Hund aus dem Tierschutz, Frage zur VK

    • (1) 08.09.17 - 19:12

      Ich habe während meiner online Recherche diesen Teil drei oder vier Mal überflogen, nun finde ich die besagten Seiten allerdings nicht mehr und frage hier nach: Warum sollte, oder gar muss die Vorkontrolle direkt vom Tierschutzverein über den der Hund kommen soll kommen?

      Worauf sollte und könnte man denn noch achten?
      Hat es beispielsweise etwas mit Seriösität zu tun, wenn der Tierschutzverein keine Kostenübernahme für Futter und Tierarzt anbieten kann oder ist das nunmal bei einigen Tierschutzvereinen so? Bei dem besagten Tierschutzverein wäre das leider, leider nicht der Fall, allerdings wurde mir gesagt, dass im Falle der Fälle Tierarztkosten über Spenden eingeholt werden können. Hat hier jemand Erfahrung? Wie viel kann man auf diese Aussagesätzen wie schnell erfolgen solche Spenden und wo werden diese üblicherweise von den Tierschutzvereinen eingeholt? Erklären sich vielleicht sogar ausgewählte Tierärzte dazu bereit Kosten zu senken für Hunde aus dem Tierschutz?

      Dass es sich bei dem Tierschutzverein um einen eingetragenen Verein handeln muss ist mir bereits bewusst. Über weitere Infos, aber vor allem Antworten auf meine gestellten Fragen würde ich mich schonmal sehr freuen!

      PS. Es handelt sich um eine Pflegestelle.

      #winke

      • Hallo,

        "Hat es beispielsweise etwas mit Seriösität zu tun, wenn der Tierschutzverein keine Kostenübernahme für Futter und Tierarzt anbieten kann oder ist das nunmal bei einigen Tierschutzvereinen so? "

        Ja, ist so.

        Vor der Aufnahme eines Pflegetieres sollte man genau prüfen, ob man finanziell in der Lage ist, die Futterkosten und eventuelle Tierarztkosten zu stemmen.
        Sonst sollte man es definitiv lassen.

        LG

        Nici

        (3) 10.09.17 - 21:24

        Wir haben Katzen aus dem Tierschutz, und ich fand es selbstverständlich das es eine Vorkontrolle gab. Gibt es bei vielen Züchtern auch. Sollte ja auch kein Problem darstellen.
        Ich weiß, dass sie einmal den Hund wieder mitgenommen haben, weil es bei dem Kennernen zwar reibungslos lief, aber es letztlich in eine Messihaushalt gehen sollte. Das darf eben zurecht nicht sein.

        Kostenübernahme bei Futter und Tierarzt? Wieso denn das? Der Tierschutzverein aus dem unsere Katzen sind übergibt Katzen kastriert. Sind sie zu jung muss man das selber machen...allerdings bekommt man die Kosten erstattet. Es gibt einen Tierarzt mit dem sie kooperieren. Deshalb sind wir dorthin, auch wenn es für uns ein großer Aufwand war. Allerdings war mir klar, dass das für den Verein der sich selbstlos für die Tiere opfert die beste Alternative war (letztlich haben wir dann gespendet).

        Ja, es gibt Tierärzte die für den Verein - nur für die Pflegestellen kostengünstiger arbeiten.

        Ich weiß, dass die Dame die unsere und 15 weitere Katzenbabies plus 5 Hunde nahezu selbst gezahlt hat, was Futter und Co angeht. Die Kosten die der Verein übernimmt waren gering (wir haben uns lange unterhalten, weil ich die Aufopferung unglaublich toll fand). Wie soll er das auch machen? Die Kosten für ein Tier sind ja verglichen mit dem was man aufbringen muss bis das Tier untergebracht ist, minimal. Und über Tombola und Co kommt nicht viel rein. Als Käufer bekamen wir die Bilanz zugeschickt. Die wies ein dickes Minus aus, trotz vieler Aktionen.

        (4) 12.09.17 - 08:37

        Die Übernahme der normalen Futterkosten ist mittlerweile meist ausgeschlossen - ein hoher organisatorischer Aufwand für vielleicht 15-30€/Monat. Im Tierheim gibt es meist nur Spendenfutter, wenn Du bei den Pflegestellen dann das billige Discountfutter hinstellst, geht es schon los, dass sie z.B. besseres Futter wollen... ein heilloses Chaos :)

        Aber: eine Zusage, dass der Verein die Tierarztkosten übernimmt, sollte es immer geben, schon in Deinem Interesse. Denn für den Tierarzt bist Du erstmal haftbar zu machen und Du kannst dann darauf warten, ob Du vom Verein das Geld wieder bekommst... na herzlichen Glückwunsch^^
        Ich hab das auf der Seite eines mir gut vertrauten Vereins mal so gelesen "Wir freuen uns natürlich sehr, wenn Sie für Ihren Pflegehund mal eine Wurmkur oder andere kleinen Beträge übernehmen aber dies ist keine Pflicht. Muss der Hund zum Tierarzt, informieren Sie uns und wir schicken dem Tierarzt eine Kostenübernahmeerklärung zu." So ist der Auftraggeber und somit auch Rechnungsempfänger der Verein und Du wirst niemals haftbar sein.

        Eine Vorkontrolle kann durchaus Sinn machen: Die Kontrolleure sind zum einen für euch Ansprechpartner (weswegen ich den Begriff Kontrolle so doof finde) und weisen Neulinge zum Beispiel auf Gefahren hin (Zimmerpflanzen, offene Kabel, Löcher im Zaun) schauen natürlich auch, wie die Gegebenheiten sind - eine Dogge zu einem Smartfahrer vermitteln, wenn der jeden Tag zum Gassigebiet fahren will, ist eher semioptimal, ein bellfreudiger Hund in ein extrem hellhöriges Haus auch - und bei vorhandenen Tieren schauen sie einfach, wie deren Temperament so ist. Es wird über allgemeines und besonderes gesprochen und am Ende fühlen sich im Idealfall beide Parteien wohler.

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