Umzug und Hund

    • (1) 21.07.17 - 14:25

      Hallo
      Wir ziehen nächstes Jahr vermutlich für 2-3 Jahre um. Unsere Hündin wird dann schätzungsweise 14 Jahre alt. Sie war ein Straßenhund und es ist nicht ganz sicher wie alt sie genau ist, das Alter im Pass wurde von der Tierschutzorganisation & den Ärzten hier als falsch bewertet.
      Meine größte Sorge ist die Anreise. Das wäre ein Flug von knapp 9 Stunden. Sie kennt es nicht in einer Box zu sein. Das war sie nur bei der Fahrt nach Deutschland. Alleine lassen ist absolut kein Problem und in unserem Auto mit unseren Sachen war sie auch schon mehrfach problemlos auf einer Fähre für ein paar Stunden. Aber in einer Box abgeben? Das wäre glaube ich gerade mittlerweile sehr sehr schlimm für sie. Sie war vor kurzem für ein Wochenende mit in einem Hotel mit meiner Tochter und ihrem Vater, bei der Abreise hat er das Gepäck schon weggebracht und meine Tochter war im Bad. Unsere Hündin hat das erst nicht verstanden und dachte wohl sie wird da gelassen. Das war ihr nicht so geheuer.
      Das Klima dort ist im Sommer warm und sehr schwül, das ist überhaupt nicht ihrs. Aber Warm ist es hier ja auch, aber es ist schon anders Klima als hier und gerade älteren Hunden sollen Veränderungen ja schwerer fallen :-(
      Letztes Jahr dachten hatte sie ein gesundheitliches Problem dass wir relativ leicht lösen konnten, seitdem ist sie wieder etwas aktiver. Auch wenn man das Alter teilweise doch immer mehr merkt, was leider auch an ihrem unvorteilhaften Körperbau liegt.
      2015 ist ihr langjähriger Begleiter, unser Kater, gestorben. Das hat sie sichtlich mitgenommen. Letztendlich ist dann eine junge Katze bei uns eingezogen die von einem Hund mit aufgezogen wurde. Sie hat sie voll angenommen und sie sind ein Herz und eine Seele. Eine Trennung wäre für beide Teile nicht gut.
      Unsere Hündin kennt meine Eltern und deren Haus sehr gut. Dort sind wir oft und sie kennt es auch mit ihnen alleine zu sein. Sie sieht sie auch als "ihre Menschen" an.
      Am liebsten würde ich sie natürlich mitnehmen. Ich frage mich aber was das beste für sie ist. Ich habe Angst dass sie schon die Anreise nicht verkraftet, auf der anderen Seite weiß ich nicht wie sie es verkraften wäre, wäre sie dauerhaft von uns (+ Katze) getrennt.
      Wir sind mittlerweile auch bei einem ganz tollen Tierarzt aus ihrem Heimatland der auch auf dem Gebiet Strassenhunde aktiv ist. Mit dem werde ich natürlich nochmal Rücksprache halten.
      Ich will aber auch hier mal fragen ob jemand Erfahrungen mit diesem Thema gemacht hat oder vielleicht auch einfach nur die Einschätzung von Hundekennern.

      LG

      • (2) 21.07.17 - 16:15

        Hi,

        ohne jeglichen Zweifel:

        lass sie bei deinen Eltern!

        Sie kennt sie, sie ist hier heimisch und sie ist alt. Tu ihr diesen Umzug nicht an!

        Gruss

        Ornella

        • Hallo
          Wenn ich nach meinem Verstand gehe wohl definitiv. Aber so einfach ist es natürlich nicht :-(

          LG

          • (4) 22.07.17 - 18:40

            Gerade wenn du den Hund liebst lässt du ihn mit 14 Jahren dort wo er sich wohl fühlt.

            9 Stunden Flug, ungeübt (nicht flugerfahren), 14 Jahre, unter Beruhigungsmittel. Du musst damit rechnen das sie deinen Hund nicht mehr lebend ausladen.

            • Das wäre meine aller größte Angst :-(

              Bei unserer Katze würde ich mir generell viel weniger Sorgen machen. Sie würde glaube ich sogar noch mit in die Kabime passen.

              Aber einen da lassen, einen mitnehmen würde sich ja fast noch schlimmer anfühlen.

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      • Hallo
        Die Box alleine wäre sicher weniger ein Problem, in einer Box abgeben und so eine Reise bestreiten lassen ein ganz anderes. Wie wir das üben könnten wüsste ich jetzt ehrlich gesagt auch nicht.
        Vorstellen will ich es mir auch nicht, aber es geht ja nicht um ich.
        Das ist bei uns bisher kein Problem gewesen. Solange jemand von ihren Menschen dabei war, war sie glücklich. Nur war das längste eben ein paar Wochen und nicht für immer...

        LG

        (8) 22.07.17 - 18:42

        Der Hund bleibt aber in gewohnter Umgebung und blieb auch früher schon bei den Eltern. Das ist was ganz anderes

    Ich kenne jemanden, der nimmt seine 2 Hunde einmal im Jahr in die USA mit, er bleibt da immer ein paar Wochen. Er sagte mir, dass die Hunde den Flug gut wegstecken, aber ein Beruhigungsmittel bekommen.

    Ich denke, wenn deine Hündin gesund genug ist, so dass keine Bedenken seitens des Tierarztes geäußert werden, solltest du sie mitnehmen. Der einmalige Stress des Fluges und der Umstellung wiegt nicht so schwer wie eine jahrelange Trennung von euch. Natürlich sollte der Tierarzt auch beurteilen, ob die Rasse bzw. die Rassemischung für ein heißes Land in Frage kommt. Aber überall gibt es Schatten und kühlere Räume, Klimaanlagen oder Wasser zum Abkühlen. Euch gibt es jedoch nur vor Ort.

    • Hallo
      Genau das haben wir bewusst nie gemacht ehrlich gesagt.

      Klar gibt es drinnen Klimaanlagen aber raus muss auch der Hund trotzdem. Und so wie die Klimaanlagen teilweise eingestellt sind ist das wohl eher noch eine größere Belastung.

      LG

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        • Genau #klatsch Eigentlich ist sie mir einfach so wichtig dass ihr wohl klar im Vordergrund steht...
          Ich kenne sie nur gut genug und halte von Boxentraining als solches leider überhaupt nichts. Zudem es wie gesagt immernoch etwas anderes ist wenn diese Transportbox irgendwo bei uns daheim steht! Alleine im Flugzeugbauch usw. ist ja wohl ein kleiner Unterschied.

          Das ist doch jetzt Quark, das weißt Du doch!

          Es ist eine Sache, einen Hund daran zu gewöhnen, zu Hause in einer Box zu schlafen (wenn auch nicht gerade unumstritten).

          Aber im Frachtraum eines Flugzeugs, mit den Geräuschen, den Bewegungen, wenn es Turbulenzen gibt auf dem Langstreckenflug, dem Luftdruck der sich drastisch verändert (normalerweise kündigt das ja einen Sturm an, macht also schon per se Angst), ohne vertraute Umgebung rundrum, vertraute Gerüche, vertraute Stimmen im Auto?

          Das ist einfach eine ganz andere Nummer und viel zu kurz gedacht von Dir.

Hallo!

Ich denke, in dem Fall würde ich Deine Eltern vorziehen. Wie ich es verstehe, haben sie ja auch so schon mal einige Tage den Hund gehabt, während ihr in Urlaub wart? Falls nicht, solltet ihr das vorher ein paar mal "üben" damit es sich nicht so fremd anfühlt. Außerdem seht ihr dann die Reaktionen nochmal einige Monate vorher, ob sie euch arg vermisst etc.

Je nach Rasse sind 14 Jahre ja auch schon das Ende der Lebenserwartung, da würde ich einen langen Flug unter Beruhigungsmitteln auch nicht gut finden. Vor allem kommt zur reinen Flugzeit ja auch nochmal Check In und Check Out, Zoll mit Tier dauert auch nochmal länger, die Geräusche und Bewegungen im Flieger sind ja auch was anderes als eine "Trockenübung" mit einer Box, der Luftdruck... Die Beruhigungsmittel müssten also sehr lange wirken und damit eher hoch dosiert werden.

Für die Katze wäre es grundsätzlich einfacher, nur die Wohnung zu wechseln, aber die Menschen zu behalten. Jedoch ist ja anzunehmen, dass eure Katze diverse Tiere, die in der neuen Gegend leben, eben nicht kennt - und nicht alle sind so harmlos wie ein Oppossum. Bei einer Wohnungskatze ist das kein Problem, bei einem Freigänger aber schon.

Wir sind flugerfahren. Rechne je Flughafen nochmal 3h on top auf die eigentliche Flugzeit. Also insgesamt 16h. Wir sind 3h geflogen, waren 8h unterwegs und meine beiden haben das easy weggesteckt und zwar ohne Beruhigungsmittel. Wir sind auch in ein heisses Land geflogen und im Sommer waren sie morgens um 5 mit mir draussen bis um 7, spätestens um 10 lag jeder unter der Klimaanlage und ab 17 Uhr sind sie wieder in den Garten raus, aber bespasst werden wollten die nicht.

Was für Deine Entscheidung wohl noch hilfreich ist:
Hunde leben im hier und jetzt... ob ihr "für immer" weg seid, ein Wochenende oder 2 Wochen macht für euren Hund keinen Unterschied, wenn er bei Oma&Opa ist. Er hat kein so weitreichendes Zeitgefühl und kann dementsprechend nicht wissen oder wollen, dass ihr jetzt morgen gleich wieder kommt. Für die Katze wäre es ja durchaus eine Option im neuen Heim einen neuen Hund anzuschaffen, auch für euch... die Entscheidung den Hund bei Oma&Opa zu lassen wäre eigentlich eine Entscheidung für den Hund und nicht gegen ihn - deshalb würde ich da auch kein schlechtes Gewissen haben.
Aber ihr habt ja noch ein Jahr Zeit für die Entscheidung!

Euch alles alles Gute :)

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