Überforderung mit meinen zwei Hunden, abgeben oder behalten?

    • (1) 10.10.18 - 19:32
      Inaktiv

      Vorab, bitte steinigt mich nicht

      Nun zur Situation. Ich habe zwei Kinder im Alter von 7 und 5. Beide gehen in die Richtung Hyperaktiv. Unsere zwei Hunde sind klein und zwei und ein Jahr.

      Vor kurzem wurde bei meinen Kindern eine Krankheit diagnostiziert die unsere Kosten monatlich fast verdoppelt haben.

      Die kleine Hündin wird nicht stubenrein und das Gassi gehen mit den Hunden verläuft einfach nicht so wie ich es mir damals vorgestellt habe
      Während ich versuche die Kinder dazu zu bringen sich anzuziehen, mit Gegenwind, wird es der einen Hündin zu viel und die andere pinkelt mir vor die Füße. Leider gelingt es mir seit Monaten nicht da mehr Ruhe rein zu bringen.

      Trainer hatten wir bereits hier und ich übe viel mit dem Hund, es wird aber nur phasenweise besser und kurze Zeit später ist es wieder so schlimm wie vorher. Finanziell ist es mir kaum noch möglich weiterhin einen Trainer zu nutzen. Das Geld habe ich eigentlich gar nicht mehr.

      Nun kann es sein, dass ich mich von meinem Mann trennen werde. Wir waren erst getrennt und ich hatte da schon Riesen Probleme die Hunde und die Kinder unter einen Hut zu bringen.

      Problematisch ist vor allem die morgen Runde und die letzte am Abend. Eigentlich kann ich die Kinder nicht alleine in der Wohnung lassen, denn sie verstehen nicht das sie einfach niemandem die Tür aufmachen dürfen. Früh morgens und abends mit raus geht eigentlich nicht. Morgens bleibt gar nicht die Zeit sich zu dritt fertig zu machen und dann mit den Hunden zu gehen, bis dahin hat der eine Hund definitiv in die Wohnung gemacht
      Und abends ist es einfach zu spät. Da liegen die Kinder im Bett. Ich verlasse auch nur ungern die Wohnung, wenn die Kinder im Bett sind

      Nun bin ich hin und her gerissen. Einerseits lieben wir die Hunde, andererseits sehe ich auch meine Überforderung und sorgen. Finanziell wird einfach auch nicht mehr genug da sein. Für eventuelle Operationen oder sonstiges kann ich dann nichts mehr groß zurück legen

      Ich weiß einfach nicht was ich machen soll😞

      • (2) 10.10.18 - 19:39

        Ich würde erst einmal einen Hund abgeben und schauen, ob dann mehr Ruhe reinkommt. Mit einem Hund kannst Du auch morgens und abends nur mal kurz vor die Türe gehen und einen längeren Spaziergang zu einem anderen Zeitpunkt am Tag mit den Kindern machen. Die Kinder müssen ja, der Bewegungsfreude geschuldet, ebenfalls mindestens einmal am Tag länger nach draußen. Da passt ein Hund auch gut rein.

        Wäre das umsetzbar?

        • (3) 10.10.18 - 19:41

          Der Hund der Stubenrein ist,mag die Kinder nicht und hat Angst vor ihnen. Zudem ist sie stinke faul.

          Die Kinder mögen beide im Prinzip nur den Problemhund.

          Die Hunde können auch beide nicht mit dem Bewegungsdrang der Kinder mithalten.

      (5) 10.10.18 - 19:41

      Aus meiner Sicht solltet ihr euch von den Hunden trennen. Ich denke du kannst die Hunde und deine Kinder nicht unter einen Hut bringen. Ich finde es okay das du sagst das du überfordert bist. Das kann einfach passieren. Dann sollte man aber auch die Konsequenzen daraus ziehen . Für die Hunde wird es auch besser sein und deine Kinder sollten an erster Stelle stehen.

      Lass dir auch bitte von niemand Vorwürfe machen wenn du die Hunde abgibst.

      Die Hunde sind noch jung, die gewöhnen sich bestimmt schnell woanders ein. Besser ist es für die Hunde bestimmt, Tiere sind da sehr sensibel und haben feine Antennen für Stress.

    • (7) 10.10.18 - 19:49

      Deine Situation hat sich einfach geändert und da ist es völlig legitim sich darüber Gedanken zu machen und ich finde es stark einzusehen, dass du überfordert bist und eine Lösung suchst, die für alle Entspannung bringt.
      Ich würde an deiner Stelle in dieser Situation versuchen beiden Hunden ein gemeinsames Zuhause zu vermitteln, gemeinsam. Das wird schwierig genug, gerade wenn sie nicht zuverlässig stubenrein sind. Aber wenn sie schon in eine andere Familie kommen, dann möglichst gemeinsam, wenn sie sich gut verstehen.
      Fang am besten direkt damit an und nimm dir ein bisschen Zeit dafür. Deine Hunde sind gestresst und es ist für alle kein guter Zustand. Deswegen sollte sich dein schlechtes Gewissen in Grenzen halten.

      • (8) 10.10.18 - 19:54

        Das wird leider aufgrund der Verträge der Züchter nicht.

        Beide kommen von anderen und jeder würde seinen Hund, am liebsten kostenlos zurück haben wollen. Ich hatte mich nach der Diagnose der Kinder, bereits gedanklich damit auseinander gesetzt, da es finanziell so eng geworden ist. Dabei kam heraus das ich sie nicht zusammen vermitteln kann. Sie würden also getrennt werden und ich würde so gut wie nichts mehr bekommen.

        Ich bin mir auch nicht sicher wie Mdgmd kleine Tochter es verkraftet. Sie liebt den einen Hund abgöttisch.

        Wenn wirklich wieder die Trennung von meinem Mann kommt, wird sie diese Trennung auch noch verkraften?
        Einfach nur eine blöde Situation.

        • (9) 10.10.18 - 20:07

          Das ist natürlich blöd. Aber wenn du sie eh trennen musst, dann versuch es doch mit einem Hund, wenn es der stubenreine Hund ist, der auch mal noch 5 Minuten warten kann. Die überforderung scheint doch nur zu bestehen, weil der eine nicht stubenrein ist.
          Und sieh zu, dass du mit den Kindern gemeinsam eine Gassirunde machst, so dass du am Abend mit dem einen Hund nur kurz vor die Tür gehst, damit er sich erleichtern kann und du die Kinder gar nicht groß allein lassen musst.

          • (10) 10.10.18 - 20:32

            Es spielt auch das Geld mit rein

            Der Hund der Stubenrein ist mag die Kinder nicht. Sie knurrt auch wenn meine Tochter sie auf den Schoß nehmen möchte. Und faul ist die kleine auch.

            Das habe ich alles öfter gemacht. Wie gesagt,meine Töchter öffnen leider die Tür

            Bestes Beispiel, als ich das eine mal um 18 Uhr ca, im Garten war, rief mir meine Tochter vom Balkon entgegen das sie dem Paketboten die Tür aufgemacht hat und mein Paket angenommen hat

            Ich denke ich muss nicht weiter ausführen was für einer Gefahr sie sich ausgesetzt hat.

        Entschuldige, aber was ist denn gerade wichtiger: dass du noch Geld für die Hunde rausschlagen kannst oder dass du keine weiteren Kosten mehr durch sie hast, entspannter wirst UND die Hunde - egal ob nun getrennt bei den Züchtern oder zusammen in einer Familie (was sehr schwierig und eher unwahrscheinlich ist) - auf Dauer besser aufgehoben?

        Klar, deine Kinder werden älter, die Gassi-Situation dadurch vielleicht entspannter, der eine Hund vielleicht doch noch stubenrein - aber Geld werden sie dennoch weiterhin kosten (und vielleicht noch mehr durch evtl. Tierarztkosten). Dahingehend ist also leider einfach nichts zu machen.

        Natürlich werden deine Kinder traurig sein, zusätzlich zur Trennung vom Vater auch noch die Hunde hergeben zu müssen, aber nur das ist meiner Meinung nach das Beste für alle Beteiligten und das werden auch die Kinder irgendwann verstehen (müssen).

        (15) 11.10.18 - 09:21

        Besser gehts doch nicht wenn die Hunde wieder zurück zum Züchter kommen. Die kennen sich aus und haben die Zeit dafür. Geld spielt doch überhaupt keine Rolle! Es sollte für dich eher eine Rolle spielen, ob die Hunde ein schönes Zuhause haben.

        Wir mussten im Frühling unseren wunderschönen Hund abgeben. Sie war hübsch, super erzogen und der beste Hund überhaupt! Leider haben wir nicht mehr die Zeit für sie die sie verdient. Es war schlimm diese Entscheidung zu fällen, aber sie ist dort sehr glücklich wo sie ist und das Pärchen liebt unseren Hund abgöttisch und hat sehr viel Zeit. Weißt du was ich für Sie genommen habe? Gar nichts! Sie ist eine antikdogge und sehr teuer, aber ich wollte dich keinen Profit! Ich wollte das mein Hund das beste Zuhause überhaupt bekommt, weil sie nichts anderes verdient hat.

        Hin die Hunde zurück zum Züchter

(16) 10.10.18 - 20:39

Ja, du kannst die Kinder nicht allein lassen. Sie sind noch zu klein. Ich würde auch sagen, dass du wohl leider beide abgeben musst. Blöd aber besser für alle.

(17) 10.10.18 - 20:51

Vielleicht ist Weggeben das Richtige, vielleicht gibt es Alternativen:
Darf ich fragen, was deine Kinder für eine Beeinträchtigung haben?
Je nachdem worum es sich handelt, gibt es vielleicht weitere Möglichkeiten. Sind sie kognitiv eingeschränkt? Oder körperlich? Oder eher wie durchschnittliche 5 und 7 Jährige?

Ich bin zwar eigentlich ein vehementer Gegner von Hundeklos, aber allenfalls wäre das eine Option?
Anderes Schloss? Frühmorgens und spät am Abend nur draussen pinkeln, kein Spaziergang. Wie weit entfernt ist denn die nächste Grünfläche?

Kindern die Konsequenzen aufzeigen, immer und immer wieder. Entweder beschleunigtes Anziehen, oder geliebter Hund weg. Nicht als Drohung, sondern als kausaler Zusammenhang, weil sie dem Hund schaden mit ihrer Trödelei.

(18) 10.10.18 - 20:53

Auch wenn es total schwer fällt: Gib beide Hunde ab!

Auch wir lieben unseren Hund abgöttisch, aber wenn sich bei uns die Lebenssituation so sehr verändern würde, dass ich keinem mehr gerecht werde (vor allem den Kindern, aber danach auch dem Tier und am Ende natürlich mir selbst), dann würde ich zusehen, das unser Hund ein neues Zuhause bekommt.

Das hört sich hart an und ist es auch, aber du musst an deine Kinder und letztendlich auch an dich selbst denken. Du schreibst, ihr seid eh schon in einer schweren Situation durch Krankheit, drohende Trennung und Finanzlage... da ist JEDE Entlastung hilfreich!

Dann knurrt der eine Hund die Kinder an, der andere pinkelt euch die Bude voll. Das sind beides Situationen, die man zwar mit etwas Arbeit in den Griff bekommt, aber nur wenn man den Kopf dafür frei hat.

Deshalb kann ich dir nur zur Abgabe raten.

Haben die Züchter ein Vorkaufsrecht bei Abgabe der Hunde im Vertrag? Bei unserem Hund ist das so, aber das heißt nicht unbedingt, dass du die Hunde kostenlos zurückgeben musst (es sei denn, es wäre so im Vertrag niedergeschrieben).

Verurteile dich nicht selbst, falls du diesen Schritt gehst! Du hast dir eure momentane Situation schließlich nicht ausgesucht!

Ich wünsch euch alles Gute!

(22) 10.10.18 - 21:27

Hallo,

ich finde es äußerst stark von dir, dass du dir deiner momentanen Überforderung bewusst bist und versuchst diese zu lösen.

Wäre "Dogsharing" vielleicht eine Möglichkeit? Ggf. könnte euer "Hundepartner" dann morgens uns Abends die Runden laufen (hätte dazu die Hunde über Nacht) und du würdest die Hunde tagsüber betreuen?

So würden sowohl ihr als auch die Hunde immer etwas zur Ruhe kommen und die Kosten für Futter etc. könnte man sicher auch teilen. Es gibt ja auch genügend Leute die tagsüber noch arbeiten sind und genau da eben keine Zeit für Hunde haben oder auch Rentner?

Sei lieb gegrüßt und halt die Ohren steif. Es kommen auch wieder bessere Zeiten.

PS: Falls der Vorschlag mies sein sollte, sorry. Bin selbst kein Hundebesitzer. Kenne solche Sachen nur aus der Theorie.

  • (23) 11.10.18 - 16:50

    Hallo,

    Wirklich vorstellen kann ich mir das nicht. Da müsste ich mal drüber nachdenken

    Das teure sind ja gar nicht unbedingt die täglichen Kosten, sondern die die aufgrund von Krankheiten und Tiertrainer entstehen.

Du wirst derzeit keinem von euch mehr gerecht und suchst nach der besten lösung - auch für die hunde. Niemals würde ich sie in ein tierheim oder eine pflegestelle geben, wo sie dann jahrelang in der zeitung stehen. Aber wenn die züchter sid wieder haben wollen, ist das doch ein deal!

Klar ist das doof für deine kinder aber sie müssen eben auch lernen, verantwortung zu übernehmen.

Ich würde sie auch weggeben. Aber bitte holt euch dann keinen neuen, wenn sich fie situation vermeintlich entspannt hat.

LG Bianca

(25) 10.10.18 - 22:57

"Einerseits lieben wir die Hunde, andererseits sehe ich auch meine Überforderung und sorgen."

Ich meine, dass die veränderte Situation so viel Stress in die Mensch-Hunde-Beziehung bringt, dass ich zu einer Trennung von den Hunden rate.

Dass ihr die Hunde liebt - daran besteht für mich kein Zweifel. Umso lobenswerter, dass du nicht an dein eigenes Interesse denkst, sondern an das Wohlergehen der Hunde. Stress ist eine massive Einschränkung an Lebensqualität, für Mensch und Tier.

Alle unsere Hunde waren second- oder auch third-hand-Hunde. Wir waren auch häufig über unseren Tierschutzverein direkt an Vermittlungen beteiligt. Die Hunde leben - beneidenswert - in aller Regel im Hier und Jetzt. Fast alle haben sich nach relativ kurzer Eingewöhnungszeit gut eingelebt.

Ich würde daher in Zusammenarbeit mit einer Tierschutzorga ein neues Zuhause suchen.

Alles Gute!

Top Diskussionen anzeigen