Passt ein Hund in unser Leben???

    • (1) 19.07.17 - 16:20

      Hallo zusammen,

      ich weiß die Frage klingt komisch aber mir fiel keine bessere Formulierung ein #schein

      Mir ist auch klar, dass natürlich wir im Endeffekt entscheiden müssen aber mich würde die Meinung von außenstehenden Hundekennern dazu interessieren.

      Wir tragen uns mit dem Gedanken einen Hund anzuschaffen. Unsere Kinder wünschen sich das sehr und wir Eltern finden die Idee an sich auch gut. Ich muss aber zugeben, dass ich – außer Gassigehen mit Hunden im Jugendalter – keine wirkliche Erfahrung mit Hunden habe. Darum bin ich unsicher ob ich das hinbekomme #schwitz Wenn dann muss ich mir da sicher sein, es soll ein Zuhause auf Lebenszeit sein und nicht in irgendwelchen Dramen für Mensch und Tier enden. Mein Mann ist auch nicht wirklich versiert was Hunde angeht, wir müssten also noch Vorarbeit leisten und uns gut informieren (Tipps zu guten Büchern/Websites gerne erbeten, auch für die Kinder #freu). Hundeschule wäre für uns wahrscheinlich auch ein Muss #schein

      Zu uns: Wir sind eine Familie mit drei Töchtern im Alter von 3, 7 und 9 Jahren und wohnen in einem Reihenhaus mit (kleinem) Garten. Mit im Haus lebt meine Mutter (derzeit noch ganz gut zu Fuß aber hat gar keine Ahnung von Hunden, sie wäre also nicht richtig eingeplant, zumindest am Anfang nicht). Mein Mann arbeitet viel, ich bin noch mindestens ein Jahr ganz zu Hause. Dann gehe ich wieder minimal arbeiten (da wäre ich ca. 3x die Woche für etwa 5 Stunden außer Haus – in der Zeit wäre meine Mutter aber da oder auch mein Mann der vormittags oft erst deutlich später losgeht als ich). Deshalb denke ich WENN Hund dann BALD damit ich ausreichend Zeit habe das in geordnete Bahnen zu bringen. Ein viertes Kind ist aber nicht ausgeschlossen, dann wäre ich wieder einige Jahre ganz zuhause. Zu uns gehören auch noch zwei Hauskatzen die bisher keine Probleme mit Hunden hier im Haus hatten solange die Hunde keins mit ihnen hatten :-p Allergien haben wir bisher (*klopf auf Holz*) gar keine, ich hoffe also, dass das auch bei dem Hund nicht passieren würde.

      Wir sind an Wochenenden/in den Ferien recht viel unterwegs, gerne in den Bergen wo der Hund mit könnte. Wir fahren auch viel an Seen, hier müsste man halt schauen wo Hunde erlaubt sind #gruebel Unter der Woche haben wir normalen Alltag mit Schule/Kindergarten, in der Zeit wenn die Kids nicht da sind gehe ich gerne laufen. Die Kinder sind ab mittags zuhause, auch das Holen/Bringen erfolgt meistens zu Fuß. Nachmittags halt der normale Familienwahnsinn mit Sport und Spielverabredungen.

      100 Meter vom Haus entfernt beginnt ein beliebter „Gassigeh-Weg“, wir müssten also nicht weit laufen/fahren damit der Hund raus käme, auch der Schulweg führt dort entlang.

      In den Jahresurlaub fahren wir eher in Ferienwohnungen/-häuser mit dem Auto. Allerdings sind wir mehrmals im Jahr für wenige Tage mit dem Flugzeug unterwegs um Verwandte zu besuchen, hier würde der Hund zuhause bleiben. Wir haben eine 15jährige hundeverrückte Nachbarin die sich liebend gerne kümmern würde, alternativ gäbe es auch noch den ein oder anderen Nachbarn/im Freundeskreis.

      Unsere Große ist hochsensibel veranlagt und fühlt sich doch öfter als andere von Menschen unverstanden (wo auch ein Stückchen Wahrheit dran hängt). Nicht falsch verstehen: sie hat ein gutes Sozialverhalten, ist super integriert in der Sportmannschaft und auch in der Schule. Aber manchmal braucht sie einfach einen Freund dem sie ihr Herz ausschütten kann und der nur zuhört wenn sie sich etwas sehr zu Herzen nimmt. Sie hat eine auffallende Anziehungskraft auf Hunde, ich nenne sie immer spaßeshalber den „Hundeflüsterer“. Mit ihr in der Schule anzukommen ist wirklich langwierig weil ihr unterwegs viele Hunde begegnen die fast ausnahmslos ihre Nähe suchen, so, dass oft die Hundebesitzer selber ganz verwundert über ihre Vierbeiner sind. Auch Hunde die laut ihren Besitzern Angst vor Kindern/Unbekannten haben gehen selbstständig auf sie zu und dann gar nicht mehr weg. Selbstverständlich gibt es keine Garantie, dass auch unser Hund so auf sie anspringen würde aber nachdem was ich hier tagtäglich erlebe ist die Wahrscheinlichkeit hoch. Die beiden Kleineren mögen Hunde aber auch sehr, sehr gerne. Und wir Erwachsenen natürlich auch sonst käme es gar nicht erst zu dieser Frage.

      Die Kinder plane ich derzeit nicht mit ein was Gassigehen etc angeht. Ich weiß, dass der größte Teil an mir hängen bleiben würde. Zeitlich wäre das ok für mich. Ziel ist es natürlich die Kinder immer wieder in die Pflicht zu nehmen aber nur damit ihr wisst, dass ich da keine Illusionen habe von wegen dass die Kinder sich schon kümmern werden ;-)

      Hmmm, ich finde so schlecht klingen die Voraussetzungen nicht aber wie gesagt – ich habe von Hunden eigentlich keine wirkliche Ahnung. Vielleicht vergesse ich ganz wichtige Punkte bei meinen Gedanken. Deshalb schreibe ich hier und freue mich auf Antworten.

      Noch eine Frage: Wie sieht es finanziell aus? Uns geht es gut, wir sind nicht arm aber auch nicht reich. Was muss ich an Ausgaben einrechnen? Lohnt sich eine Hundekrankenversicherung? Braucht man sonst noch etwas? Welche Ausstattung braucht der Hund? Hier wird sicher auch mit viel unnötigem Zeug Kasse gemacht. Wie viel packt ihr für Tierarzt etc. auf die Seite? Welche Standardbehandlungen gibt es bei Hunden beim Tierarzt?

      Ach so… wir denken an einen mittelgroßen Hund. Es wird auch auf jeden Fall ein Welpe sein. Ich würde zwar gerne ein Tier aus dem Heim holen aber da ich absolut unerfahren bin ist mir das Risiko zu groß weil man ja nie weiß was da früher schon mal gewesen ist. Das ist auf jeden Fall was für Geübte und dazu zähle ich mich einfach nicht. Es muss auch kein Rassehund sein, da legen wir keinen Wert drauf. Das Wesen zählt, die Optik ist dann echt mehr als zweitrangig. Wobei mir einfällt: Kann man schon im Welpenalter das Wesen erkennen oder verändern die sich nochmal massiv? Und was ist eher „zu empfehlen“? Männlein oder Weiblein? #schwitz Wie lange denkt ihr muss man sich darauf vorbereiten um das wirklich gut hinzubekommen? Mir ist das total wichtig, dass das für alle Beteiligten (Mensch und Tier) klappt. Gibt es irgendwas was wir beim Kauf beachten sollten?

      Fragen über Fragen… #danke für’s Lesen
      Viele Grüße
      Ina

      • Hallo!

        Grundsätzlich klingt es nicht schlecht, nur spontan ein paar Punkte:

        - Kinder, die noch nicht alleine zu Hause bleiben können, müssen zum Gassi gehen immer mit, das kann hinsichtlich geplantem Nachwuchs anstrengend sein

        - 2-3 Stunden zeitaufwand pro Tag hat man schon. Besonders an den Tagen, an denen du arbeitest und wo nachmittags trotzdem Spielbesuche und Termine anstehen, musst Du zusehen, dass der Hund dann mit kann bzw. Du Kind nur ablieferst, eine große Runde läufst und das Kind dann wieder abholst. Nach 5-6 Stunden alleine für die Arbeit ist einfach die Grenze mit dem alleine sein erreicht. Das musst Du auch einplanen, wenn du in ein paar Jahren mehr arbeiten willst.

        - wenn ihr weg seid, muss der Hund bei jemandem wohnen. Nur jemand zum gassi gehen reicht nicht. Es gibt aber auch gute Hundepensionen etc.

        - bitte gut informieren über die Rasse, es gibt leider einige Rassen, die von anfang an krank sind oder extrem häufig gesundheitliche Probleme haben, etwa die mit besonders platten Nasen. Bitte an neutralen Stellen informieren, nicht nur bei einem Züchter der auch verkaufen will.

        - Finger weg von Rassewelpen unter 1000 Euro, da ist ganz sicher was faul. Welpenfabrik in Osteuropa etc. Ideal ein Züchter, bei dem ihr in der Welpenzeit mehrmals zu Besuch kommen dürft und den Hund schon mal kennen lernen.

        - viele Welpen aus dem Tierheim sind da zur Welt gekommen und liebevoll aufgezogen worden, die haben wenig "Gepäck". was anderes ist es bei älteren Tierheim-Hunden, aber es gibt da wirklich viele Welpen.

        - Hunde bis 20 Kilo kann man körperlich gut beherrschen, schwerere Hunde können ziemlich ziehen und man hat ein Problem, wenn man sie im Alter die Treppen hoch und runter tragen muss

        - manche Hunde vertragen Autofahren und Höhenunterschiede nicht gut, das wäre schwierig am Wochenende in den Bergen. Du musst dabei immer Wasser für den Hund mitnehmen und solltest eher eine Rasse aussuchen, die keine allzu dichte Unterwolle hat oder geschoren werden kann, bei Hitze laufen wird sonst schwierig. Auch Plattnasen eigenen sich nicht für Bergwanderungen, da braucht der Hund eine ordentliche Schnauze.

        - ca. 50 Euro für Futter sind großzügig gerechnet. Tierarzt kann man schwer schätzen. Viele Krankenversicherungen schließen Probleme ab Geburt gleich aus, etwa kaputte Gelenke durch HD oder ED, Atemprobleme bei Bulldoggen und Möpsen, Kleinhirnquetschung beim Cavalier King Charles Spaniel... (ja, Hundezucht ist ein dreckiges Geschäft, achtet sehr auf eine gesunde Rasse!), weshalb dann manches Problem eben doch nicht bezahlt wird. Denkt auch an Kosten für eine Hundeschule.

        - ob Rüde oder Hündin kommt ein Stück weit drauf an, was so in eurer Nachbarschaft los ist. Mit der wichtigen Hunde-Gassi-Strecke in der Nähe kann ein unkastrierter Rüde ständig liebeskrank sein, wenn da jemand mit läufiger Hündin Gassi geht, das kann schon belastend sein. Mit unkastrierter Hündin dagegen sitzt einem dauernd ein anderer Liebestoller Rüde im Garten, wenn sie gerade interessant duftet. In ähnlicher Wohnlage war ich doch ganz froh, dass mein Rüde schon kastriert war... aber das ist eben eine Operation, die nicht ganz unumstritten ist, das muss man sich auch gut überlegen.

        - den Charakter erkennt man schon ein Stück weit. der zurückhaltende aus dem Wurf wird auch später selten ein Draufgänger. Rüden bleiben oft verspielter, können aber auch probleme mit anderen Rüden haben. Hündinnen sind oft "erwachsener" und eher genervt, wenn andere Hunde sich verspielt benehmen. Das ist einfach Geschmackssache.

        - Wichtig ist vor allem eine konsequente Erziehung und eine bewusste Rassewahl - Border Collies sind eben Arbeitsjunkies, Huskys wollen etliche Kilometer am Tag rennen, vertragen aber Wärme extrem schlecht, Dackel und Terrier sind oft sehr stur... das muss man einfach wissen. am unkompliziertesten sind oft "Begleithunde". Wie gesagt, macht euch schlau und fragt gerne hier wieder nach, Google nach häufigen Erkrankungen etc. Der Züchter ist oft in "seine" Rasse total verliebt und findet alles machbar, wo jemand anderes doch sagen würde, dass da vorsicht geboten ist.

        • Hallo und #herzlich-lichen Dank für deine Antwort.

          Die beiden Großen kann ich daheim alleine lassen, die Kleine müsste eh noch ne Weile mit. Allerdings haben wir ja den Bonus, dass meine Mutter hier im Haus wohnt und fast immer daheim ist. Die Kleine kann also auch bei ihr bleiben in der Zeit. Ich hatte die Kinder viel und lange im Tragetuch, das wäre mein Plan wenn ich mit Hund und Baby Gassi gehen würde. Ich denke die morgendliche Runde würde ich eh mit der Schule und dem KiGa verbinden. Da beides in entgegengesetzter Richtung liegt und fast alles "hundefreundliche" Wege sind sollte das denke ich ganz gut klappen. Eventuell würde ich dann noch eine Joggingrunde im Park anhängen - je nachdem wieviel Bewegung der jeweilige Hund bräuchte #kratz Also soweit meine Theorie - ob das in der Praxis umsetzbar ist - ich habe keine Ahnung #schein

          Dadurch, dass meine Mutter wie gesagt mit im Haus wohnt und im Regelfall nicht mit uns in den Urlaub kommt wäre der Hund nicht alleine daheim. Weder wenn wir im Urlaub sind noch wenn ich arbeite. Ich kann nicht abschätzen inwiefern sich meine Mutter in Sachen Hund entwickelt. Möglicherweise könnte sie auch mit dem Hund Gassi gehen irgendwann aber wenn nicht hätte ich eben die eine Nachbarin direkt nebenan und alternativ auch noch den ein oder anderen der das übernehmen könnte. Versorgen und streicheln würde meine Mutter sicher übernehmen, mit dem Hund richtig spielen und austoben - nein, ich glaube das muss ich auf andere Schultern geben. Der Hund würde aber besagtes Nachbarsmädchen sehr gut kennen weil die beinahe täglich bei uns ist. Und selbst wenn die mal auszieht ist die Mutter von ihr da - die würde das auch machen.

          Wenn die Kinder größer sind und ich mehr arbeiten sollte gehe ich wieder in den Schichtdienst zurück. Dann bin ich mittags zurück wenn die Kinder aus der Schule kommen, die morgendliche Runde müsste dann mein Mann übernehmen (oder die Kids wenn sie bis dahin so weit sein sollten). Wirklich lange Zeit alleine sollte der Hund nicht verbringen. Hatten wir in der Nachbarschaft und das arme Tier hat ab mittags nur noch gebellt, so laut, dass wir es fünf (!!!) Häuser weiter noch gehört haben. Das würde ich - mal ganz abgesehen vom Hund - auch den Nachbarn nicht antun wollen #schwitz

          Was die Hundegröße angeht: ein richtig kleiner Hund kommt einfach allein schon wegen der Ausflüge nicht in Frage. Und ein ganz großer auch nicht, da habe ich Respekt vor. Nicht, dass ich denke die wären alle böse aber in mir schwingt immer der Gedanke, dass wenn er mal im Affekt zuschnappt was ja einfach vorkommen kann (nicht sollte aber möglich) das dann einfach gleich große Verletzungen entstehen könnten. Abgesehen davon bin ich wirklich klein und das kann ich dann nicht händeln, die Kinder erst Recht nicht.

          Mir persönlich wäre ein Mischling am Liebsten weil ich einfach zu unerfahren bin um so "böse Buben" im Züchtergeschäft zu erkennen. Klar ist ein billiger Welpe ein erstes Indiz aber es gibt bestimmt auch unseriöse Züchter die teure Welpen verkaufen. Und ich denke mir (vielleicht naiv???), dass man an Mischlingen ja nicht so viel verdienen kann.

          Das Hundethema kam letztes Jahr erstmals auf als es in der Siedlung Boston Terrier Welpen gab. Die wollte ich aber wegen der platten Nase nicht haben, eben weil ich das schon öfter gehört habe, dass das viele Nachteile und Probleme mit sich bringt. Das war dann schnell wieder vom Tisch. Es kam aber immer wieder auf und mittlerweile kann ich mir das mit dem Hund wirklich gut vorstellen. Hintergrund meiner Frage ist auch, dass ich vorgestern über Bekannte mitbekommen habe, dass wiederum deren Bekannte (ich weiß über fünf Ecken... #rofl) bald Welpen abzugeben haben. Das wären Mischlinge die auf einem Bauernhof mit Hunden, Katzen und Kindern aufwachsen und eben nicht nur irgendjemand über Kleinanzeigen. Wobei die Hunde mittlerweile auch bei Kleinanzeigen eingestellt sind, aber die Rahmenbedingungen sind mir hier halt (wenn auch über Dritte) bekannt, es ist bei uns in der Nähe, man könnte sie jederzeit anschauen und besuchen und auch erst nach unserem Urlaub Ende August holen. Wenn es wäre könnte man den Hund auch dort zur Pflege abgeben falls man in den Urlaub fährt und keine Betreuung hätte. Ich hab aber noch keinen Kontakt aufgenommen weil ich erst sicher sein will, dass das eine gute Entscheidung für alle ist. Vor allem - Ende August wäre in fünf Wochen... das ist schon ziemlich bald. Wenn es dir Recht ist könnte ich dir den Link über PN schicken und du sagst deine ehrliche Meinung dazu???

          Da wäre halt 50% Malamute Husky drin, das mit den Temperaturen habe ich noch nicht bedacht gehabt. #danke Sie sehen zwar recht kurzhaarig aus aber wenn die ein dichtes Unterfell haben werden sie wahrscheinlich trotzdem ziemlich schwitzen #kratz

          Weißt du: ich mag Hunde wahnsinnig gern aber die Besitzer machen mich oft irre. Bekannte haben einen Terrier geholt (welcher - keine Ahnung) mit Null Hundeerfahrung und sind völlig überfordert. Der macht was er will und selbst ich als Laie sehe da ganz viele Fehler im Umgang (Hund wird gestreichelt = belohnt wenn er bellt oder hochspringt damit er Ruhe gibt etc). Wieder andere Bekannte holen sich auch als Hundeneulinge eine Deutsche Dogge. Die macht auch was sie will, da spielt das Frauchen das Fähnchen das an der Leine nachgezogen wird #zitter Vor ein paar Monaten hat er (ist noch jung und wollte spielen) die ganze Zeit in meinen Pulli gebissen. Da kam dann nicht mehr als ein liebevolles "Oooohhhhh biiitttteeee, lass das doch mal". Gelassen hat er es natürlich nicht und ich als "Hundedepp" hab mir den dann selber vom Hals geschafft. Und so will ich nicht werden. Deshalb überlege ich hin und her. Wenn dann muss das laufen, ich hab keine Energie dafür mir von einem Hund auf der Nase tanzen zu lassen nur weil ich keine Ahnung habe. Ich finde es halt total schwierig im Netz gute Seiten zu finden. Hier steht dies, dort das. Aber was davon richtig ist puh, ich weiß es einfach nicht. Konsequent wäre ich mit Sicherheit mit dem Hund aber ein wenig Basiswissen will ich vorher einfach haben. Hilft ja niemandem wenn wir das jetzt über's Knie brechen und dann am Ende nur Fehler vom Anfang ausbügeln müssen. Darum ist es jetzt zwar wieder ganz aktuell wegen den Welpen hier aber wenn ich dafür nicht bereit bin dann warten wir lieber noch...

          Ich glaube eigentlich, dass wir das schon gewuppt kriegen aber da ich noch nie einen Hund hatte bin ich einfach etwas unsicher. Ich möchte ja auch, dass der Hund einen guten Platz bei uns hat - es geht hier ja nicht nur um uns als Familie.

          Liebe Grüße
          Ina

          • Ich häng mich hier grade rein, bzgl. des Mischlings und Deiner Sorge: An einem Hund kann immer gleich viel verdient werden, man hat zwei Hunde, lässt die aufeinander und gut ist. Die Hündin frisst dann was mehr, mit etwas Glück werden die Welpen entwurmt (angegeben wird das immer, aber wer wills kontrollieren!) gechippt und geimpft abgegeben. Lass das mal in Deutschland Kosten von 100-150€ sein - im Ausland wird ein Welpe mit einem Wert von ca. 30€ gehandelt - auf den Polen- und Tschechenmärkten kannst Du Hunde für 100€ kaufen.

            Bei einem seriösen Züchter sind die Tiere über viele Generationen bekannt und gesundheitlich untersucht. Bevor ein Hund zur Zucht zugelassen wird, werden je nach Rasse verschiedene gesundheitliche Untersuchungen durchgeführt, der Hund muss wesensfest sein und je nach Rasse auch hier Prüfungen bestehen und er muss optisch natürlich dem Standard entsprechen. Bis ein Hund zuchtfertig ist hat der also schon einige Kosten verursacht und der Rüde ist selten vor Ort,stattdessen zahlt man eine Decktaxe, weil ja auch der Rüde Kosten verursacht hat. Der Wurf und die Zuchtstätte wird von Zuchtwarten mehrmals besichtigt und die Aufzucht ist in den meisten Fällen einfach toll, da werden sogar ganze Kindergartengruppen bestellt oder Fahrradfahrer, oder Kinderwagenfahrer, damit die Lütten kurz vor dem Auszug möglichst viel mitbekommen. Ihr Welpengehege ist mit möglichst vielen Reizen und Anreizen ausgestattet und die Züchter fahren Auto, üben schon mal das tragen von Halsband und Leine...
            Wenn am Ende alles gut geht, der Wurf groß war, macht der Züchter zwar einen "Gewinn", aber bei den investierten Stunden ist das vermutlich ein echter 1€-Job gewesen ;)

            Ein Husky ist mit Sicherheit kein Hund, der einfach so mitläuft, dazu ein lautes Organ und bellfreudig - was sind die anderen 50%? Schäferhund vielleicht? Sind die Elterntiere gesund, untersucht, sind die Hüften okay? Bei einem Mix aus Husky und Schäfi ist die Wahrscheinlichkeit dass der Hund die etwas gesünderen Gelenke vom Husky mit der Leichtführigkeit vom Schäfi hat, genauso gross wie die Wahrscheinlichkeit, dass er die kranken Gelenke vom Schäfi mit der Lauffreudigkeit und Sturheit des Huskys hat... ein erwachsener Tierschutzhund wäre da weniger riskant.
            Ein Bauernhofhund braucht auch ganz andere Eigenschaften als ihr: Der muss mit wenig Aufmerksamkeit klar kommen, der SOLL bellen und melden, der soll am besten hoftreu sein und nicht abhauen, dafür darf er gerne mal ne Maus/Ratte/Kaninchen im vorbeigehen fressen und wenn ihm der Trubel zuviel wird, geht er halt einfach in den Stall.

          • Ah und noch was:
            Kleine Hunde sind, wenn gesund, wahnsinnig fitte Kerlchen und laufen auch lange Strecken über mehrere Stunden bequem mit. Bei richtigen Wanderungen gibt es sogar extra Trage-Rucksäcke, wo man seinen Hund z.B. durch steile Schluchten tragen kann - sowas geht aber auch nur bis 20kg wirklich entspannt und ist natürlich eine Spezialanwendung, wenn man wirklich gerne in die Alpen oder so geht - bei normalen mehrstündigen Touren muss man keinen Hund tragen.

            Ich hatte jetzt alles von 4-30kg und ich muss sagen, ich mag so die Kategorie um 15kg am liebsten, dazu etwas breiterer Körperbau, also "robust" und nicht so Windhundartig, den Hund kann ich gut tragen und heben, wenn mal was ist, gleichzeitig muss ich keine Angst haben, dass er im Spiel vom nächstbsten Labbi geplättet wird.

            Ich hatte Mal einen Malamut und der war wesentlich unempfindlicher gegen Hitze wie meine Schäferhunde. Und der reine Laufhund war das auch nicht. Allerdings etwas störrisch. Und mit anderen Hunden recht Streitsüchtig. War allerdings Reinrassig.

      Hallo Ina,
      also erstmal: ich denke, eure Voraussetzungen klingen super! Ein junger Hund braucht naturgemäß mehr Auslastung - Welpe+Schwangerschaft oder pupertierender Hund+Baby würde ich einfach nicht empfehlen, die Kombi ist ätzend.

      Ich möchte Dir aus eigener Erfahrung kurz was zum Thema Hundeauswahl mit auf den Weg geben: Ein Rassehund vom seriösen Züchter (!) bedeutet, dass man auch einen mehr oder weniger vorherbestimmten Charakter mitkauft. Ein Mischling ist im Prinzip genauso ein Risiko wie ein Tierschutzhund, weil Du nie weisst, was sich von welcher Seite durchsetzt - wenn dir Leute was anderes sagen, dann haben sie meist einen solchen Mix (oder neudeutsch Designer-Dog) zu verkaufen.

      Die Kosten für einen Rassehund vom VDH (im VDH sind die verschiedenen Rasseverbände organisiert) fangen bei 700€ an (z.B. für einen Dackel) und gehen hoch bis zu 1.800€, wenn es sehr wenige Hunde in Deutschland gibt und passende Rüden im Ausland besucht oder eingeflogen werden müssen, oder wenn die Hunde einfach sehr begehrt sind.

      Macht euch mal Gedanken, was euch wichtig wäre:
      soll der Hund gesund und möglichst robust sein? Wie groß und schwer ungefähr? Habt ihr Präferenzen bei der Felllänge? Wie soll der Charakter sein? Freundlich bis hin zu unerschrocken oder eher reserviert bei Fremden? Unproblematisch mit anderen Hunden oder habt ihr davon nicht so viele? Mitten auf dem Land/im Wald ist ein Hund mit Jagdtrieb sicherlich problematischer als in der Stadt, dafür ist ein Hund in einer hundereichen Gegend wenn er per Rassedefinition auf andere Hunde verzichten kann, eher fehlplatziert.

      Den nicht bellenden, nicht haarenden, nicht jagenden, nicht hütenden, nicht schützenden, nicht Leute anspringenden oder verbellenden Hund gibt es nicht - aber man kann die Hunde natürlich erziehen und dafür sorgen dass sie gut ins eigene Leben passen - mit der richtigen Hundeauswahl macht man es sich eben deutlich leichter - hier am Stadtrand der Großstadt haben wir z.B. reichlich der harmloseren Jagdhunde: Dackel, Springer, Setter, Beagle, Retriever, Ridgebacks - die machen hier auch ne tolle Figur - Gebrauchs- und Schutzhunde wie Schäferhunde sieht dafür eher selten, die würden es hier auhc eher an die Nerven kriegen, auf dem Land hingegen hat ja jedes Dorf seinen eigenen Schäferhundverein.

      Rüden markieren gerne mit Pipi und sind in ihrer Rüpelphase schon mal als Kneipenschläger unterwegs, Hündinnen sidn alle paar Monate läufig und bluten und wenn die mal Stress haben wirds schnell ernst....

      Erzähl mir mal, was ihr euch vorstellt :)

      • Oh, noch so eine schöne Antwort. #herzlich-lichen Dank. Ich melde mich später ausführlich #hicks

        Hi, so... Kinder sind im Bett #schwitz

        Ich antworte mal hier gesammelt auf deine Antworten ;-)

        Das mit den Mischlingswelpen war eine Idee weil ich mir da halt vor Ort selber ein Bild machen könnte. Wie gesagt - ich bin da total unerfahren und mir ging es jetzt primär um die Frage ob ein Hund grundsätzlich für uns gut wäre oder ob wir es lieber lassen sollten. Die Frage nach der Rasse und den Eigenheiten/Problemen/Vorzügen wäre danach sicher gekommen ;-) Wegen den Rassen habe ich mich noch gar nicht wirklich informiert, ich finde es auch echt schwierig da was Neutrales zu finden. Oft sind es eben Seiten von Menschen die genau solche Hunde verkaufen wollen. Ob das dann so neutral betrachtet ist - tja, da habe ich meine Zweifel. Deshalb schreibe ich ja auch hier und bin z.B. über die Info, dass ein Husky viel und laut bellt sehr dankbar. Damit ist das vermutlich eh schon hinfällig. Die Mutter ist auch ein Mischling, ich habe keine Ahnung was da für Hunde drin sein könnten (wie gesagt, ich habe keine Ahnung davon #schein). Wenn du raten möchtest schicke ich dir gerne auch den Link per PN #hicks Aber wie gesagt - das hat sich dann vermutlich eh schon erledigt für uns.

        Was Züchter angeht habe ich eine Vorgeschichte denn ich hatte beruflich (arbeite in der Luftfahrt) schon mit etlichen Züchtern zu tun die ihre Welpen ins Ausland "verschifft" haben. Und das waren leider durchwegs keine guten Begegnungen. Entweder die netten Züchter verstecken sich da gut bzw. geben sich nicht zu erkennen oder sie sind primär zu Käufern nett und ansonsten ist das einfach nur Geschäft. Das Schlimmste war ein Schäferhund den die Züchterin am Liebsten vor Ort noch eingeschläfert hätte weil er zu groß für die Kabine gewesen ist und in den Frachtraum gemusst hätte. Ich kann das zwar verstehen (ich persönlich würde da auch kein Tier reinpacken wenn es irgendwie vermeidbar ist) aber die Art und Weise wie sie über dieses Lebewesen gesprochen hat war wirklich abstossend. Und die hat auch immer getönt sie würde seit zig Jahren in was weiß ich für Verbänden züchten (meine Erinnerung ist nach fast 15 Jahren etwas verblasst #sorry). Nicht falsch verstehen - es gibt sicherlich ganz tolle und liebenswerte Züchter aber für mich als Laie ist es nahezu unmöglich zu erkennen wer nur nett tut oder wer wirklich nett ist. Weißt du was ich meine? Das ist mein Dilemma. Aber vielleicht kannst du mir den ein oder anderen Züchter (-verband?) nennen über den ich seriöse Züchter finden kann?

        Falls der Eindruck entstanden ist: Mir geht es nicht ums Geld. Wenn der Hund 5000€ kostet dann ist das zwar viel Geld aber absolut ok für mich. Ich wollte eigentlich nur ausdrücken, dass es für uns nicht zwingend ein Rassehund sein muss. Ich bezahle auch für einen Mischlingshund teures Geld wenn er zu uns passt. Ich hoffe du hast da nichts in den falschen Hals gekriegt #hicks

        Die Sorge die ich bei Tierschutzhunden habe ist, dass ich nicht weiß was vorher mit dem Hund passiert ist. Beispiel: Eine Bekannte hat einen Tierschutzhund aus Rumänien. Auch irgendwas Gemischtes, aber herzallerliebst, wirklich super erzogen etc. Aber in der Vergangenheit hat er ganz offensichtlich mal negative Erfahrungen mit einer langen Stange gemacht. Vermutlich wurde er damit geschlagen. Zumindest vergisst er alles um sich herum und wird regelrecht panisch wenn er irgendeine lange Stange/Brett in seiner Nähe hat. Also solange es liegt/steht ist es egal. Aber wehe man nimmt z.B. einen Besenstiel waagerecht in seiner Nähe. Der folgt wirklich auf's Wort im Normalfall aber dann ist alles aus und er dreht völlig ab. Und so etwas ist mir mit drei Kindern einfach zu gefährlich. Gerade weil ich (noch ;-)) keine wirkliche Ahnung von Hunden habe

        Zu deinen Fragen:

        Das klingt jetzt wie ein Wunschkonzert aber ich antworte einfach mal, Abstriche kann man ja immer noch machen #schein Mir ist schon klar, dass man hier ein Lebewesen kauft und keinen Computer mit xxx Festplattenkapazität und xxx Arbeitsspeicher bei dem man vorher weiß was man genau erwarten kann ;-) Die haben natürlich ihren eigenen Charakter und das soll ja auch so sein #pro

        "soll der Hund gesund und möglichst robust sein? "
        Gesundheit ist das Wichtigste für uns. Natürlich würden wir alles für den Vierbeiner tun wenn es notwendig wird aber von vorne herein einen Hund holen der gesundheitlich massiv anfällig ist kommt nicht in Frage.

        "Wie groß und schwer ungefähr?"

        Ich glaube deine 15 kg klingen für uns ganz vernünftig. Ich bin nur gute 150cm klein und ein Hund den ich (oder auch die Kinder) gar nicht halten kann ist mir zu heikel. Gerne auch etwas das stabil steht ;-) Aber so richtig klein wie der erwähnte Boston Terrier oder so möchte ich auch ungern. Größer als unsere Katzen sollte er schon sein (ach ja, wichtig - er sollte mit Katzen klar kommen - weiß nicht ob das rasseabhängig ist)

        "Habt ihr Präferenzen bei der Felllänge?"

        Na ja, ich sage es mal so: ich bin nicht sonderlich scharf drauf jeden Tag x Stunden zu kämmen und ständig zum Hundefriseur zu rennen #schein Daher eher kürzer wenn möglich, ist aber kein Muss. Ich weiß gar nicht ob es da wirklich einen Unterschied gibt oder ob das Einbildung ist aber ich habe das Gefühl, dass manche Hunde massiv riechen wenn sie nass werden und andere kaum #kratz Falls das wirklich so ist gerne die weniger riechende Variante ;-)

        "Wie soll der Charakter sein? Freundlich bis hin zu unerschrocken oder eher reserviert bei Fremden?"
        Auf jeden Fall freundlich und ein richtiger Familienhund. Natürlich darf man den Hund mit den Kindern (besonders der Kleinen) nicht aus den Augen lassen aber ich möchte auch nicht ständig Angst haben, dass da gleich was passieren könnte. Es sollte einfach so entspannt wie möglich sein.

        "Unproblematisch mit anderen Hunden oder habt ihr davon nicht so viele? Mitten auf dem Land/im Wald ist ein Hund mit Jagdtrieb sicherlich problematischer als in der Stadt, dafür ist ein Hund in einer hundereichen Gegend wenn er per Rassedefinition auf andere Hunde verzichten kann, eher fehlplatziert."
        Hier gibt es viele, wirklich sehr viele Hunde. Alle Rassen, alle Größen, gut erzogene und weniger bis gar nicht erzogene, dicke, dünne, einfach alles. Ich glaube wir treffen auf dem guten Kilometer den wir in die Schule laufen morgens mindestens 10 Hunde. Absolutes Minimum. Jagdtrieb würde ich sagen je weniger je besser weil an den Hundeweg lauter Felder angrenzen und da doch einiges rumläuft/hoppelt/krabbelt. Aber vielleicht ist das auch Erziehungssache?!?!?

        Wir wohnen noch am Stadtrand, allerdings mit viel geplanter Bebauung in den nächsten Jahren. Wichtig wäre mir, dass es ein Hund ist der wirklich kaum bellt (hier sind viele Nachbarn in nächster Nähe) und der nicht wasserscheu ist (unsere Kinder lieben Wasser, ein Hund der per se Angst davor hat nass zu werden ist also wahrscheinlich nicht so prickelnd). Es wäre schön wenn sich die Haare zumindest so im Zaum halten, dass ich nicht jeden Tag eine Wolldecke häkeln kann :-p Aber ich muss hier wegen Kindern und Katzen eh zweimal am Tag saugen/kehren. Es sollte ein Hund sein der auch Wärme vertragen kann (hier ist es oft heiß im Sommer, heute hat das Thermometer im Auto 34,5 Grad angezeigt #schwitz und wir fahren auch hier und da ins südliche Ausland wobei ich da nach Situation entscheide ob der Hund mit könnte oder nicht). Kälte muss er aber auch abkönnen, wir sind im Münchner Umland und hier ist es im Winter schon auch oft arg frostig #zitter Ich hätte aber auch kein Problem dem Hund einen Mantel oder sowas anzuziehen wenn das anzuraten ist.

        Eigentlich ist das aber alles so daher gesagt, wenn das ein oder andere nicht zutrifft ist es echt nicht schlimm. Das A und O und nicht verzichtbar ist für mich bzw. für uns, dass es ein Hund ist der wirklich ein Familienmitglied wird. Der ein angenehmes Wesen hat. Er darf auch ein bisschen frech sein allerdings muss ich mich da dann gut reinlesen damit aus dem bisschen frech nicht unverschämt wird #schwitz Schön fände ich wenn er neugierig wäre und die Kinder mit ihm gut spielen können. Und ein absolut sturköpfiger Hund ist für Anfänger vermutlich auch nicht optimal.

        Wenn du mich rein optisch fragst finde ich Beagle toll oder auch Jack-Russel-Terrier. Allerdings fürchte ich (was ich bisher so gelesen habe), dass beides nicht optimal für uns wäre.

        Das liest sich jetzt wirklich ätzend und nach Wunschkonzert. Bitte nicht falsch verstehen. Du hast nur gefragt was wir uns vorstellen und ich habe mal alles aufgeschrieben was mir eingefallen ist. Selbstverständlich erwarte ich nicht, dass davon alles erfüllt wird.

        Wir geben uns mit unseren Tieren wirklich sehr viel Mühe, darum möchte ich ja gut vorbereitet sein. Davon bin ich derzeit aber noch meilenweit entfernt #gruebel

        Danke und viele Grüße
        Ina

        • Aaaalso, wenn Du auf www.vdh.de gehst, dann kannst Du von dort aus Züchter für quasi alle Rassen finden, die in den jeweiligen Rasseverband organisisert sind. Mitglied im VDH sind wiederum nur Vereine, die rassespezifisch sind und in diesen Vereinen sind dann die Züchter.

          Interessierst Du Dich für den Husky, dann googelst Du am besten "Husky Verband VDH" und landest auf der entsprechenden Homepage.

          Bezüglich der Rassewahl schreib ich Dir gleich noch eine PN für eine kostenlose Beratung, ansonsten geben aber auch viele Hundetrainer Tipps zur Rassewahl, schauen sich auch euer Zuhause an, checken auf giftige Pflanzen, Löcher in Zäunen oder sonstige Stolperfallen.

          Eure Bedürfnisse erscheinen mir realistisch und ich schreib Dir erstmal was zu dem, was nicht garantierbar ist:
          Temperaturempfindlichkeit: Es gibt viele kurzhaarige, eigentlich robuste Hunde, die entweder besonders wärme- oder kältesensibel sind. Dann gehen die Leute eben entweder bei Hitze nicht raus und verlagern sich auf frühmorgens und abends oder ziehen eben im Winter einen Mantel an - da sind Hunde nicht anders als Menschen einfach sehr individuell. Andererseits ein nordischer Hund wird natürlich mit 35°C vermutlich Probleme haben, genauso wie ich noch keinen Windhund ohne Mantel im Winter gesehen habe.

          Erst heute habe ich übrigens einen Wasserhund kennengelernt, der Wasser meidet wie die Pest - auch da gibt es also keine Garantie, aber die meisten Hunde können es zumindest tolerieren (lernen) und ein Labrador, der sich in wirklich jede Pfütze mit Anlauf wirft und mit dem man auch im Winter an keinen See ran kann, ist auch nicht wirklich praktisch.

          Lange Haare sind zwar erstmal sichtbarer, aber kurze Haare stecken gerne mal in der Couch oder in Kleidung fest - im Fellpflegeaufwand sind aber Kurzhaarhunde natürlich im Vorteil. Stinken können sie alle, mein ehemaliger Langhaarhund tat es kaum, aber meistens sind die langhaarigen die grösseren Stinker ;)

          Das meiste an einem Hund ist Erziehungssache. Ich erklär es mal grade am Jagdtrieb: Die meisten Hunde jagen auf Nase, d.h. sie riechen etwas lange bevor Du es sehen kannst, aber Du lernst natürlich Deinen Hund zu lesen und noch bevor er überhaupt erwachsen wird und einen Jagdtrieb entwickelt, baut ihr ein Alternativverhalten auf. Aber du wirst Zeit deines Lebens beim Gassi gehen aufmerksam sein müssen, immer ein halbes Auge am Hund haben müssen, wenn er denn Jagdtrieb hat. Wenn er dann besonders intensiv schnüffelt, die Nase in den Wind hält oder sonstige Anzeichen zeigt, wird es Zeit sein Verhalten umzulenken, ihm eine Alternative anzubieten. Hörbuch auf die Ohren und jeder geht seines Weges wird mit so einem Hund einfach nicht gut gehen. Dafür wirst Du zum Beispiel deutlich weniger Probleme haben, so einen Hund einfach mal im Garten zu lassen, ohne dass er alles verbellt und meldet - bei einem "Wachhund" wäre es draussen weniger Arbeit dafür wäre er vielleicht nie ein Kandidat für entspanntes Gardening.

          Wir haben 2 Beagles und dazu kenn ich einige Hundert andere Beagles - ich liebe diese Rasse! Wenn man mit ihnen arbeitet, können 90% abgeleint werden. Meine Hündin klettert wahnsinnig gern auf Bäume und mag klassische Gehorsams- und Nasenarbeit, mein Rüde bevorzugt das apportieren von Gegenständen, damit verbringen wir unsere Gassirunden und das macht uns allen viel Spaß :)
          Meine Hündin hat Jagdtrieb, aber wirklich "weg" war sie nur 2x in 9 Jahren, für jeweils eine Stunde. Ich will gar nicht bestreiten, dass das anfangs viel Arbeit war und ich da auch viel lernen musste, aber es hat reichlich Spaß gemacht, wenn man erstmal verstanden hat, wie Beagles ticken.

          Dafür musste ich mir nie Gedanken um den Kontakt mit Fremdhunden oder Kindern machen, sowas läuft bei einem wesensfesten Beagle einfach wie von alleine. (Hunde von der Welpenmafia sind oftmals regelrecht traumatisiert, da kenn ich auch unter Beagles Beisser - aber deswegen mein Hinweis mit den seriösen Züchtern)
          Unsere Züchter sagten damals "wenn man es beim Beagle richtig fies versaut, dann hat man am Ende einen dicken, jagenden Hund" - als quasi worst case Szenario.

          Wir waren auch oft auf Beagle-Treffen, da waren dann bis zu 30 von den Schlappohren und mittendrin auch immer das ein oder andere Kleinkind - ohne dass ausser "umrennen" je irgendwas passiert wäre, das hat mir immer imponiert an den kleinen Kerlen.

          https://www.beaglespielplatz.de/spielpl%C3%A4tze/
          Vielleicht gibt es ja einen in eurer Nähe, dann nehmt doch einfach Kontakt auf und fahrt mal zu einem der Treffen, denn wenn man ganz viele von den Hunden in real sieht und mit den Haltern sprechen kann, dann kriegt man viel einfacher einen Eindruck.

          Beagles sind übrigens sehr verfressen und werden Dich und die Kids zu Ordnung erziehen. Außerdem können sie relativ stur sein - sie machen das aber meist sehr charmant... wenn Du sie also "runter" von der Couch haben willst, dann drehen sie dir den Bauch zu und gucken dich mit dem Blick eines sehr armen Wesens an...wer kann da schon "nein" sagen? ;-)
          Du (udn damit auch die Kids) kannst ihnen einiges durchgehen lassen, ohne dass sie gleich zu Größenwahn neigen - bei anderen Hunderassen muss man konsequent sein, sonst werden sie einfach problematisch. Außerdem sind sie meist pfiffig und wenn die Belohnung stimmt, suchen sie Kekse, machen Kunststücke und können richtig kooperativ sein...

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          Hallo!

          von einem Husky würde ich bei euch eher abraten. Sie sind sehr schwer zu erziehen, und haben oft Probleme mit der Wärme. Außerdem wollen sie wirklich RENNEN - gemütlich an der Leine laufen oder auch in Deinem Tempo mit joggen reichen da meistens nicht, da muss man schon eher recht sportlich auf dem Fahrrad unterwegs sein. Und das weitere Strecken, im Sommer vor allem sehr früh am morgen, weil es später zu warm wird.

          Mischlinge gibt es solche und solche. Wenn es ein ausgesprochener "Senfhund" wäre wo 10-15 Rassen mitgemischt haben und es jetzt was total undefinierbares ist, dann können es tolle Hunde sein. Aber Mixe aus zwei reinrassigen Hunden können durchaus die Nachteile beider Rassen verbinden. Gesünder sind sie ziemlich sicher kein Stück, und ein husky-Mix wird wahrscheinlich ziemlich riesig mit extrem dicker unterwolle.

          Ich würde einen Beagle auch sehr passend finden, auch Pudel sind tolle Hunde, wenn auch das Scheren dazu gehört. Dafür haaren die ziemlich wenig, ein großer Vorteil. Außerdem sind die Rassen relativ gesund und gott sei dank nicht zu beliebt. Wenn eine Rasse so einen Beliebtheitsschub mitmacht wie Golden Retriever oder Französische Bulldogge, kommt da nie was gutes bei rum.

          Beagle wären halt auch mit anderen Hunden sehr unkompliziert, Kinderlieb und relativ leicht zu erziehen. Das sind schon große Vorteile.

    Ich finde eure Voraussetzungen grundsätzlich klasse, sogar spitze, aus Hundesicht. Meiner Meinung nach sollte man sich vor allem über folgende Punkte klar sein: muss es ein Rassehund mit spezifischen Ansprüchen sein, die ich erfüllen kann, oder reicht ein "08/15-Hund", vielleicht sogar aus der Tierrettung? Habe ich eine Urlaubsvertretung? Kann ich plötzliche hohe Tierarztkosten stemmen? Bin ich Gläubiger von Barfen oder sonstiger kostenverschlingender Fütterungsphilosophien oder ist ein Hund in meinen Augen einfach ein Hund, ist ein Hund, ist ein Hund, ...

    Folgendes zu mir: ich habe Hundeerfahrung, wir haben z.Zt. allerdings keinen Hund. Natürlich kann man in das Tier nicht reingucken, was Allergien angeht, aber ich denke, das meiste davon ist eigentlich auch hausgemacht. Aber: (jetzt kommen wieder alle Meinungsgegner) ist ein Hund ein sog. Omnicarnivore, der es dank Enzym im Bauch schafft, Getreide (im Gegensatz zum Wolf) aufzuspalten. Deshalb ist es nicht allzuschwer, den Hund, wie es Jahrtausende lang auch praktiziert wurde, am Essenstisch teilhaben zu lassen, so dass es nicht sehr kostenintensiv ist, ihn zu füttern. Folgst du einer bestimmten Philosophie, kannst du gut mit 100,- oder sogar mehr pro Monat rechnen.

    Weiterhin braucht keiner einen Hund zu vergöttern, er ist ein Familienmitglied, ja, aber nicht das allerallerwichtigste, deshalb braucht man auch nicht sein komplettes Leben umzukrempeln, nur weil ein Hund (oder ein anderes Tier) einzieht. Dass ich deren Bedürfnisse berücksichte und mich selbst reflektiere, ob ihm dem gewachsen bin (Gassi bei Wind und Wetter etc) sollte selbstverständlich sein. Ich kenne aber keinen, der ernsthaft 2-3 Stunden am Tag mit dem Hund etwas macht, es sei denn, es ist ein Vizsla oder ein anderer bewegungsintensiver Hund, den ich in unserer derzeitigen Situation ohnehin ausschließen würde. Ich bin mit Finni morgens eine Pipirunde gegangen und abends und mittags ist entweder mein Sohn eine große Runde gegangen von 1 Std oder ich, oder ich bin mit ihr eine große Runde mit dem Rad, zwischendurch im Garten spielen, klar. Sie war nicht unterfordert. Wenn noch deine Mutter im Haus wohnt, perfekt. Sie fühlt sich nicht allein, hat was Felliges zum Kuscheln und vielleicht eine Aufgabe (mal raus gehen). Ein Hund muss auch nicht dauernd fressen, die meisten, die ich kenne füttern einmal abends, alternativ zwei Portionen, mehr nicht, es sei den, der Hund hat es mit dem Magen. Besorg dir nette Literatur (Patricia McDonald, Martin Rütter, NICHT diesen spanischen Hundeflüsterer), klicke dich durch due Tierrettungsseiten (Hunde in Not, Hundehilfe Spanien, etc.), gucke in treue braune Hundeaugen und ansonsten: viel Spaß beim Verlieben!

    Ich will auch noch ein paar Tipps dalassen. Ich denke, eure Voraussetzungen klingen sehr gut.

    Erstmal würde ich an eurer Stelle den erwachsenen Tierheimhund nicht kategorisch ausschließen. Den könnt ihr vorher kennen lernen und ihr könnt nicht mehr so viel versauen wie bei einem Welpen ;-) Nicht jeder Tierheimhund hat einen Knacks weg, viele sind wirklich auch genügsame Anfängerhunde, die wegen einer Änderung der Lebensumstände abgegeben werden.

    Dann würde ich überlegen, mit welcher potentiellen Problematik ihr am besten zurechtkommt. Es gibt die sturen, langsam lernenden Hunde, z.B. die Molosser. Es gibt sehr selbstständige Hunde, die eigentlich ihren Menschen gar nicht so recht brauchen, z.B. den Shiba Inu. Es gibt Hunderassen mit starkem Jagdtrieb, wobei es da Unterschiede gibt zwischen Rassen, die sehr eigenständig arbeiten sollen (ich glaube auch Beagle) und Rassen, die enger mit dem Menschen zusammenarbeiten sollen wie Vorstehhunde und Apportierhunde, deren Jagdtrieb kann man etwas besser steuern. Es gibt sehr wehrhafte Hunde, die dafür gedacht waren, etwas zu bewachen, da müsst ihr ein Auge darauf haben, dass es nicht zu Problemen mit Menschen oder anderen Hunden kommt, z.B. Terrier oder Herdenschutzhunde. Dann gibt es sehr nervöse Hunde, die leicht zum Überdrehen neigen, diese Hunde sollten sehr ruhig geführt werden und nicht durch Bällchenspielen o.ä. noch mehr aufgepusht werden, wie Pinscher, Pudel oder Border Collies.

    Ich persönlich empfehle ja häufig der typischen Familie den Pudel als sehr lernfreudigen netten Hund in verschiedenen Größen.

    Bei euch käme ansonsten vielleicht auch ein Kooikerhondje oder ein Duck tolling Retriever in Frage. Beides mittelgroße Hunde, die vermutlich nicht wasserscheu sein werden, allerdings mit Jagdtrieb.

    Ich selbst würde mir niemals einen Beagle anschaffen, da meine Hunde vor allen Dingen draußen funktionieren müssen. Ein Hund, den ich draußen nicht ableinen kann, der aber dafür nett und verträglich mit jedermann ist, würde mir nichts bringen.

    Kann natürlich gut sein, dass ich einen Beaglewelpen so gut erziehen könnte, dass das mit dem Ableinen kein Problem wäre. Ich kenne halt durch meine Arbeit als Dogwalker nur stark jagende Beagle, die draußen kaum ansprechbar sind und wo an Ableinen nicht zu denken ist.

    Einen wichtigen Tipp will ich zum Schluss noch dalassen: Wenn ihr euch nach einer Hundeschule umseht, verwechselt nicht Hundeschule mit Hundesportverein. Im Hundesportverein werdet ihr in der Regel von Laien angeleitet. Ich bin selbst in einem Hundesportverein und ich merke immer wieder, dass Menschen dort vorstellig werden und denken, es handele sich um eine Hundeschule. Und erschreckender Weise werden sie auch nicht korrigiert, da unser Verein immer auf der Suche nach Mitgliedern ist. Außerdem lässt es scheinbar das Ego mancher Übungsleiter nicht zu, zu sagen: "Wenn du eine professionelle Anleitung zur Erziehung deines Hundes möchtest, bist du bei uns an der falschen Adresse. Wir sind ein Verein, in dem sich Hundeliebhaber zusammenschließen, um gemeinsam Freude am Sport mit Hunden zu haben. Wir können dir sicher auch den ein oder anderen Tipp geben, aber wir sind keine Hundeschule."

    Scheue dich auch nicht, dir mehrere verschiedene Hundetrainer anzusehen. Die Qualitätsunterschiede sind sehr groß und es ist schwer, jemanden zu finden, der Hunde sehr gut trainieren kann UND das dann auch noch anderen Menschen nachvollziehbar beibringen kann.

    Hallo,

    ich habe jetzt nicht alle Antworten gelesen, aber möchte Dir trotzdem bei Deiner Entscheidung helfen.

    Erstmal musst du bedenken, dass ihr dann ca 15 Jahre lang einen Hund haben werdet. D.h. es muss für die Zeit sicher sein, dass du nicht mehr als 5 Std täglich arbeitest. Wobei ich das schon recht viel finde weil ja wahrscheinlich auch noch die Anfahrt dazukommt.

    Wir lassen unseren Hund auch mal 6-7 Std. allein, aber auf keinen Fall täglich! Das kommt vielleicht zweimal im Monat vor. Du musst bedenken, dass Deine Kinder irgendwann mal in Freizeitparks möchten oder in Schwimmbäder. Oft sind das Tagesausflüge, da brauchst Du jemanden der den Hund dann zumindest mal für eine Stunde zum Gassigehen raus holt. Wir haben da zwei befreundete Familien in der Nachbarschaft, die auch Hunde haben und unseren mitnehmen. Denen gebe ich dann den Schlüssel.Aber die haben nicht immer Zeit und so mancher Ausflug konnte dann nicht stattfinden.

    Was Urlaub angeht gibt es auch Probleme. Deine Kinder wollen sicherlich auch irgendwann mal Urlaub am Meer machen. Meine fahren z.B. liebend gern ins Legoland (da sind Hunde verboten). Mein Mann und ich allein hätten kein Problem damit hundgerechten Urlaub zu machen, wie z.B. in den Bergen wandern oder nach Dänemark in ein Ferienhaus. Aber je älter die Kinder werden, umso deutlicher zeigen sie auch ihre Bedürfnisse und bei uns kommen erst die Kinder dann der Hund. Daher haben wir in der Nähe eine Hundebetreuung gefunden. Dort fühlt sich unser Hund wohl, ohne Zwingerhaltung versteht sich. Die nehmen da nur maximal 5 Hunde und die leben mit im Haus. Das kostet allerdings pro Tag 30 Euro!

    Dann musst du auch an den Alltag denken. Kleine Kinder müssen bei jedem Spaziergang mitgeschleppt werden. Wenn sie in der Karre sitzen, kein Problem. Aber wenn sie plötzlich selbst laufen wollen, an jedem Grashalm stehen bleiben und noch nicht so gut zu Fuss sind, kommt der Hund zu kurz. D.h. sobald jemand für die Kinder zuhause ist, muss man eine grosse Runde mit dem Hund gehen obwohl man dann ja gern mal die Füsse hochlegt weil ein Tag mit Kindern und Haushalt anstrengend ist.

    Meine Kinder sind nun alt genug, dass sie allein bleiben können. Das ist eine grosse Erleichterung kann ich dir sagen. Denn du wirst nicht immer Lust haben spazieren zu gehen, wenn dann noch Kinder meckernd und motzend nehmen dir herlaufen ist das doppelt ätzend. Wir haben das Problem immer noch wenn andere Kinder zu Besuch sind. Dann lasse ich sie nämlich nicht allein zu hause. Also muss ich schnell vorher mit dem Hund raus und wenn sie wieder weg sind.

    Puh, langer Text. Ich will Dir nur sagen, dass es nicht immer leicht ist mit Hund und ich mir nicht sicher bin, ob wir wenn unser Hund nicht mehr lebt, wieder einen wollen. Klar, die ganze Familie liebt ihn. Aber jeder Ausflug muss geplant und organisiert werden. Lässt man den Hund zuhause fühlt man sich immer unter Zeitdruck und kommt man ko nach hause muss der Hund noch eine grosse Runde gehen, weil er die ganze Zeit allein war.

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