Hündin scheinschwanger

    • (1) 24.05.18 - 08:03

      Hallo zusammen,

      ja ich weiß, wie Meinungen zu diesem Thema hier sind und ich möchte dahingehend auch gar keine heiße Diskussionen starten ;-) Aber ich brauche ernstgemeinte Meinungen dazu:

      Unsere 3 Jahre alte franz. Bulldogge war jetzt schon das 3. Mal scheinschwanger, beim letzten Mal war es extrem (jaulen, wochenlange generelle Unruhe, Herumtragen/Bemuttern/Bewachen ihrer Spielzeuge). Entzündete Zitzen hatte sie allerdings nicht.

      Nun denke ich daher doch langsam über eine Kastration nach, denn leiden soll sie nicht und das wäre wohl auch ein plausibler Grund für den Eingriff, hieß es mal.

      Ich habe aber Angst vor einer Wesensveränderung und/oder anderer möglicher körperlicher Nachteile (Inkontinenz).

      Gibt es da noch eine andere Lösung? Medikamente?
      Unsere Tierärztin will ich nicht fragen, da ich nicht weiß, ob da dann nicht der finanzielle Gedanke im Hintergrund stehen würde.

      Ich habe da keine andere Erfahrung, unsere 1. Hündin (Schäferhund-Mix) musste kastriert werden (vom Tierheim aus vertraglich geregelt) und bei ihr gab es keinerlei Probleme.

      Bitte nur Meinungen dazu, denn ich bin weder Gegner noch Befürworter von Kastration, mir geht es dabei allein um das Wohl meines Hundes und was in ihrem Fall sinnvoll wäre.

      Danke und LG
      sonntagskind

      • durch sein eigenes Verhalten kann man viel bei einer Hündin bewirken. Erstmal vor weg, die Scheinmutterschaft ist nichts abnormales. Manche Hündinen leiden dann extrem und andere weniger.
        Wenn ihr wisst, dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach wieder eine extreme Scheinmutterschaft haben wird, dann solltet ihr vorsorglich sämtliche Kuschelspielzeuge weg packen, die tägl. Futterrationen runter fahren und den Hund ordentlich aus powern.
        Hintergrund: Wenns nicht genug zu futtern gibt und bei recht viel körperlicher Anstrengung ist es ein schlechter Zeitpunkt für Nachwuchs.
        Auch darf man in dieser Zeit die Hündin nicht am Bauch streicheln und muss drauf achten, dass sie sich nicht selbst die Zitzen stimuliert.

        Bis jetzt haben wir das ganze gut im Griff und auch in dieser Zeit eine fröhliche, muntere Hündin.
        Alles Gute!
        hier noch mal zum lesen
        http://partner-hund.de/info-rat/gesundheit-vorsorge/das-sexualverhalten-des-hundes/woran-man-scheintraechtigkeit-erkennt
        ach so, ich schreibe bewusst Scheinmutterschaft weil es im eigentlichen Sinne eine Scheinmutterschaft ist und keine Scheinträchtigkeit. Das Ganze fäng ja auch erst nach der Zeit der Trächtigkeit statt (also in dem Zeitraum, in welchem eine tatsächlich trächtige Hündin ihre Babys bekommen hat)

            • Eigentlich nur ein Kuscheltier und so ein Quietsch-Gummi-Ding.
              Auch Seile, aber da bestimmen wir, wann wir damit spielen.

              • evtl. in der Zeit der Läufigkeit das Kuscheltier durch etwas anderes ersetzen. Erst zusätzlich zum Kuscheltier einen Ball oder ähnlich nichts kuschliges dazu und dann ist das Kuscheltier irgend wann weg. Und die Hündin dazu auf fordern mit dem neuen Spielzeug zu spielen.
                Wäre so mein Tipp. Bedeutet nicht, dass es bei eurer funktioniert.
                Und ganz wichtig. Die Hündin nicht bedauern oder so i. S. v. du Arme, ach, musst du leiden o. ä.
                Viele machen sowas total unbewusst. Ein Hund beobachtet seinen Menschen und zieht draus seine eigenen Schlüsse. Und verhält sich dann entsprechend

    Joa. Meine Antwort fällt da ganz anders aus. Ich würde sie kastrieren. Und zwar zeitnah nach dieser Läufigkeit.

    Ich sehe das ganz pragmatisch. Eine Hündin, die nicht werfen soll, braucht nicht durch eine Scheinschwangerschaft zu gehen. Wozu?

    Eine dreijährige Hündin wird sich nach der Kastration nicht im Wesen ändern. Evtl. wird sie fettleibiger, da sich der Stoffwechsel ändert. Dagegen kann man aber gut etwas tun.

    Inkontinent muss ein Hund nicht werden - kann es aber. Kastrierte Hündinnen werden manchmal inkontinent, besonders dann, wenn man die Gebärmutter mit entfernen lässt. Ich würde also bei einer Kastration darauf achten, dass dies nicht geschieht.

    Aber auch kastrierte Hündinnen, die ihre GB noch besitzen, haben einen anderen Hormonhaushalt, der dazu führen kann, dass der Blasenmuskel nicht zuverlässig schließt. Dies bedeutet Harnverlust - tröpfchenweise oder auch mal mehr. Dagegen kann man aber sehr gut medikamentös angehen. Meine Hündin bekommt pflanzliche und schulmedizinische Unterstützung und hat nur in den kalten Wintermonaten mit Inkontinenz zu tun.

    Grundsätzlich finde ich aber, dass all diese "Nebenwirkungen" keine Scheinschwangerschaft rechtfertigen. Man neigt dazu, diesen Trieb zu verharmlosen oder gar zu vermenschlichen aber darf dabei nie vergessen, dass das Tier nicht nur körperlich, sondern auch seelisch darunter leidet.

    LG

    • war dir klar, dass ich dir antworte, gell? :-)
      >>Ich sehe das ganz pragmatisch. Eine Hündin, die nicht werfen soll, braucht nicht durch eine Scheinschwangerschaft zu gehen. Wozu?<<

      tja, doof dieses Wolfserbe. War mal dafür gedacht, der Leitwölfin als Amme zur Verfügung zu stehen und zu helfen.
      Und da stimme ich dir zu, das wird heute beim Hund ja nicht mehr unbedingt gebraucht.
      Trotz dem ist es eine OP mit allen damit verbundenen Risiken Auswirkungen.

      >>Aber auch kastrierte Hündinnen, die ihre GB noch besitzen, haben einen anderen Hormonhaushalt, der dazu führen kann, dass der Blasenmuskel nicht zuverlässig schließt. Dies bedeutet Harnverlust - tröpfchenweise oder auch mal mehr. Dagegen kann man aber sehr gut medikamentös angehen. <<

      coole Sache, man schneidet was weg und dann gibts den Rest des Lebens Medikamente.
      Schon mal geschaut, was das für Medikamente sind?

      >> Man neigt dazu, diesen Trieb zu verharmlosen oder gar zu vermenschlichen aber darf dabei nie vergessen, dass das Tier nicht nur körperlich, sondern auch seelisch darunter leidet.<<

      und schon passiert es dir selbst auch. Du vermenschlichst die Hündin. Eine Hündin leidet nicht seelisch da runter, dass sie keinen Nachwuchs bekommt.
      Wäre dem so, würde eine Unfruchtbarmachung/Kastration an diesem Zustand ja nichts ändern. Kinderlos ist Kinderlos.

      Für alle Mitleser, die es interessiert
      http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=18951

      Oft findet eine Kastration statt, weil die Hündin unter den Hormonschwankungen zu stressig für ihre Besitzer wird od. weil der Besitzer mit den Auswirkungen der Läufigkeit (evtl. Blutklecksel) und teil weise anderem Verhalten und/od. höherem Aufsichtsaufwand nicht klar kommt. Dann muss eine Hündin halt auf ihre Halter und sein Leben zu geschnitten werden.



      Es muss aber gelten: Eine Katration muss immer eine Einzelfallentscheidung sein. Kein Rundumschlag.

Hallo!
Vorab, unsere Hündin (6) war noch nie Schein-Irgendwas und verhält sich nicht anders als sonst während der Läufigkeit oder davor/danach.
Vielleicht ist es nur Glück, vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich sie immer auspower und die (gutgemeinten) Ratschläge der Züchterin und anderer Hündinnenhalter völlig ignoriert habe. Da gab es viele Ratschläge, wie..
-die Hündin viel in Ruhe lassen
-verwöhnen
-schonen usw

Da legt man dann ja völlig falschen Fokus auf ne normale Sache und der Hund zieht evtl. seine Schlüsse draus. Uhi, Frauchen (oa) kümmert sich plötzlich anders/mehr um mich, irgendwas stimmt nicht.
Ich kenne mich NICHT gut mit Hunden aus, nur mit meinem, sind also nur meine Erfahrungen mit unserem Hund.
Ich würde definitiv erst viele viele anderen Dinge probieren, als meinem sonst gesunden Hund eine große Op zuzumuten!
Lg Sportskanone

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