Total überfordert mit jungem Hund!

    • (1) 18.04.18 - 08:31

      Ich habe zwei kleine Kinder (5 und 3), bin im 4.monat schwanger (ungeplant) und habe einen 9monate alten Hund. Mein Mann ist größtenteils in der Arbeit.

      Wir haben den Hund seit 6monaten, wir lieben ihn alle wirklich sehr aber ich kann einfach nicht mehr.
      Die ersten monate sind super gelaufen. Er hört auf verschiedene Kommandos, war schnell stubenrein, auch ohne leine hört er super draussen.
      Jedoch kann er nicht alleine bleiben. Seit 6monaten übe ich das bereits mit ihm. Er kann alleine in einem Zimmer bleiben und auch wenn ich vor die Wohnungstür gehe, hat er kein Problem damit. Wenn ich aber runter gehe (wohnen im 15.stock) und gleich wieder hoch, hat er bereits gewütet. Er beisst in die Türen. Ein kleines Stück fehlt bereits. Es wird immer schlimmer anstatt besser. Wir lassen ihn im Wohnzimmer, da bereits nach 2 Wochen eine Beschwerde kam wegen gejaule/gebelle. Und eine zimmertür günstiger ist als eine Wohnungstür, die er auch schon angefallen hat. Habe bereits versucht die Tür einzuschmieren mit Zitrone/Essig/ wick Medi night usw. Nichts davon hat etwas gebracht ausser dem Hund Durchfall.

      Hundetrainer/ hundebetreung ist einfach viel zu teuer.

      Bin seit längerem am überlegen ihn ein neues Zuhause zu suchen. Was mir zwar das Herz bricht aber ich weiss nicht weiter. Mein Mann will das natürlich nicht aber er hat ja auch den Stress nicht.

      Auslauf hat er viel. Gehen 3-4mal am Tag mit ihm raus für im Durchschnitt 1 Stunde. Lasse ihn auch ohne leine rennen und ball/Stöckchen spielen und mit anderen Hunden. Und wenn wir irgendwo hin gehen ist er ja größtenteils auch dabei.
      Ein mischling ist er, leider keine Ahnung was drin ist. Haben ihn vom Tierschutz aus Kreta. Widerristhöhe ca.40cm.

      Hat jemand vielleicht noch einen letzten tip? Möchte ihn so ungern weg geben er hängt sehr an uns und wir auch an ihm.
      Sorry für den langen Text.

      • Probier mal den Radio oder den tv an zu lassen. Damit er glaubt es ist wer in der Wohnung.
        Vielleicht auch ein getragenes Tshirt vom dir auf seinem Schlafplatz legen. Es hilft auch ein Ball wo man Trockenfutter eingibt und er eine Beschäftigung hat.
        Mit 9 Monaten sind sie gerade in der Pubertät. Du musst jetzt wirklich konsequent sein sonst kann ihm das bleiben. Sie testen in dem Alter ihre Besitzer gern aus.

        • Alles schon probiert, lässt er alles links liegen. Nur die Tür interessiert ihn.

          • Lass dich nicht von diesen ganzen "Tierschützern" ärgern.
            Auch wenn man alles bedenkt hat und vieles getan hat kann es zu Schwierigkeiten kommen.
            Auch finde ich kann man einen Hund auch in einer Wohnung halten.
            All meine Hunde hatten einen großen Garten aber sie haben ihn selten genutzt und waren bei uns im Haus. Man muss sie nur auslasten.

            Zu deinem Hund vielleicht fühlt er sich wohler in einer Box. Manche Hunde brauchen eine Art Hölle.

            Vorher musst du den Hund auslasten und dann schön langsam anfangen ihn in die Box zu sperren. Am Anfang zur Gewöhnung natürlich kurz und dann kann man es langsam länger versuchen.

            Auch wichtig das er nicht zur Eingangstür sieht.
            Auch mal einsperren wenn man zu Hause ist.
            Niemals zur Strafe einsperren.
            Die Kinder dürfen nicht zur Box.

            Nicht einsperren wenn er aufgeregt ist. Genauso das Herauslassen. Niemals herauslassen wen er aufgeregt ist.
            Zur eingewöhnung kannst du damit anfangen das du ihn darin fütterst. Das du z.b. einen Ball hinein wirfst. Er muss was positives damit verbinden.

            Falls es dann noch immer nicht besser wird, kannst du ja noch immer überlegen ihn wegzugeben. Am besten dann zu einem weiterem Hund

            • Hallo,

              ich fürchte, die TE hat aber mit zwei Kindern und bald einem weiteren Baby, den Hund "auszulasten". Schwierig auch, drei Kinder, davon bald ein krabbelndes Kleinkind, davon abzuhalten, an die Box zu gehen.

              Ich weiß ja nicht, ob das Wohnhaus der Posterin einen Fahrstuhl hat, vermutlich ja, ich stelle mir jeden Gassi-Gang wie einen kleinen Umzug vor. Bitte erinnern: sie wohnt im 15. Stock! Kinderwagen, 2 Kinder an der Hand, Hund an der Leine und vielleicht noch Baby-Equipment dabei.

              Sorry, Hund total unüberlegt angeschafft.

              LG

              Nici

              • Das Baby war ja "ungeplant". Nur muss der Hund das leider ausbaden...

                Stimmt schon was du schreibst. Nur finde ich die Aussage Wohnung und Hund geht nicht.
                Bald 3 Kinder und junger Hund ist natütlich keine gute Idee und mit viel Stress verbunden
                Ich habe ja geschrieben das wenn es so nicht geht sie die Hund abgeben soll.

                • Und das mit der Box ist nur so eine Idee. Und sollte natürlich nicht eine Dauerlösung sein.

                  Hallo,

                  Wohnung und Hund schließen sich m. M. nach absolut nicht aus.

                  Ich finde eher die Gesamtsituation für die Anschaffung eines Welpen sehr ungünstig, wobei es natürlich bei einem jungen Hund, der ohne Probleme allein bleibt, sicher gehen würde. Besonders nachteilig finde ich, dass die Posterin bedingt durch das neue Baby in der Zukunft nicht die Zeit haben wird, mit dem Hund das Alleinbleiben zu üben.

                  LG

                  Nici

                  • Moin,

                    eine Wohnung im 15. Stock mit 2 kleinen Kindern und ein Hund schließt sich m. E. sehr wohl aus #

                    Ich bin wirklich hundeerfahren und bin mit Haus mit Garten und Kleinkind schon ziemlich ins schwitzen gekommen während der Anfangsphase.

                    Ja, und manchmal ist ein neues zu Hause die beste VariAnte für das Tier...

                    Lg

                    Lg

            (12) 19.04.18 - 11:29

            "Manche Hunde brauchen eine Art Hölle."

            Die "Hölle" hat der arme Kerl doch schon.

            • (13) 19.04.18 - 12:02

              Wirklich hab ich Hölle geschrieben 🤣🤣
              Sorry
              Kann man so oder so sehen. Ich kenne Hunde die haben es lang nicht so gut wie dieser. (Wenn das sein einziges Problem ist)

              Wahrscheinlich schon die Zweite....sofern er nicht das Glück hatte, in der Tierschutzeinrichtung auf Kreta geboren zu sein.

    Guten Morgen

    Sorry aber sowas macht mich sauer.

    So kleine Kinder, 15 Stock in einer Wohnung, erneut schwanger und dann ein Hund.

    Man muss VOR Anschaffung eines Tieres überlegen ob es in die aktuelle Lebenssituation passt.
    Und selbst ohne die Schwangerschaft sind so kleine Kinder plus Hund eine genaue Überlegung.

    Das Tier muss es nun ausbaden.
    Prima.

    Hat denn vom Tierschutzverein keiner bei euch kontrolliert? Solche Tiere haben oft Traumata erlitten und reagieren dann entsprechend.

    Da bald ein Baby kommt und somit die Zeit deutlich stressiger wird für euch und besonders für den Hund.
    Sucht wirklich nach einen Platz wo dieses Tier gut unter kommen kann.

    • Er wurde ausgesetzt, muss wenige Stunden nach der Geburt gewesen sein. Würde aber Gott sei dank schnell gefunden.
      Haben es uns sehr sehr gut überlegt und es läuft auch sonst alles ohne Probleme und ohne Stress. Nur eben das allein bleiben. Kontrolliert wurde natürlich, stehe auch noch im Kontakt mit dem Tierschutz.
      Und ja 15.stock Hochhaus. Aber nein nicht so wir man sich das vorstellt. Wohnen am Stadtrand vor der Tür gleich eine Grünfläche mit bach. 10min Fußweg rechts ist ein Wald und ca.15min Fußweg links ist der Wiesen Grund.
      Es geht echt nur um das alleine bleiben, was jeder Hund einfach können MUSS. Habe so viel probiert aber es hilft nichts. Bin verzweifelt.

      • "Es geht echt nur um das alleine bleiben, was jeder Hund einfach können MUSS. Habe so viel probiert aber es hilft nichts. Bin verzweifelt. "

        Soll dein Hund alleine bleiben, weil "Hund das können muss", oder weil es für dich wichtig ist?

        Fakt ist, dein Hund kann es derzeit noch nicht. Nimm mal den Druck raus und lass ihn eben NICHT alleine. Er ist noch ein Kind. Müssen deine Kleinkinder auch schon alleine sein können?

        Wir haben seit Dezember 17 eine Zweithündin, 4 Jahre, schwierigste Vorgeschichte. Wir mussten und müssen auch täglich auf die Zähne beissen, weil sie so vieles noch nicht kennt, Panik hat usw. Kommandos? Kann sie noch keine, sie benötigte zuerst viel Zeit um Vertrauen aufzubauen. Benötigt sie weiterhin.
        Alleine sein konnte sie anfangs auch nicht. Na gut, dann halt überall mitgenommen. An Orte wo sie nicht mitkonnte (weil ihre Angst zu gross wäre oder weil Hunde verboten sind), ging ich halt nicht hin. Oder nur wenn die Hunde zuhause anderweitig betreut wurden. Wenn sie mitkonnte, dann musste ich sie Anfangs oft tragen (zb. auf Bahnhöfen, na und, dann trage ich halt 18 Kilo Hund plus Rucksack).

        Jetzt nach vier Monaten kann sie alleine sein, weil sie das Tempo vorgeben konnte. Ich hatte mich auf eine viel längere Zeit eingestellt bis sie es kann.

        "Er wurde ausgesetzt, muss wenige Stunden nach der Geburt gewesen sein"

        Da liegt schon das Problem.....

        Nicht umsonst brauchen Hundewelpen ihre Mutter bzw. eine Amme bei der Aufzucht zur Prägung.
        Mutter weg......Aufzuchtsperson weg (als vertraute Bezugsperson) ...(wer weiß wieviele Stationen er noch durchgelaufen ist) ...

        Verlustangst?

(19) 18.04.18 - 09:07

Als selber aktive Tierschützerin macht mich das wütend. Warum nimmt man einen Hund auf ohne sich vorher Gedanken zu machen? Ein Tier ausm Tierschutz hat meist ein schreckliches Schicksal hinter sich und braucht entsprechend viel mehr Geduld als ein Welpe vom Züchter. Eine Hundeschule ist da definitiv notwenig und wenn man sich das nicht leisten kann, sollte man sich einen solchen Hund nicht zulegen! Außerdem sind diese Hunde oft gesundheitlich angeschlagener, was enorme Tierarztkosten verursacht...auch das muss man sich vorher überlegen!

Unseren Hund haben wir zu uns genommen, da war er 1 Jahr alt....der Tierschutz hatte ihn an einer Tankstelle eingesammelt, an der sein Besitzer ihn ausgesetzt hatte...innerhalb des ersten Jahres bei uns schaffte er es drei komplette Wohnungseinrichtungen auseinander zu nehmen....aber das war uns bewusst, dass das kommen kann....als er knapp 3 Jahre war wurde dann ein schwerer Herzfehler festgestellt....er darf sich also nicht zu dolle aufregen und braucht teure Medikamente...inzwischen ist er 11 und ja auch heute noch versucht er Gehstöcke anzugreifen (man ging damals davon aus, dass er damit misshandelt wurde) und so müssen wir sofort die Straßenseite wechseln, wenn uns alte Leute übern Weg laufen....aber er ist die treueste Seele der Welt, die beste Alarmanlage fürs Haus die man haben kann und der liebevollste Beschützer unserer fast Elfjährigen den man sich nur vorstellen kann.

  • (20) 18.04.18 - 17:00

    Ernsthaft??? Ihr habt eirn Hund 3 komplette Wohnungseinrichtungen vernichten lassen und das in einem Jahr....? Wieso?

    K

    • (21) 18.04.18 - 17:58

      Weil er unser Familienmitglied ist!

      • (22) 18.04.18 - 18:59

        Verstehe ;-)

        Dann haben wir eine andere Vorstellung von famillie. Bei mir dürfen KEINE Familienmitglieder sinnlos Sachen zerstören und wenn sie es tun, schaue ich dabei sicher nicht zu....

        K

        • (23) 18.04.18 - 19:33

          Das war ja eben auch bei den Versuchen ihn ans Alleinsein zu gewöhnen....meine Eltern hatten sich nen Welpen vom Züchter geholt und dann musste meine Mutter, die Bezugsperson, ins Krankenhaus...tja daheim Wasserschaden im Keller und was macht der Welpe? Zieht sich während mein Dad im Keller mit dem Handwerker war, den Bodenbelag von der Ecke in die Mitte des Zimmers um sich drunter zu verstecken....

          Und um genau da Erziehung walten zu lassen, gibt es ja Hundeschulen. Deswegen versteh ich nicht warum man sich einen Hund zulegt, wenn man weiß, dass man es sich gar nicht leisten kann

(24) 18.04.18 - 09:17

Hier wird dir keiner Tipps geben können, nachdem wir nicht beurteilen können, ob der Hund unter Trennungsangst leidet oder ob er bei euch einfach das Alleinsein nicht gelernt hat.

Wie habt ihr denn mit dem kleinen Hund geübt? Hunde können in der Regel nach ein paar Monaten drei bis vier Stunden alleine bleiben, allerdings nur dann, wenn das richtig aufgebaut wurde, dh. am Anfang, wenn der Hund ruhig, müde und satt ist, mehrfach am Tag ohne Gedöns nur mal kurz alleine lassen, um Post zu holen oder den Müll runterzubringen.

Funktioniert das, kann man Rituale einbauen, die dem Hund vermitteln, wann er mitkommt und wann nicht, man bleibt länger weg usw.

Ich empfehle dir eine Anmeldung im dogforum, dort wirst du mehr an Hilfestellung erwarten können, nachdem es sich hier um ein Familienforum handelt, in dem die Kategorie rund um die Haustierhaltung nur ein kleiner Bereich mit wenig Beteiligung ist.

Jetzt aber zum Gedanken an eine Abgabe:

Ich glaube aus den folgenden Gründen, dass das Zusammenleben bei euch auf Dauer nicht funktionieren wird.

Du hast einen Welpen aus dem Auslandstierschutz in eine Familie mit kleinen Kindern und eine Wohnung im 15. Stock geholt. Jetzt kommt ein weiteres Kind. Du denkst jetzt nach ein paar Monaten an eine Abgabe und das nur, weil der Hund nicht alleine bleiben kann, schreibst aber nicht mal, was du versucht hat. Das macht auf mich den Eindruck, als hättest du erwartet, dass er das schon irgendwie lernen wird.

Ein Trainer kommt nicht in Frage, da zu teuer - was macht ihr, wenn mal erhebliche Tierarztkosten anfallen? Die mit Einzelstunden bei euch daheim verbundenen Kosten sind ein Klacks im Vergleich zu dem, was finanziell noch auf euch zukommen kann.

Jetzt kommt ein weiteres Kind dazu, das macht die finanzielle Lage nicht einfacher und auch die Zeit für den Hund wird noch begrenzter sein. Ist der Hund voll ausgereift, ist es dann auch mit einer Stunde nicht getan. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass aktuell insgesamt eine Stunde am Tag gemeint ist, denn 3-4 mal am Tag je eine Stunde wäre ja viel zu viel.

Im Interesse des kleinen Hundes rate ich zu einer schnellen Entscheidung ohne Wenn und Aber und ohne weiteres Abwarten.

Jetzt ist er noch jung und hat gute Aussichten ein geeignetes Zuhause zu finden. Mach das bitte nicht auf eigene Faust, sondern wende dich an einen Tierschutzverein. Sollte es sich bei der Orga, von der du den Hund hast, um einen Verein handeln, der keine Vor- und Nachbesuche macht, dann wende dich an einen Verein, der eine saubere Vermittlungspraxis hat.

  • (25) 18.04.18 - 09:22

    Ich lese gerade, dass du noch Kontakt zu der Orga hast und auch ein Vorbesuch durchgeführt wurde. Damit ist eine Frage schon beantwortet.

    Du schreibst aber wieder, dass du schon "so viel" versucht hast, aber nicht konkret, wie du vorgegangen bist. Wenn er kurze Abwesenheiten toleriert hat, habt ihr vielleicht zu schnell zu viel erwartet oder er konnnte das von Anfang an nicht.

    Ihr müsstet hier jedenfall bei null anfangen und das mit Hilfe eines Trainers, der die Situation beurteilen kann. Da du das einerseits nicht möchtest oder kannst und andererseits meinst, der Hund "muss" das können, sehe ich schwarz.

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