Wir wünschen uns einen Hund, viele Überlegungen...

    • (1) 07.07.17 - 00:22

      Mein Verlobter und ich haben heute entschieden, dass wir uns nach unsere Hochzeit im August einen Hund kaufen wollen. Dieser Wunsch begleitet uns seit zwei Jahren und immer wieder grübel ich, ob die Voraussetzungen bei uns stimmen. Mein Mann ist mit Hunden aufgewachsen, kennt sich da auch gut aus. Ich hatte Katzen und mag Katzen auch lieber, aber in unsere Situation passen Sie leider nicht. Ich mag natürlich auch Hunde, in meinem Umfeld gab es immer welche und ich weiß, worauf ich mich einlassen würde. Finanziell und zeitlich passt es bei uns. Ich habe über das Jahr verteilt 6 Monate frei und bin zu Hause, kann von hier aus auch viel arbeiten, der Hund wäre also nie lange alleine. Mein Mann ist jeden Tag, außer am Wochenende, 10h unterwegs, hat aber auch öfters frei. Vor 3 Jahren sind wir aus unserer Heimat weggezogen, aus beruflichen Gründen. Am Wochenende fahren wir aber sehr oft in die 200km in die Heimat, um unsere Familien zu besuchen. Aus diesem Grund kommt auch keine Katze in Frage, wir hätten einfach niemanden, der sich dann am Wochenende um sie kümmert. Einen Hund könnten wir mitnehmen. Zu meinen Eltern dürfte er aber nicht, da meine Eltern keine Hunde mögen und Katzen haben, ich bezweifle das diese einen Hund akzeptieren. Zu den Eltern meines Mannes können wir den Hund mitnehmen, sie würden ihn auch pflegen, wenn wir mal in den Urlaub fliegen (das machen wir 1x jährlich). Das Problem ist, dass sie einen Hund haben, der allerdings ausschließlich draußen im Garten lebt. Unter der Woche ist der Hund täglich für 8h im Zwinger. Wenn unser Hund also dort betreut wird, würde ich unter keinen Umständen wollen, dass er in den Zwinger muss. Genauso dürfte er bei uns im Haus schlafen. Ich habe Angst, dass der andere Hund dann eifersüchtig ist und sich beide nicht verstehen :-( Damit hätten wir dann niemanden mehr, der sonst aufpassen könnte. Ich hätte für mein Leben gern einen Hund, möchte mir aber auch dessen Verantwortung bewusst sein und die Sache gut überlegen. Hinzu kommt auch noch ein Kinderwunsch. Eine weitere Sorge ist, dass ich mich ganz alleine um Kind und Hund kümmern muss und das nicht hinbekomme, wenn mein Mann nicht da ist. Wir müssten dann auch umziehen, weil 70qm in meinen Augen nicht für drei Personen und einen Hund reichen... Wie würdet ihr euch entscheiden? Mich würden eure Gedanken zu unserer Situation interessieren :-)

      • Alles zusammenfassend: Ich würde es lassen.

        Begründung:

        Betreuung ist NICHT gewährleistet.
        Mitnahme zu den Eltern deinerseits ist NICHT möglich.
        Kinderwunsch plus Hund - sollte sehr gut!!! überlegt sein.
        Wohnung zu klein.
        Evtl. Umzug (mit Hund kann das eine Herausforderung werden).
        Dein Partner ist Dir zeitlich keine Hilfe.
        Du bist die Hautverantwortliche - hast aber eigentlich Katzen lieber...

        Also mein Bauchgefühl sagt da ganz klar: Finger weg. Und zwar im Sinne für das Tier.

        LG

        Hallo!

        Es gibt Hundepensionen, in denen der Hund optimal betreut werden kann - und das sicher auch in eurer Nähe. Kostet halt.
        Es gibt auch genug Menschen, die gern einen Hund im Urlaub/am Wochenende betreuen oder auch mit Wechselmodell (ihr betreut in deren Urlaub deren Haustier).

        Wenn ihr nicht zu deinen Eltern nach Hause könnt, dann muss man sich eben ein Zimmer nehmen und sich außerhalb treffen. Oder sie kommen euch besuchen ;-)

        Du bist ansonsten viel Zuhause, hast Zeit für den Hund, das ist auf jeden Fall mehr als es einigen anderen möglich ist!

        Kinderwunsch: auch das ist mit Hund möglich - ich kenne genug Paare, wo die Kinder nach dem Hund kamen.
        Meine Freundin hatte auch erst den Hund, dann das Kind und sie war sogar noch alleinerziehend. Es geht, wenn man organisieren kann!

        Dir muss eben nur bewusst sein, dass im Babyalter der Hund zurückstecken muss, wenn du dich nicht darum kümmerst, in eurer Umgebung jemanden zu haben, der sich seiner hin und wieder annimmt. Auch da gibt es Möglichkeiten (siehe 1. Absatz ;-))

        Und vor allem sollte es dann keine Rasse sein, die Arbeiten muss und/oder sehr viel Bewegungsdrang hat.

        Vielleicht ist es bei euch nicht ganz optimal, aber wo ist das schon der Fall?
        Wichtig ist, dass dir das alles bewusst ist und du (oder ihr) das alles wirklich wollt! Dann tut man auch alles, um es möglich zu machen.

        Ich persönlich würde daher nicht sofort nein sagen.

        LG
        sonntagskind

        Hallo!

        Ihr könntet den Hund an den Wochenenden nicht mitnehmen, natürlich geht das nicht mit den Katzen deiner Eltern, aber genauso wenig mit dem Hund der Schwiegereltern. Was meinst du, wie ein armes Wesen, das im Zwinger vereinsamt, reagiert, wenn da ein anderer Hund Tag und Nacht bei SEINEN Menschen sein darf? Es ist schon unter Idealbedingungen schwierig, mit einem Hund einen anderen Hund in dessen Kernrevier zu besuchen, weil es eben ein Eindringen ins Revier bedeutet. Das erfordert sehr freundliche, wirklich gut sozialisierte Hunde. Die meisten Halter haben deswegen nur Kontakte auf Freilaufflächen, weil gemeinsam spielen im einen oder anderen Garten eher problematisch wird. Du kannst Dir also denken, wie das in euren Fall ausgehen dürfte.

        Überhaupt würdest ihr aber sowieso vor Ort jemanden brauchen, der den Hund übernehmen kann. Auch mal wenn ihr auf eine Hochzeit eingeladen seid (inkl, der eigenen) und da eben von der Kirche bis spät in die Nacht nicht heim kommt. Wenn ihr in eine Therme oder einen Freizeitpark gehen wollt (sonst steht einer mit Hund vor der Achterbahn, das macht wenig Spaß) und wenn Kinderwunsch besteht kann es ja auch sein, dass Du zur Entbindung in ein Krankenhaus gehst, Dein Mann da dann schon gerne dabei bleiben will und eben nicht zu Hause beim Hund bleiben möchte.

        Auch bei Problemen in der Schwangerschaft und mit Kleinkind wäre es gut, wenn Dich jemand entlastet, Dein Mann fällt da bei 10h Arbeit aus, vor allem im Winter kommt er ja erst heim, wenn es dunkel ist und kann den Hund nicht mehr auslasten. Mit einem kränkelnden Kind das (wie alle Kleinkinder) laufend Mittelohrentzündungen, Husten, Magen-Darm etc hat, kannst Du aber nicht bei Wind und Wetter 2 Stunden am Tag Gassi gehen.

        Also es steht und fällt mit eurer Bereitschaft, eine Betreuung vor Ort zu suchen, entweder auf Gegenseitigkeit, oder eben gegen Geld. Ich bezahle auch jemanden, damit meine Katzen und Meerschweinchen zuverlässig versorgt sind, wenn ich in Urlaub fahre - und dank Ferienwohnung in der Familie kommt das doch 3-5 mal im Jahr vor. Das ist immer noch billiger als ein Hotelzimmer und die Tiere sind zuverlässig versorgt und würden auch zum Tierarzt kommen, wenn etwas sein sollte.

        Sonst käme ein Hund erst wieder in Frage, wenn euer jüngstes Kind alt genug ist, um wenigstens mal 20 Minuten alleine zu bleiben. Kinder und Hund sind eben immer schwer unter einen Hut zu bekommen, wenn die Kinder nicht mit wollen, der Hund aber dringend Gassi muss. Die Hundewiesen sind meistens ungeeignet und langweilig für Kinder (vor allem wenn man so eine Ahnung hat, wie viele Hunde da jeden Tag hin kacken, weil der eigene Vierbeiner so viel schnüffelt, auch wenn die Haufen entfernt werden), und der Hund darf nicht mit auf den Spielplatz oder ins Schwimmbad. Und dann ist auch die Wahrscheinlichkeit geringer, dass ihn wirklich noch so oft zu den Eltern fahrt (Mit Kind und Kegel ist das echt anstrengend). Dann braucht ihr nur noch einen Hundesitter, wenn wirklich mal was außergewöhnliches ansteht.

        Wenn ihr für eine alternative Betreuung bereit seid, spricht für mich nichts dagegen. Aber frag vorher nach Plätzen und Preisen. Jetzt ist schon Katzenbetreuung nicht billig.

      • Hi, klar kann man es schaffen, mit Hund und Kleinkind, machen viele andere auch.
        Und am Wochenende oder Urlaube bitte hundepension suchen machen andere auch.
        70qm können genauso gut gross genug sein, je nachdem sie geschnitten sind.

        Nach habt ihr kein Kind und wollt einen Hund....das passiert anderen genauso.

        Warum sollte es nicht klappen?

        lg
        lisa

        Hallo,

        ich denke, eure Voraussetzungen sind sehr gut. Ich kenne niemanden, der über das Jahr verteilt 6! Monate frei hat.

        Mein Mann und ich haben zwei erwachsene Hunde aus dem Tierschutz adoptiert, die ursprünglich aus Rumänien stammen. Ganz sicher hätten wir unseren Hundewunsch nicht davon abhängig gemacht, inwieweit unsere Familien bereit waren, die Hunde in ihr Refugium zu lassen. Zu meinen Eltern können wir beide Hunde problemlos mitnehmen, meine Schwiegis würden keinen Hund in ihrem Haus dulden. Pech gehabt, müssen sie mit leben, dass unsere Besuche dann hält sehr viel kürzer ausfallen. Allerdings haben sie Haus mit Grundstück, so dass die Fellnasen im Zweifelsfall auch draußen bespaßt werden können. Wir wohnen allerdings im gleichen Ort.
        Bezüglich der Urlaubsbetreuung: wir nehmen unsere Hunde grundsätzlich mit. Im Fall von Auslandsreisen, die nur mit dem Flieger zu erreichen sind (kommt für uns aber wegen den Hunden nicht in Frage) gibt es bei uns in der Nähe eine wirklich gute Tierpension, auf die ich im allergrößten Notfall auch einmal zurückgreifen würde.

        Und bezüglich Hund und Baby: bei uns im Ort gibt es ganz viele Paare, wo der Hund zuerst da war und dann das Baby kam. Es ist durchaus möglich, auch mit Kinderwagen einen Hund auszuführen. Voraussetzung sollte natürlich sein, dass der Hund gut erzogen ist und nicht wie ein Verrückter zieht. Außerdem sollte er in gewissem Maße an das Alleinsein gewöhnt sein, z. B. Arztbesuche mit dem Kind etc.
        Das ist kein Hexenwerk und auf jeden Fall machbar.

        LG

        Nici

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