Überfordert, böse Gedanken....

    • (1) 20.09.17 - 02:50

      Ich bin mit meinem Hund gnadenlos überfordert... nur am heulen, ich weiß selber nicht warum.... ich meine ja klar, macht sie Arbeit, will fressen, rausgehen, pieselt in die Stube, aber das ist es nicht. Mich belastet einfach ihre reine Anwesenheit. Das sie an mir klebt, IMMER...! Es ist so anstrengend es ist so SO viel Hund da! Ich meine, es bricht mir das Herz so zu empfinden, ich fühle mich so schlecht! Ich verpflege sie, gehe mit ihr raus aber ich mag sie nicht, das fühlt sich so verdammt falsch an!! Ich habe schon 3 Kilo abgenommen, ich esse nicht ich schlafe nicht, ich heule viel....

      Was ist mit mir los? Ist das der Welpenblues und es vergeht? Werde ich sie so lieb haben wie sie es verdient? Was ist wenn nicht?????

      Soll ich sie lieber zurückgeben? Der Gedanke ist so brutal aber wäre es vielleicht besser für sie? Hat jemand das schon gemacht? Würde ich es bereuen wenn ich sie wieder zurückgebe?

      Diese Gedanken tun mir so unendlich leid, ich kann mich überhaupt nicht freuen, ich hasse es, so zu empfinden....

      Habt ihr gute Ratschläge? Wie lange soll ich warten bis ich die Entscheidung treffe sie doch abzugeben....? (Es soll vor allem IHR damit gut gehen), Hilfe, ich hatte so viel Vorfreude und jetzt will ich nur noch alles ungeschehen machen....!!!!

      K

      • Hallo!

        Wenn du sie zurück geben willst, dann besser schnell. Noch ist sie ein süßer Welpe und schnell vermittelt. In einem halben Jahr stehen die Chancen deutlich schlechter.

        Hunde sind oft sehr anhänglich und Welpen erst Recht. Es sind eben Rudeltiere und du bist das Rudel. In 10 Jahren mit Hund hatte ich schon den größten Teil der Zeit den Hund mit im Raum.

        Aber: es wird keinen Hund geben, bei dem es groß anders wäre. Dann kannst du keine Hunde halten. Ich dachte, du hattest einen großen Wunsch nach einem Hund.

        • Ich hatte sogar einen sehr großen Wunsch. Ich weiß auch nicht wie das kommt, es tut mir auch so unendlich leid dass ich diese Gefühle entwickele. Ich bekomme richtige Panik Zustände mit Herz rasen, ich schlafe nicht ich esse nicht, ich weiß nicht was los ist, bin nur am heulen!

          K

          • Es tut mir sehr leid. Das ist ja keine böse Absicht von dir, sondern deine Empfindungen. Die kann man sich nicht aussuchen.

            Ich glaube nur nicht, dass es besser wird. Selbst wenn der Hund in zwei Jahren weniger anhänglich ist - das ist keine Lösung wenn du immer aufatmest, wenn sie im Flur schläft statt zu deinen Füßen.

            Willst du dich mit den Ursachen deiner Gefühle beschäftigen oder lieber nicht?

            • Gerne, ich nehme jede Hilfe an!!!

              • Dann Versuch erst mal, das Problem einzugrenzen und zu verbalisieren. Erkläre, was genau dir Angst macht, wo die Emotionen her kommen.

                - findest du weiter Hunde toll, aber der Funke bei genau diesem Hund ist nicht recht übergesprungen, es ist keine echte Liebe?

                - ist es die Verantwortung auf viele Jahre Hundeleben hinaus?

                - liegt es am Zeitaufwand und der vielen Arbeit?

                - bist du einfach lieber alleine? Ohne jemanden der mit aufs Klo geht?

                - was ist anders als in deiner Vorstellung?

                Und so weiter, spinne die Gedanken weiter, an denen du hängen bleibst. Versuch, den Punkt zu finden, der hakt. Es können auch mehrere Sachen sein, aber wichtig ist, dir bewusst zu werden, was zu der Ablehnung führt.

                • Danke, dass du dir die Mühe machst.

                  Ich denke das ist eine Mischung aus alldem. Es ist einfach zu viel Nähe, es erdrückt mich. Sie entspannt sich nur wenn ich neben ihr sitze und sie berühre. Sobald ich mich bewege springt sie auf. Sie klebt an mir und dieses erzeugt bei mir direkt ein Bedürfnis nach Distanz. Das merkt sie und will noch mehr Nähe. Und ich mehr Distanz.

                  Ich habe gerade den Züchter angeschrieben und ihm das geschildert. Ich hoffe Ratschläge zu bekommen....

                  Ich hasse mich dafür.

                  K

                  • Naja, sie ist halt eben ein Baby. Klar sucht sie Kontakt, von Mama, Geschwistern und allen bekannten Menschen ist sie weg, jetzt bist Du die einzige Bezugsperson. Und das bleibst Du auch, auch wenn sie erwachsen ist, wird sie weiterhin viel Kontakt suchen. Man ist als zweibeiner ja von alleine meistens einige Stunden am Tag außer Haus, und damit ist die gemeinsame Zeit mit Hund für das Tier sehr sehr wichtig, wenn man wieder heim kommt.

                    Selbst Katzen können sehr anhänglich und Menschenbezogen sein, ich werde da auch intensiv belagert. Im Moment versucht Plüschie mir beim Tippen zu helfen, damit ich sie nicht vergesse.

                    Unabhängige Tiere sind eben weniger Menschenbezogen - meinen Meerschweinchen ist weitgehend wurst, wer das Gemüse gibt. Die haben aber eben auch ihre Gruppe, das Gemeinschaftsleben mit Artgenossen.

                    Das Blöde ist halt, wenn man dir rät noch ein paar Monate zu warten, ist es eben kein Welpe mehr und damit die Vermittlungsaussichten drastisch schlechter. da kannst du wirklich nicht allzu lange warten.

                    • Ich habe gerade den Züchter angeschrieben, er würde sie zurücknehmen. Tief im inneren weiss ich berets dass es besser ist. Es geht einfach nicht, ich bin berets dermaßen mitgenommen, es wird nicht funktionieren. Es ist besser für sie.

                      Ich bin nur noch am heulen.

                      K

                      Noch mal als Rückmeldung,

                      Wir haben gerade eine kreisen Sitzung hinter uns. Morgen steht ein Termin mit der Psychologin meiner Tochter an und auch noch ein Telefonat mit dem Züchter und letztendlich am Freitag noch ein Termin mit einer Trainerin.

                      Ich erhoffe mir damit herauszufinden was das beste für alle, vor allem für den Hund ist.... ich tue mich mehr als schwer damit, ich hoffe auf innere Ruhe damit ich die richtige Entscheidung treffe!

                      Danke für die Unterstützung

                      K

      Hallo,

      gibt sie ab, ganz schnell.

      Was du da wegen eines Hundewelpen durchmachst, hört sich nicht gesund an.

      Der Wunsch nach einem Hund und die Realität, der Alltag, sind ein großer Unterschied.
      Das ist ein Wesen, was völlig auf dich angewiesen ist. Kann nicht selbst Gassi gehen, sich nicht selbst Futter kaufen, nicht selbst zum Tierarzt gehen, nicht für Beschäftigung sorgen, sich nicht liebkosen.... Dafür wärst DU verantwortlich. Im Normalfall bis zum letzten Atemzug deines Hundes. Du kannst das nicht offensichtlich nicht leisten oder willst es nicht.

      Die Entscheidung sollte klar sein.

      Nici

    Hallo,

    ich sehe das anders, ich finde, das ist sogar normal so zu empfinden!
    Ich kenne das Gefühl selbst in gewissem Maße und es wird besser, denn der Hund wird älter, selbständiger, fasst mehr Vertrauen und wird dir bald nicht mehr auf Schritt und Tritt folgen.

    Mach dir klar, dass es jetzt noch ein Baby ist, was vor einigen Tagen noch die Mutter und Geschwister bei sich hatte. Nun bist "nur" noch du da. Versetz dich in ihre Lage und versuche, nicht alles negativ zu sehen, denn dann blockierst du dich nur selbst und das wirkt sich auf alles aus. Es gehört jetzt eben dazu, ein menschliches Baby fordert einen auch in der ersten Zeit ;-)

    Setz dich mit dem Züchter in Verbindung, rede mit ihm, damit er zumindest schon mal Bescheid weiß und dir vielleicht einen Rat geben kann.
    Sollte es sich in einigen Wochen nicht bessern, ist immer noch Zeit für den nächsten Schritt. Meine Meinung.

    Alles Gute!

    sonntagskind

    PS:
    >> Ich verpflege sie, gehe mit ihr raus aber ich mag sie nicht <<

    Ok, das hab ich wohl überlesen, das hatte ich gar nicht :-(

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