Wie viel "arbeitet" euer Hund?

    • (1) 21.07.17 - 16:38
      Inaktiv

      Huhu,

      bin gerade etwas angefressen.

      Wir haben ein paar Häuser weiter eine neue Familie. Beide sind Fitnesscoaches, wobei sie momentan zuhause ist. Dazu gehören nebst fast erwachsener Kinder noch zwei Terrier. Die Eltern joggen und radeln beide mit den Hunden. Teilweise mehrfach am Tag. Dementsprechend sind beide sehr schlank und leider ziemlich hysterisch. Aber das ist nicht mein Problem.

      Wir haben eine 4 jährige, schlanke, gesunde Mischlingshündin. Laut Tierarzt topfit und ihm immer eine helle Freude. Er hätte selten Hunde mit Optimalfigur. Wir wissen nicht genau was sie ist. Aber sie ist 32cm klein, hat 9 kg.

      Mein Mann geht ganz früh mit ihr 15 Minuten Pipirunde. Ich laufe dann mit ihr zur Schule und Kindergarten und im Bogen zurück (30-45 Minuten). 3-5 mal die Woche verbringt sie mit mir dann mehrere Stunden im Stall (freie Bewegung auf dem ganzen Gelände mit vielen anderen Hunden). An den anderen Tagen laufe ich mittags wieder im Bogen zum Kindergarten und Schule (30 Minuten). Mittags ist sie eigentlich immer dabei. Mal besuchen wir Freunde, mal gehen wir in den Wald, mal sind wir im Garten. Ist der Mittag mal verregnet oder wir sind ohne sie unterwegs geht sie dann gegen sieben noch einmal eine halbe Stunde mit meinem Mann und gegen elf Pipirunde auf den nächsten Feldweg. Wochenende oder Ferien sind sicherlich schon mal actionreicher. Aber meisst beschränken sich unsere Wanderungen auf 6-8 km mit Ziel Spielplatz oder Rasthütte. Zusätzlich hat sie immer Zugang zum umzäunten Garten. Das nutzt sie aber nur wenn wir mitgehen.

      Nun komme ich eben wieder vom Spaziergang (Wald mit drei Kindern und freilaufendem Hund) und treffen Mr. Fitness mit seinen hysterisch kläffenden Minimonstern auf dem Rad. Unsere Hündin hat das völlig ignoriert. Er bot mir an unsere Hündin mitzunehmen. Das habe ich freundlich abgelehnt. Er erklärte mir daraufhin ziemlich giftig das so ein bisschen Lauferei den Hund nicht auslastet und ich mir ein Beispiel an seinen Hunden nehmen soll.

      Mal im Ernst. Eigentlich bin ich der Meinung das unsere Maus ein recht nettes Leben führt. Immer dabei, regelmässiger Auslauf, ein geliebter und verhätschelter Familienhund. Was macht ihr denn mit euern Hunden?

      Gruss

      Ornella

      • (2) 21.07.17 - 21:47

        Meine persönliche Meinung ist, dass euer Hund super ausgelastet ist. Was gibt es schöneres für einen Hund als viel unterwegs zu sein mit seinem Besitzer. Außerdem hat nach deiner Erzählung euer Hund auch Kontakt zu anderen Hunden durch den Reiterhof und bestimmt auch bei den Spaziergängen.

        Was mir mal bei einem Hundehalter aufgefallen war, der auch dauernd mit dem Hund joggend gesehen wurde, ist dass der Hund immer super aufgeregt war wenn er andere Hunde angetroffen hatte. Zeit zum spielen hatte er leider nicht weil das Herrchen immer schnell weiter wollte, dementsprechend war der Hund vielleicht körperlich ausgelastet, er hatte jedoch keine Zeit mit seinen Artgenossen zu toben was ich als traurig empfand und den Hund vielleicht auch so hibbelig machte sobald er einen Artgenossen gesehen hatte.

        Auf alle Fälle ist die Chance bei den Fitnessfreaks, die ihre Hunde an Fahrrädern laufen lassen, größer, dass diese mit Herzinfarkt zusammenbrechen. Und das würde ich solchen Fanatikern auch deutlich sagen.

        Ich kann sowas garnicht sehen, denn die Hunde rennen mit raushängender Zunge wie die Dummen am Fahrrad und ihre Bedürfnisse - schnüffeln, Beinchen heben, mit Herrchen spielen, auch mal Pause machen, werden in keinster Weise erfüllt.

        Dass diese Hunde überaus gestresst sind, beweist ja auch das hysterische Kläffen, auch das würde der Fitnesstyp von mir hören. Hört sich mehr nach Quälerei an, aber nicht nach Auslauf.
        Training von Huskys an Wagen und Schlitten - okay, aber auch die machen das nicht dreimal täglich und das ganze Jahr über.
        Dein Hund erscheint mir top ausgelastet.
        LG Moni

        Also wir haben auch ne Hündin die ähnlich ausgelastet wird wie eure. Also an sich doch alles gut. Wenn Mr. Fitness meint die Hündin muss bis zum umfallen rennen, seine Sache. Du musst es nicht tun. Kommt er dir dafür wieder unfreundlich ( denn angehen täte ihn dein Hund gepflegt gar nichts) würde ich saegn das dein Hund dafür besser erzogen ist und nicht alles ständig planlos ankläfft.

        Ela

      • (5) 22.07.17 - 14:20

        Ich glaube, dass es individuell ist, wieviel ein Hund ausgelastet werden muss. Das hängt auch sehr von der Rasse ab. Und auch vom Alter und von der Gesundheit ab.

        Meinen ehemaligen Hunden wäre das zuwenig gewesen, was du läufst und zuviel was der Fitnesscoach veranstaltest. Aber es waren größere Hunde, mit einem Frauchen das Bewegung liebt. Und auch beides Hunde, die sich im freien Gelände mit anderen Hunden nicht viel bewegt hätten. Er weil er nicht von meiner Seite gegangen wäre. Und sie war ein absolut erwachsenes Alphaweibchen, also Rudel übernehmen sich irgendwo ablegen und ab und zu mal Anweisungen geben.

        Das Kriterium ist finde ich der eigene Hund und seine Reaktionen. Das Gewicht ist leider da keinerlei Anhaltspunkt. Es ist das Verhalten und selbst das kann so individuell sein, das man seinen Hund dazu gut kennen muss

        Zb. zu wenig war bei meiner Hündin, das sie wenig mit mir zusammen gearbeitet, an der Leine viel Mist gemacht hat (hat sich ne Aufgabe gesucht) und besonders viel geschlafen hat. Da sie aber meistens ohne Leine unterwegs war und sowieso Zusammenarbeit nur auf Anweisung gemacht hat, war das oft schwierig herauszufinden.

        Zuviel hingegen ist leichter zu sehen, weil nicht ganz so individuell.

        Ist er unruhig kann sich nicht mehr entspannen, oder will beim Spaziergang irgendwann nicht mehr aufstehen und weiter laufen, oder wird aggressiv ist es viel zuviel. (Und nein diese Zustände hatte keines meiner Hunde, kenne ich also nur aus der Theorie und vom beobachten anderen Hunden. )

        Wird er wesentlich langsamer beim Spaziergang oder braucht danach einige Stunden bis er wieder angelaufen kommt, ist es in meinen Augen auch zuviel gewesen. Aber manche sagen, dass sei gut ausgelastet.

        Hallo
        Also am Fahrrad laufen, auch ganz langsam, hat bei uns auch nicht in jungen Jahren geklappt. Zum einen ist unser Hund von der Art her schon kein "Laufhund" in dem Sinne, zum anderen hat die es auch nicht verstanden.
        Manchen Hunden tut sowas sicher gut, aber mehrfach am Tag #kratz

        Bei uns sieht es ähnlich aus wie bei euch. Nur ist sie mittlerweile nicht mehr täglich zu längeren Spaziergängen aufgelegt, das Alter setzt langsam ein. Wir gehen zwar nach wie vor 3, oder auch mal 4 mal, raus, lassen uns aber etwas von ihr leiten. An manchen Tagen hält sie länger durch und dann machen wir das auch. Ansonsten ist sie glücklich wenn sie dabei ist, im Garten schlafen darf, mit der Katze spielt,...

        LG

      • Hallo!

        Ich finde, man kann Hunde verschiedener Rassen u Größen usw überhaupt nicht vergleichen!

        Ich finde den Spruch von dem Mann nicht Ok, aber wie du hier über die Leute "herzeihst" ebenfalls nicht!

        Sobald ich Zeit habe jogge ich mit unserer Beagelin. Das war vor meiner Vollzeittätigkeit jeden Tag 1,5 Stunden Joggen plus mehrstündige Spaziergänge. Mein Hund bellt nicht und nervt dabei auch niemanden, sondern läuft immer bißchen hinter mir, damit ich sie (aus Höflichkeit anderen Menschen gegenüber) anleinen kann, wenn von vorne jemand kommt.
        Jetzt schaff ich es zur Zeit noch 5 mal 1, 5 Joggen die Woche plus spazieren gehen mit Schwiegervater oder mir.

        Und natürlich ist der Hund bei Ausflügen usw immer dabei und unsere 4 Kinder beschäftigen sich auch.
        Ich habe mir die Rasse extra zum Joggen und viel Bewegung ausgesucht.

        P.S: Ich habe schon gegenteilige Sprüche zu hören bekommen: " Der arme Hund muß joggen usw!" Ich finde das extrem unmöglich. Ausgeglichener und fröhlicher alsa unser Hund ist, geht kaum. Da sind solche Sprüche einfach nur "Dumm wie Brot"
        Euer Hund klingt weder unter noch überlastet!
        Alsp Sprüche einfach ignorieren (ist schwer, weiß ich selber)

        Lg Sportskanone

        (8) 23.07.17 - 14:23

        Hört sich doch top an, wie euer Hund lebt! Klar, kommt auch auf die Rasse an, aber bei euch ist doch alles stimmig.

        Unser Hund ist ein Faulpelz. Sie ist 7 Jahre alt, ehemalige Strassenhündin aus Polen, 3 Jahre im Tierheim im Zwinger eingesessen, wahrscheinlich Stafford-Beagle-Mix. Wir gehen morgens und abends jeweils eine Runde. Je nach Wetter, einmal kürzer und einmal länger. Zwischendurch liegt sie im Garten. Wir werfen Stöckchen bzw so ein Gummiteil. Manchmal werfe ich auch Trofu oder Leckerchen für sie zu suchen. Und das wars auch schon.

        Sie ist schlank, und zufrieden. Tagsüber liegt sie auf dem Sofa, nachts bei mir im Bett. Klar freut sie sich wenn wir spazieren gehen (waren gerade im Urlaub zwei Wochen wandern, und die Maus durfte mit auf die Berge! Juhu, Murmeltiere jagen!). Aber joggen oder Fahrrad braucht sie nicht, und da hat sie auch keine Freude. Stur geradeaus, keine Zeit zum schnuffeln und pieseln- nö.

        Dem Herren Nachbarn hätte ich mal gepflegt den Vogel gezeigt und den Tip gegeben sich doch bitte die eigenen Hunde zu sorgen.

        Hallo,

        ich würde mich solche Sprüche ganz gepflegt am ... vorbeigehen lassen und nicht weiter drüber nachdenken. Bindet nur Energie, die ich lieber für etwas Wichtigeres verwende.

        Wir haben zwei Hunde, einer schon ziemlich betagt, mit denen wir so oft es geht unterwegs sind bzw. uns mit ihnen auf dem Grundstück beschäftigen. Die Hunde fühlen sich offensichtlich wohl, was gibt es Schöneres.

        LG

        Nici

        (10) 24.07.17 - 10:41

        Es ist dein Hund, du kennst ihn am besten. Würd emir da nicht von irgendwem der aufm Fahrrad vorbeikommt reinreden lasen. Kann aber verstehen, dass du dich ärgerst.

        War auch mal spazieren mit unserem Jagdhund und da kam eine Frau mit Schäferhund ohne Leine entgegen, die ihren Hund mit einem Bällchen abgelenkt hat, damit er sich auf sie konzentriert und nicht auf meinen Hund. Meiner war noch jung und interessiert an dem anderen HUnd, zog einwenig a hin. Ich hatte meinen an der Leine und festgehalten, da meinte sie so "Probieren sie doch mal mit einem Bällchen, das funktioniert super, dann braucht man keine Leine."Tja... sie hat aber übersehen, dass ich einen Jagdhund habe und keinen Schäferhund. Ein Jagdhund in Ausbildung, der im Wald ohne Leine gerne mal stifften geht und den man mit Bällchen nicht von einer Reh- oder Wildsaufährte ablenken kann. Schäferhunde werden ja darauf trainiert und die lieben ihre Bällchen, meiner mag auch ein fliegendes Bällchen jagen und trägt es dann kurz herum, bis er mit der Nase irgendwas interessanteres wittert und dann lässt er den Ball liegen und geht dieser Spur nach... kann die Schäferhunddame ja nicht wissen, muß mir aber trotzdem da in meine Hunderziehung UNGEFRAGT reinquatschen. Hat mich auch geärgert damals.

        (11) 24.07.17 - 11:40

        Huhu,

        ich danke euch für euern Zuspruch. Letztendlich sehe ich es auch so das unsere Maus nicht das schlechteste Leben führt.

        Blöderweise lasse ich mich aber zu gerne verunsichern wenn mich so jemand dann so direkt anmeckert.

        Ich habe mich, ehrlich gesagt, schon häufig gewundert wie sich die Hunde eigentlich lösen. Bisher sah ich sie immer nur im ordentlichen Trab am Rad oder bei Fuss. Mein Mann sagte sieht sie aber wohl häufig morgens und da dürfen sie dann an einer bestimmten Wiese alles erledigen. Finde ich persönlich nicht artgerecht, aber ändern wird man es nicht können.

        Die Hysterie kommt sicherlich von dem ewigen Gerenne. Kontakt zu anderen Hunden haben die zwei wenig und schnuppern dürfen sie nicht. Anscheinend haben sie nur wenige Minuten an besagter Wiese und das wars dann.

        So, und unser fauler Hund geht jetzt mit mir in die Schule. Einmal im Monat besuchen wir nämlich die Zweitklässler im Sport und es gibt einen Spaziergang mit den "Klassenhunden" statt Unterricht in der Halle. Danach ist Madam dann wirklich total erledigt #rofl

        Gruss

        Ornella

        • (12) 25.07.17 - 11:36

          Das ist ja mal ne tolle Idee mit dem Sportunterricht ! Super! Das merk ich mir für die ferne Schulzeit meines Sohnes!

          • (13) 26.07.17 - 09:35

            Unsere Schule ist da zum Glück sehr offen und die Eltern dürfen eigene Ideen einbringen. Ist aber auch eine Einzügige dorfgrundschule

      Was mischt der sich denn da überhaupt ein?

      Hunde sind echt unterschiedlich. Ich hab immer mal wieder Hunde von Freunden zur Betreuung und da sind durchaus welche dabei, die jeden Tag richtig Kopfarbeit brauchen, sonst machen sie nur Mist.

      Meine eigene Hündin geht zwei mal täglich Gassi (15-30 Minuten), ab und an auf den Berg, dann eben länger oder mit an den Stall oder zu befreundeten Hundehaltern in den Garten. Sie ist absolut zufrieden, hat eine super Figur, macht nichts kaputt und wirkt auf mich glücklich. Von Spielerei ist sie total gelangweilt, da hat sie nach kurzer Zeit keinen Bock mehr.

      Also: Vertrau Deinem Bauchgefühl.

      (15) 29.07.17 - 21:43

      Hi,

      mach dir keinen Kopf. Die meisten Hunde (wie auch Kinder übrigens) haben einen dermaßen vollen Stundenplan an Programm jeden Tag, das ist echt arg. Dann werden die Hunde immer hektischer und gestresster weil sie das ganze Adrenalin gar nicht mehr abgebaut kriegen und das Ende vom Lied: sie bekommen noch mehr Programm, weil sie ja offenbar nicht genug ausgelastet sind. Hunde schlafen im Schnitt 20 Stunden am Tag und haben eher das Problem, dass man sie nicht lässt und hochpusht.

      Dein Hund ist ja offensichtlich ausgeglichen und entspannt, also mach dir keinen Stress.

      LG juju

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