlich werde ich für das, was ich jetzt schreibe, mal wieder völliges Unverständnis ernten, aber seis drum
        Eure Hündin ist 13 Jahre. Für einen Hund schon ein stolzes Alter.

        >>Jetzt soll sie, um die vorhandene Niere zu schonen, Nierendiätfutter fressen.<<

        wozu soll die vorhandene Niere denn geschont werden? Um dem Hund evtl. ein längeres, durch Fertig-Diätfutter aber irgend wie vermiestes Leben zu geben?

        Wurde denn getestet, ob diese Niere geschädigt ist? Oder soll diese Diätgeschichte auf reine Nr. Sicher gemacht werden, so rein vor sorglich?
        Hier, lies mal
        https://hundeinfoportal.de/hundewissen/hundeernaehrung/diaetfutter-fuer-hunde/nierendiaet-fuer-hunde/

        Für mich zählt Qualität, nicht Quantität. Aber das ist, wie so oft, eine individuelle Entscheidung.

        Alles Gute euch!

        • Es wird regelmäßig das Blut überprüft. Die Nierenwerte werden schlechter.

          Ja natürlich kämpft man um jeden Monat. Ich möchte natürlich nicht dass sie keinen Spaß mehr am Fressen hat und hungern geht schon gar nicht. Deshalb ja momentan meine Verzweiflung. Wenn ich ihr gebe was ihr schmeckt hab ich aber das Gefühl ich fütter sie schneller in den Tod. Alles doof gerade :-(

          • noch etwas, zum nach denken.

            Egal ob es um Mensch od. Tier geht, wir kämpfen um sie. Es wird praktisch alles versucht, um sie am Leben zu erhalten, zu BEhalten, weil es zu schmerzhaft ist, wenn sie nicht mehr da sind.

            Und das ist der Knackpunkt. Im Grunde geht es nicht um uns, es geht um dieses Lebewesen, das krank ist. Das Lebensende ist irgend wie fast schon sicht bar, aber wir wollen es nicht sehen, nicht zu lassen.

            Und so kommt es, dass viele, Mensch wie Tier, ....... aus der Verzweiflung heraus........ ja, man könnte fast sagen, gequält werden. Mit dem Ergebnis, dass all das halt doch nichts gebracht hat.
            Natürlich soll, ja muss man kämpfen. Es werden aber leider all zu viele aussichtslose Kämpfe aus getragen.
            Ich hoffe, du verstehst, wie und was ich mit dem, was ich da jetzt geschrieben habe, meine und bekommst es nicht in den falschen Hals.

            • Nein ich versteh schon. Und ich versuche das auch so gut es geht abzuwägen. Mir ist klar dass sie nicht mehr gesund wird und es nur noch darum geht ihr die letzten Monate angenehm zu machen. Nur je mehr ich der Niere schade umso schlechter geht es auch ihr. Andererseits geht es ihr auch schlecht wenn sie Hunger hat. Ein Drahtseilakt momentan.

              Der Link war gut, aber so ähnlich koch ich auch schon. Vielleicht lässt es sich auch nicht mehr verlangsamen egal was man füttert.......

              Noch ist sie voller Lebenslust was es noch schwerer macht.

              • >>Vielleicht lässt es sich auch nicht mehr verlangsamen egal was man füttert.......<<

                genau DA RUM gehts, das ist der Punkt. Um das heraus zu finden, wird man erst mal zu warten müssen.

                >>Noch ist sie voller Lebenslust <<

                das ist wunder bar! Es macht es dir wohl in so fern schwer, als dass der Zeitpunkt des Abschieds näher gerückt ist. Eben genau dieser Zeitpunkt, vor dem wir uns alle fürchten, von Anbeginn an, wenn wir ein Tier zum erstem Mal umarmen.

                ich wünsche dir ganz viel Kraft für die kommende Zeit#herzlich

          Hallo,

          mein alter Pepe hat auch CNI.

          Meine Tierärztin hat mir das Spezialnassfutter von Vet-Concept empfohlen, was ich schon eine Weile füttere. Es ist beim Hersteller nur über Rezept erhältlich oder eben über den Tierarzt zu beziehen. Zusätzlich habe ich noch das Ipakitine-Pulver, welches den Phosphat-Gehalt in der Nahrung senkt. Die Menge, die über das Futter gestreut wird, ist abhängig vom Gewicht des Hundes.
          Es hat eine gute Akzeptanz und wird gern von ihm gefressen.

          Einige seiner Nierenwerte sind außerhalb des Normbereiches, teilweise deutlich erhöht.
          Im Moment hat er noch einen sehr guten Appetit und trinkt ordentlich.
          Wenn deine Hündin das Futter nur wegen des Geschmacks verweigert, wäre vielleicht eine Maßnahme, vorerst das Ipakitine-Pulver über die übliche Nahrung zu streuen. Du hast nichts gewonnen, wenn deine Hündin jetzt die Nahrung komplett verweigert.
          Vielleicht kannst du ein spezielles Seniorfutter füttern, bei dem der Eiweißgehalt nicht mehr so hoch ist, wie bei normalem Futter.

          Ich habe bereits einen Hund durch CNI verloren und weiß, dass eine angepasste Nahrung die Lebenszeit nur verlängert. Man kann sich streiten, ob es für den Hund besser ist, länger zu leben und mit für ihn nicht akzeptablem Futter gequält zu werden oder ob er sich seine letzte Zeit hier gemeinsam mit dir wohlschmeckendem Futter noch "gemütlich" macht.
          Diese Entscheidung wird dir keiner abnehmen können.

          Wenn das Endstadium erreicht ist, wirst du es merken, da der Hund immer schwächer wird, jegliche Nahrung komplett verweigert (da dauerübel), aus jeder Pore des Körpers nach Harnstoff riecht und schlimme Schmerzen hat.

          Ich lasse Pepes Nierenwerte im Abstand von 3 Monaten durch eine Blutuntersuchung bestimmen.

          Alles Gute

          Nici

          • Vielen Dank für deine Antwort!

            Das mit dem Pulver ist eine gute Idee. Das hatte ich schon mal gehört aber doch glatt vergessen. Da werde ich den Tierarzt drauf ansprechen.

            Seniorenfutter habe ich auch schon probiert, auch ihr altes Trockenfutter mag sie nicht mehr. Sie frisst nur noch was ihr wirklich schmeckt, Fleisch, Würstchen..... ich hab neulich den Kindern schon erlaubt sie vom Tisch zu füttern weil ich mir dachte Hauptsache sie hat jetzt noch ihren Spaß.

            Wir sind sowieso engmaschig beim Tierarzt weil auch ihr Blutdruck sehr hoch ist und die Tabletten noch mal angepasst werden müssen. Momentan leidet sie auch recht unter der Hitze.

            Ja aufhalten kann man es nicht. Aber ich fühl mich gerade nicht bereit sie gehen zu lassen.... das werd ich aber wohl nie sein.

            Gruß Farina

    Hallo!
    Meine Hündin hatte, wohl durch eine Vergiftung, plötzlich wahnsinnig schlechte Nierenwerte. Da sie auch vom Züchter her an BARF gewöhnt war habe ich das, mit einer Ernährungsberaterin, an die Nietendiät angepasst.
    Hier das Rezept:
    50 % Fleischanteil, 50 % Gemüse, Salate und Obst. Beim Fleisch darauf achten, dass es ca. 15 -20 % Fett enthält. Reines Muskelfleisch, keine Innereien.
    Als Kohlenhydrate-Quelle wurden mir Süßkartoffeln empfohlen. Davon, damit es satt macht, gut die Hälfte des Gemüseanteils. Die Kartoffeln (es gehen auch normale Kartoffeln) auf alle Fälle mindestens 3 Stunden in Wasser legen, lieber länger, das Wasser immer wieder wechseln und die Kartoffeln dann mindestens eine dreiviertel Stunde kochen. Das Kochwasser abschütten und mit reichlich Frischem Wasser zu einem Brei zerstampfen.
    Das Gemüse (Karotten, Zucchini, Gurke...) dämpfen.
    Obst oder Beeren, gut ist z. B. Wassermelone muß sehr reif sein.
    Ich habe das Fleisch roh verfüttert, gekocht geht's aber auch.
    Wichtig: Zusatzstoffe: Vitamin Optimix renal. Gibt es bei www.Futtermedicus.de, da sind auch nochmal die Mengen je Körpergewicht aufgeführt, auch für Futter
    Zusätzlich noch einen Teelöffel Öl, z. B. Leinöl oder Lachsöl.

    Bei meiner Hündin sind die Nierenwerte nach ca. 2 Monaten deutlich besser geworden.
    Ich drücke Euch die Daumen, dass es bei Euch auch so ist!
    Viele Grüße

    Pamamaroo

Ach ja, meine Hündin hat durch die schlechten Nierenwerte auch wahnsinnig schlecht gefressen, das wurde aber zusehends besser. Gut, meine Hündin ist sowieso mäkelig ohne Ende....

Die beste Ernährung für einen nierenkranken Hund ist Selbstgekochtes in kleinen Portionen über den Tag verteilt. Es muss natürlich auf seine Bedürfnisse abgestimmt sein, deshalb solltest du die Diät mit dem Tierarzt besprechen und ein nierenunterstützendes Zusatzpräparat geben.

Du machst es also ganz richtig, wenn du selber kochst, nur musst du ggf. die Rezeptur anpassen.

Ich koche auch selber für meine Hunde, das geht ganz schnell und man kann auch auf Vorrat kochen. Ich bin überzeugt davon, dass uns die Industrie weismachen will, dass man nur durch gekauftes Hundefutter sein Tier ausgewogen ernähren kann. Stimmt aber nicht, wenn du dich mit dem Tierarzt absprichst, dir entsprechende Literatur besorgst und damit die Bedürfnisse kennst, kann dein Hund frisches Futter bekommen, das ihm supergut schmeckt und sicherlich gesünder ist als Trocken- oder Dosenfutter. Oder kannst du dir einen nierenkranken Menschen vorstellen, der nur Essen aus der Dosen oder Getrocknetes bekommt? Da würde jeder sagen, dass dem armen Menschen etwas fehlt, und sei es nur das Geschmackserlebnis.

Im Internet findest du auch ganz viele Ernährungstipps für Nierenkranke, in denen auch steht, das Selbstgekochtes am Besten ist, z.B. hier: https://www.hunde-info.de/ernaehrung-nierenkranke-hunde-1989.html

  • Danke auch dir für die Tipps. Ja mein Bauchgefühl sagt auch dass ich es eigentlich nicht so falsch mache. In den Links hab ich schon einige Tipps gefunden, so ähnlich hab ich auch schon gekocht. Werde das noch anpassen.

    Ich habe vorher gebarft, mein Tierarzt ist leider der Meinung vom barf weg und lieber Nierendiätfutter füttern. Deshalb ist er mir da gerade keine große Hilfe.

    Die Arbeit ist mir wurscht, ich koch lieber 5 mal am Tag für sie und trag sie weiterhin die Treppen rauf und runter und wisch ihre Pfützen auf, Hauptsache sie kann noch bisserl ihr Leben genießen.

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