Den Hund richtig auslasten.

    • (1) 24.03.18 - 15:30

      Meine Frage ist zwar einfach aber gleichzeitig auch kompliziert: wie laste ich meinen Hund richtig aus? Woran erkenne ich was er braucht, wie viel auslastung ist richtig, wie gehe ich es an?

      Irgendwie fehlt mir da der Faden, bzw. Plan.

      Hier die Situation: Labrador, 6 Monate alt. Wobei es ein Silber-Abkömmling ist, mann merkt schon dass sie mehr Charakter hat als die typischen Labradore, was ich auch sehr gut finde ;-)
      Wir gehen mit dem Hund raus. 2-3 mal am Tag, etwa 1-1.5 Stunden im Alltag, gerne länger am wochenende. Mall nur in der Nähe an der Leine, mal hundewiese oder Wald. Zwischendurch ist der Garten auch zugänglich. Dazu machen wir hundeschule 1x pro Woche. Es werden Sachen geübt, Sitz, Platz all sowas. Klappt alles ganz gut. Aber ich frage mich ob das schon reicht? Vor allem geistig? Irgendwie habe ich mich da noch nicht so ganz „gefunden“ mir fehlen Ideen was wir so mit ihr machen können.... ich hab das Gefühl dass die kleine mehr drauf hat, als das was ich bisher mit ihr mache.

      Wie läuft es bei euch ab? Habt ihr tips/Vorschläge...?

      K

      • (2) 24.03.18 - 15:50

        Moin!

        Ob dein Hund ausreichend ausgelastet ist, erkennst du an seinem Verhalten: Wenn er sich unterfordert fühlt, ist er unruhig bis hin zu nervig oder frech.

        Die Übungen aus der Hundeschule sollten natürlich im Alltag immer wieder trainiert werden. Zusätzlich kann man dem Hund ein paar Tricks wie Pfötchen geben oder tot stellen beibringen.
        Nasenarbeit fordert Hunde auch sehr, also einfach mal ein paar Leckerchen im Garten verstecken, einen Schnüffelteppich bestücken oder mit Dummytraining beginnen.

        Sozialkontakte halte ich auch für sehr wichtig -am besten mit einem Hundekumpel, den er kennt und mag (Begegnungen mit fremden Hunden sind oftmals eher negativer Stress).

        Euer Hundetrainer kann bestimmt noch besser abschätzen was eurem Hund besonders liegt und kann euch somit wahrscheinlich am besten beraten.

        Viel Spaß noch mit eurer Fellnase!
        LG nobyna

        • (3) 24.03.18 - 18:01

          Vielen Dank!

          Ich denke ihr liegt vor allem apportieren und schnüffeln ganz gut, sie findet ihren Ball weit weg im Feld wieder und holt den ganz brav. Aber ist das denn schon Kopfarbeit, wenn ich den Ball werfe und sie ihn sucht...?

          K

          • Ja, das ist Kopfarbeit. Gepaart mit körperlicher Bewegung. Und ideal für den Labbi.

            Mach das 2 x am Tag für ne Viertelstunde, das ist besser als ein "normaler" Spaziergang.

            Wenn dein hund Trockenfutter bekommt, kannst Du ihm das in einem Kong geben. Da muss er arbeiten, um an' Futter zu kommen. Oder er bekommt das Futter als Fährte beim Spaziergang. Er muss "Sitz" machen, dann "Bleib" und Du verstreust die Kekse . Dann heißt es "Such" und schon ist der hund beschäftigt.

            Man kann seinen Hund mit ganz wenig Aufwand geistig fordern. Und was für uns wie Pille-Palle wirkt, ist für's Hundeköpfchen ganz viel Arbeit!

            • Ok, Danke für den Beitrag. Das sind prinzipiell die Sachen die wir schon machen, das suchen, erschnüffeln, Kong, Befehle einüben. Das beruhigt mich sehr, denn man liest immer von der Kopfarbeit und das ist sehr verunsichernd, letztendlich möchte ich dass mein Hund glücklich ist 😊

              Danke!

              K

          Für Fortgeschrittene: sie muss sitzen/stehen/liegen bleiben, und darf erst auf Kommando dem Ball hinterher.

          Im Wald einen Tannenzapfen in due Hand nehmen, zu anderen Tannenzapfen legen und den Hund den suchen lassen.

          Aber auch von mir die bitte - der Hund ist noch sehr jung und im Wachstum. Ball spielen ist sehr belastend für die Gelenke!

          • Vielen Dank!

            Was wäre denn die Alternative zum Ball spielen, die weniger belastend ist....? Mit fällt da nicht wirklich etwas sinnvolles ein....

            K

            • Hi,

              ich persönlich halte eh nicht viel vom klassischen Bällchen holen. Macht den Hund total gaga und kann verstärkend auf den Jagdtrieb wirken.

              Es gibt so viele Dinge... zum einen: mal nur spazieren gehen.

              Suchspiele, Apportieren, Hundeschule, Tricks beibringen etc...

              Ich persönlich finde, dass der Hund im ersten Jahr schon ziemlich ausgelastet damit ist, groß zu werden und die alltäglichen Dinge zu lernen.

              Lg

              • Danke, prinzipiell machen wir das alles (hundeschule, spazieren, Tricks) wohl dosiert über die Woche verteilt.

                Aber eine Frage habe ich noch ;-)

                Was ist der Unterschied zwieschen dem apportieren und Bällchenhollen.....?

                K

    (11) 25.03.18 - 22:10

    Hallo,
    Meine hundetrainerin hat immer gesagt : „10 Minuten nasenarbeit ist so auslastend wie ein 2h Spaziergang“.

    Ich verteile gerne die futterration im Garten zum suchen... kann man auch schwer machen ;) aber erst langsam anfangen.
    Wir spielen auch Spielzeug verstecken und suchen
    Und wir apportieren. Das liebt unser Retriever und am allerliebsten im Wasser :)

    Auch Hundekontakte im Freispiel sind suuuuper!

    Dein Hund ist noch sehr jung, ich finde ihr geht schon ganz schön lange mit ihm raus.... versteh mich nicht falsch, aber ich denke dass ein Tür sich schnell daran gewöhnt und dann müsst ihr noch weiter steigern.

    Was ist ein Silber-Abkömmling beim Labrador?!

    Lg

    • (12) 27.03.18 - 08:48

      Das sind die Modefarben (habe ich erst hinterher gelernt), Silber, champagne und noch eine. Meine ist blond, hat aber helle Nase und helle Augen. Es wird erzählt, dass man da einen Weimaraner oder eine deutsche Dogge reungezüchtet hat um die Linie zu erhalten. Dementsprechend sollen sie unter Umständen etwas eigenwilliger sein als die Labradore. (Was es alles nicht gibt...)

      K

      • (13) 27.03.18 - 10:15

        Hallo,

        Das sind keine Modefarben, sondern mischlinge.

        Ich hoffe man hat ihn dir nicht als Rassehund verkauft....

        Lg

        • (14) 27.03.18 - 16:45

          Doch hat man. Mir war es aber nicht wichtig, weißt du, irgendwie sind alle hunderassen durch Kreuzungen entstanden. Und wenn bei meinem Labbi, Generationen zurück, auch ein Weimaraner reingemischt würde, finde ich ihn immer noch toll, who cares ;-)

          • (15) 27.03.18 - 21:10

            Ja klar.... die Hunde sind ja nicht durch ihre Papiere toll....

            Ich hätte mir auch fast einen geholt.
            Aber für mich ist es schlichtweg Betrug.... und das finde ich nicht gut.

            Aber ich wünsche euch alles gute!
            Ich bin bei meinem Golden Retriever auch auf die Nase gefallen.... aber es ist der tollste Hund der Welt.

            Lg

            • (16) 27.03.18 - 21:26

              Danke ;-)

              Ich finde es aber wirklich nicht schlimm. Habe mir davor unteranderem Welpen mit Papieren des DRC (oder so ähnlich, DER Retriever Club) angeschaut und fand die Umstände gruselig! Die Mutter hatte viele kahle Stellen, die Züchterin war so dick dass sie kaum laufen konnte. 1400 pro Welpe, das fand ich schlimm....

              Die Leute Bein den ich die kleine habe, stehen mir gut bei Seite, nehmen sie auch für ein paar Tage wenn ich mal beruflich weg muss. Herzensmenschen. DAS war mir wichtig ;-)

              K

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