Dauer Miauen

    • (1) 11.03.18 - 19:55

      Hallo Liebe gemeinde,

      meine Katze(Weiblich(1 1/2) hab ich noch nicht sehr lange, sie hatte einige probleme mit den vorbesitzern und kram in kürzester zeit viel rum.
      Tagsüber schläft sie oder liegt auf ihrem Kratzbaum,
      Abends so ab 17-18 uhr meistens ist sie hell wach und setzt sich auf meine Fensterbank bzw. vor meine Balkontür und mauzt in einer hohen Lautstärke teilweise 5-7 mal schnell hintereinander. Das macht sie die komplette Nacht bis teilweise 5 Uhr morgens und dann ist sie wieder ruhig, spielen kann ich mit ihr nicht da sie immer eine Agressive Haltug einnimmt wenn man es versucht. Und ich weiß nicht weiter wie ich sie beschäftigen soll oder sie Nachts ruhiger kriege...


      Grüße
      Sascha

      • (2) 12.03.18 - 07:45

        Kann es sein, dass sie einfach raus will?

        • Sie war laut vorbesitzerin nie eine Draußenkatze und eher ein Stubenhocker, und da ich sie noch nicht lange habe möchte ich ungern das risiko eingehen und sie rauslassen

          • Hallo, das mit dem "raus-Wollen" war auch mein erster Gedankengang... Wie lange hast Du die Katze denn schon und besteht generell die Möglichkeit, sie rauszulassen? Ich würde es ganz einfach probieren. Wir hatten unsere Katze gerade 3 Wochen, da war sie das erste Mal draußen (und sie hatte auch schon diverse Besitzerwechsel hinter sich). Wir haben das an einem Sonntag gemacht und haben sie bei den ersten kleinen Runden begleitet, sie kam völlig problemlos zurück und seither kann sie rein und raus wie sie möchte.
            LG Dani

            • Ich hab sie jetzt knapp eine Woche und die möglichkeit bei uns besteht seht gut, problem ist nur sie soll auch seit vorbesitzerin kastriert sein, nur irgendwo kann ich das bei ihrem teiligen verhalten nicht ganz so glauben und wollte das vorher überprüfen lassen

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    • Katzen sind keine Einzelgänger - Einzeljäger, das schon.

      Deine Katze klingt so, hätte sie die ersten Verhaltensstörungen. Sie schläft den ganzen Tag und miaut dann wie zwangsweise, auf deine Beschäftigungsversuche reagiert sie aggressiv. (Und damit erfüllt sie gleich drei Punkte des Bildes...)
      Dazu ist sie sehr jung und gerade Jungtiere brauchen einen sozialen Partner.

      Gut möglich, dass sie solches Verhalten schon vorher gezeigt hat und damit zum Wanderpokal wurde - das hilft natürlich auch nicht, ein vertrauensvolles Wesen zu festigen.

      Ich habe meine aus dem Tierschutz als "Einzelkatze" übernommen - wesentlich älter als deine! Trotzdem habe ich eine Vergesellschaftung gewagt: mit Gittertüre, viel Reviertausch, viel Geduld.

      Am Anfang war meine überhaupt nicht begeistert von dem grossen, plappernden Plüschvieh - jetzt fressen sie Kopf an Kopf ihre Leckerlies, liegen Arsch an Arsch in meinem Bett, spielen miteinander. Für meine Kleine ist sie ein fester Punkt und die haben sich zwar nicht gesucht, aber gefunden und ich denke, dass da mit mehr Zeit eine richtige Katzenfreundschaft entsteht. #herzlich

      Man merkt an meiner ehemaligen Einzelkatze auch an, wie sie aufblüht, gleichzeitig ausgeglichener ist und nicht mehr so an mir hängt - wobei die beiden nach wie vor zwei Kletten sind. :-D

      https://www.katzen-fieber.de/einzelhaltung-katzen.php

      Ziehe es bitte ernsthaft in Betracht. Zwei Katzen sind vom Aufwand nicht schlimmer als eine, da sie sich auch miteinander beschäftigen, Futter kann man in grösseren Dosen kaufen (günstiger Kilo-Preis) und an der Katzentoilette soll es nicht scheitern... Aber für deine Katze ändert sich die ganze Welt. Da sie noch so jung ist, wird eine Zusammenführung wahrscheinlich einfacher sein, als bei zwei erwachsenen Katzen.

      Ich habe damals ein Tagebuch geführt - auch heute noch über die zwei Dödel - , bei Fragen gebe ich dir gerne den Link weiter.

      • Nachtrag: meines sind beide Freigänger, habe sie nach je zwei Wochen rausgelassen, zuerst begrenzt und überwacht und sobald sie beim ersten Schreck Zuflucht in der Wohnung gesucht haben und die Katzenklappe funktioniert hat, durften sie unbeaufsichtigt raus.

        Aber sie haben zwischendurch auch Hausarrest, mal aus medizinischen Gründen, mal bei Sturmwarnung, mal in der Silvesternacht und keine stellt sich an.

        Schonmal großen dank für diese detailreiche Antwort :-)
        Die Sache warum sie rum gegeben wurde in erster Linie war aber genau das Problem, das sie nicht mit anderen Katzen klar kam, und danach mit den Kindern der 2. Familie nicht (Kinder sind natürlich klar da sie oft zu schnell zu stark an Katzen Rangehen die neu in ihrer Umgebung sind). Ich würde sie auch zu gerne raus lassen, da sie des öfteren schon angedeutet hat raus zu wollen, habe nur bei ihr ein wenig angst, das sie nicht wieder kommt. da sie noch nicht alzu lange hier ist.

        • Dazu kommt noch das sie laut angaben noch nie Freigang hatte

          Vergesellschaftungen sind nicht immer einfach.
          Es gibt auch für Katzen der falsche Partner. Wer waren denn die vorherigen Katzen? Oder Kater? Alter? Sind sie zusammen aufgewachsen oder hat man sie einfach zusammengesetzt? Gab es einen Vorfall - es kann auch sein, dass der Auslöser gar nicht die Katze ist (z. B. die Kinder) und die Katze es dann eben auf die andere projeziert.

          Du siehst, die "Sie mag Katzen eben nicht." kann vielschichtige Gründe haben, aber nur in Ausnahmefällen ist eine Katze absolut nicht resozialisierbar. Mit 1 1/2 Jahren braucht man eine richtige Partnerin und Geduld, sowie Fingerspitzengefühl, aber ich bin überzeugt, dass hier eine Vergesellschaftung realisierbar ist.

          Meine ist übrigens am ersten Tag Sichtkontakt volle Kanne in sehr unfreundlicher Manier gegen die Gittertüre gesprungen. Also gab es fünf Tage lang keinen Sichtkontakt.

          Ich habe die Reviere getauscht (mehrmals pro Tag), ohne dass sie sich gesehen haben, aber den Geruch wahrnehmen konnten. Decken getauscht, Häufchen. Nach 5 Tagen dann das erste Mal Sichtkontakt, hinter einer Gittertüre - damit können sie sich sehen, hören und wichtig: riechen. Und Überraschung: die Kleine hat zwar geknurrt und gefaucht, aber keine körperlichen Angriffe gemacht.

          Reviertausch blieb für weitere fünf Tage und Leckerliezeiten an der Gittertüre. Dann habe ich sie aufgemacht und oy, die Kleine war unbeeindruckt. Die erste Zeit hat sie jeden Raum vermieden, wo die neue Katze war. Ist sie in einem Meter Abstand vorbei, gab's was auf den Kopf. Fauchen und Knurren waren normale Hintergrundgeräusche.

          Ich habe immer wieder für gute gemeinsame Momente gesorgt, da es nie eskalierte, musste ich dort Gott sei Dank nicht eingreifen.

          Und Zeit und Gewöhnung brachte dann den Durchbruch. Plötzlich gab es nur noch Pfotenhiebe, wenn sie 30 cm von ihr vorbei ging. Sie fauchte nur noch, wenn sie sich erschrack. Sie knurrte nur noch beim Futter. Nach 3 Monaten sagte ich, es ist harmonisch hier. Das heisst nicht, dass es nicht mal eines auf den Kopf gibt. Aber die Stimmung ist friedlich, sie orientieren sich aneinander, sie mögen die Gesellschaft.

          Nicht alle Katzen wollen Stapelkuscheln. Aber alleine die Gesellschaft, im selben Raum zu sein, die Katzensprache zu sprechen - das können wir nicht bieten - ist ganz wichtig für die sozialen Bedürfnisse. Es darf auch mal Streit geben, solange kein Blut fliesst... wir Menschen haben das ja auch. Es gehört ebenso zur Kommunikation. Aber viele verunsichert das.

          Mit 1 1/2 Jahren ist deine Katze noch so jung, die Chance ihr natürliches Sozialbedürfnis in gute Bahnen zu lenken, ist so hoch! Die Wahrscheinlichkeit auf Verhaltensstörungen bei Einsamkeit ebenso, wenn nicht garantiert.

          Du bräuchtest einfach eine sehr soziale Katze: gleiches Alter, gleiches Geschlecht, ähnlicher Charakter, sehr sozial, aber selbstbewusst genug Ausfälligkeiten deiner jetzigen Katze wegzustecken und ausgeglichen. Meine Sozialarbeiterin hier hat ein Gemüt, da wäre jeder Yogi neidisch.

          Wegen dem Freigang: wie gesagt, sie kamen zu Beginn mit mir begleitet raus. Die Kleine, als sie noch alleine war, hatte von Anfang an eine enge Bindung, sie durfte nach 3 Wochen unbeaufsichtigt, die Grosse hatte nach zwei Wochen noch keine enge Bindung zu mir, ABER sie hat sich sehr an der Wohnung und der Kleinen orientiert. Als sie beim ersten beaufsichtigten Freigang in einen Stromzaun lief und vor Schreck nach Hause rannte, war ich beruhigt, denn sie hat die Sicherheit Zuhause gesucht. Ab da durfte sie auch frei raus.

          Entweder du nimmst eine Leine und übst damit, damit ihr zusammen begleitet rauskommt, oder du grenzt provisorisch ein Stück des Gartens ein, damit du sie beobachten kannst.

          Ich vermute aber wirklich, dass die Katze bereits Verhaltensstörungen zeigt und würde eher mit einer Zweitkatze ansetzen (Bei Freigängern hat man nämlich quasi eine zweite Zusammenführung draussen.), denn die Zweitkatze kann ihr draussen auch Sicherheit geben und ihr habt Zeit zum Bindungsaufbau.

          Bild: Kissenwerfen ist auch soziale Interaktion. :-D

    Das macht unsere auch so. Katzen sind Nachtiere und werden abends munter. Wir halten unsere allein, weil sie nicht mit Artgenossen zurecht kommt.
    Manchmal geht sie spät abends raus, dann ist Ruhe.

    Meine Freundin hatte das mit ihrer Katze auch. Sie hat sie immer in die Küche gesperrt, weil sie morgens zur Arbeit musste und ihre Katze nachts Terror gemacht hat.
    Ihre Katze wollte aber auch nicht raus.

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