Hund klaut Kleinkind das Essen aus der Hand

    • (1) 13.01.19 - 13:08

      Hallo zusammen!

      Es geht um den Hund meiner Mutter. Ich habe absolut keine Ahnung von Hunden, bin mehr der Katzentyp. Deshalb hoffe ich auf ein paar Denkanstöße.

      Sie hat zwei Hunde. Einen Beaglemix und einen Terriermix. Was genau drin ist, weiß man nicht.

      Der Beaglemix ist jetzt 6 Jahre alt und um den geht es. Mein Sohn ist 15 Monate alt, läuft seit kurzem.
      Sobald wir aber bei meiner Mutter etwas essen, steht der Hund am Hochstuhl und bettelt. In einem unbeobachteten Moment springt er auch dran hoch und holt sich, was er kriegen kann, bis wir da sind und ihn stoppen. Er hat einmal den ganzen Teller meines Sohnes runter gerissen.
      Meine Mutter hat ihn auch schon auf dem Esstisch erwischt, wo er nach den letzten Krümeln gesucht hat.

      Gestern haben wir bei ihr Waffeln gegessen. Mein Sohn saß bei meinem Mann auf dem Schoß und hat gegessen. Er hatte die Hand mit der Waffel nicht runterhängen oder hielt sie dem Hund hin. Plötzlich springt er hoch, nimmt ihm die Waffel aus der Hand. Mein Sohn war natürlich traurig und brüllt los. Es gab eine neue Waffel für ihn und keine Konsequenz für den Hund. Nicht mal ein strenges Wort. (Wie gesagt, ich kenne mich wirklich gar nicht mit Hundeerziehung aus)

      Ich habe meine Mutter so oft gebeten, den Beagle doch bitte in einen anderen Raum zu schicken, wenn wir essen. Das wird ignoriert. Der Hund bekommt keine Konsequenz, weil "es ist ja ein Beagle, die sind nunmal verfressen". Der Terrier macht gar nichts.

      Meinem Sohn das Essen aus der Hand zu klauen ärgert mich wirklich sehr. Alle sind mittlerweile nur noch genervt von seinem Verhalten. Ich kann gar nicht entspannt essen, weil ich immer den Hund in Auge haben muss. Meine Mutter ist seelenruhig.


      Ich habe zwei Katzen. Der Kater kommt auch gerne mal zum Hochstuhl in der Hoffnung, es fällt was ab. Aber wenn ich in die Hand klatsche, weiß er, dass sein Verhalten nicht okay ist und geht. So hab ich das ab Babyalter gemacht (hab ihn mit ca 6 Wochen ausgesetzt im Wald gefunden) und er hört drauf. Kommt er doch wieder in die Nähe, reicht es, streng seinen Namen zu sagen und er geht.
      Er würde niemals auf die Idee kommen, auf dem Tisch nach Essen zu suchen, wenn wir da sind, oder in der Küche auf die Arbeitsplatte zu gehen. Was er macht, wenn wir nicht zu Hause sind, kann ich natürlich nicht kontrollieren.
      Aber wenn es möglich ist, eine Katze dahingehend zu erziehen, muss das doch auch mit einem Hund gehen?

      Was kann man denn da machen?

      Es ist ja nicht mein Hund, ich hab da nichts zu melden. Und mit meiner Mutter reden zu wollen stößt auf taube Ohren.
      Aber wir sind wie gesagt alle (meine Geschwister und ich) genervt und keiner findet so ein Verhalten in Ordnung.

      Habt ihr ein paar Ratschläge für mich?
      Und kann man wirklich ein Verhalten pauschalisieren, nur weil es eine bestimmte Rasse ist? (Beagle = verfressen)

      Danke im Voraus und liebe Grüße 🤗

      Nora

      • Achja, was ich vergessen habe.

        Sie wiegt das Trockenfutter für beide Hunde ab, damit sie nicht zu dick werden. Ich meine, der Beagle bekommt pro Mahlzeit 80g. Aber ganz sicher bin ich mir nicht.
        Kann es sein, dass er auch einfach Hunger hat?

        Beide sind übrigens geprüfte Begleithunde.

        Der Beagle hört generell nicht so gut. Ich hab schon vermutet, dass meine Mutter nichts sagt, weil sie weiß, er wird sowieso nicht hören. Also dass sie sich die Blöße nicht geben will, weil sie ja immer betont, sie sind geprüfte Begleithunde.

        Vorher hatten wir als Familienhund einen Schäferhund-Australian Shepard Mix, bis er mit fast 14 Jahren starb. Der hörte einwandfrei und war ein super Hund.

        Hi du! Also wir haben auch eine Hündin aber nicht wie deine Mutter. Sie ist inzwischen 3.5 Jahre und sie hat noch nicht versucht jemande das Essen zu klauen. In ihr steckt immerhin auch zu 1/4 Labbi und die sind bekanntlich als Staubsauger für Essen bekannt. Ja es gibt somit Rassen die mehr in die Fresserei-Richtung tendieren. Das heißt aber nicht das man damit von der Erziehung befreit ist wie deine Mutter bei ihrem Hund zu meinen scheint. Ich finde das ziemlich daneben was sie macht.
        Was würde der Hund eigentlich tun wenn ihr versucht das zu unterbinden? Oder euch wieder das Essen zu holen? ( nicht das ihrs jetzt wirklich noch essen wolltet, ich frage aus einem anderem Grund).
        Der Hund meiner Tante ist nicht so schlimm aber hat bei ihrem Enkel auch schon versucht Essen was auf den Boden fiel zu holen. Nur dann darfst du nicht mehr an dein eignes Essen gehen dann schnappt er. Deswegen frage ich. Weil von mir hätte der Hund dann eine geschossen bekommen wenn er versuchen würde mich zu schnappen. Ist aber eben nicht bei meinem Sohn passiert.
        Sicherlich kann sowas auch mal vorkommen aber ständig und so extrem wie bei euch, ne da hätte ich wohl schon dem Hund einen Anranzer verpasst weil das geht gar nicht. Sicherlich ist es nicht euer Hund und ihr seid nicht für die Erziehungsaufgaben zuständig, aber sowas würde ich mir nicht ständig bieten lassen. Und was diese Hunde für angebliche Begleithunde sind will ich lieber nicht wissen bei dem Benehmen.

        Ela

        • Danke für deine Antwort, Ela!

          Der Beagle ist auch mehr Staubsauger. Das Essen zurück holen geht nicht, es ist sofort fast ohne Kauen verschwunden.
          Letztens war es ein halbes trockenes Brötchen, auf dem mein Sohn gekaut hat. Das bekam er nicht so schnell runter wie sonst, ich habe es mit strengem "Aus" versucht. Da läuft er damit weg 🤷‍♀️

          Wie gesagt, ich bin ja auch keine Autoritätsperson für ihn. Versuche ich oder einer meiner Geschwister den Hund wegzuschicken, kommt er von der anderen Seite. Falls er sich überhaupt wegbewegt hat.

          Ich muss sagen, ich werde mittlerweile manchmal böse und schnauze den Hund an, dass er gehen soll. Da bekomme ich böse Blicke von meiner Mutter.

          Auch beim Einräumen der dreckigen Spülmaschine ist er zur Stelle und "spült schon mal vor", wie meine Mutter sagt. Ich hasse das. Ich brauche echt Kraft, den Hund mit meinem Bein abzuhalten, während ich einräume. Bei mir darf er das nicht. Finde das auch nicht normal.

          • Hi Nora.matti!
            Also ich hab mir jetzt deine Antwort durchgelesen und muss sagen ich finde den Hund weder gut erzogen ( sagte ich ja vorher schon) noch das er Respekt vor den Ansagen hat!
            Und deine Mutter schaut noch böse wenn du ihm versuchst Grenzen zu setzen wenn er ans Essen DEINES KINDES geht? Ehrlich ich glaube ich wäre schon eher geplatzt! Ich bin auch schon böse geworden als meinem Hund jemand ein Stück vom Leberkäs-Semmel hingeworfen hat. 1. wurde nicht gefragt, 2. ist das kein Hundeessen und 3. hat unser Hund ne Allergie und verträgt nicht alles. Tja hinther hieß es das man es ja nicht gewußt habe. Tja das stimmt aber normalerweise fragt man auch nach und schmeißt keinem Hund was ungefragt hin, schon gar nicht sowas.
            Du siehst mit mir kann stellenweise nicht gut Kirschen essen sein was den Hund angeht.
            Aber wenn deine Mutter meint sie muss ihren Hund als Spülmaschine nutzen tja mir tut der Hund dann auch leid. Gesund kann das auf Dauer auch nicht sein. Nur wenn du schon den Hund ständig abhalten musst wenn du da bist tja dann ist das nicht nur nervig. Die Frage ist nur was du ändern kannst?
            Du selbst wohl nichts wenn deine Mutter weiterhin meint diese Schiene fahren zu müssen. Mein Hund selbst ist auch in erster Linie von mir erzogen und hört auch am besten auf mich ( hat sinnigerweise schon mein Mann festgestellt, grins), aaaaaber wenn sie gerufen wird oder mit etwas AUS zu machen hat macht sie das auch bei anderen Leuten! So gesehen hat der Beagle eben einfach keine vernünftige Erziehung genossen. Nur siehst deine Mutter das wohl eher nicht ein solange sie nicht öfters von anderen Leuten was zu hören kriegt. Dann würde sie möglicherweise darüber nachdenken. Wäre sie sehr sauer wenn du deutlicher werden würdest und dir das verbittest? Denn auf deine Bitte mit dem anderen Raum wenn ihr da seid und esst scheint sie ja nicht zu reagieren und mit Kritik auch eher weniger umgehen zu können.

            Ela

      Ja es ist verfressene Rassen, ein Freifahrtsschein für fehlende Erziehung ist das aber nicht. Es ist also vollkommen egal, was in dem Hund noch für eine Rasse steckt!

      Wenn deine Mutter nicht konsequent ist in der Erziehung, würde ich, sobald der Hund an mir oder meinem Kind hochspringt, dem Hund einen vorn Latz knallen. Das soll in erster Linie nicht wehtun, sondern der Hund soll sich erschrecken. Hunde untereinander zwicken sich auch, also der Ranghöhere den Rangniedrigeren. Einfach um zu zeigen, hey Kollege, so nicht!
      Wichtig ist, dass man das wirklich konsequent macht, also nicht nur mal, sondern wirklich IMMER! Auch wenn es eigentlich nicht eure Aufgabe ist, aber das würde ich nicht dulden, wenn Frauchen untätig daneben sitzt.
      Wenn deine Mutter zetert, würde ich ihr sagen, dass es dieses Mal noch die Waffel war, beim nächsten Mal ist die Hand ab. Der Hund meint es ja in kleinster weise böse, aber wenn sie so hastig nach essen schnappen, sind mal schnell die Finger dazwischen.

      Darüber hinaus ist die Frage, wieviele Mahlzeiten bekommen die Hunde denn täglich? Und wie schwer ist der Hund? Ein 15kg-Beagle sollte so zwischen 200 und 240g am Tag bekommen, hängt auch davon ab, wie aktiv deine Mutter mit den Hunden unterwegs ist.
      Also wenn der Hund leichter ist und 2 Mahlzeiten am Tag bekommt, dann passt es ja mit den 80g.

      Und darüber hinaus würde ich noch mal ein ernstes Wörtchen mit deiner Mutter reden...

      • Danke für deine Antwort! ☺

        "Wer nicht hören will, muss fühlen", hab ich gerade gedacht.
        Danke für deinen Tip! Das ist eine Möglichkeit.
        Aber beim neben dem Hochstuhl sitzen und lauern wäre das ja keine gute Idee, oder? Da macht er ja sozusagen noch nichts 🤔

        Der Hund ist etwas kleiner als reinrassige Beagle. Ich meine, er wiegt 11 Kilo. Die Menge wurde mit der Tierärztin ausgerechnet.
        Achja. Wenn meine Mutter die Hunde füttert, bleiben sie sitzen und dürfen erst an die Näpfe vor ihnen, wenn sie das erlaubt. Das dauert so 10 bis 20 Sekunden, immer unterschiedlich. Du siehst dem Beagle an, wie es ihn zerreißt, dass das Futter da steht und er nicht dran kann. Aber er hört. Also er KANN es ja scheinbar.

        • Genau, das ist quasi die Sprache der Hunde. Es geht wie gesagt nicht darum, dass es wehtut. Der Hund muss nur IN DEM MOMENT merken, dass es so n ihr geht.

          Wo ihr die Grenze zieht, müsst ihr euch überlegen. Ich persönlich finde nichts schlimmes daran, wenn der Hund daneben sitzt. Manche Menschen stört das aber und sie wollen, dass der Hund während des Essens auf seinem Platz liegt. Wenn es euch nicht stört, würde ich auch erst eingreifen, wenn der Hund wirklich hochspringt. Überlegt euch ein gutes prägnantes Wort, z.b. Nein oder Schhhhh ( es ist egal, welches Wort, der Tonfall zählt, denn Hunde verstehen keine Menschensprache 😉), dass ihr immer in Zusammenhang mit der körperlichen Aktion (Zwicken, schubsen etc.) sagt. Konsequent! Jedes Mal!

          Was mir im Zusammenhang mit der Wasserflasche noch eingefallen ist (denn so eine Flasche macht ja schon eine sauerei): entweder eine Spritzflasche oder eine Spritzpistole. Die kann man auch einsetzen, wenn man nicht schnell genug zum Zwicken kommt. Ich würde sie immer bereit halten, dann könnt ihr nämlich auch aus der Distanz sofort und gezielt agieren. Der Hund soll sich ja erschrecken und merken, dass seine Aktion immer in Verbindung mit einer unangenehmen Reaktion verbunden ist.
          Wenn es gut klappt, kann man auch versuchen, die körperliche Aktion wegzulassen und nur noch das Wort zu sagen. Wenn das funktioniert ist es auch wichtig, den Hund zu loben. Z.b. Durch streicheln oder indem ihr den Hund zu euch ruft und ihm ein kleines Leckerlie gebt. Aber das tatsächlich erst, wenn es nur noch durch Worte funktioniert.

          Ich finde es gut, dass du nicht sofort die Reißleine ziehst und sogar gewillt bist, den Hund mit zu erziehen. 👍🏻 leider können in den allermeisten Fällen die Hunde nichts für die Gesamtsituation, sondern das Herrchen/Frauchen.

          • Danke noch mal ☺

            Das Problem, was mir gerade einfällt: Ich bin ein bis zwei Mal die Woche da. Heißt, wenn meine Mutter nicht mitzieht, wird der Hund lernen "mit DER kann ich es nicht machen, aber mit Frauchen schon". Ist auch blöd, wenn er da unterscheidet. Aber falls irgendwas fruchtet, dann immerhin, wenn ich da bin 🙄

            Noch kurz OT:
            Ich hatte deinen Beitrag in "Geburt und Wochenbett" wegen deinem Mann gelesen. Wenn ich es richtig verstehe, hast du Morgen ET. Ich wünsch dir alles Gute und hoffe, dein Mann fühlt sich nützlich! 💕

            • (10) 13.01.19 - 22:54

              Naja aber DAS ist dann das Problem deiner Mutter! Solange er es bei deinem Kind nicht mehr macht, ist doch zumindest euch schon mal geholfen.

              Und ja, vielen Dank 😊 Mal schauen, wie’s wird! Krass dass du dich daran erinnerst 😅

    (11) 13.01.19 - 15:03

    Ich kann dir sagen, was MEINE Konsequenz wäre: Die Besuche bei der Oma mit sofortiger Wirkung einstellen.
    Irgendwann schnappt das kleine erfressene Hundi mal daneben und hat dann Fleischbeilage und das Geschrei ist groß. Mahlzeit.

    • (12) 13.01.19 - 15:15

      Danke für die Antwort. Aber statt einfach wegzubleiben, versuche ich lieber eine Lösung zu finden ☺

      • (13) 13.01.19 - 15:17

        Hast du doch schon. Deine Mutter will den Hund nicht erziehen, da wirst du auf Granit stoßen. Du kannst mal einen Hundetrainer ins Haus holen, aber wenn deine Mutter nicht einsichtig ist, ist nichts zu machen.
        Hab ich alles durch. Vergebliche Liebesmüh.

        • (14) 13.01.19 - 15:28

          Ach, hast du auch wie ich versucht, fremde Hunde zu erziehen? 🙄

          Nicht mehr hin gehen wird die letzte Konsequenz sein. Ich möchte hier Ideen sammeln, um dann noch mal mit meiner Mutter zu sprechen und ihr ganz klar zu sagen, es muss sich was ändern.

          • (15) 13.01.19 - 15:41

            Ja, habe ich. Darum bin ich bei dem Thema auch etwas empfindlich. 🙈 Sorry!
            Mein Schwiegervater ist einer "jener" uneinsichtigen Hundebesitzer, nur ging es bei uns sogar um Leib und Leben.

(16) 13.01.19 - 15:08

Es gibt halt verfressenere Hunde und wenig verfressenere.

Wenn der Hund mein Kind angehen würde (macht er ja indirekt), würde ich sehr wohl lauern und sofort bestrafen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

Ganz intelligente Hunde (der verfressene Labbi meines Nachbarn) kapieren es ohne Gewalt, ich drehe mich weg, wenn er hochspringt und wenn er auf mein Kommando brav "sitz" macht, bekommt er ein Leckerlie. Wenn er hochspringt, gibt es gar nichts. Das hat der gleich begriffen und springt nicht mehr hoch.

Du könntest mit einer Wasserflasche lauern und wenn er das nochmal macht, sofort anspritzen. Das tut nicht weh und sie kapieren das schnell.

Ich wäre wahrscheinlich richtig sauer und würde ihn mir packen, treten (nicht verletzen natürlich, aber schon nachdrücklich), irgendwas. Du musst ihn aber in dem Moment gleich erwischen, sonst versteht er nicht, was du willst.

Und wenn er sich gut benimmt, auch belohnen.

  • (17) 13.01.19 - 15:31

    Danke für deine Ideen! ☺

    Ich werde mit meiner Mutter reden und ihr verschiedene Sachen vorschlagen. Und auch sagen, dass ICH sonst Maßnahmen ergreife. Wenn nichts fruchtet, muss sie halt zu mir kommen, wenn sie den Enkel sehen will.

    • (18) 13.01.19 - 19:42

      Ich würde es kurz ankündigen und dann einfach machen. Das ist mir bei fremden Hunden zu doof, siehe der meines Nachbarn.

Ich persönlich hätte ja am meisten Angst um die Finger meines Kindes!

Würde daher erwarten dass der Hund ausgesperrt wird, solang gegessen wird.
Wenn sie das nicht will, dann würde ich zu den Mahlzeiten einfach wieder nach Hause fahren.
Kann nicht im Interesse deiner Mutter sein und sie wird entsprechend handeln.

Ich würde jetzt nicht den Job deiner Mutter machen und versuchen ihren Hund zu erziehen.

  • Danke dir.

    Ja, ich werde deutlicher machen müssen, dass es langsam reicht. Wenn sie ihn nicht aussperren will, dann soll sie ihn erziehen und ihm Grenzen zeigen. Klappt das auch nicht oder sie ist nur halbherzig bei der Sache, wird sie ihren Enkel wohl bei uns zu Hause besuchen müssen. Und weil sie in 5 Jahren vielleicht 10 Mal bei mir war, weiß ich, dass ihr das gar nicht passen wird. Vielleicht reagiert sie dann endlich.

Der Hund sollte sicherlich erzogen werden. Und zwar von Deiner Mutter und nicht von Dir.

Gewalt hat in der Hundeerziehung NICHTS zu suchen. Es wird null Komma Garnichts bringen, den Hund körperlich durch Treten, Schlagen, Anschreien oder sonst was zu maßregeln. Auch die berühmte Wasserflasche oder Rüttelflasche bringt nichts, wenn dir Grunderziehung nicht stimmt.

Wie ich diese Sätze hasse: "Der fängt sich dann eine von mir. Natürlich nicht verletzend oder so..." Gulp!

Ich verstehe Deine Situation. Und Ich wäre wohl auch genervt.

Deine Mutter sollte dem Hund einen Platz zuweisen, auf dem er beim Essen zu bleiben hat. Gerne auch angeleint. Aber mit positiver Verstärkung - wie z. B. einer Kaustange. Oder einem Kong. Halt mit etwas, was Zeit braucht.

Das trainiert sich nicht von heute auf morgen. Aber ist machbar. Mit nem bisschen Konsequenz.

LG
T

  • Das hat auch mit Gewalt nichts zu tun 🤦‍♀️ hast du dir mal ein Rudel Wölfe angeschaut, wie die Mutter da ihre Welpen erziehen? Das ist die Sprache der Hunde!

    Aber da scheiden sich wahrscheinlich die Geister und man könnte - wie in der Kindererziehung auch - tagelang ohne gemeinsamen Konsens diskutieren. Deine Variante funktioniert vllt, wenn die TE die Hundehalterin wäre. Ist sie aber nicht. Daher muss sie als Ranghörere in der Situation selber ihre Rangposition deutlich machen. Und wenn die Mutter so denkt, bringen auch keine Vorschläge a la „die Mutter sollte...“. Ich denke, dahingehend sind wir uns alle einig

    • Oh man... Schon wieder die Laier mit der Rangordnung. Wann verschwindet dieses Märchen endlich aus den Köpfen der Menschen!

      Wir haben hier KEIN Wolfsrudel. Wir haben hier einen - nennen wir es mal "Zusammenschluss" von Hund und Mensch. KEIN Rudel - KEINE Rangordnung.

      Es gibt keine Rangordnung zwischen Hund und Mensch. Es gibt aber sehr wohl eine Gruppendynamik in der es um Verantwortlichkeiten geht. Der Mensch ist idealerweise der Vorstand, trägt Verantwortung und Entscheidungen. Der Hund gehört der Belegschaft an, die die Entscheidungen des Vorstandes ausführen oder akzeptieren müssen.

      Das wäre der Idealfall.

      Im Fall der TE ist das nicht so. Hat aber mit Rangordnung nichts zu tun. Sondern mit fehlender Konsequenz, ein Tier zu erziehen.

      • (24) 16.01.19 - 09:31

        Hallo,

        "Es gibt keine Rangordnung zwischen Hund und Mensch. Es gibt aber sehr wohl eine Gruppendynamik in der es um Verantwortlichkeiten geht. Der Mensch ist idealerweise der Vorstand, trägt Verantwortung und Entscheidungen. Der Hund gehört der Belegschaft an, die die Entscheidungen des Vorstandes ausführen oder akzeptieren müssen."

        Du widersprichst Dir selbst.

        Was ist denn der Unterschied zwischen einer Rangordnung und dem Verhältnis Chef-Belegschaft?
        Der Leitwolf trägt auch die Verantwortung für das Rudel und entscheidet, was läuft. Das ist nicht nur der, der als erstes fressen darf und vor dem alle anderen kuschen, wenn er knurrt.
        Wenn der Leitwolf sich nicht durchsetzen kann, ist er die längst Zeit Leitwolf gewesen.
        Wenn der Mensch sich beim Hund nicht durchsetzt, akzeptiert der Hund ihn nicht als Chef.

        Hunde und andere Haustiere, die in Gruppen leben, sind lediglich leichter erziehbar, als die Wildformen dieser Tiere, weil der Mensch die willensstarken, ranghohen Tiere nicht weiter gezüchtet hat.
        Die haben aber immer noch die gleiche Denkweise, wie ihre Vorfahren.
        Leittier oder Leitmensch = Schutz und dafür ordnet man sich unter
        Mensch, der sich nicht durchsetzt = kein Schutz und keine Notwendigkeit sich unterzuordnen

        Wenn der Mensch es schafft, sich ohne zu schreien oder ohne dem Tier eine zu langen, durchzusetzen, schön und gut. Freundlich, aber bestimmt, sollte immer der erste Weg sein.
        Nur reicht das manchmal nicht, und dann muss man eben mal brüllen oder dem Tier eine scheuern, wenn es schnappt.
        Große Hunde oder auch Pferde können richtig gefährlich werden, wenn sie meinen, Oberwasser zu haben. Da ist die Mimimi-Leckerchen-Erziehung nicht immer der richtige Weg.

        LG

        Heike

        • (25) 16.01.19 - 10:57

          Du redest von Leitwölfen und von Rudel. Nochmal für Dich: wir haben es hier nicht mit Wölfen zu tun.

          >Leittier oder Leitmensch = Schutz und dafür ordnet man sich unter
          Mensch, der sich nicht durchsetzt = kein Schutz und keine Notwendigkeit sich unterzuordnen<

          Hier stimme ich Dir vollkommen zu.

          >Nur reicht das manchmal nicht, und dann muss man eben mal brüllen oder dem Tier eine scheuern, wenn es schnappt.<

          Hier stimme ich Dir absolut nicht zu. Du erreichst mit Gewalt gar nichts. Außer Vertrauensverlust. Respekt wirst Du so niemals ernten. Hundeerziehung hat nichts mit Mimimi-Leckerchen zu tun.


          Ich weiß, dass sich die Meinungen hierzu sehr stark unterscheiden, wie man einen Hund erzieht. In einer Polizeihundeschule werden die Hunde sicherlich anders ausgebildet - aber ist das auch die richtige Methode? Kann man sicherlich drüber diskutieren.


          LG

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