Hund rammelt

    • (1) 28.04.18 - 13:08

      Hallo
      Mein Hund (rüde nicht kastriert 7j)rammelt andere Hunde wenn er die ein paar Minuten kennt,oder die bei uns zu Besuch sind.
      Wir überlegen einen zweit Hund zu holen und überlegen deswegen was man da mache kann.

      • (2) 28.04.18 - 16:37

        Kastrieren. Das ist angestaute Energie... oder auch Dominanzverhalten.
        Von einem zweiten Hund würde ich abraten. Wenn ihr eine Hündin nehmt dann bekommt ihr Junge und wenn ihr einen Rüden nehmt kann euch passieren das sich der Hund das nicht gefallen lässt und sie ganze Zeit raufen...
        Am besten ist das Kastrieren

        (3) 28.04.18 - 21:11

        Wenn es Dominanzgehabe ist dann macht er das auch kastriert weiter.
        Mein fast 7 Jähriger Mix ist seit 5 Jahren kastriert, aber bei anderen Hunden aufreiten tut er noch immer. Eben um denen zu zeigen "Ich stehe über dir, ich bin der Chef". Das ist sein Charakter und das werde ich ihm wohl auch nicht abgewöhnt bekommen. Er macht das nur bei Hunden die er nicht gut oder gar nicht kennt. Ob männlein oder weiblein, kastriert oder nicht, gerade läufig oder nicht ist ihm da völlig egal. Kurz beschnuppern und dann drauf "Ich bin der Chef! Klar?" und wenn das klar ist und der andere sich entsprechend verhält macht er es nicht mehr und es wird gespielt. Es gibt aber auch Hunde die sich das nicht gefallen lassen bzw die das selbe bei ihm versuchen. Das gibt dann gezicke (aber bisher noch nie mehr als Zähne zeigen und böse blicke). Merken wir das sich die Hunde gar nicht einigen können geht jeder Besitzer weiter, bisher hat es immer geklappt das jeder Hund dann seinem Besitzer gefolgt ist.
        Unser Hund hazt auch viel Ausdauer und Konsequenz in der Erziehung von mir erfordert. Egal was ich sagte, er guckte immer erst mal ne Runde rum und überlegte "Na, soll ich das jetzt machen? Muss ich?" und immer wieder wenn ich dachte er hat geschnallt das ICH Chef bin und die Ansagen mache kamen so Tage wo ich dachte "Hat dem letzte Nacht wer ins Hirn geschi***? Das kann doch nicht sein, als hätte er nie was gelernt" Die Kastration hat da etwas geholfen aber erst das zunehmende Alter hat so wirklich die Einsicht gebracht das ich auch beim 1000. Versuch gleich reagiere und es nicht durchgehen lasse. Er hatte da sehr vie Ausdauer, ich musste halt mehr haben.

        (4) 29.04.18 - 17:58

        Wenn Hunde aufreiten, kann das drei Gründe haben:

        Aufreiten als Lernspiel: machen Welpen und Junghunde, um sich Fähigkeiten im sozialen Umgang für das spätere Leben anzueignen. Fällt bei Deinem Hund wegen des Alters somit weg.

        Aufreiten mit sexueller Absicht: Klar, was dahinter steckt. Unkastrierte und hypersexuelle Tiere (auch Hündinnen können aufreiten) reiten sexuell motiviert auf. Dabei ist es für einen intakten Rüden egal, on er einen Kastraten oder eine Hündin vor sich hat. Besonders Kastraten riechen oft für intakte Rüden besonders attraktiv. Lediglich Hündinnen in den Stehtagen übertreffen diesen Geruch.

        Das Aufreiten eines Rüden auf einen Kastraten ist also aus Sicht des Hundes ein normales (riecht wie eine Hündin, wird auch so behandelt) sexuelles Verhalten – ob der kastrierte Rüde damit glücklich ist, bleibe mal dahin gestellt. Aber Kastration generell ist ja ein Thema, über das sich die Geister scheiden.

        Aufreiten als Imponiergehabe: Was häufig als Dominanz bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit eigentlich „nur“ ein Imponiergehabe. Ja. Aufreiten ist in vielen Fällen ein Imponiergehabe. Der Hund – ob Rüde oder Hündin ist dabei egal – will einem anderen imponieren, ihn beeindrucken. Und er tut dies, indem er ihn einschränkt, ihm Bewegungsfreiheit nimmt. Deshalb wird dieses Aufsteigen in den allermeisten Fällen seitlich erfolgen: Kopf auf die Schulter legen, sich mit dem ganzen Gewicht auf den Hund legen und versuchen ihn entweder zu Boden zu drücken oder ihn zumindest sehr stark einzuschränken.

        Nur weil Aufsteigen ein natürliches Verhalten ist, heißt das noch lange nicht, dass es sich auch um ein freundliches Verhalten handelt. Aufreiten zu Imponierzwecken hat immer die Intention, den Gegner zu beschränken. Das ist natürlich. Aber das ist natürlich nicht nett. Daher solltest Du es IMMER unterbinden.

        Einen zweiten Hund anzuschaffen hilft Dir in keinem Schritt weiter. Ich würde den Hund kastrieren und das Aufreiten konsequent unterbinden.

        LG

        • HI,
          vielleicht kannst du mir ja weiterhelfen bei einem früheren Erlebnis mit dem Hund einer Freundin. Daran war ich durch diesen Thread wieder erinnert, und ich kann es mir immer noch nicht erklären.
          Ich war damals noch eine Jugendliche und dieser Hund hat immer versucht mich - andere auch - anzurammeln. Meine Freundin hat es immer direkt unterbunden, ich auch. Das ging so über Jahre.
          Eines Tages hatte ich die Hündin einer anderen Freundin Pflege, viel größer als er und die beiden haben sich verstanden, sodass wir viel mit ihnen zusammen unternommen haben und sie mit ihm in "seinem" Garten frei spielen durfte. Hat toll geklappt. Er war auch bei uns mit ihr, also in ihrem Revier.
          Ab da hat dieser Hund mich NIE wieder versucht anzurammeln, auch als sie weg war.
          Kann man das verstehen?#kratz

          vlg tina

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