Kastrieren?

    • (1) 20.08.18 - 20:24

      Was haltet ihr davon?

      Wir erwarten ein baby und mein hund rastet völlig aus wenn er seine Frühlingsgefühle hat. Heult nachts, winselt deb ganzen tag weil er draußen alles abschlecken will, ist total hyperaktiv und aufgeregt und unruhig. ich glaube auch gestresst usw.

      Eigentlich wollte ich unseren hund nie kastrieren aber wenn jetzt bald ein baby kommt bin ich echt grad am überlegen ob dass nicht besser wäre.

      • Also ich habe bisher all meine Hunde kastrieren lassen. Sie sind viel ausgeglichener.
        Stell dir vor du willst Sex haben und kannst/darfst nicht das würde dich auch stressen und frustrieren.
        Und bei Hunden ist es nochmals viel Ärger da sie die Hündin riechen.
        Mein Vater hat nach langem überreden seinen Jagdhund auch kastrieren lassen.
        Er wollte zuerst nicht ( typisch Mann halt ;) )
        Aber er hat eingesehen das es dem Hund nicht gut geht.
        Er war da 4 und jetzt ist er der perfekte Jagdhund. Er steigt keinem Hund mehr nach und konzentriert sich nur auf seine "Arbeit"
        Das einzige was vielleicht sein wird ist das er vielleicht zunehmen wird

        Hallo,

        Bei uns wurde es von Jahr zu Jahr schlimmer.... er hat dadurch kaum
        Noch gefressen... er ist einfach sehr sensibel.

        Mit 6 Jahren haben wir, nachdem wir viele Untersuchungen haben machen lassen uns für einen Chip entschieden. Der hat super geholfen. Mit 7 haben wir ihn dann schlussendlich kastrieren lassen.

        Das war die beste Entscheidung! Er ist sehr viel ruhiger und entspannter und frisst nun endlich auch mal gut!

        Was spricht für dich dagegen?

        Lg

        • habe natürlich Angst weil op sind ja auch Risiken.
          Fressen tur er eig. ganz normal.
          Nur dass er wirklich den Ganzen tag uns verfolgt und heult "dass er raus will".. dann gehen wir raus und es stellt sich raus er will nur schnuppern und alles ablecken und beim gassi gehen ist er überhaupt nicht anwesend er ist total in seinem rausch🙄

          • Ja so war es ja bei uns auch, er kam gar nicht zur Ruhe im haus.... und draußen noch viel schlimmer.

            Der Eingriff ist weniger schlimm.... hatte auch bedenken, die waren völlig unbegründet!

            Dann lass ihm doch einen hormonchip einsetzen.

            Lg

      Also mein Rüde ist unkastriert (werde ihn auch nicht kastrieren lassen wenn es nicht MEDIZINISCH notwendig ist).
      Er ist offizieller Deckrüde im Verband und hat dennoch erst 2 Mal in seinem Leben gedeckt. Sein Verhalten hat sich nach dem ersten Deckakt nicht geändert. Er kommt relativ gut mit läufigen Hündinnen zurecht (wir haben direkt in der Nachbarschaft zwei). Er hat gelernt damit umzugehen, ist auch abrufbar direkt bei der Hündin.

      Wenn es für deinen Rüden so extrem ist, würde ich den Chip erst testen. Bringt dieser Erfolg kannst du immernoch an eine OP denken. Eine Kastration bringt eben nicht nur Vorteile. Man sollte wie bei allem immer abwägen.

      Ein Baby wäre für mich kein Grund für eine Kastration des Hundes. Eher der Stress den der Hund selbst hat.

    • Das Baby hat mit einer möglichen Kastration rein gar nichts zu tun. Dein Hund handelt hormongesteuert und hat dadurch Stress. Dem hättest Du schon viel früher ein Ende setzen können.

      Wenn Rüden so dermaßen triebgesteuert sind, hilft nur die Kastration. Eine Tier "lernt" auch nicht, mit läufigen Hündinnen umzugehen.


      Du solltest den Stress, den Dein Tier hat, nicht unterschätzen. Medizinisch gesehen ist es durchaus vertretbar und sinnvoll, einen Rüden, der sich so verhält, zu kastrieren. Du kannst natürlich auch erst den Chip testen, aber ich gebe Dir Brief und Siegel, dass Dein Hund nach Abschwächen der Hormonwirkung wieder voll in seinem alten Muster sein wird.

      LG

      • ich habe früher nicht reagiert, da es erst seit diesen sommer so ist, dass er "so am rad dreht". Er ist jetzt 4. die jahre davor hat er überhaupt nicht auf Weibchen reagiert (also war für ihn kein Problem, er hat durchgeschlafen, gefressen und alles war wie immer). Ist erst seit ein paar wochen so dass er total durchdreht 🙄
        habe auch die Vermutung dass das ganze anfieng als über uns die neuen Mieter mit ihrer Hündin eingezogen sind.

    Unser Rüde war auch so Hormongestresst. Da ging gar nichts mehr, nur noch Nase auf dem Boden und der Fährte der Hünding hinterher. Da hängt noch wer am anderen Ende der Leine? Egal, zieh ich mit. Ach, die will das nicht.......auch egal....ICH WILL DA HIN!!
    Im Haus auch, gefiepe, nachts jaulend hinter der Haustür liegen, keine Minute Ruhe. Ganz schlimm. Gefressen hat er zu wenig und der Stress kostet extra-Kalorien und dementsprechend sah unser Hund aus. Tervuuren-Collie-Mix mit unter 20 Kilo. Ich hab fast drauf gewartet das jemand den Tierschutz schickt ich würde den Hund hungern lassen.
    Also haben wir ihn mit gut 2 Jahren kastrieren lassen. Es war eine Wohltat für ihn. Er konnte endlich mal entspannen, stand nicht dauernd so unter Strom. Und als folge war es auch eine Wohltat für uns. Mal ruhe und kein Dauerfiepen, rumwuseln usw, entspannt spazieren gehen, ein Hund der auf uns achtet statt nur Nase auf dem Boden und Hirn ausgeschaltet, somit auch mal Leinenfrei möglich, laufen mit anderen Hunden möglich usw. Und nebenbei hat er dann auch Zeit und Ruhe gehabt seine Portionen zu fressen, er ist immer noch ziemlich schlank (aber sowohl Collies als auch Tervuuren sind ja eher schmal) aber normalgewichtig.
    Unsere Tierärtzin sagte damals das es Rüden gibt denen man keinen Gefallen tut sie nicht zu kastrieren. Für die ist das nur Stress. Unserer war so einer.
    Meine Freundin hat einen Rüden, da kann eine läufige Hünden neben stehen, interessiert ihn nicht groß, er schnuppert mal und gut. Da besteht wirklich kein Grund zu kastrieren, die OP hätte mehr Risiken als Nutzen.
    Aber unser Hund hat gelitten. Und das zählt für mich auch unter notwendig.

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