Fragen zur Anschaffung einer 2. Katze

    • (1) 03.01.19 - 20:42

      Hallo zusammen!

      Ich brauche mal eure Erfahrung.
      Wir haben seit nun ca. 4 Monaten eine Katze. Wir haben Sie mit 12 Wochen bekommen, dementsprechend ist sie nun ca. 7 Monate alt.
      Wir wohnen in einer Hausgemeinschaft und leider ist der Kater unserer Nachbarn vor 1 Monat eingeschläfert worden :-( Sie waren zwar nicht beste Freunde, unsere Katze hat aber stets den Kontakt gesucht.
      Sie ist kastriert, sehr anhänglich und sucht immer unsere Nähe, läuft und ständig hinterher. Sie ist total verspielt, darf jederzeit raus, das nützt sie aber relativ wenig.

      Nun möchten wir uns nun eine zweite Katze anschaffen, da wir zunehmend das Gefühl haben, dass unsere nicht ausgelastet ist und sich trotz viel Anwesenheit von uns und regelmäßigem Spielen langweilt.

      Auf was sollten wir dabei achten?
      Ich denke ein ähnlich altes Weibchen wäre prima, da unsere sehr verspielt ist. Könnte sie auch deutlich jünger sein (also 12-14 Wochen)? Oder lieber etwas älter?
      Wie suchen wir die 2. am besten aus? Sollte sie einen ähnlichen Charakter haben?
      Was ist wenn sie sich nicht verstehen?

      Wie ihr merkt habe ich sehr viele Fragen ;-)
      Lieben Dank für eure Hilfe!
      Pili

      • (2) 04.01.19 - 11:34

        Hallo!

        Charakterlich ähnlich und auch vom Alter hr ähnlich passt normalerweise am besten. Auf 3 Monate hin oder her kommt es da nicht groß an, also es ginge alles ab 14 Wochen. Dass man Kätzchen nicht unter 12 Wochen holen soll, weißt du ja schon.

        Ich finde die Entscheidung sehr gut und richtig,meistens vertragen sich zwei Weibchen besser als ein Pärchen.

        (3) 04.01.19 - 13:15

        Das Alter halte ich für etwas zweitrangig, wobei junge Tiere sich natürlich schneller an junge Gesellschaft gewöhnen als eine Katze die schon 10 Jahre alleine Herrscher im Haus war und ihre festen Abläufe entwickelt hat.

        Wichtiger ist der Charakter. Eine sehr schüchterne Katze mit einer sehr Dominanten anzufreunden, besonders wenn die älter Eingesessene eher ein Hasenfuß ist und sich die Neue dann munter ohne Rücksicht auf Verluste im Revier der alten breit macht, kann zu heftiger Abwehr führen. Sie sollten da besser ähnlich gepolt sein.

        Grundsätzlich ist die neue Katze aber erst einmal ein fremder Eindringling und der wird nicht freudig begrüßt. Sie werden sich sehr wahrscheinlich anfauen, es wird Hierarchiestreitigkeiten geben und es wird mehrere Wochen dauern bis sie ein eingespieltes Team sind. Diese Zeit wird ein bisschen stressig für alle Beteiligten werden. Darauf solltet ihr euch einstellen.

        Behutsam ist es, sie nicht gleich aufeinander los zu lassen, sondern erst mal in nebeneinander liegenden getrennten Räumen zu lassen. Und dann unter Aufsicht langsam Begnungen für ein Stündchen hier und da zu schaffen. Da muss man sie dann aber auch ihre Hierarchiekonflikte weitesgehend ohne Einmischung klären lassen.

        Wichtig ist, dass die alte Katze ihren gewohnten Rückzugsort und ihr Futter mit ihrem Napf behält. Und die andere einen eigenen Kuschel Rückzugsort bekommt, Futternapf etc. Sonst kann sich die alte Katze unter Konkurrenzdruck fühlen. Im Laufe der Zeit werden sie natürlich das meiste teilen, aber sie brauchen jeder eine eigene Rückzugsmöglichkeit/Liegeplatz.

        Grundsätzlich ist euer Gedanke super. Unsere Kennenlerngespräch hat 5-6 Wochen gedauert, aber nun sind sie unzertrennlich und man merkt der älteren total an, dass ihr der Katzenkumpel richtig gut tut. Sie spielen. Sie toben. Sie putzen sich manchmal sogar gegenseitig oder kuscheln. Und wo die eine ist, ist auch die andere meist nicht weit.

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