Plötzliche Lähmung der Hinterbeine

    • (1) 30.01.18 - 22:55

      Hallo,
      kennt das vielleicht zufällig jemand?

      Wir haben einen sehr aktiven, sportlichen französische Bulldogge Rüden.

      Gestern Vormittag ist er nicht wie üblich aufgesprungen, um mich zu begrüßen als ich aufgestanden bin. Als ich ihn zu mir rief, hat er sich ganz komisch aus seinem Platz gequält und kam humpelnd und mit gekrümmten Rücken auf mich zu.

      Es war, wie wenn seine Hinterläufe eingeschlafen wären.

      Im Laufe des Tages hat er sich nicht aus seinem Platz rausbewegt und nur geschlafen. Das ist schon mehr als untypisch für ihn. Ich wollte ihn dann animieren, auf die Couch zu springen. Dabei sind ihm wieder die Hinterläufe weggeknickt. Bin dann zu ihm. Hab ihn massiert. Auch die Wirbelsäule. Er hat es genossen. Hatte keine Schmerzen....

      Ich hab ihn dann den Tag über in Ruhe gelassen und wollte abends zum Tierarzt.

      Spät nachmittags ging er dann ein bisschen tattrig ins Bad. Ich hab das genutzt und bin mit ihm raus.
      Da war dann alles wie weggeblasen. Er hat auch sein Geschäft gemacht.

      Ich hab jetzt angst, dass das wieder kommen könnte.

      Vielleicht kennt sowas ja wer von euch?

      • (2) 30.01.18 - 22:56

        Ach ja er ist erst 2 Jahre alt.

        (3) 30.01.18 - 23:05

        Hi,
        Also ich würde unbedingt zum Tierarzt gehen. .. es muss nichts schlimmes sein aber wenn die Hinterbeine schon ein ausstezer hatten ist es besser es untersuchen zu lassen. Wenn nichts ist dann ist ja gut und fals doch hat man vielleicht es ja noch rechtzeitig bemerkt um es gut behandeln zu lassen.

        Alles liebe und gute für euch

        (4) 31.01.18 - 06:59

        Hallo!

        Bei Bullis liegen massive Rückenprobleme schon in der ganzen Erscheinung. viel Gewicht auf kurzen, krummen beinen, der völlig deformierte Kopf auf einem kurzen Rumpf.

        Geh zum Tierarzt und lass abklären, ob man da langfristig helfen kann, Physiotherapie vielleicht, oder im Extremfall einschläfern muss. Bei dieser Rasse sind so viele Probleme vorgrogrammiert.

        • Dem schließe ich mich an!
          Lass das bitte beim Tierarzt untersuchen!
          Wie hasipferdi schon schrieb ist diese Rasse leider sehr häufig von Rückenproblemen jeglicher Art betroffen.
          Der erste Gedanke der mir kam war, dass es ein Bandscheibenvorfall ist. Ich hoffe es nicht für euch.

          Mein Güte, wie einfühlsam.

          Generell sind Deine Antworten ja sinnvoll, aber manchmal schießt Du übers Ziel hinaus. Nix für ungut.

          Und an die TE: Ich drück euch die Daumen und schreib doch, was rausgekommen ist.

          • Das ist aber nun mal die Realität. Durch die Wahl der Rasse bestimmt man eben mit, weöche gesundheitlichen Probleme ein Hund mitbringt. Bei Riesenrassen ist das die kurze Lebenserwartung, bei Brachyzephalen Rassen die quälende Luftnot, bei Cavalier King Charles Spaniels etc. die Kleinhirnquetschung, bei sehr massigen Figuren mit kurzen Beinen die Rückenprobleme... wer einen Goldie nimmt hat dagegen relativ gute Aussichten auf einen körperlich gesunden Hund, der dafür ein bisschen simpel gestrickt ist.

            Und ja, mit 2 Jahren schon so massive Lähmungserscheinungen lassen das schlimmste Befürchten.

            • Ich glaube, solche Horrorvisionen gibt es doch mittlerweile bei jeder Rasse. Ich denke schon, dass man (bei allen ) einen vernünftigen Züchter suchen sollte und Wert auf gewisse Untersuchungen legen sollte.

              Welche Rasse empfiehlst Du denn außer dem Goldie? Bestimmt einen gesunden Mix möglichst aus dem Tierheim? Ich frag mich nur, woher die ihre Gesundheit haben bei den schlechten Genen der Rassehund-Vorfahren ..

              • Auf jeden Fall definitiv keine brachyzephale Rasse, weil man dem Tier damit lebenslange Atemnot zumutet - und man beim Welpen nicht erkennen kann, wie schlimm es ihm als erwachsenem Hund gehen wird.

                Diese Rassen sind leider weitestgehend verloren, es gibt einfach nicht mehr gesunde Rassevertreter, um wieder zu normalen Schnauzenformen zu kommen. Auch einkreuzung anderer Rassen wird nichts mehr bringen, da ist zu viel kaputt. Ebenso bei der Kleinhirnquetschung - einfach nicht mehr zu retten.

                aber es gibt eine Menge gesunder Rassen. Insbesondere die, die noch nie besonders in Mode waren.

                und natürlich sind Mixe aus zwei stark belasteten Rassen völlig sinnlos, aber z.B. ein klassischer "Senfhund" aus dem Auslandstierschutz hat oft gute Gene, allerdings meistens Verhaltensprobleme, die viel Arbeit machen.

                Und man müsste endlich die Zucht von kranken Hunden verbieten. So schade es um manche Rasse auch ist. Ich finde Bullies vom Charakter her auch toll, aber ich finde es grausam, ihnen die Atemnot anzutun.

                Das frage ich mich auch oft. Allerdings hatte unsere Schäferhund-Mix-Hündin aus dem Tierheim ihr ganzes Leben keine großen Probleme und mit unserer 3jährige Franz. Bulldogge bin ich Dauergast beim Tierarzt (chronisches Kratzen/Pfotenlecken, entzündete Ohren). Sie wurde auch schon am Knie operiert (Patellaluxation). Was es alles gibt ... steckt man nicht drin, aber ich höre in meinem Umfeld von mehr Gesundheitsproblemen bei Rasse- als von Mischlingshunden.

                • Tut mir echt leid. Bullies sind wirklich zu kaputt, die Mode ist in die völlig falsche Richtung gegangen und es wird ja immer noch auf Teufel komm raus gezüchtet - auch mit Tieren, die man vor 50 Jahren nicht in die Zucht genommen hätte. Aber die Nachfrage ist ja weiterhin enorm, und da hat eben auch wieder der Käufer dieser Rassen eine Mitschuld.

                  Und eigentlich auch jeder Halter, wenn jemand bewundert, wie süß Deine Kleine ist, solltest Du schon deutlich dazu sagen, was für gesundheitliche Probleme dazu gehören.

                  • >> Und eigentlich auch jeder Halter, wenn jemand bewundert, wie süß Deine Kleine ist, solltest Du schon deutlich dazu sagen, was für gesundheitliche Probleme dazu gehören. <<

                    Das habe ich sogar schon mehrere Male getan (tun müssen) und die Leute haben geschockt reagiert. Hoffe es hat geholfen ;-)

                    Ich habe mich damals nach der passenden Rasse für uns erkundigt, da im Tierheim (man mag es kaum glauben) einfach nichts für uns dabei war (zu groß, keine oder größere Kinder, kann nicht allein bleiben, usw.). In langen 2 Jahren!
                    Und letztendlich hatte jede Rasse eventuelle (!) gesundheitlichen Probleme, seien es (wie häufig) die Gelenke, Herz- und andere Dinge.

                    Und dann redet man es sich (zugegeben leider) schön mit "warum sollten gerade wir Pech haben?!".

                    Unserer Hündin geht es sonst sehr gut, keinerlei Atem- oder Gelenksprobleme (oder eher nicht mehr nach der OP). Aber sie ist auch erst 3 Jahre alt. Wer weiß, was noch kommt ...

                    • Das ist einfach auch ein Kommunikationsproblem.

                      Wenn man jetzt klar sagen würde:

                      Doggen werden selten älter als 8 Jahre
                      5-10% der Retriever haben Gelenkprobleme von mittel bis schwer, bei guten Röntgenbefunden der Elterntiere nur bei 2% der Tiere ernstere ED oder HD
                      90% der Bulldoggen sind so massiv belastet, dass sie innerhalb der ersten 5 Lebensjahre mindestens eine Operation brauchen

                      dann hättest Du es klar vergleichen können. Dann hat es nämlich nichts mehr mit Glück oder Pech zu tun - weil eben fast alle Bulldoggen massiv krank gezüchtet sind. Vor ein paar Jahren hat man übrigens den Bulldoggen-Sieger der Hundeshow in Nürnberg auf einen Eisklotz setzen müssen, damit er in der heißen Messehalle nicht kollabiert. Das muss man sich mal vorstellen, der hat einen Preis gewonnen, obwohl er bei 30 Grad knapp vorm abnippeln war. Dem sein Sperma war dann pro "Dosis" für vierstellige Beträge in ganz Europa verkauft worden. Bei Bulldoggen ist künstliche Besamung ja notwendig, weil nur wenige der Tiere körperlich zum natürlichen Deckakt in der Lage sind - Beine zu kurz.

      Hallo,

      bitte geh sofort zum Tierarzt. Der 2jährige Bully-Rüde einer Nachbarin wurde mit gerade mal 2 Jahren wg. eines schweren Bandscheibenvorfalls eingeschläfert. Die haben das nicht sofort untersuchen lassen #schmoll

      LG
      sonntagskind

      (15) 31.01.18 - 09:04

      Hallo!

      Das hört sich wirklich nach einem Bandscheibenvorfall an. Mein Jack Russel Terrier hatte das mit 4 Jahren.

      So schnell wie möglich zum Rückenspezialisten, je schneller es operiert wird, desto besser ist die Chance das alles wieder weg geht.

      Und nicht mehr aufs Sofa oder runter springen lassen und keine Treppen laufen lassen, das ist Gift für den Rücken!

      Geh unbedingt zum Tierarzt! Und zwar zeitnah!

      (17) 01.02.18 - 13:07

      Danke für eure Antworten!

      Wie gesagt, er ist eine sehr sportliche Bulldogge. Nix mit kurzen Beinen oder gar krummen Rücken. Er sieht eher aus wie ein Boston Terrier.

      Wie ich auch geschrieben habe, waren die Symptome nach einigen Stunden weg und kamen bis heute nicht wieder.

      Der Tierarzt konnte somit nichts feststellen und riet mir, bei erneutem Auftreten sofort zu kommen.

      Hoffe es bleibt ihm erspart 😕 das war wirklich ein Schock für uns alle 😅

      (18) 01.02.18 - 21:28

      Hallo,

      Schreib mich mal über meine Visitenkarte an. Wir haben seit zwei Wochen ähnliches nur geht es unsere 2-jährigen hündin nicht so optimal. Verdacht auf Bandscheibe oder Tumor an der wirbelsäule. Sie bekommt seit 10tagen Antibiotika, seit heute rotlicht. Bei uns musste allerdings der Nachbar aushelfen um den 45kg Hund ins Auto zu tragen weil gar nichts mehr ging. Wir dürfen nur eine kleine gassirunde gehen.

      Viele Grüße geli

      • (19) 02.02.18 - 13:44

        Hi,
        das mit der Nachricht funktioniert irgendwie nicht 🤔
        Das mit eurer Hündin tut mir leid....
        Hoffentlich kann man es behandeln?

        Bei unserem ist jetzt aber nichts dergleichen mehr aufgetreten...
        Er ist so gut drauf und agil wie immer.

        Vielleicht habe ich es auch etwas schlecht beschrieben.
        Die "Lähmung" war nie komplett.
        Es war eher so, wie wenn die Hinterläufe eingeschlafen wären.
        Wenn uns ein Bein einschläft, können wir ja auch noch gehen nur sieht es eben komisch aus und man belastet automatisch weniger.

        War es bei euch auch so und wurde dann von mal zu mal schlimmer?
        Oder ging von jetzt auf gleich nichts gar mehr?

    Hallo,

    ich würde mich nicht mit abwarten abspeisen lassen,es gibt einen Grund warum die Lähmung aufgetreten ist.
    Ich würde den Hund komplett auf den Kopf stellen lassen ggf. in der Tierklinik.

    LG

    • Hallo,

      unsere Hündin hatte zwei Symtome - einmal konnte sie gar nicht mehr laufen, Rücken war komplett hart. Zudem hat sie Fieber gehabt. Mein Nachbar musste mir die Hündin 45kg ins Auto tragen. Der Vorfall ereignete sich über Nacht und als ich es am früh mitbekam hat mein Nachbar mir die Süße ins Auto getragen und los ging es zum Tierarzt.
      Auf Grund dessen dass sie den Fuß nicht mehr in die Originalstellung zurück machen konnte gab es drei Spritzen und eine Woche lang zwei verschiedene Antibiotika und Vitamin B. Kontrolle war letzte Woche - die Tierärztin kommt zu uns nach Hause weil unsere Hündin total panisch ist. Wir stehen im regelmäßigen Kontakt - habe die private Handynummer von ihr.
      Auf Grund dessen was sie mit der Hündin gemacht hat stehen zwei Verdachtsdiagnosen im Raum - Bandscheibenvorfall oder Tumor an der Wirbelsäule.
      Unsere Hündin ist ein Mix aus Berner Sennenhund wo angeblich in einer vorherigen Generation ein Schäferhund drin war. Zu allen guten Eigenschaften hat sie gesundheitlich "A..karte" gezogen - von beiden das schlimmste was es gibt.
      Der Grund warum sie noch nicht geröntgt wurde sind Probleme bei der Narkose bei der Kastration. Wir wissen echt nicht ob sie wenn sie wieder aufwacht. Zudem hat sie seit sie klein ist massive Gelenksprobleme, hatte eine so starke Scheinschwangerschaft weshalb sie kastriert werden musste. Im Nachgang war es letzte Eisenbahn mit der Operation - die Genesung dauerte ewig und mein Mann hat nochmal den Urlaub verlängert.
      Zudem wissen wir nicht ob die Leute wo wir sie her haben als Welpe uns über mögliche noch in Frage kommenden Rassen ganz die Wahrheit gesagt haben. Das ist aber eine andere Sache. Alleine die Kosten die wir für unsere Maus in den letzten zwei Jahren hatten sind der Wert meines Kleinwagens.
      Für uns steht ganz klar fest - wir warten ab, beobachten und entscheiden dann. Die Antibiotikatherapie läuft noch zudem die Vitamine und Rotlicht für den Rücken. Welche Optionen haben wir? Sollte unsere Maus das Röntgen überleben haben wir die Wahl zwischen einen Tumor der nicht operiert werden kann oder einen Bandscheibenvorfall. Die Frage ob das überhaupt gemacht werden kann und die kosten bei der Rasse und den Problemen mit den Gelenken sind auch nicht unerheblich. Ich rechne da mal mit 15.000€. Zudem habe ich ganz stark die Vermutung das sie was mit der Hüfte hat. Sie sitzt manchmal ganz komisch - entlastet diese - Artrose ist zumindest wenn der SChäferhund durch kommt da ein Thema.

      Was wir aus dieser Sache gelernt haben: Wir haben die traumhaft liebenswerteste Hündin. Wir lieben und vergöttern sie, tun was medizinisch für uns vertretbar ist und tun das sie nicht leiden muss und das in dem Wissen das sie nicht alt wird.
      Wir sind eine Familie in die ein Hund gehört, aber der nächste Berner Sennenhund der rein kommt hat einen Stammbaum. Diesen Fehler macht Familie nur einmal. So sehr ich meine Tierärztin mag, aber ich treffe sie lieber außerhalb der Praxis beim Dorffestfest privat.

      Viele Grüße

      Geli

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