Arzt verpfuscht OP bei Hündin

    • (1) 04.08.18 - 13:11

      Hallo,
      ich bin verzweifelt und weiß nicht, wie ich weiter vorgehen soll.
      Meine Hündin wurde jetzt mit 10 Jahren kastriert, da ihre Gebärmutter vereitert war. Zusätzlich wurde eine Gesäugeleiste entfernt, da sich an drei Zitzen kleinere Tumorbildungen befanden.
      Heute bei der Nachuntersuchung ist MIR aufgefallen, dass die vorderste Zitze übersehen wurde!!!!

      Die Ärztin hat sich mehr als oberflächlich entschuldigt und gleich gesagt, ich müsse aber trotzdem die komplette Rechnung (über 1000 €) bezahlen.
      Sie hat "kulanterweise" angeboten, die vergessene Zitze kostenlos zu entfernen.

      Ich weiß aber gar nicht, ob ich das meiner 10 Jahre alten Hündin nochmal antun soll?

      Dazu kommt, wieso sollte ich die komplette Rechnung für verpfuschte Arbeit zahlen?

      Ich hoffe sehr, dass mir jemand einen Tipp geben, wie ich am besten weiter vorgehen soll.

      Liebe Grüße

      Skadi

      • Bei der Überschrift dachte ich, der Hund wäre tot. Ist doch gut, wenn sie das nacharbeitet. Und dann ist alles paletti. Ich finde, das kann passieren. Übrigens sind die Erkrankungen Deiner Hündin der Grund, warum ich unsere sehr früh habe kastrieren lassen, um ihr das zu ersparen.

        • Wie kann man denn darauf schließen, dass der Hund tot wäre? 😆

          Das kann passieren???? Das eine Hündin nur 3 Zitzen auf jeder Seite hat ist wohl ziemlich untypisch....
          Sie hat den Hund vorher angeschaut!?

          Gut wenn sie nacharbeitet????
          Jaaa sehr toll für meine 10 jährige Hündin wieder in Narkose gelegt zu werden. Von dem Stress und den Schmerzen den das Tier empfindet mal ganz abgesehen...wieder Schmerztabletten wieder Antibiotika.
          Hach ist das toll wenn sie nacharbeitet...

            • Also grundsätzlich würde ich erst einmal tief durchatmen und überlegen. Meine Eltern mussten diesselbe OP schon jeweils einmal bei ihren Dackeldamen durchführen lassen - aus ähnlichen Gründen.
              Fehler sind menschlich und passieren. Klar, eine Zitze sollte man nicht vergessen, aber das kann vorkommen - der Tierarzt meiner Tante hat mal einen Welpen, den sie kaufen wollten als Rüden identifiziert, war aber eine Hündin, das finde ich viel krasser #klatsch. Deine TA hat dabei nun keine andere Chance, als die Entfernung nachzuholen. Nun musst du überlegen, ob du das für deine Hündin möchtest. Dabei kannst du überlegen, ob die Zitze betroffen ist von den Problemen oder eben eine der ist, die es nicht getroffen hat. Sollte dem so sein, kannst du auch erst mal abwarten und beobachten. Allerdings wäre da auch der Rat eines TA gut - ich bin keiner, kann dir nur sagen, was ich machen würde. Ist sie betroffen, würde ich das Risiko eingehen. Die Entfernung einer Zitze dauert nicht lange und es reicht vermutlich eine leicht Kurzzeitbetäubung.
              Da das Gespräch mit der TA anscheinend nicht gut gelaufen ist, würde ich an deiner Stelle noch einmal ein ruhiges, sachliches (!) Gespräch führen. In dem Gespräch kann man dann auch noch mal die Kosten thematisieren und eventuell ein einvernehmliches Ergebnis erzielen. Streit und Aufregung hilft ja nun wirklich keinem.

              VG

              • Das Gespräch lief sehr sachlich ab.

                Sie blieb bei ihrem Standpunkt, dass ich die verpfuschte OP komplett zahlen soll, auch wenn ich mich gegen eine 2. OP entscheide.

                Es geht mir dabei auch ums Prinzip. Ich wusste vorher was das ganze kostet und war mehr als bereit es dafür auszugeben. Diese Frage hat sich mir nie gestellt.

                Aber natürlich nur, wenn meine Hündin (und ich) danach unsere Ruhe haben.

          Geht es dir um die Rechnung oder um die op und den Hund?

          Die Ärztin hat angeboten, kostenlos nachzuarbeiten. Du kannst entscheiden ob du es noch machen möchtest. Sie wird nicht zaubern können und wird die Zeit nicht zurückdrehen können und die OP noch mal anderes zu machen. Ist alles nicht super optimal, die Ärzte sind aber auch leider nur Menschen und damit nicht perfekt.

          Das du die Rechnung bezahlen muss, ist ärgerlich für dich, für mich aber nachvollziehbar.

          Und verpfuscht ist anderes.

          K

      eine bestechende Logik. Einer Hündin auf grund dessen, was ihr evtl. passieren könnte (und was keiner weiß, ob es überhaupt passieren würde) Schmerzen zu zu fügen.
      Ist mir zu hoch

(9) 04.08.18 - 16:15

Hi,
willst du denn überhaupt was zahlen - freiwillig?
Sie bietet eine Nachbesserung an und ehrlich, mit 10 Jahren scheint dein Hund noch nicht zu alt für eine OP zu sein, sonst hättest du die erste schon gar nicht mehr machen lassen.
Warum ist dein Hund für zwei OPs zu alt aber für die erste - die viel grösser und schwieriger war - nicht?

Das erinnert mich an ein Gespräch mit meiner Tierärztin.....Kunden die teure OPs machen lassen und hinterher gar kein Geld für die Zahlung haben oder wegen Kleinigkeiten alles versuchen abzublocken.

Und dieses "kulanterweise" war doch für die Ärtzin eine Selbstverständlichkeit oder
die du eher anzweifelst?

lglisa

  • (10) 04.08.18 - 16:45

    Witzig was du mir unterstellst...
    Aber wenn ich meine Arbeit verpfusche, verlange ich nicht den kompletten Preis.
    Klar sie bietet an es "nachzubessern". Aber es geht hier um ein Lebewesen, nicht um eine defekte Spülmaschine wo man mal schnell nen Fehler beheben kann.

    Vielleicht hättest du meinen Ausgangspost mal richtig lesen sollen.
    Sie hatte eine vereiterte Gebärmutter. Deshalb die OP.

    Und da ich jetzt noch nicht sagen kann, ob ich sie in 6 Monaten nochmal unters Messer legen lassen will (schon gar nicht bei der selben Ärztin) seh ich es natürlich nicht ein, für schlechte Arbeit den kompletten Preis zu zahlen.

    Eine vergessene Zitze ist wohl keine "Kleinigkeit" die ich mir aus den Fingern sauge um nicht zu bezahlen und dann auch noch hier um Rat frage... sorry sowas hirnrissiges hab ich selten gehört....

    • (11) 04.08.18 - 16:54

      wenn du meinst, das dein Hund mit 10 Jahren zu alt für eine op ist, hättest Du ihn vielleicht erlösen lassen sollen.

      Was würdest du denn machen, wenn alles perfekt gelaufen wäre und dein Hund hätte trotz allem eine Woche später nochmals unters Messer gemusst, weil mehr/anderes festgestellt worden ist?

      Oder er wäre eine Woche später gestorben, bevor du das Geld überwiesen hättest?

      Ja, du kannst zum zweiten Arzt gehen, der trotz allem eine zweite OP machen wird...also kommst du gar nicht drum herum.
      Schalte einen Rechtsanwalt ein...der kostet halt auch.

      Du kommst doch gar nicht um eine zweite OP herum....anstatt der TA es machen zu lassen, die ja den Fehler eingesehen hat.....

      Ich sage ja nicht, dass es NICHT Schlimm ist aber sie keennt deinen Hund, muss nicht noch Blutproben, Untersuchungen etc. im Vorfeld machen lassen, wie z.B. ein neuer Tierarzt, das wird dir noch viel mehr Geld kosten.

      lg
      lisa

      • (12) 04.08.18 - 17:56

        Äh ok... wenn du in so einem Fall dein Tier "erlöst" hättest, kann man nur hoffen das jemand wie du nie eines haben wird.

        Natürlich wäre es in den anderen Fällen die du genannt hättest komplett anders gewesen!!! Da hätte ja die Tierärztin nichts dafür gekonnt!

    Gesetzlich wird sie aber wie eine defekte spülmaschine behandelt....

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