Sedalin beim Hund

    • (1) 23.06.18 - 08:31
      Inaktiv

      Hallo,

      ich habe einen Havaneser, der nicht gerne zum Hundefriseur geht.

      Einmal hat er sich irgendwie losgerissen und ist runtergesprungen und hat sich dabei verletzt, bei einem anderen Friseur war es eine ähnliche Katastrophe.

      Vom Tierarzt habe ich jetzt Sedalin bekommen, aber irgendwie Hemmungen nach dem Lesen des Beipackzettels.

      Hat das jemand schon ausprobiert?

      Bitte keine Tipps, wie man es trainiert, wir haben das schon alles durch, es wird immer schlimmer. Klar geht es mit Gewalt, aber danach sind wir immer alle eine Woche lang völlig fertig.

      Er ist ein lebhafter Hund, der gerne schwimmt und in jede Pfütze springt, alle Pollen und der Dreck hängen täglich in seinen Haaren.

      Danke

      • hallo ,

        ich kann dir nur sagen was ich machen würde: ich würde es ihm nicht geben. Die Nebenwirkungen wären mir einfach zu hoch. Vorallem da es nicht nur eine einmalige Sache ist, sondern wahrscheinlich öfters sein muss. Hast du es schon mit Leberwursttube versucht? Einen wirklichen Rat kann ich dir nicht geben, ausser gut festhalten bin aber gespannt, wAS andere so wissen.

        Lg shalom

        • (3) 23.06.18 - 18:49

          so ca. 2-3 Mal pro Jahr muss es wohl sein, ja. Er frisst nichts unter Stress. Und man kann ihn nicht festhalten, er muss ja ruhig halten, sonst verletzt man ihn.

      Bitte auch einen guten Hundetrainer, der gewaltfrei arbeitet. Wahrscheinlich kann man die Angst in wenigen Trainingseinheiten in den Griff bekommen, mit Leckerchen und Geduld, vielleicht auch Mal den Hund auf drei Termine scheren lassen, wenn es auf einmal zu viel wird.

      Aber es wird sehr schnell besser, ohne Zwang und Angst.

    • Mit Gewalt difitiv nicht! Das machst nur schlimmer,und er griegt Angst dazu.

      Warst du mit ihm in der Hundeschule?
      Wenn nicht, dort hin.
      Wenn Ja, suche dir einen guten Hunde Trainer. Der sich drum kümmert.

      Für den Übergang..
      Hast du schon versucht, ihn selbst bei dir zuhause zubaden und zu bürsten?
      Wenn das auch nicht funkstioniert.
      Mach deine Hände nass und streichel den Hund immer wieder mit deinen Händen. Mit den Finger so durch es Fell gehen, wie mit einer Bürste. Zeig ihm , das die Bürste nicht schlimm ist.
      Wenn er Dir vertraut, wird das kein Problem sein.
      Im salon vertraut er den Menschen anscheind nicht. Wenn es nicht funkstioniert, musst du mit ihm an der Vertrauen basis arbeiten.

      Angst vor Wasser hat er nicht, sonst würde er nicht ins Wasser springen.

      Lebhafte Hunde bekommt man in den Griff!

      Das Mittel Nein würde ich difitiv nicht nehmen!

      • (6) 23.06.18 - 21:29

        Er lässt sich ohne Protest baden, genießt es zum Teil. Föhnen geht auch, aber kämmen hasst er wie die Pest. Das hat nichts mit Vertrauen zu tun.

        Bürsten ist schlimm bei einem kastrierten Havaneser mit zu langem, hellen Fell, vor allem das rote Fell ist schlimm. Trotz aller Vorsicht und auch mit dem Filzmesser tut das weh.

        Deshalb geht es ab einer bestimmten Länge nicht anders als kürzer schneiden.

    Ich bin TFA und würde meinen Hund kein Sedalin geben. Das Risiko möglicher Nebenwirkungen wäre mir zu hoch. Außerdem sind Acepromacin Präparate mittlerweile schon fast veraltet, es gibt gute Alternativen.

    Was habt ihr bereits an Verhaltenstraining gemacht? Sind sich Hund und Frisör generell sympathisch?
    Wenn ja würde ich versuchen, das ganze nochmal von vorne positiv aufzubauen.
    Fahrt zum Salon, wann immer Ihr in der Nähe seid. Geht mit den Hund rein, holt euch ein Leckerchen ab, geht wieder. Wenn das gut funktioniert, geht rein, setzt ihn kurz auf den Tisch, Leckerchen, wieder gehen. Wenn das auch ohne Probleme funktioniert steigert ihr es wieder ein bisschen. Vermeidet in dieser Zeit negative Erfahrungen!
    Zusätzlich könntet ihr mit sedarom direkt arbeiten. Das ist pflanzlich und somit nicht so ein Hammer wie Sedalin.

    • (8) 24.06.18 - 22:16

      Wie wirkt das Sedalin überhaupt? Ist er da bewusstlos oder nur sehr ruhig?

      Er liebt den Hundefriseur und er lässt sich von ihm und auch von mir den Körper oben und den Kopf und Schwanz machen.

      Bei Beinen und Bauch ist es dann aus, aber so richtig. Das lässt er einfach nicht mehr machen.

      • Er ist nicht bewusstlos, aber Steuerungsunfähig, also ein Stück wie eingeschlossen ohne große Möglichkeit sich zu bewegen, während er alles mitbekommt.

        Das kann sehr traumatisch sein, alles bewusst mitzuerleben ohne sich wehren zu können. Da solltest Du wirklich nur im Notfall drauf zurüchgreifen.

        Hast Du es schon mal mit einem Löffel Eierlikör probiert? das macht auch gelassen und entspannt, ohne Nebenwirkungen - außer einem kleinen Rausch.

        • (10) 25.06.18 - 11:25

          Ich habe es sogar mit Tavor probiert, trotzdem Riesentheater. Ich suche irgendwas, das ihn wirklich gelassener macht.

          Vielleicht nehme ich das nächste Mal ein Schmerzmittel. Irgendwas muss an der Unterseite anders sein als oben, da geht es ja.

          • Flöhe oder Milben hast du ja sicher schon ausgeschlossen.
            Ist er vielleicht einfach nur kitzelig?
            Was ist denn so im Alltag, wenn Du ihn an den Pfoten berührst? Matschpfoten abtrocknen oder so?

            Vielleicht wäre da eher Akkupunktur ein Ansatz? Du kannst ja schlecht mit örtlicher Betäubung ran gehen. Er scheint ja gerade eben KEINE Angst zu haben, sondern einfach nur nicht angefasst werden wollen, da werden also Beruhigungsmittel, die Angst lösen sollen, wenig bringen. Er spürt es ja trotzdem.

            • (12) 25.06.18 - 15:25

              Er trägt Advantage, keine Flöhe oder Milben glücklicherweise.

              Kitzlig wäre tatsächlich möglich #kratz. Nur, was macht man dagegen?

              Pfoten abwaschen und abtrocknen ist ja fester, das kennt er und hebt auch die Pfoten auf Kommando.

              Akupunktur ist total schmerzhaft #zitter.

              Genau so sehe ich es, er hat keine Angst, er hasst es einfach. Aber wenn er lang bleiben will, muss er täglich gebürstet werden, da weigert er sich auch.

              • Hast du mal einen Bürstenhandschuh probiert? Eher mit große Strichen, vielleicht mit mehr Druck? Das kitzelt deutlich weniger. Damit kriegst du einiges raus, wenn du es wirklich täglich machst.

                Ich würde da echt eher die Bürste austauschen und genau schauen was ihm da passt. Das ist ja auch eine Charaktersache. Natürlich kriege ich bei meiner Perserdame mit Naturborsten weniger Knoten raus, aber immerhin macht sie das überhaupt mit. Wo man sich gegenüber einem Hund körperlich durchsetzen kann, ist das bei Katzen praktisch ausgeschlossen, daher versucht man es da gar nicht erst.

(14) 24.06.18 - 22:04

Hallo,
ich habe auch einen Havaneser, allerdings ist sie erst 16 Wochen alt.

Mich wundert es ein bisschen, wenn du schreibst, du kannst deinen Baden aber nicht bürsten und dann geht er nur 3x im Jahr zum Hundefriseur.

Meine ist jetzt 3 Wochen bei mir und ich muss sie täglich bürsten. Ansonsten ist ihr Fell sofort verfilzt.

Hat deiner vielleicht Schmerzen beim Friseur?
Offenbar liegt es ja an der Verweigerung des Bürstens.

Du könntest versuchen, sie selbst zu Scheren!
Hast du das mal überlegt? Dann kannst du öfters eingreifen bei Verfilzungen.
Vielleicht hat sie bei dir weniger Angst als in einem Salon.
Könnte doch sein, dass es auch am Ort liegt.

Bevor ich zur Chemie Keule greife, würde ich eine Hundetrainerin anrufen.

Ich arbeite momentan auch mit einer zusammen, und kann es nur empfehlen.
Gruß

  • (15) 24.06.18 - 22:19

    Warte es ab, das wird noch schlimmer mit dem Filz!

    Bürsten tut natürlich weh.

    Ich Schere ja inzwischen selbst. Er hat keine Angst, er hasst es einfach.

    Er zappelt dann so rum, dass man ihn verletzen würde.

    Das Problem sind die Beine und der Bauch, der Rest geht mit Geduld.

    Wenn man es entsprechend kurz macht, reichen die Intervalle

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