Immer Familienstreit wegen dem Hund. Bin wirklich verzweifelt!

    • (1) 17.12.18 - 00:20

      Hallo Ihr Lieben! Ich bin neu hier und brauche eure Meinung. Langsam verzweifle und weiß nicht was ich tun soll.
      Wir haben letztes Jahr uns ein langhaar chihuahua Mädchen (3kg) geholt, weil wir nach wirklich langen Überlegungen und Rassen Suche der Meihnung waren, diese Rasse würde am besten zu unserem Leben passen. Ich bin selber mit Hunden und Katzen auf einem kleinen Bauerhof aufgewachsen, auch hatte ich selber schon einen Bobtai gehabt und gut erzogen. Warum ein kleiner Hund? Wir sind beide berufstätig. Ich arbeite sehr viel, in den letzten Jahren wegen meiner Führungsposition gefühlt rund um die Uhr. Dafür beginnt mein Arbeitstag aber erst später und Freitag habe ich ganz Homeoffice. Mein Mann fährt sehr früh los und ist spätestens um 14.00 Uhr zuhause. Kleiner Hund, weil wir der Meinung waren, dass wir einem großen Hund nicht gerecht werden. Wir haben aber einen wirklich riesen Garten, dass einem kleinen Hund auch viel Auslauf bieten kann und für "Geschäft" natürlich auch (was unser Hund leider nicht macht) Wo liegen nun die Schwierigkeiten?
      Wir haben anscheint völlig unterschiedliche Sichtweisen was Hund sein und Hundeerziehung betrifft. Er sieht den Hund als ein "Kuscheltier" (seine Worte). Ich sage, jedes Tier braucht Aufmerksamkeit, auch Kuscheln, ganz klar. Aber ansonsten muss auch ein Chihuahua wie jeder andere Hund erzogen werden, hören und Regeln haben sowie seinen platz im rudel kennen. Wenn wir mit ihr spazieren gehen, ist sie ein Traumhund, zuhause haben wir beide immer Stress und Streit. Wenn ich mit ihr alleine bin, z. B. Freitag ist alles super. Sobald mein Mann kommt, weicht sie wirklich buchstäblich nicht von seiner Seite, sogar vor der Toilette sitzt sie und will am liebsten auf sein Schoss. Wenn er aufsteht springt sie auf und läuft hinterher, wenn er sich hinsetzt will sie sofort auf den Schoss.
      Wenn er nach draußen geht, läuft sie meistens vor ihm raus (Er bestreitet das zwar aber ich achte drauf) Das macht sie bei mir nie, sie wartet jetzt immer bis ich über der Schwelle bin. ich habe auch sehr lange immer darauf geachtet. Auch springt sie mich nicht mehr an oder stockt mich. Am Anfang schon, ich habe mich Konsequent gegen dieses Verhalten durchgesetzt. Das Verhalten bei meinem Mann nervt mich total und regt mich sogar emotional richtig auf, denn wirklich immer und überall ist der Hund an der Seite und will permanent Aufmerksamkeit haben, dabei geht sie sehr penetrant vor. Immer wieder versuchen bis es klappt. Mittlerweile ist sie angefangen zu belen, wenn sie was von ihm will (leckerli, spielen), mein Mann findet es niedlich, ich denke sie will bestimmen also auch die Führung übernehmen.
      Sie meldet sich aber kein Stück, wenn sie muss, dann wird irgendwo im Haus gemacht. Dann bin ich richtig frustriert mitterweile, sie ist 1,5 und wir gehen sehr viel mit ihr damit es nicht passiert bzw. um sie stubenrein zu bekommen.
      Unser Sohn, 8 Jahre, beschäftigt sich nicht all zu viel mit ihr, weil er immer Schimpfe bekommt bzw. Immer Schuld Ist, wenn der Hund anfängt nach ihm zu schnappen. Dann heißt immer "drück sie nicht so". Natürlich vielleicht ist es bei Kindern auch wohl mal der Fall. Aber er hebt sie nicht anders als wir es tun. Und bei uns hat sie noch nie geknurrt oder gar geschnappt. Mein Mann hält das für nicht schlimm, Chihuahua ist ein kleiner Hund und das tut dann nicht weh. Unmöglich finde ich diese Haltung. Im Sommer hat sie meine kleine Nichte gebissen, hat auch geblutet und das Kind hat sich erschrocken. Auch hier war das Kind Schuld, weil sie hat sie ja angefasst und der Hund wollte nicht. Er will am liebsten den Hund überall mitnehmen, ich will es aus oben genannten Gründen nicht. Vor allen Dingen, weil die Meisten noch kleine Kinder haben und ich mache mir dann immer sorgen, dass es wieder passiert. Sie darf auf Sofa, aber nach viel Streit habe ich auf eine Ecke mit ihrer Decke bestanden, damit der Hund nicht die ganze Sofa für sich beansprucht und rumspringen kann, wie sie lustig ist und dabei permanent auf einem rumtrampelt und ihren festen Platz kennt. Sobald ich aufstehe, ist sie auf meinem Platz und mein Mann lässt sie machen.
      Ich habe schon so oft versucht mit ihm über meine Sichtweise zu sprechen. Mittlerweile blockt er komplett ab und es gibt sofort Streit, wenn ich nur eine Kleinigkeit anmerke. Mir kommt es so vor als ob der Hund für ihn über alles stehen würde. Wir sind beide mit dieser Lage unglücklich, aber kommen nicht zu einander. Mittlerweile denke Ich, dass ein Hund zu holen die schlimmste Entscheidung unserer Beziehung war. Wir haben uns vorher nie gestritten, weil wir uns in allem einig waren. Und nun... Ich liebe meinen Mann aber ich verstehe seine Haltung nicht. Oder denke ich falsch? Und übersehe etwas..
      um ehrlich zu sein, habe ich bisher noch mit niemanden darüber gesprochen, weil ich die Familie und Freunde nicht beunruhigen will. Aber der Wunsch nach Austausch ist sehr groß, darum bin ich auch hier. Vielleicht weiß jemand einen Rat für mich? Ich würde mich sehr freuen.

      • Jeder meiner Hunde, die bisherigen wie auch meine beiden jetzigen dürfen aufs Sofa, auch aufs Bett, dann wenn ich es erlaube, sie gehen jedoch auch wieder runter wenn ich es ihnen sage.
        Sie gehen vor mir aus der Haustüre, mit der Enge des Treppenhauses und unserer uralten Haustüre wäre es anders einfach nur umständlich.
        Sie tapsen mir auch mal hinterher wenn ich zur Toillette gehe.
        ABER: sie kläffen nicht, schon gar nicht um Aufmerksamkeit oder Leckerli zu bekommen, sie beissen niemanden, schon gar nicht Kinder, sie sind stubenrein und ich kann sie so gut wie überallhin mitnehmen.

        Damit möchte ich sagen, dass ihr euch irgendwo in der Mitte finden müsstet. Ohne Einzelcoaching durch einen Hundetrainer wird aber nichts gehen, ein Hund der derart kläfft und sich so Aufmerksamkeit holt und beisst ist eigentlich schon gnadenlos versaut, und das mit 1,5 Jahren! Gerade bei Kleinsthunden ist auch das Problem der inexistenten Stubenreinheit immer wieder ein Thema. Ein Chihuahua als Anfängerhund finde ich persönlich befremdlich, aber das ist meine eigene Meinung. Mittelgrosse, vom Wesen her ausgeglichenere Rassen ergeben in meinen Augen wesentlich mehr Sinn.

        Du schwurbelst in meinen Augen eindeutig zu viel von Dominanz, bestimmen, Führung übernehmen usw. Diese Dinge sind in der modernen Hundeerziehung längst überholt.

        Wäre ich Hund, würde ich mich auch eher deinem Mann widmen. Du klingst sehr starr und nicht wirklich liebevoll. Bist du eifersüchtig, daß der Hund eine größere Bindung zu deinem Mann hat als zu dir?

        Zum einen: wenn der Hund nicht gerne von Kindern angefasst wird, dann muss man das akzeptieren. So ein Chi wiegt 3 kg, natürlich ist es da mega beängstigend für ihn, wenn Kinderhände, ungelenk und grobmotorisch, an ihm rumtatschen. Fazit: Fremde und Kinder fassen den Hund nicht an. Er möchte es nicht, also müssts IHR ihn schützen und das unterbinden. Auch dein Sohn braucht den Hund nicht hochheben. Wenn er schon knurrt, ist das eine astreine Kommunikation. Die gilt es ernst zu nehmen und zu unterstützen. Warum hebt dein Sohn ihn überhaupt hoch? Das ist ein Tier und hat 4 Beine. Erzieht ihn so, wie ihr einen 20 Kilo Hund erziehen würdet, die hebt man auch nicht hoch.

        Warum darf er nicht zuerst aus der Tür? Hast du Angst, dieses 3kg kleine Wesen will die Weltherrschaft an sich reissen, wenn er zuerst durch die Tür geht? Oder denkst du, daß er sich deswegen als Rudelführer sieht? Mach dich am besten mal schlau über die neuen modernen Erkenntnisse der Hundeerziehung, dann siehst du, daß das absolut Quatsch ist. Außerdem seid ihr kein Rudel. Ein Hund ist nicht doof, der merkt genau: ich Hund, meine Menschen nicht. Ihr lebt zusammen, aber ihr bildet KEIN Rudel.

        Ok, daß der Kleine Aufmerksamkeit fordert und deswegen deinen Mann anbellt, würde mich auch nerven. Da bin ich voll bei dir. Nur, wenn es deinen Mann nicht stört und er das nicht ignoriert und den Hund statt dessen belohnt, wenn er ruhig ist, kannst du da nicht viel machen. Hund lernen auch oft menschenbezogen. Wie Kinder wissen sie genau, welche Verhaltensweisen bei wem gehen und bei wem nicht. Rede einfach noch mal mit deinem Mann.

        Vielleicht holt ihr euch mal einen Trainer, der völlig gewaltfrei arbeitet, zu euch nach Hause und besprecht alles mit ihm. Ihr müsst gewisse Dinge einheitlich durchziehen, um den Hund nicht zu verwirren. Das Unsaubere lässt darauf schließen, daß der Hund unsicher ist und nicht genau weiß, was von ihm erwartet wird.

        Dir würde ich empfehlen, einfach etwas lockerer zu sein. Vergiss die ganzen Dominanz-Geschichten, spiel mit dem Kleinen, verbessert eure Bindung. Vielleicht magst du dich mal über das Konzept von "Trainieren statt Dominieren" schlau machen. Ich finde das toll und arbeite nur auf diese Art mit meinem Hund. Käme deinem Mann sicherlich ganz entgegen.
        Viel Spaß weiterhin mit dem kleinen Kläfferchen.

        Hallo!

        Dieser Käse mit "wer zuerst durch die Tür geht" ist erwiesenermaßen Unsinn. Was meinst Du: würde ein Leitwolf wirklich eine Beißerei anfangen, nur weil ein anderer Hund auf dem "falschen" Platz liegt? Hat der doch gar nicht nötig.

        Wenn es deinem Mann nichts ausmacht, wenn der Hund ihm auf der Nase rumtanzt, dann soll er doch. Wenn Du dann wieder aufs Sofa willst, kannst du den Hund immer noch runter schicken.

        Und Fremde und Kinder sollten einen Hund nicht hochheben, das ist ein selbstbestimmtes Lebewesen und kein Spielzeug, der will nicht von jedem wie eine Puppe behandelt werden.

        Du siehst ganz vieles in Sachen Hund total verbissen, als ob das Tierchen auf einmal die Weltherrschaft ergreifen würde, nur weil es zuerst durch die Tür geht. Auf der anderen Seite behandeln alle den Hund wie ein Spielzeug, was für den Hund auch kein Spaß ist. Könnt ihr den Hund nicht ein bisschen mehr als Hund behandeln?

        Stubenreinheit braucht übrigens ein wenig Geduld. Draußen bleiben, bis sie wirklich nicht mehr einhalten kann, nicht rein gehen, wenn es dir kalt wird. Der Hund sollte im Winter einen Mantel tragen. Bei Chis ist das Verhältnis von Körperoberfläche zu Körpermasse für unsere Winter ungeeignet.

      • (5) 17.12.18 - 16:09

        Hallo,

        ich würde zuerst an der Stubenreinheit arbeiten, das würde mich am meisten nerven.

        Hund keine Sekunde aus den Augen lassen, bis das klappt. Nicht alleine lassen!

        Ist im Winter richtig anstrengend, aber den Sommer über habt ihr das wohl verpasst. Alle 2-3 Stunden raus, dann warten, bis sie macht (Pullover für Hund nicht vergessen!).

        Evtl. den Züchter um Rat fragen, Chihuahuas werden schwer oder gar nicht stubenrein, das habe ich schon öfter gehört und hat mich davon abgehalten, einen zu kaufen.

        Dann braucht der Hund einen Rückzugsort, unserer hat eine große Hundehöhle, da wissen alle, dass man nicht reinfassen darf. Auch ich nicht, Kinder sowieso nicht. Kind und Hund niemals alleine lassen.

        Mein kleiner Hund geht auch vor mir aus der Tür und sitzt auf dem Sofa, bisher gab es da keine Probleme.

        Ist euer Hund wirklich den ganzen Vormittag bis 14 h alleine? So eine winzige Hundeblase hält aber nicht länger als 3-4 Stunden, das wisst ihr schon?

        (6) 13.02.19 - 21:30

        haltet euch fern auch ein Chihuahua kann eurem Kind ein Stück der Nase abbeißen und zwar so schlimm, dass die Funktion beeinträchtigt wird! Hunde beißen kleinen Kindern gerne ins Gesicht, den großen in Arme und Beine und 90%!!!! Aller Beißvorfälle in Deutschland passieren im Familien und Bekanntenkreis. Schützt euer Kind wenn es verletzt wird ist das Geschrei am Ende groß... und das liegt eben in eurer Verantwortzng und nicht in der der Großeltern. Meine Mutter wurde als Kind vom fiesen Zwergspitz ihrer Großeltern angegriffen und hat das bis Heute (ü50) nie überwunden.

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