Anzeige nach Hundebiss

    • (1) 30.07.18 - 20:44

      Halli Hallo,

      ich benötige mal Rat bezüglich Anzeige nach einem Hundebiss.
      kurz zu den Umständen:
      Meine Frau (26 w) und ich (29m) waren mit unseren 3 Kindern (8J, 4J, 1J) auf dem Geburtstag meines Bruders.
      Es war recht warm und die Kinder dadurch doch recht lebhaft.
      Später kam noch eine Frau mit einem kleinen Hund dazu.
      Meine 2 großen Kinder haben miteinander Quatsch gemacht, den Hund jedoch in Ruhe gelassen.
      Auf einmal kam der Hund unterm Tisch vorgesprungen und hat mein Sohn (4J) in den Oberschenkel gebissen.
      Es war zwar nur eine oberflächliche Wunde jedoch mit einem kleinen Kratzer.
      Die Angelegenheit wurde runtergespielt und die Frau hat auch nach dem sofortigen Hinweis, dass ihr Hund gebissen hat, nicht reagiert.
      Sondern hat Ihren Hund geschnappt und ist in die Wohnung.

      Wir hatten nun natürlich die Umstände mit Arztbesuch etc.

      Nun wollte ich wissen was man machen muss um hier irgendetwas zu Erwirken.
      - Wie komme ich an Schmerzensgeld?
      - Welche Anlaufstelle ist für was zuständig?
      - Langwieriges Verfahren?
      - Angenommen das Anhängsel der Frau (Ältere Kinder (25+)) und weitere Personen würden Aussagen, dass die Kinder den Hund geärget hätten, was würde dann passieren?
      - Kosten?

      Ich hab leider keinerlei Erfahrung in diese Richtung und würde mich über Unterstützung freuen.

      Bitte keine Antworten im Sinne von: "Red doch mal mit denen bevor du solche Schritte unternimmst".
      Das ist in diesem Fall zwecklos.
      Wer tiefer Umstände wissen möchte kann trotzdem fragen, wollt aber kein Wall-of-Text hinterlassen ;)

      mfg
      Patrick

      • Also mal ehrlich, ich finde das verhalten der Frau unter aller Kanone. Die Sache runterspielen, sich dann verdrücken und das wars???? Ne geht gar nicht. Selbst wenn der Hund sonst eher harmlos ist, nichts tat bisher wäre eine Entschuldigung das Mindeste.
        Was hat dein Bruder gesagt wer diese Frau ist und was das für ein Hund ist???

        Ela

        • Hallo Ela,

          Die Frau ist die Mutter von der Freundin meines Bruders.
          Die Freundin und meine Frau verstehen sich überhaupt nicht.
          Aber das ist eine andere Geschichte.

          • Na ja ich hab jetzt so einige Beiträge durchgelesen und mitbekommen das die Kinder wohl ziemlich überdreht gewese sind. Trotzdem hat der Hund nicht zu beißen PUNKT! Wir haben auch einen Hund und ich kann verstehen das die Tiere dann sicherlich auch mal gestresst sind, je nachdem was sie gewohnt sind oder vorher kannten. Dennoch hat man den Hund, wenn ihn der Trubel streßt, eben aus der Situation rauszunehmen.
            Schnappen geht gar nicht.
            Von daher wäre mir, je nach Schwere der Folgen egal ob mich danach wer noch mag oder nicht. Hätte die Frau wenigstens sich entschuldigt und man hätte kurz gesprochen; OK hätte man bei geringfügigen Folgen möglicherweise anders reagieren können. Aber so uneinsichtig finde ich einfach rücksichtslos! Dennoch ist es nun eine Überlegung wert was man nun macht oder was eben nicht.

            Ela

      Hallo!

      Wie ernst ist denn die Sache zwischen deinem Bruder und seiner Freundin? Also die Schwiegermutter in spe des eigenen Bruders anzeigen ist schon eine ziemliche Hausnummer. Insbesondere weil es durchaus sein kann, dass der Hund eingeschläfert wird.

      Schmerzensgeld hängt von der Verletzung ab - wenn es jetzt nur eine oberflächliche Wunde mit Kratzer ist, bewegt sich das im Bereich unter 50 Euro. Da kostet die Erstberatung beim Anwalt mehr, und es ist ja auch gar nicht gesagt, ob ihr damit Erfolg habt. Wenn es doof läuft, steckt ihr 500 Euro in die Aussicht auf 50 Euro Schmerzensgeld. Was genau hat der Arzt gemacht und wie lange hatte das Kind schmerzen?

      Aus Hundesicht ist das kein großes Fehlverhalten, sondern er wollte eure überaus wilden Kinder maßregeln. Insbesondere, wenn der Hund da wohnt, das also auch "sein" Garten ist, war er aus Hundesicht im Recht. Leider hat ihn niemand beobachtet und ihr habt eure Kinder auch nicht gebremst. So gesehen hat der Hund auch nur geschnappt, er wollte nur das Spiel unterbrechen, keinen echten Schaden anrichten, sonst wäre da sehr viel mehr als ein Kratzer.

      • (7) 31.07.18 - 09:19

        Ein Hund hat nicht zu schnappen. Punkt.

        Ein Hund hat zu lernen, dass er ein rangniederes Mitglied des Rudels ist. Wenn ihm der Trubel nicht passt, kann er gehen.
        Wenn der Hund in seinem Revier ist und die Besitzer möchten, dass er das verteidigt, müssen sie den Hund wegsperren, wenn Besuch kommt.
        Der Hund, um den es hier geht, war aber nicht einmal in seinem Revier.

        Darf ich dem Hund dann auch einen Tritt verpassen, weil ich mich als der Ranghöhere nicht von ihm maßregeln lasse?
        Ein ranghöherer Hund würde sich das nämlich nicht bieten lassen. Der würde zurück beißen.

        Immer diese Möchtegern-Tierversteher! #klatsch

        Ich frage mich immer, ob Leute wie Du auch noch so viel Verständnis haben, wenn ein 50 kg Rottweiler unter dem Tisch hervor geschossen kommt und sie leicht in den Oberschenkel beißt.
        Merkwürdigerweise nimmt bei den meisten das Verständnis im Verhältnis zur Größe des Tieren ab. Verstehe ich gar nicht. Hund ist doch Hund...

        • (8) 31.07.18 - 09:42

          Da geb ich dir recht.
          Aber vielleicht war der Hund an der Leine und konnte nicht weg.
          Vielleicht hatte er Angst und die Besitzerin hat ihn nicht "beschützt"
          Vielleicht ist das Kind drauf gestiegen und der Hund hat sich erschreckt
          Usw
          Es gibt so viele Gründe...
          Die Besitzerin hat die Verantwortung und sie hätte schauen müssen ob sich der Hund wohl fühlt

          Hallo,

          nur das das "Rudel" von Kindern und Erwachsenen überhaupt nichts mit dem Hund zu tun hatte. Völliger Blödsinn zu erwarten, dass sich der Hund als rangnieder betrachtet. We nn sich einander unbekannte Hunde treffen, wird im Zweifelsfall die Rangordnung auch erst ausgefochten.
          Wir alle wissen nicht, wie oft der Hund unter dem Tisch vielleicht schon geknurrt hat, um zu warnen. Die Besitzerin hat es vielleicht nicht gehört und noch schlimmer: auch nicht reagiert und den Hund aus der Situation genommen. Der Hund war vielleicht auch angeleint, so dass er nicht einfach weggehen konnte. Ebenso wissen wir nicht, wie oft der Hund unter dem Tisch unabsichtlich von den Kindern getreten wurde.

          Na klar, darfst du jeden Hund treten, der dich schnappt. Ich bin mir sicher, das würdest du auch bei einem riesigen Rottweiler machen. Hund ist doch gleich Hund. Wenn der dich dann noch richtig zurückbeisst ist es dir bestimmt auch sehr recht. Öl ins Feuer giessen ist immer richtig gut und in jeder Situation die richtige Lösung😊.Nici

          (10) 31.07.18 - 18:51

          Grundsätzlich hast du natürlich recht. Kein Hund sollte beißen.

          Aber Kinder, die auf so einer Feier echt völlig abgehen über einen langen Zeitraum, und das so sehr, dass sogar der Vater schon zugibt, dass sie aufgedreht waren - naja, so ganz ohne ist das echt nicht. Noch dazu hat niemand auf den Hund geachtet, der wahrscheinlich vorher schon gewarnt hat. Hat halt keiner hingeschaut.

          Was jetzt ein Hund aus Familie A mit den Kindern aus Familie B zu tun hat hinsichtlich "Rudel" erschließt sich mir echt nicht.

          Und klar darf man sich gegen beißende Hunde wehren. Sofern man mit den Konsequenzen leben kann.

          Wobei der Hund wirklich nur gezwickt hat, wenn ein Hund ernsthaft beißt, dann passiert mehr als ein Kratzer.

          Ich für meinen Teil beobachte Tiere sehr genau. Ich würde mich da nicht auf die Halter verlassen, sondern wirklich drauf achten, ob ein Hund entspannt ist oder nicht. Und ich würde auch keine Kinder total aufdrehen lassen, da macht die Feier den anderen Leuten nämlich auch keinen Spaß mehr.

          (11) 31.07.18 - 20:06

          Aber du scheinst die Weisheit ja mit Löffeln gefressen zu haben. Du solltest Deinen Quatsch mit "ranghöheren" Mal gründlich überdenken und Dich über moderne Hundeausbildung schlau machen!

          (12) 01.08.18 - 06:37

          Fängt schon damit an, dass ich mit meinem Hund kein Rudel bilden kann. Weder bin ich ein Hund, noch ist mein Hund ein Mensch.

    Der Hund von meinen Eltern hat die Zeitungsausträgerin gebissen. Eher in den Po gezwickt.
    Die war beim Arzt. Der Arzt muss bei Hundebiß immer eine Anzeige machen.
    Außer das die Polizei und ein Tierarzt da war. Der sich den Hund anschaut und auf sein Wesen testet ist nicht passiert.
    Sie hat kein Schmerzensgeld bekommen.
    Ich glaub nicht das wegen man wegen einem Kratzer Schmerzensgeld bekommt. Und so schnell wird ein Hund nicht eingeschläfert.

    Ich finde es auch ein bisschen schlimm das man wegen jedem Kratzer gleich Schmerzensgeld kassieren will.
    Mich hat ein Hund mal ins Gesicht gezwickt. Meine Eltern haben nur gesagt selber schuld. Ich hätte mich vom Hund fern halten sollen. Und da war ich auch so ca 4 .

    • Kein Arzt muss eine Anzeige machen. Das ist Blödsinn. Das liegt immer im Ermessen des Arztes und geschieht auf Wunsch des Patienten.

      • Ist es in Deutschland nicht so? Bei uns muss in Österreich muss jeder Biss gemeldet werden
        Entschuldige... hab mir geglaubt das es in Deutschland auch so ist.

        • Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Ärzte nach dem Vorgang fragen (wie, wo, was ist passiert), es Dir aber überlassen, ob Du Anzeige erstatten möchtest. Für die Anzeige benötigst Du dann als Beweismittel den Arztbrief.

          Ich finde das auch durchaus in Ordnung. Jeder sollte selbst entscheiden dürfen, ob er den Fall zu Anzeige bringen möchte.

          • Ok danke
            Wie gesagt bei uns ist das anders.. Da wird jeder Biss angezeigt
            Denn was ist Wenn ein Hund schon ein paar mal gebissen hat und niemand zeigt an, dann könnte der letzte Biss tödlich sein

    Äh ne - wenn überhaupt, kann der Geschädigte eine Anzeige "machen", aber nicht der Arzt.

(19) 31.07.18 - 19:54

Hallo,

Sorry aber da haben die anwesenden Erwachse versagt!

Die einen haben ihre Kinder nicht im Griff und die anderen den Hund!
Wie Sie schon selber sagen es war ein Kratzer, der Hund wollte die Kinder wahrscheinlich maßregeln oder hat sich bedroht gefühlt, oder wissen Sie ob der vlt versehentlich unter dem Tisch getreten wurde?
Ich möchte das Verhalten des Hundes nicht rechtfertigen ABER wenn er wirklich beissen wollen würde, wäre es ganz anders ausgegangen!
Da es hier offensichtlich um Geld geht würde ich trotzdem mal sagen reden hilft. Sprechen Sie die Besitzerin an.

Gruß

Uff. Ich find Eure Reaktion definitiv übertrieben für einen Kratzer. Die sollte sich natürlich entschuldigen, aber ob man da gleich juristisch drauf losgehen muss.

Zum Ablauf: Du brauchst ein ärztliches Attest, das die Verletzung dokumentiert. Damit gehst Du zum Anwalt Deines Vertrauens und der wird zivilrechtlich Schmerzensgeld einfordern und ggf. klagen. Du kannst auch noch eine Strafanzeige wegen Körperverletzung stellen, das wäre allerdings noch lächerlicher, ehrlich gesagt.

Wenn es zum gerichtlichen Verfahren kommen sollte - was ich nicht glaube, denn wenn die Frau richtig im Kopf ist, hat sich eine Hundehalterhaftpflichtversicherung, die den Schaden übernimmt und die zahlen i.d.R. einen Vergleichsbetrag - kann durchaus in Diskussion kommen, ob die Kinder den Hund geärgert haben, ja.

(21) 01.08.18 - 20:28

Und die erste Frage ist WIE KOMME ICH ANS SCHMERZENSGELD??? Herzlichen Glückwunsch.

K

(22) 03.08.18 - 09:19

Als Hundehalter hat man eine Haftpflichtversicherung die derartige Fälle abdeckt. Falls die Halterin nicht einsichtig ist, musst du den Weg über Anwalt etc gehen. Sollte der Anwalt nichts bewirken, kann er ggf zur Anzeige raten (habt ihr eine Rechtsschutzversicherung?) Das kann sehr langwierig werden, und in diesem minderschweren Fall hat das vor Gericht sicher keine Brisanz. Da werden natürlich Zeugen gehört, und es steht Aussage gegen Aussage. Auf ein Schmerzensgeld (was diesen Aufwand rechtfertigt) würde ich nicht hoffen. Von dem familiären Zwist ganz zu schweigen.

Für mich klingt es so als wolltet ihr einen ohnehin schwelenden Konflikt über diesen “Nebenschauplatz” austragen. Ihr fühlt euch in diesem Fall im Recht und wollt der Familie der ungeliebten Freundin eins reinwürgen. Ganz so einfach ist es aber nicht.

Als Hundehalterin kann ich dir Recht geben- ich hätte meine Hündin schon lange vorher aus der Situation genommen. Und im Schadensfall sofort über die Versicherung versucht den Fall zu lösen. Als Mutter kann ich dir aber auch sagen- mein Sohn wäre von mir entweder zur Ruhe gebracht worden oder vom Tisch so weit entfernt worden das der Hund seine Ruhe hat. Ihr habt alle beide Teilschuld. Zum Glück hat der Hund nicht wirklich beissen wollen. Glaub mir, in diesem Fall wäre es nicht bei einem Kratzer geblieben.

"Die Angelegenheit wurde runtergespielt und die Frau hat auch nach dem sofortigen Hinweis, dass ihr Hund gebissen hat, nicht reagiert.
Sondern hat Ihren Hund geschnappt und ist in die Wohnung."

Wir haben selbst 2 Hunde, aber dieses Verhalten ist unter aller S....!


"Es war zwar nur eine oberflächliche Wunde jedoch mit einem kleinen Kratzer."

Dafür gerichtlich auf Schmerzensgeld zu verklagen, finde ich aber auch überzogen, klingt irgendwie noch Geld dafür rauszuholen.


Da die Frau auf Ignoration gegangen ist, wäre ich ihr eher mal in die Wohnung gefolgt und ihr ihre rücksichtsloses und verantwortungsloses Verhalten an den Kopf geschmissen.


Wäre uns sowas passiert wäre , sperrt man den Hund weg und kümmert man sich um das Opfer, was und wie schlimm was passiert ist, entschuldigt sich mehrmals und übernimmt man einen entstandenen Schaden.
Da es bei euch nur kleine Kratzer waren, wäre es ein feiner Zug gewesen wenigstens einen 10.- Schein für ein Eis zu geben.

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