Hund und Hundehaarallergie

    • (1) 28.12.18 - 19:58

      Hallo zusammen,

      wir haben derzeit ein riesen Problem. Meine Mutter lebt mit ihrem Hund (Labrador) alleine. Wir haben vor kurzem ein Haus gekauft und sie hat die Wohnung zum 31.12. gekündigt, da sie in die Einliegerwohnung einziehen sollte. Nun ist es so, dass die Einliegerwohnung derzeit aufgrund eines Feuchtigkeitsschadens nicht bewohnbar ist. Da sie ja aus der alten Wohnung raus muss, wird sie erst einmal bei uns Wohnen. Das Problem ist jedoch, dass mein Mann Hundehaarallergie hat. Ich habe noch zwei Kinder und das ältere Kind (2,5 Jahre alt) spielt nunmal sehr gerne mit dem Hund. Jedoch verliert der Hund unnormal viel Fell, so dass das ganze Haus voller Hundehaare ist was meinen Mann ziemlich stört. Abgeben kommt überhaupt nicht in Frage. Aber wir wissen sonst nicht was wir machen sollen/können. Labradore hassen es auch eingesperrt zu werden, was auch Tierquälerei wäre.

      Vielleicht hat jemand DIE Lösung.

      • Mir fallen spontan nur zwei Möglichkeiten ein:

        1. Mit dem Arzt sprechen, ob dein Mann für den Zeitraum, in dem der Hund bei euch lebt, ein Medikament gegen die Allergie einnehmen kann.

        2. Den Hund übergangsweise bei Familie/Freunden/Bekannten oder in einer Pension unterbringen, bis die Einliegerwohnung bezugsbereit ist.

            • Er hat Tropfen bekommen die die Symptome lindern, aber nicht ganz helfen. Kratzen im Hals und brennende Augen sind die Folgen. Atemnot hat er nicht

              • Dass er keine Atemnot hat ist ja gut, trotzdem sind die Symptome natürlich unangenehm und nervig.
                Aber „Tropfen“ kann ja alles sein?! Von Homöopathie über Antihistamine bis hin zu Cortison.... dementsprechend kann man auch viel ausprobieren.
                War er denn mal bei einem Allergologen?

              • (7) 30.12.18 - 13:39

                Die Atemnot mitsamt dem allergischen Asthma kann aber kommen, wenn dein Mann dauernd mit den Allergenen konfrontiert wird. Im schlimmsten Fall kann deine Mutter euch dann nicht einmal mehr zum Kaffee mit Hund besuchen. Ich würde es nicht riskieren.

      (8) 29.12.18 - 00:19

      Hallo!

      Erst Mal den Hund einmal in der Woche baden. Das ist zwar auch nicht unbedingt schön für ihn, entfernt aber viele lose Haare und Hautschuppen.

      Dann überlegen, zu welchen Räumen der Hund Zugang haben soll. Sinnvoll wäre Gästezimmer wo deine Mutter schläft und die Küche, möglichst wenig Aufenthalt im Wohnzimmer. Küche ist oft am einfachsten zu reinigen, lauter glatte Flächen, Wohnzimmer mit Sofa, Gardine, Teppich verfängt sich auch viel von den Allergenen.

      Dazu Cetirizin für deinen Mann, jeden Tag. Klar ist das keine Wunderheilung, aber wenn die anderen Maßnahmen ergriffen werden und er möglichst wenig mit dem Hund in einem Raum ist, sollte es sehr erträglich werden.

      Wenn das alles nicht reicht: einen Tierschutzverein um Hilfe bitten, ob die den Hund gegen Bezahlung für die Zeit in einer Pflegestelle unterbringen können. Wird nicht billig, ist traurig für den Hund und deine Mutter, aber eine Notlösung.

      (9) 29.12.18 - 10:42

      Tropfen kann alles und nichts sein. Ich vermute jetzt eher mal, dass es eher niederschwelliges Zeugs war. Deshalb was deinen Mann anbelangt: sofort Allergologen aufsuchen und darauf bestehen, die der Situation angepasste optimale Medikamentation zu wählen.

      Was den Hund anbelangt: Haarausfall beim Tierarzt abklären, Besuch beim Hundefriseur und eben regelmässig baden/shamponieren.

      Die Wohnung: Einteilen in hundefreie Räume und Zonen die leicht zu reinigen sind, wo der Hund sich aufhalten darf.

      Kind: täglich baden und Kleiderwechsel

      (10) 29.12.18 - 11:08

      Ich würde für die Mutter übergangsweise eine andere Wohnung suchen. Ich selber bin gegen Katzen allergisch und würde mit keiner zusammenleben können.

      Ein potentes Antiallergikum ist übrigens Fexofenadin, allerdings weiß ich nicht, wie ihr die Allergene nach dem Auszug der Mutter wieder aus der Wohnung bringen wollt. Da muss schon ein Dampfreiniger und eine Renovierung her, schätze ich.

      Deine Mutter könnte übergangsweise in eine möblierte Wohnung ziehen.

      Vielleicht ist der Hund nur im Fellwechsel und haart nicht mehr nach 1Monat ?

      Reagiert dein Mann auch, wenn täglich gesaugt und gewischt wird? Man könnte es doch erst einmal versuchen, oder?

      • Sie haart schon seit zwei Jahren ziemlich stark was laut Tierarzt altersbedingt ist. Sie ist fast 11. Gebadet wird sie alle zwei bis drei Wochen (je nachdem) und gekämmt wird sie jeden Tag im Garten. Ihr Futter ist auch getreidefrei, aber trotzdem haart sie unnormal. Sie hält sich derzeit nur in einem Raum auf, will aber natürlich ins Wohnzimmer wo alle sitzen. Sie kennt dieses Alleinsein auch gar nicht. Zwischendurch kommt sie ins Wohnzimmer rein, wenn mein Mann am arbeiten ist, was wir nicht vermeiden können. Staubsaugen, lüften etc bringt nicht viel. Wir haben einen 2,5 jährigen Sohn, der die Hündin sehr liebt und viel mit ihr spielt. Die Allergie hat mein Mann seit Jahren. Er hat so einiges gehabt. Auch Spray. Derzeit nimmt er Tropfen halt. Es wird zwar besser, aber bringt trotzdem nicht viel in dem Sinne

        • (13) 29.12.18 - 17:21

          Redet mit seinem Arzt wegen Kortisonspritzen. Das ist zwar ein ziemlicher Hammer, aber würde einige Monate deutlich erleichtern.

          bei einem Hund in dem Alter ist Haaren normal, das ist einfach so, nicht "unnormal" sondern Retrievertypisch.

          Dass ein so großer Hund in einem Zimmer eingesperrt ist, kann keine Lösung sein, wenn es tatsächlich noch 6 Monate dauert, bis eine Änderung in Sicht ist.

          Ich würde abwägen: ist die Allergie deines Mannes tatsächlich so gravierend, dass der Hund nicht ins Haus darf? Ist es sicher nur die Allergie und keine Aversion gegen Hunde? Wenn ja: kann man nichts wirklich Wirksames dagegen machen?

          Wenn ein Zusammenleben tatsächlich nicht möglich ist, muss deine Mutter erst einmal woanders hin. Wer die Kosten tragen sollte, würde ich davon abhängig machen, ob sie bei euch Miete zahlen würde oder nicht. Zahlt sie Miete, ist sie eine Mieterin, die die Mietsache nicht nutzen kann wegen des Schadens. In dem Fall müsst ihr eine Ersatzwohnung stellen bzw. bezahlen. Würde sie keine Miete zahlen, müsste man schauen, wie es weiter geht.

          Was mir etwas seltsam vorkommt: wie kann es 6! Monate dauern, bis ein Wasserschaden behoben ist? Das kommt mir zu lange vor. Auch kommt es mir etwas seltsam vor, dass sie ihre alte Mietwohnung kündigt und ihr den Schaden erst dann bemerkt. Kann es sein, dass ihr das Haus gerade erst gekauft habt? Das würde das alles erklären. In dem Fall würde ich Schadensersatz vom Verkäufer verlangen. Wenn der Schaden so gravierend ist, dass es 6 Monate dauert, bis die Wohnung bewohnbar ist, muss er davon gewusst haben. Dann nützt ist auch ein entsprechender Passus im Kaufvertrag nichts.

          • Hier die Erklärung warum es bis zu 6 Monaten dauern könnte. Vielleicht auch 3 Monate oder auch ein Jahr

            https://m.urbia.de/forum/46-haushalt-wohnen/5172074-hauskauf-und-arglistige-taeuschung

            Und mein Mann hat seit Jaaahren Hundehaarallergie. Sobald die Hündin in seine Nähe kommt und etwas länger im Raum zusammen sind, dann kriegt er knallrote Augen und sein Husten fängt an. Und übergangsweise eine andere Wohnung finden ist was schlecht. Wir sind dabei, aber es gibt nichts passendes. Entweder sind die Mieten zu hoch oder es sind keine Haustiere erwünscht oder oder oder. Bei uns auf dem Markt und Umgebung gibt es eh kaum Wohnungen zur Miete. Zumal alles von unserem Anwalt bzw vom Gericht abhängt, wann wir mit den Arbeiten unten anfangen können.

            • (16) 31.12.18 - 12:20

              Ach Du Sch... da hat euch der Verkäufer echt übers Ohr gehauen, aber nachdem ein Gutachten von 2015 existiert habt ihr klare Vorteile. Hast Du eine Kopie des Gutachtens?

              Ich denke, ich würde da auch vom Kauf zurücktreten und mir die Investitionen auszahlen lassen, ein kaputtes Fundament ist keine Kleinigkeit.

              • (17) 31.12.18 - 15:16

                Ja, das alles ist auch so sch... derzeit. Laut Gutachter müssen die Seiten isoliert werden und das wäre machbar. Aber die Kosten müssen die Verkäufer dafür tragen und dürfen daher noch mit nichts anfangen leider. Vom Kaufvertrag zurücktreten wäre natürlich auch möglich, aber mit zwei kleinen Kindern wieder umziehen? Dann wieder in eine neue Stadt oder einen Dorf mit hoher Wahrscheinlichkeit, da bei uns hier und in der Umgebung wirklich nichts zu finden ist. Zumal wir schon so viel in das Haus reingesteckt haben und es unser Traumhaus ist.

                1 Wohnung/Haus = 100 Anfragen

                Und neben uns müssen wir dann auch für meine Mutter eine neue Wohnung finden.

                So eine besch.... Situation hatte ich noch nie. Wir sind dermaßen in einer Zwickmühle und wir versuchen echt das beste mit dem Hund zu machen. Hoffe nur, dass das eine Zimmer was mit Feuchtigkeit befallen ist, so schnell woe möglich renoviert wird. Dann haben wir alle Probleme gelöst (Mamas Bleibe, kein Alleinsein für den Hund, neue isolierte Wände).

    (18) 29.12.18 - 19:15

    Eigentlich kenne ich auch nur Labradore, die unnormal haaren, das scheint rassetypisch zu sein, der blanke Horror.

    Wenn der Hund meines Nachbarn nur kurz mit auf der Terrasse sitzt, ist danach wirklich ALLES voller Haare #schock

    (19) 29.12.18 - 21:04

    Hallo,

    ich habe daheim auch so ein paar Allergiker und ich war auch beim Pullologen. Bei uns leben übrigens vier Katzen und zwei große Hunde ;-).
    Der Vorteil einer Hundehaarallergie ist der das sie meist nicht so gravierend ist wie die bei der Katze. Bei uns dürfen keine roten Katzen wohnen , dafür aber schwarze.
    Ich bekam irgendwann mal den Tipp mit Schwarzkümmelöl - eigentlich für den Hund gegen Zecken. Und dann hat mir Google mal geholfen und der Pullmologe gab mir den Tipp ausnahmsweise mal Herrn Google zu vertrauen ;-). Ich und auch mein Mann nehmen seit Monaten Schwarzkümmelölkapseln aus der Apotheke. Bei mir hat das Zeug dieses Jahr für einen milden Verlauf beim Heuschnupfen geholfen, mein Mann versucht vom Wetterasthma wegzukommen.
    Und ja - Hunde haaren, unsere derzeit wie Ochs. Ich sauge zeitweise zweimal täglich und der Wischmopp steht immer rum.
    Auf Dauer würde ich die Mutter nicht mit Hund bei mir wohnen lassen. Schaut ob sich irgendwo eine Ferienwohnung findet wo sie unterkommt oder eine günstige Wohnung für die Zeit der Sanierung.

    Viel Erfolg Geli

    (20) 29.12.18 - 22:27

    So hart es klingt, aber unter diesen Umständen kann deine Mutter mit ihrem Hund dann eben nicht übergangsweise bei euch wohnen. Ich habe selbst ne Hundehaarallergie mit allen möglichen Symptomen wie rote Augen, geschwollene schleimhäute etc. Fenistil hilft bedingt, macht aber unglaublich müde, cortison hilft bombig, aber das ein halbes Jahr durchgängig zu nehmen würde ich keinem zumuten wollen.

    Vielleicht hat sie ne Freundin, wo sie zur Untermiete hin kann? Oder in einem Ferienhaus? Meine Schwiegereltern haben so die Zeit zwischen Verkauf des alten Hauses und Einzug ins neue Haus überbrückt...

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