Gutes Buch über Hamster gesucht

    • (1) 25.11.18 - 14:09

      Hallo,

      mein Stieftöchterchen (fast 11 Jahre alt) möchte unbedingt einen Hamster als Haustier haben.
      Wir sind damit einverstanden, möchten aber dass sie (und wir natürlich auch) sich vorher gründlich über die Hamsterhaltung informiert.
      Dazu möchten wir ihr ein geeignetes Buch kaufen.
      Kann jemand ein gutes Buch über Hamsterhaltung empfehlen?

      Ich weiß dass es viele Bücher über Tierhaltung gibt, in denen nur das allernötigste, oder sogar teilweise falsche Informationen stehen, daher frage ich hier quasi nach “Insider Tipps“ ;)

      • Über Hamster gibt es kein gutes Buch.
        Vernünftige Informationen bekommst du nur Online.

        https://www.hamsterliebe.de/ zb hier. Leider gibt es auch viele Internetseiten auf denen nur Mist oder viel Mist steht.

        Ich finde Hamster sind keine Haustiere für Kinder. Sie sind nachtaktiv und keine Kuscheltiere. Es kann sehr frustrierend für Kinder sein, wenn sie das Tier nie sehen. Wecken darf man einen Hamster nur im Notfall, z.B. für einen Tierarzt besuch, da es die Kleinen sehr stresst und das Leben massic verkürzt, wenn sie geweckt werden.
        es kann ebenso frustrierend sein, wenn das Kind sein Haustier nicht streicheln kann. Die meisten Hamster mögen es einfach nicht angefasst zu werden, auch wenn das Internet gerne anderes sugeriert.

        Hamster sind kleine Tiere die viel Platz brauchen. Mindestens 5000cm2 Grundfläche, je nach Art sogar deutlich mehr (z.B. Mitelhamster oder Roborowskis).

        Zubehör und Futter bekommt man fast ausschließlich im Internet, da es im Laden kaum artgerechtes Zubehör gibt. Futter gar nicht.

        So ein Hamster ist auch in der erst Anschaffung sehr teuer. Man muss mit 200-500€ Rechnen.

        Darüber sollte man sich im Vorfeld schon gedanken machen

        • Danke für deine Anregungen!

          Ich bin was Tierhaltung angeht ziemlich gewissenhaft und würde mich da wie gesagt vorher entsprechend einlesen, im Internet. Für ein Kind fänd ich ein Buch besser zum Durchlesen, aber wenns da gar kein geeignetes gibt..

          Wir haben ihr erklärt dass der Hamster nachtaktiv ist und eventuell nicht angefasst werden will. Sie möchte trotzdem einen. Wir werden da aber nochmal genau nachhaken. Falls sie wirklich mit dem Hamster nicht umgehen können sollte, würde ich mich um ihn kümmern, dann käme er ins Schlafzimmer.
          Ich weiß dass auch ein kleiner Hamster viel Platz benötigt. Auch das Bestellen von Futter etc. im Internet ist kein Problem. Ich hatte früher mal Katzen, da hab ich auch viel im Internet bestellt. War da auch in Foren unterwegs und hab mich informiert.
          Also von der Seite her würde es dem Hamster nicht schlecht gehen, dafür würde ich sorgen.

          • Ich wollte einfach nur drauf hinweisen, ich erlebe es leider sehr oft, dass Hamster für ein Kind angeschafft werden und dann weg müssen, weil sie eben nicht so sind wie vorgestellt.
            Wenn du aber die Verantwortung übernimmst, kann es höchstens passieren, dass die Kleine sehr enttäuscht ist, wenn sie den Hamster nie sieht.

            Ich würde euch auch empfehlen einen Hamster aus einer Pflegestelle zu adoptieren. Die kennen ihre Hamster sehr gut. Natürlich gibt es nie eine garantie, dass der Hamster sein verhalten nicht ändert.

            Pflegestellen gibt es Deutschlandweit und meist können die Tiere auch per Mitfahrgelegenheit reisen, wenn man sich z.B. in ein Tier aus Hamburg verliebt, aber selber in München wohnt.

            Bei Facebook gibt es auch viele gruppen in denen man sich informieren kann und die einem zur Seite stehen. Da tummeln sich auch viele Pflegestellen

      Hallo,

      überlegt euch das gut.
      Unsere Tochter hat letztes Jahr (mit 10) einen Zwerghamster bekommen.
      Ich hatte früher auch Hamster, habe ihr also gesagt, dass sie ihn vermutlich nicht oft sehen wird, da er tagsüber viel schläft und er auch sonst nur zum Beobachten da ist.
      Sie wollte ihn trotzdem.

      Letztendlich füttert ihn meine Tochter und das war´s. So wie ich mir das schon dachte. Aber immerhin vermisst das Tier ja nichts ;-)

      Wenn es also darum geht, ein geeignetes Haustier für deine Tochter anzuschaffen, solltet ihr euch anders orientieren.

      Ich hatte schon Kaninchen, Ratten, Mäuse und Hamster und bin der Meinung, dass sich Ratten noch am besten eignen. Allerdings darf man diese nicht allein halten und braucht einen sehr großen Käfig (brauchen aber alle Tiere).

      Auch wenn sie nur eine kurze Lebenserwartung haben (wie Hamster), sind sie "griffiger" und werden sehr zahm (hab meine sogar mal mit in der Schule gehabt #schein).

      Aber um auf deine Frage zu antworten: www.diebrain.de
      ist besser als jedes Buch ;-)

      LG
      sonntagskind

      • Danke dir.
        Ja, wir haben schon auch die Befürchtung dass sie letztendlich doch nichts mit dem Hamster anfangen kann. Werden auch noch einige Zeit in der Entscheidungsfindungsphase bleiben. Uns steht noch ein Umzug Anfang nächsten Jahres bevor, wir haben gesagt vorher zieht auf keinen Fall hier ein Tier ein, frühestens dann wenn wir uns alle in der neuen Wohnung eingelebt haben.

        Ich hatte auch mal Ratten, fand sie toll! Aber das war noch zu Zeiten in denen es mir egal war dass sie alles anknabbern. Da hätt ich jetzt nicht mehr so Lust drauf.
        Und dann der Auslauf. Bei Ratten ist das schon aufwändiger, eben auch weil man gleich mehrere Ratten hat.

        Einen Hamster hatte ich auch schon, der war eher unkompliziert, und mein Bruder hatte einen, zu dem hatte er eine richtig gute “Beziehung“, der ist immer freiwillig auf seine Hand gekommen und so. Aber ich weiß, dass das nicht die Regel ist.

        DieBrain kenne ich noch aus meinen Rattenzeiten, hatte aber vergessen dass dort nicht nur Ratteninfos sondern auch Infos zu anderen Tieren stehen, danke!

        • Sagen wir mal so: ICH hätte den Hamster nicht anschaffen müssen, da ich wusste, dass er nach einiger Zeit uninteressant werden würde, weil er eben zu anderen Zeiten wach ist.
          Aber die Kinder müssen auch selbst die Erfahrung sammeln und von daher haben wir ihn angeschafft, weil ich bereit war (und bin), mich mit ihr um ihn zu kümmern.
          Und da er sicher auch froh ist über seine Ruhe und man kein schlechtes Gewissen haben muss, weil man sich nicht mit ihm beschäftigt, ist das für 2 Jahre schon ok ;-)

    Hallo!


    Die meisten dieser Ratgeber kann man halt echt vergessen, ich würde mich da echt mehr an DieBrain halten. Ihr könnt ja auch das wichtigste ausdrucken. Die Bücher werden halt vor allem im Zoohandel verkauft - genau dem Zoohandel, der auch die viel zu kleinen Käfige und zuckerhaltige Knabberstangen verkauft.

    Ich würde auch sehr von einem Hamster abraten. Ich halte seit 16 Jahren Hamster und zwei von ihnen habe ich praktisch ihr Leben lang nicht gesehen, weil die immer erst nach 1 Uhr Nachts aufgestanden sind und um 6 Uhr, wenn ich aufgestanden bin, schon wieder weg waren. Einer ein Goldhamster, der andere ein Zwerghamster. Ganz ehrlich, das ist schon für einen Erwachsenen frustrierend, wenn man eigentlich nur den leeren Käfig sieht und nur am verschwundenen Futter erkennt, dass der Bewohner noch lebt. Ich hatte natürlich auch über die Jahre immer wieder Hamster, die früher aufgestanden sind, aber gerade in den Sommermonaten stehen viele erst nach 22 Uhr auf. Hamster, die das ganze Jahr schon zur Bettgehzeit einer 11jährigen unterwegs sind, sind echt ein Glücksgriff.

    Auch die Charaktere gehen weit auseinander, von freundlichen zutraulichen bis hin zu echten Menschenfeinden, die schon fauchen, wenn man nur einen Meter weit weg den Wassernapf anfasst. Die machen auch keinen Spaß, wenn man immer aufpassen muss, dass man nicht gebissen wird.

    Ich würde vielleicht mal über Rennmäuse nachdenken. Die Haltung ist recht ähnlich, aber die sind Wechselaktiv, für gewöhnlich schlafen sie so 2-3 Stunden und sind dann wieder eine Weile aktiv. Da ist sicher auch jeden Nachmittag mal ne Stunde mit deiner Tochter drin. Sie sind vom Charakter allgemein freundlich und neugierig, der einzige wirklich problematische Punkt ist, was man macht, wenn nur noch eine lebt. Ein guter Züchter bietet aber auch eine Vergesellschaftung bei sich an, und würde dann nach einigen Wochen eine neu integrierte Gruppe wieder abgeben.

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