Jetzt geht die hetzte weiter.

    • (1) 10.04.18 - 12:09

      Hallo, Ich muss mich gerade mal auskotzen. Wie man aus den Nachrichten weiß wurden 2 Personen von dem eigenem Hund getötet worden, (was hätte durch die Behörden verhindert werden können). Nun habe ich gerade gehört das gestern Abend ein 8 Monate alter Junge von dem Familie hund zu Tode gebissen wurde. (Hintergründe sind noch nicht bekannt, nur soviel das es wohl au h ein Staff-mix sein soll). Keine Frage es ist schrecklich was passiert ist aber dennoch finde ich es nicht richtig das wieder diese Hetze anfängt. Jetzt hört man wieder jeden Tag das irgendwo ein sogenannter Kampfhund zugebissen hat. Warum aber hört man nie das auch andere Hunde zubeissen?? Mich regt das ehrlich gesagt auf.

      • Ich gehe jetzt mal davon aus, dass es so oder so in der Presse steht, wenn ein Hund ein Kind oder seinen Besitzer tot beisst, unabhängig der Rasse des Hundes. Fazit: derzeit scheinen Menschen hauptsächlich von Hunden gewisser Abstammung totgebissen zu werden, sollte also das nächste mal ein Dackel oder Zwergpudel der Täter sein wird diese Meldung bestimmt nicht totgeschwiegen.
        Es stimmt, dass grundsätzlich jeder Hund zu beissen kann, dass es Beissvorfälle bei fast allen Rassen und Mischungen gibt, es macht für mich jedoch einen Unterschied, ob der verfressene Labrador der Nachbarn mich in den Finger zwickt wenn er nach dem Leckerli schnappt oder ob mein Kind zerfleddert wird.

        • Genau das passiert eben nicht das darüber berichtet wird wenn eine andere Rasse die nicht auf diversen Listen stehen zubeisst. Oder glaubst du ernsthaft das heute nirgendwo in Deutschland ein Mensch von einem Hund gebissen wird? Natürlich ist es verheerender wenn ein Hund gewisser Rassen zubeisst aber eben auch nur weil dessen Beisskraft wesentlich höher ist. Da kann aber der Hund nichts zu und schon gar nicht andere Hunde bestimmter Rassen. Ich musste meine Labrador Hündin nach 7 Jahren abgeben, weil sie 2 mal nach unseren damals 3 Jährigen Sohn geschnappt und davon einmal mit den Zähnen an der Nase gestreift hat. Davor waren die beiden ein Herz und eine Seele und mir tat es im Herzen weh. Ich habe allerdings soviel Verantwortung gehabt und den Hund zum Schutz unseres Sohnes abgegeben da wir uns nicht erklären konnten warum das passiert ist. Auch Untersuchungen ergaben nichts bei dem Hund. Ich will damit sagen das jeder Hund zubeissen kann, ganz unvermittelt. Das hat aber nichts mit der Rasse zu tun.

          • (4) 10.04.18 - 15:06

            Es ist nun mal ein Unterschied: beißen und zu Tode beißen 😉
            Ersteres wird sicherlich nicht in der überregionalen Presse zu finden sein.
            Letzteres eben schon !
            Und sein wir ehrlich : ein kleiner Mops wird sicherlich nicht 2 Erwachsene zu Tode beißen und wenn er zulangt, wird das sicherlich nicht in der Presse zu finden sein .

            • (5) 10.04.18 - 17:59

              Natürlich ist das ein Unterschied ob da jemand "nur" verletzt wird oder getötet. Ich kann nur nicht verstehen warum diese Hunde in den Medien wieder alle über einen Kamm gescheert werden und in den Dreck gezogen werden.

          (6) 10.04.18 - 16:27

          Du unterstellst also, dass Vorfälle, bei denen Nicht-Listenhunde jemand getötet haben, von den Medien verschwiegen werden?

        • (14) 10.04.18 - 18:01

          Ich habe bisher noch keinen Bericht davon in den Nachrichten gehört zumindest nicht im TV. Ich kann mir aber nicht vorstellen das sowas bisher noch nicht vorgekommen sein soll.

          (17) 10.04.18 - 19:22

          Das mit dem Husky kam definitiv hier in der Tageszeitung, auch wenn der Ereignisort selbst relativ weit weg ist.
          Ob die Tagesschau die aktuellen Vorfälle ausschlachten, weiß ich nicht. In der heute-Sendung kam gerade nichts über den totgebissenen Säugling.
          Vielleicht solltest Du also die Auswahl Deiner Medienquellen überdenken, wenn Dich reißerische Berichterstattung stört.

Das Beispiel ist total bezeichnend... der drollige "Labbi" zwickt nur auf Futtersuche in den Finger und fürs Kind zerfleddern kommt er nicht in Frage?

  • Natürlich kommt er in Frage, theoretisch kann ein Chihuahua einen schlafenden Säugling verstümmeln oder töten.
    Es bleibt die Frage nach der Wahrscheinlichkeit.

    Wenn ich mir einen tierischen Begleiter für Wanderungen wünsche, kann ich mir dafür eine Katze statt einem Hund anschaffen, die Möglichkeit, dass sie mich auf Wanderungen begleitet ist klein, aber sie besteht.

    Verstehst du?

    Labbis sind übrigens nicht drollig, leider sind gerade sie viel zu oft in ungeeigneter Haltung und unausgelastet, weil sie als Anfängerhunde gelten.

Hallo,


in unserem Nachbarort wurde vor kurzem ein Mann von einem entlaufenen Schäferhund in den Arm gebissen. Das stand hier in der örtlichen Presse.

Wenn Menschen totgebissen werden, wird man sicher auf anderer Ebene berichten. Und ich nehme an, dass die Rasse des Hundes bei Bissen mit Todesfolge bei der Berichterstattung egal ist.

Ich weiß aber, was du meinst. Wenn Listenhunde zubeißen, wird die Diskussion oder meinetwegen Hetze, immer von Neuem entfacht. Das schadet den Listis, die gut sozialisiert, menschenfreundlich und sehr gut erzogen sind.
Wobei ich in den letzten Jahren hier bei uns nur noch sehr selten einen zu Gesicht bekommen habe.

LG

Nici

(22) 10.04.18 - 20:45

Tragisch ist es alle male, meist sind die Halter auch nicht unbeteiligt an den Beißattacken, aber das immer nur berichtet wird wenn es so genannte "Kampfhunde" sind ist auch nicht ganz richtig. Hab mir eben im Netz die Nachrichten durchgelesen, auch das von dem Baby was getötet wurde. Und da standen auch andere tötliche Attacken von Hunden darunter. Siehe hier... April 2018: Ein Terrier-Mischling tötet seine Besitzer, Mutter (52) und Sohn (27), in Hannover. Klar wird aber auch: Chicos Halter waren überfordert.

► Mai 2017: Ein Kangal beißt eine Passantin (72) bei Sigmaringen (Baden-Württemberg) zu Tode. Polizisten erschießen das Tier.

► September 2014: Im Schwarzwald fällt eine Frau zu Hause ihrem Australian-Shepherd-Mischling zum Opfer. Das Tier geht auf die 57-Jährige los und verletzt sie tödlich.

► Dezember 2011: Ein Baby wird in Schmallenberg (NRW) von einem Husky-Mischling in der elterlichen Wohnung zu Tode gebissen. Es sind also nicht nur die üblichen verdächtigen Rassen über die etwas geschrieben wird. Ich meine mich auch erinnern zu können das der Fall mit dem Husky ebenfalls damals in den Medien umher ging. Wo ich dir recht gebe ist das es Allgemein wieder so aufgebauscht wird. Das ist nervig. Es sollte bekannt sein das die Tiere nicht böse geboren werden. Und das man keine Kinder mit Hunden egal welcher Rasse allein zu lassen hat. Ob nun Mops, Terrier oder Husky.

(24) 11.04.18 - 13:03

Ich habe diesmal einen anderen Eindruck. Bei Chico wird/wurde ziemlich differenziert berichtet. Man hat soviel über ihn erfahren, dass er nicht als das Monster da steht, sondern er einem eher total leid tut, wenn man kein Gefühlloser Klotz ist. Im Gegenteil, es ist hier sogar sehr schwierig, das Mitleid mit den beiden Menschen zu behalten. Da kann ich wenig Hetze erkennen.

Und auch sonst scheint man diesmal nicht die Hundebesitzer als Freiwild erklären zu wollen, so wie sonst. Man holt sogar Meinungen von echten Fachleuten und keinen Demagogen ein. Ist doch auch schon mal viel mehr wie sonst. Und mir gefällt auch das gesagt wird das nur 3-4 Menschen im Jahr durch Hundebisse zu Tode kommen. Das gibt es den Rahmen den es haben sollte. Ausser bei Menschen die sowieso im Panikmodus sind, bzw. bei den Hundehassern.

Der Fall in Bad König ist wieder was anderes. Das soll ein Boxermix sein und er ist auch nicht als Listenhund gemeldet. Aber die ersten Berichte tun so als stehe fest das er ein Stafford ist. Das kann man schon als Hetze ansehen. Mal sehen was daraus wird.

Und zu deinem Einwand das man ja wieder von den Listenhunde hört und nicht von den anderen. Es war nun mal einer. Ich kann auch nicht erkennen in wie fern das gut sein soll. Und es stimmt auch so nicht. Meine Regionale Zeitung hat nach einem Beissunfall eines angehenden Polizeihundes (belgischer Schäferhund) an Kindern, jede Meldung von Hund mit Kindern gebracht. Also vom zwicken, über anrempeln, alles dessen sie "habhaft" wurden. In keinem einzigen Fall war jemand schwer verletzt worden und es war kein einziger Listenhund dabei. Das hat den Listenhunden sicherlich gar nichts gebracht. Aber den anderen Hundebesitzern, das Leben zur Hölle gemacht. Aber auch das ist irgendwie typisch Hundebesitzer, anstatt das sie zusammen stehen und sich verteidigen, hetzten sie die Meute lieber auf andere Hunde und deren Besitzer.

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