Hund wechselt Besitzer, was mitnehmen?

    • (1) 06.12.17 - 22:02

      Hallo,
      Ich bekomme den hund von meiner Schwester, da sie sich nicht hinreichend um ihn kümmern kann.
      Wir wohnen ziemlich weit auseinander. Der Hund ist bisher ziemlich ungezogen, da wirklich wenig mit ihm beschäftigt wurde. Ich habe bereits eine Hundeschule raus gesucht, die wir dann besuchen. Ich denke da werden wir auch noch zahlreiche Tipps bekommen. Aber vorab hab ich trotzdem eine wichtige frage:
      Er hat momentan ein körbchen (eigentlich etwas zu klein für seine Größe u er ist auch nicht gewöhnt darin zu liegen, das er bei meiner Schwester mit ins Bett darf).
      Wir möchten auch gern ein körbchen für ihn haben, allerdings ein größeres. Nun meine frage: was ist leichter für den Hund? Sein altes Körbchen mitnehmen, damit er was gewohntes um sich hat? Oder lieber direkt ein neues? Meine Bedenken, wenn wir das Körbchen mitnehmen, sind das er dann evtl überall nach meiner Schwester sucht, da es ja nach ihr riecht u ihm so der Übergang noch schwerer fällt.
      Bin auf eure meinungen gespannt. Bei Google hab ich dazu nichts gefunden.

      LG dani

      • Ich habe ja nur Tierheimhunde und ein Hund aus schlechter Haltung.Wir haben aus dem Tierheim nichts mitbekommen nur der Hund aus der schlechten Haltung hatte einen Ball und seine Leine. Der Ball machte ihn aggressiv, er ging dann auf jeden Ball los.Er hatte dann ein Jahr keinen Ball und jetzt fangen wir mit kleinen Bällen an und er kann jetzt damit spielen. Ob er mit den ball etwas aus der Vergangenheit verbunden hat weiß ich nicht.

        Alle Hunde haben neue Schlafplätze bekommen (jeder hat zwei damit ich sie auch waschen kann)Alles andere Geschirr,Leine, Näpfe,Spielzeug wurde neu gekauft.Jeder der hier ankam fühlte sich nach ein paar Minuten/Stunden heimisch.

        Wenn du sowieso etwas neu kaufen willst dann lass das alte dort. Vielleicht hat er ein Lieblingsspielzeug dieses würde ich mitnehmen.

      Ich würde ihm sein altes Körbchen lassen. Hunde sind Gewohnheitstiere und so wird er wenigstens einen Teil seiner Umgebung behalten. Ich denke, dass es ihn eher trösten als an deine Schwester erinnern wird. Der Hund wird auch so schon eine schwere Zeit durchmachen, da wird er eine feste Größe in seinem Leben gut brauchen können.

      Das neue, größere Körbchen kannst du ihm ja parallel dazu anbieten und sehen, wie er reagiert. Wenn er irgendwann das neue Körbchen angenommen hat und sich heimisch fühlt, kannst du das zu kleine immer noch entsorgen.

    (7) 07.12.17 - 10:01

    Ich würde da nicht so menschlich denken;-).

    Ich kenne keinen Hund, der an Gegenstände eine großartige Bindung hat. Außer vielleicht ein absolutes Lieblingsspielzeug und selbst das ist austauschbar. Oder wie im Fall der anderen Userin kann sogar das nach hinten losgehen.

    Mal ehrlich, was willst du mit einem Körbchen, welches überhaupt nicht passt?

    Ja, für das Tier steht eine komplette Veränderung an und um es da gut durchzubringen bist du da, nicht eine stinkende Decke oder ein verwanztes Halsband.

    Hallo,

    ich habe alle meine bisherigen und jetzigen zwei Fellnasen aus dem Tierheim. Da gab es nichts mit, die Hunde bekamen alles neu.

    Ich würde das zu kleine Bett bei deiner Schwester lassen und ihm eine oder zwei neue Schlafstellen im Haus anbieten. Es wäre allerdings möglich, dass der Hund gleich dein Bett als Schlafstelle ansieht, weil er das bei deiner Schwester auch durfte.

    Wie hier schon geschrieben wurde, Hunde haben nicht einmal ansatzweise so eine Bindung an Gegenstände wie wir Menschen.

    Alles Gute

    Nici

    Auch wenn Hunde keine Bindung an Gegenstände haben, sind Gerüche und vertraute Umstände für sie wichtig.

    Hallo,

    ich habe meinen Ersthund aus einer "schlechten" Haltung geholt und von dem Frauchen bekamen wir Spielzeug, Leine, Kissen, Fressnäpfe und Futter mit. Habe zu Hause gleich alles entsorgt, Max bekam alles neu.
    Meinen Zweithund kommt aus Rumänien, direkt von einer Tierrettung und mit einem tollen Transporter (ich musste ihn fast 180 km weit abholen) und von da kam garnichts mit Ich hätte auch nicht gewusst, wohin mit dem Transportkäfig aus dem Trapo. Leine, Geschirr usw. hatte ich vorher schon besorgt, ein Körbchen für Luna stand zu Hause bereit und Max war zum Abholen mit im Auto, haben sich aber erst richtig im Haus beschnuppern können. Außerdem gab es für beide Hunde hier ein neues Spielzeug, neue Näpfe und neue Decken.
    Hunde denken nicht wie Menschen, nur Menschen sind der Meinung dass Hunde es tun müssten. Hunde verstehen nur ob man es gut mit ihnen meint und verschenken dann ihr Vertrauen in ihr neues Rudel.

    LG

    Neuanfang! Hunde leben im Hier und Jetzt. Er kommt in eine neue Umgebung und dort gelten neue Regeln. Ich würde nichts mitnehmen, sonst verbindet er mit diesem Geruch Eigenheiten die dir vielleicht nicht gefallen. Bisher hat er in diesem Körbchen nicht geschlafen, warum sollte er es jetzt tun? Daher neues besorgen oder eine dicke Decke falls er das Körbchen an sich nicht akzeptiert. Konsequent bleiben und kein Mitleid zeigen, sondern deine Regeln umsetzen. Mag hart klingen, aber du schreibst ja, der Hund sei etwas unerzogen, was wahrscheinlich an mangelnder Arbeit liegt. Daher würde ich ihn auspowern bevor du ihn zu dir ins Haus nimmst, er wird erstmal müde sein und so schneller akzeptieren, dass nun neue Regeln herrschen.

    (12) 10.12.17 - 18:53

    Ich schließe mich der "Hunde leben im Hier und Jetzt" - Fraktion an.

    Wir hatten immer second-hand-Hunde, die teilweise auch vorher durch mehrere Hände gingen und unabhängig vom bisherigen Leben hat keiner Gegenstände mitgebracht, für alle galten von Tag 1 an unsere Hausstandsregeln.

    Hunde sind Bindungskünstler und Opportunisten, das ist ihre perfekte Lebensstrategie, da sollte man nichts vermenschlichen. In aller Regel leben sich Hunde schnell ein und vermissen nichts, wenn die nötigen Ressourcen gesichert sind. Hier ist es ja offenbar auch so, dass sich der Hund verbessert, nachdem ihr dem Hund Zuwendung und Auslastung bieten könnt, die bisher offenbar gefehlt hat. Auch die anfangs unsicheren Kandidaten haben ihre neue Umgebung schnell angenommen.

    Alles Gute für den Familienzuwachs auf vier Pfoten. Es würde mich sehr freuen, wenn du dann auch mal schreiben würdest, wie das Zusammenleben so läuft.

    Hi,
    in erster Linie entscheidet der Hund, ob das Körbchen gross genug ist.
    Wir haben einen grossen Hund und ein passende Körbchen aber so wie er drinnen liegt, könnte die Hälfte auch locker reichen.
    Er liebt es aber er liegt genaus oft daneben,

    Alles mitnehmen was dm Hund gehört....

    lg
    lisa

    Ich wäre da auch pragmatisch, was soll er mit dem Körbchen, wenn es
    erstens zu klein ist und er zweitens eh nicht drin liegt? Das ist nur unnötiger Ballast für dich, weil ers irgendwann eh rausfliegt. Ich würde es so machen, dass ich ihm einen neuen Schlafplatz, der seiner Größe gerecht wird in der neuen Wohnung bereits einrichten würde und wenn er zum ersten Mal kommt im gleich zeigen, "Das hier ist dein Platz, hier hast du deine Ruhe" Wenn er gewöhnt ist im Bett zu schlafen, ihr das aber nicht wollt, dann würde ich ihm das ganze Schlafzimmer vom ersten Augenblick an "Tabu" setzen, so dass er gleich weiß dass er nicht ins Schlafzimmer und dann natürlich auch nicht ins Bett darf.

    Gerade wenn er ungezogen ist, dann muß die nötige Konsequenz vom ersten Moment an wenn er bei euch ist da sein.

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