Hund bellt Kinder an

    • (1) 15.07.17 - 12:19

      Hallo ihr Lieben,
      Ich wende mich heute mit einer Frage an euch, die mir auf der Seele brennt.
      Gestern war ich mit meiner Tochter, 4,5 Jahre, und meinem Sohn, 2 Jahre, bei einer Freundin. Die Familie hat einen Hund (groß, genaue Rasse weiß ich nicht). Der Hund ist noch jung und sehr verspielt. Er rennt dauernd zwischen den Kindern herum und benimmt sich dabei sehr trampelig, stolpert öfters und hat gegen Abend dann auch volle Möhre meinen Sohn umgerannt, so dass dieser einige Kratzer im Gesicht davontrug.
      Nun macht mir aber vor allem Sorgen, dasss er meine Tochter dauernd angebellt hat. Und zwar sehr laut und meist "mitten ins Gesicht", heißt also, er ist zu ihr hingerannt, hat sich vor ihr aufgebaut und sie angebellt. Einmal hat er sie so quasi in eine Ecke gedrängt und sie so angebellt, dass sie vor Angst in Tränen ausgebrochen ist.

      Ich habe nun große Angst vor Besuchen bei dieser Familie, weil ich einen zu starken Schutztrieb bei dem Hund vermute und befürchte, bei einer spielerischen Rangelei unter den Kindern könnte er dazwischengehen und "seine Welpen" beschützen wollen.

      Was meint ihr dazu? Bin ich da zu besorgt?
      Viele Grüße!

      • (2) 15.07.17 - 13:49

        Hallo, ich finde das kann man nicht pauschal beantworten. Bei deiner Beschreibung habe ich jetzt ein bestimmtes Bild vor Augen. Kinder und Hund toben rum, der "Dussel" findet keine Ende und bellt die Kinder an, nach dem Motto: "los kommt, weiter machen....los werft endlich den Stock....maaaaaacht schon!". Das wäre die freundliche Variante, wo einfach nur noch etwas Erziehung fehlt.

        Kannst du da etwas mehr zur Körperhaltung des Tieres sagen? Und ganz wichtig, wie reagieren die Besitzer? Haben sie Ahnung von Hunden? Wird er vernünftig erzogen?
        Wir haben aktuell auch so einen jungen "Dussel" im Bekanntenkreis, der findet einfach kein Ende. Sobald er aber anfängt die Kinder zu nerven (auch mit dem typischen, zappeligen Gebelle), dann wird er liebevoll (!) aus dem Verkehr gezogen. Jemand geht mit ihm ne Runde zur Beruhigung oder es zieht sich jemand mit ihm zurück. Bei ihm erkennt man ganz klar den "jugendlichen Wahnsinn". Zeigt aber ein Besucherkind Angst, dann wird ganz klar vorbeugend eingegriffen, er darf nicht so hoch gefahren werden oder gar nicht erst mittoben.

        Mitten ins Gesicht bellen, das liegt ja nun mal an der Größe von Kind und HUnd. Das dein Kind zurückweicht, das kann ich auch verstehen. Naja, umgerannt werden...passiert halt mal.

        Hallo!

        Da solltest Du eher mit den Hundebesitzern sprechen, ob sie nicht auch ihrem Hund zu viel zumuten.

        Klingt einfach nach einem sehr verspielten jungen Hund, der wirklich weiter macht, bis er umkippt - und ich meine das wirklich wörtlich, viele Hunde lassen sich schnell aufpeitschen und Powern bis zum Hitzschlag.

        Einen jungen, verspielten Hund sollte man daher einfach aus der Situation raus holen, wenn es zu wild wird, spätestens nach 30 Minuten. Dann sollte er echt runter kommen und ausruhen, vor allem auch dem Hund zu Liebe, aber eben auch zur Vermeidung von Unfällen wie dem umrennen.

        Mir fehlt die Beschreibung der Körperhaltung um zu beurteilen, ob das Bellen eine Spielaufforderung oder eine Drohung war, aber ich weiß eben auch nicht, ob Du so viel Erfahrung mit Hunden hast, um den Unterschied zu erkennen.

        Allerdings hätte ich an Deiner Stelle die Leute irgendwann gebeten, den Hund rein zu holen - liebevoll, nicht als Strafe, sondern einfach nur, damit er "Feierabend" macht und sich ausruht. Damit wäre es gar nicht so weit gekommen.

        Egal, ob das nur Spieltrieb, Revierverteidigung oder Schlimmeres ist. In dem Moment, wo Du Dich unwohl fühlst und Angst um Deine Kinder hast, was ich bei Deiner Beschreibung verstehen kann, hat Deine Freundin ihren Hund aus der Situation herauszunehmen, und zwar sofort. Das schafft man auch bei jungen Hunden und ist ja auch wichtig, bevor sich so ein Verhalten manifestiert. Wir haben hier in der direkten Nachbarschaft acht Hunde aller Altersstufen - und alle Hundebesitzer sehen zu, dass ihre Hunde Kinder in Ruhe lassen.
        Den Satz "der tut nix, der will nur spielen" lasse ich erst gelten, wenn ich einen Hund gut kenne - vorher definitiv nicht.
        LG Moni

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