Sollte ich meinen Hund weggeben?

    • (1) 21.09.17 - 00:09

      Guten Abend,

      Ich würde euch gerne um eure ehrlichen Meinungen bitten.

      Unzwar ist es so, dass ich seit 4 Jahren meinen Hund habe. Es war sehr anstrengend ihn zu erziehen, und ich hatte viele Tage , an denen ich am verzweifeln war und doch haben wir es geschafft ihn zu einem Vorzeigehund zu erziehen. Und ich liebe ihn sehr.
      Ich würde letztes Jahr schwanger und wir waren auf der Suche nach einem Haus mit Garten, für ihn und das Kind.
      Ich landete in der 23. Woche im Krankenhaus und 11 Tage später wurde mein baby per Kaiserschnitt entbunden.
      3 Monate war mein Baby im Kh und ich hatte täglich Angst ihn zu verlieren. Das Baby ist nun zuhause, aber ich bin seitdem schrecklich depressiv und muss in psychologischer Behandlung. Mein Baby hat auch ständige Arzttermine und mein Mann ist andauernd auf der Arbeit ( auch mit Nachtschichten und vielen Überstunden etc.) Wir wohnen im 4. Stock ohne Aufzug.
      Durch die Depression bin ich schrecklich müde und kann kaum raus, bzw habe die Kraft nicht mehr. Und alles Kraft was ich habe geht für das Baby drauf. Nun ist es so, dass mein geliebter Hund zu kurz kommt, er wirkt irgendwie auch traurig und es bricht mir das Herz, ihn nicht mehr so fördern zu können wie früher. Ich bin schrecklich überfordert und schäme mich dafür. Aber am schrecklichsten ist es , dass der Hund so darunter leidet. Es gibt ne Bekannte, die die selbe Rasse 14 Jahre schon mal hatte und ihn gerne nehmen würde und Kontakt halten. Mein Hund ist sehr offen und mag jeden , der ihn betüttelt und mit ihm spielt. Würdet ihr ihn lieber der Bekannten geben, die auch von zuhause aus arbeitet und sich liebevoll um den Hund kümmern würde? Danke für eure Antworten

      • Sei mir nicht böse. Ich kann dich verstehen, jetzt ist alles neu und anstrengend ABER!!! Das verstehen nur Hundehalter!
        Ein Hund ist doch ein Familienmitglied und für viele wie ein Kind.

        Was wäre wenn du jetzt statt Hund Kind geschrieben hättest......Ich habe ein Kind was erst sehr anstrengend war und viel Förderung braucht Nun ist mein Kind 4 Jahre ich habe ein Baby bekommen und kann mich nicht mehr um mein großes Kind kümmern. Soll ich es weggeben?

        Ganz ehrlich egal wie offen der Hund zu anderen ist. Ihr seit SEINE Familie.
        Und sei mir nicht böse über meine harten Worte aber für mich hört sich das so an. "Jetzt ist Baby da und du willst die Zeit mit Baby genießen und nicht laufend mit Hund raus müssen, zumal du ja immer in den 4.Stock laufen musst."

        Wenn dann würde ich den Hund tagsüber ein paar Stunden zur Bekannten geben, aber nicht ganz.Irgendwann werden ja deine Depressionen mal wieder weg sein.

        • (3) 21.09.17 - 07:23

          Ich finde deine Worte sehr anmaßend und völlig Fehl am Platz. Und das sage ich als ehemaliger Hundehalter und jetzt Mutter.

          Ist eigentlich in deinem Kopf angekommen, das die TE hier von einem Extremfrühchen schreibt, nicht von einem 08/15 Start mit Baby. Was nützt denn das Gefasel, das der Hund ein Familienmitglied ist? Sorry, deine verquere Sicht der Tierhaltung ist hier völlig unangebracht.

          (4) 21.09.17 - 10:29

          Unmögliche Antwort. Und nein. Ein Hund ist ein Hund. Und kein Kind.

        • ich sehe es genau wie du. Niemals in der Welt würde ich meinen Hund abgeben. Natürlich ist der Hund kein Kind, aber irgendwie doch. Für mich wäre das definitiv keine Option und ich würde sogar behaupten, dass die Te du es später bereuen wird. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Bekannte den Hund nach einem Jahr wieder hergibt. Natürlich ist das eine Extremsituation, aber bevor man das Tier weggibst, sollte man auch darüber nachdenken, das ein solcher Verlust die Depression noch verschlimmern kann und der Hund passt sich der Familie an. Er fühlt wie du und weiß das du immoment nicht mehr kann und deshalb auch so zufrieden. Oder äußert er ein besonderes Verhalten, wie Zerstörungswut? Tiere sind sehr anpassungsfähig und der Hund spürt die Veränderung. Bitte doch deine Bekannte mit ihm rauszugehen oder bringe ihn meinetwegen 2 mal die woche dorthin. Ich glaube nicht, dass du tief in deinem Herzen das Tier abgeben willst.

          Hunde und auch andere Haustiere sollte man echt mit bedacht wählen!
          Es gibt kein an und aus Knopf!

          Aber vergleichst du hier echt nen Kind mit einem Tier?

          Ich liebe Tiere und hab auch Tiere gross gezogen!
          Ich bin aber auch Mama und wenn mein Tier gestorben ist war ich verdammt traurig, aber eine Mama weisß was es bedeutet ein Kind zu verlieren!!!

          ich liebe Tiere, aber vergelcih es bitte nicht mit Babys

      (7) 21.09.17 - 07:16

      Ich finde es toll, das du dir Gedanken machst, das du erkennst das du dem Tier nicht mehr gerecht wirst. Du und dein Baby hatten einen extrem schwierigen Start, der wirklich alle Kraft fodert. Und ich denke auch noch eine Menge Kraft fordern wird, zumindest noch eine zeitlang. Und als wenn das alles noch nicht genug ist, brauchst du jetzt auch noch "Raum" für dich.
      Jetzt hast du Möglichkeit mit deiner Bekannten, so etwas ist sehr selten. Im Grunde ein ganz großer Glücksfall. Es reißt dich doch zur Zeit nur noch zusätzlich wieder runter, wenn du deinen Hund siehst und weißt deine Kraft reicht nicht. Ja, ich würde in der Tat diese Option in Betracht ziehen. Dein Hund wird damit klarkommen, warum auch nicht.

      Wäre es denn eine auch eine Option, das die Bekannte den Hund erst einmal zur Pflege nimmt? Vielleicht geht es dir in ein paar Monaten ja schon viel besser.

      Ich kann in deiner Situation überhaupt nicht nachvollziehen, was meine Vorschreiberin da abgelassen hat. Fakt ist nun mal, du schaffst es zur Zeit nicht. Fakt ist, das du deinen Alltag mit einem Extremfrühchen wuppen musst. Ich finde ihre Aussage ziemlich unpassend. Und nein, das nicht die Sicht eines Hundehalters, es ist die Sicht eines Hundehalters, der nicht nachempfinden kann, in welcher Grenzssituation du dich in den letzten Monaten befunden hast.

      Nimm die Möglichkeit mit deiner Bekannten wahr, es wäre für dich eine immense Entlastung und der Hund wird es auch gut überstehen.

      Alles Gute für dich.

      (8) 21.09.17 - 09:44

      Das ist eine gute Lösung mit der Bekannten.

      Dir und dem Baby alles Gute!

      Ich bin selbst ein großer Hunde- und allgemein Tierfreund. Auch ich hatte schon mehrere Haustiere und kann nachvollziehen, dass für viele ein Hund wie ein Kindersatz ist. Dennoch finde ich die erste Antwort hier dermaßen anmaßend und unpassend, dass ich es gar nicht in Worte fassen kann. Ich hoffe, du nimmst dir diesen Blödsinn nicht zu sehr zu Herzen!

      Dass du auf dem Zahnfleich gehst und nicht mehr kannst, ist absolut verständlich. Du machst dir trotz aller Schwierigkeiten und Probleme noch Gedanken um deinen Hund und hast geschafft, was viele nicht können: Du hast akzeptiert, dass du deinem Hund nicht mehr gerecht werden kannst und dass es ihm woanders vielleicht derzeit besser gehen würde. Allein diese Akzeptanz und diese Vernunft legen nur wenige Menschen (Tierbesitzer) an den Tag!

      Ich finde die Lösung mit der Bekannten hervorragend und würde diese auf jeden Fall in betracht ziehen. Diese Lösung könnt ihr kurzfristig umsetzen und sie wäre für euch alle sehr passend. Du kannst deinen Hund mit Schutzvertrag abgeben, weißt wo er ist und dass er gut versorgt wird. Das macht es dir dann auch um ein Vieles leichter!

      Eine Alternative wäre nur Dogsharing. Allerdings müsste man dafür den passenden (zuverlässigen) Partner finden, was sehr viel Zeit beansprucht. Insofern finde ich die Lösung mit der Bekannten optimal für euch alle!

      • Ich danke euch sehr für eure Antworten, es tut gut zu wissen , dass man trotzdem auf Verständnis stossen kann. Ich kann euch sagen, diese Erfahrung, was ich mit meinem Baby machen musste, das wünsche ich absolut niemandem, und schon alleine hier zu schreiben darüber, treibt mir die Tränen in die Augen. Ich liebe meinen Hund und er ist mir auch nicht lästig oder wie manche denken, und ich habe jetzt monatelang versucht es hinzubekommen mit beiden, aber ich habe leider absolut keine Kraft mehr. Und es ist fair dem Hund gegenüber, ihm nicht die freudigen Spiele und Ausflüge wie vorher bieten zu können. Hundesitter hatte ich bereits 3 engagiert, von dem einer sich als perverser rausstellte und der Rest sich einfach nicht mehr meldete irgendwann und ich somit wieder allein stand. Diese Überlegung geht bereits seit Monaten und es geht mir nicht gut damit.doch mir geht es psychisch unheimlich schlecht. Und darunter soll niemals mein Hund leiden.aber leider wird man immer nur angemacht, ohne leider zu wissen , wie es einem wirklich geht

        • Nimm es dir nicht zu Herzen. War war nur eine dämliche Antwort unter vielen ganz anders gelagerten Antworten.

          Dir kann man den Mut anrechnen, einzugestehen, dass du es nicht mehr schaffst. Zum Wohl deines Hundes suchst du nach einer Lösung, die für euch alle passt und der glückliche Zufall kommt dir zu Hilfe.

          Ich finde diesen Schritt weit besser, als den Hund mit Krampf behalten zu wollen und ihm in keiner Weise mehr gerecht werden zu können. Darunter leidet dann der Hund und auch du, denn du wirst nur immer weiter von Vorwürfen zerfressen, nicht allem gerecht werden zu können.

      Hallo,

      ich wollte gerade etwas fast Identisches schreiben.

      Auch ich bin ein großer Hundefan, wir haben ja selbst zwei Fellnasen. Da wir keine Kinder haben, sind die Hunde für uns natürlich auch Familienmitglieder. Manch einer würde sagen, Kinderersatz.
      Aber ich rechne es der Posterin sehr hoch an, dass sie sich in ihrer zugegebener Maßen schwierigen Situation noch so viele Gedanken um das Wohl ihres Hundes macht. Sonst würde sie, denke ich, hier nicht von wildfremden Menschen Hilfe erwarten.

      Sie ist in der äußerst komfortablen Situation, dass sie ihre Bekannte hat, der sie vertraut und die den Hund aufnehmen würde. Da ich selbst im Tierschutz aktiv bin, schreibe so etwas ganz sicher nicht leichtfertig: aber ich denke hier ist die Abgabe des Hundes die beste Lösung. Die Posterin ist selbst krank, hat ein Baby und scheint mit Kind UND Hund massiv überfordert.

      LG

      Nici

(13) 21.09.17 - 11:58

Hallo,

hinsichtlich der Umstände würde ich den Hund der Bekannten geben.

Ich wünsche Dir alles Gute!
LG

Karin

(14) 21.09.17 - 12:09

Ja.... so schwer es dir fallen wird, aber der Hund hat es bei der Bekannten scheinbar um ein vielfaches besser. Wenn sie auch Kontakt halten wird, dann ist der Hund ja auch nicht ganz weg aus deinem Leben. Vieleicht könnt ihr z.B. zusammen spazieren gehen. Dann kommst du raus, bist nicht allein, kannst das baby mitnehmen und siehst deinen Hund.

Unser Hund liebt uns auch sehr, aber es gibt eine familie, ich glaube, von denen würde er sich SOFORT und ohne sich umzuschauen adoptieren lassen. Er hat 2 mal dort übernachtet, weil wir Termine ohne Hund hatten und wir mußten ihn danach bestechen, dass er wieder mit kommt. Wenn Hunde sich irgendwo wohlfühlen, dann bleiben sie dort auch gerne. Meine Meinung.

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