Ich weiß nicht, wie ich meinem Hund in Zukunft gerecht werden soll.

    • (1) 18.02.19 - 23:53

      Hallo ihr Lieben,

      ich liebe meinen Hund. Mein Exfreund und ich haben ihn vor Jahren aus dem Tierheim geholt. Damals hab ich noch studiert. Er hat gearbeitet. Den Worst Case habe ich damals nicht beachtet.
      Mein Ex und ich haben uns irgendwann getrennt. Und mein Studium ist vorbei und ich arbeite Vollzeit.
      Ich gehe mit dem Hund vor und nach der Arbeit. Oder mein Ex übernimmt das. Es ist ziemlich nervig, aber wir sprechen uns da gut ab und der, der mehr Zeit hat nimmt den Hund. Zusätzlich kommt jeden Tag eine Hundesitterin, die ihn abholt und mit ihm raus geht.

      Trotzdem frage ich mich, wie das alles werden soll. Mein neuer Freund und ich wollen bald zusammen ziehen. Und dann wird das mit der Einbindung des Expartners schwierig. Wir arbeiten aber beide Vollzeit. Natürlich wird dann eine neue Hundesitterin organisiert. Aber ich fühle mich oft so schlecht, weil ich meinem Hund nicht mehr gerecht werde. Aber ich kann mich auch nicht zerteilen.
      Auf die Arbeit mitnehmen kann ich ihn nicht. Nachbarn oder so fragen geht auch nicht. Mein Hund hat leider einen kleinen Dachschaden. Den hatte er schon im Tierheim. Ich kann ihn nicht einfach irgendwem geben. Nun wird er bald zehn.
      Ich weiß aber manchmal auch nicht, wie ich das noch Jahre händeln soll.
      Die meisten sagen, ich übertreibe. Ich möchte aber nicht, dass mein Hund den halben Tag alleine ist. Aber deswegen kann ich mich ja auch nicht arbeitslos melden.🙈😔
      Gibt es wen, der auch mal in der Zwickmühle gesteckt hat? Wie habt ihr das geregelt?

      LG

      Hallo,

      ihr habt doch eine Hundesitterin, die mit dem Hund rausgeht, wenn du arbeitest.
      Das ist schon mal um Längen besser, als es vielen anderen Hunden geht, die hocken wirklich 8 - 9 Stunden alleine in der Wohnung und bekommen keinen extra Gassi-Gang in netter Hundesitter-Begleitung.

      Würdest du den Hund lieber weggeben, damit es dir nicht "so schlecht" geht?
      Dein Hund ist schon älter und daran gewöhnt, wahrscheinlich stellt es für ihn überhaupt kein Problem dar. Das wäre doch schlimm, wenn der Hund in seinem Alter noch einmal umziehen müsste.
      Und nein, arbeitslos melden, sollst du dich natürlich nicht.
      Ich finde, ihr solltet das mit dem Hundesitter beibehalten.

      Was für einen "Dachschaden" hat dein Hund denn?

      LG

      Nici

      • Danke für deine Antwort.
        Mir sagen alle, dass ich mir zu sehr einen Kopf mache. Wärend des Studiums konnte ich mir für ihn mehr Zeit einräumen. Jetzt hab ich immer ein schlechtes Gewissen. Heute z.B. war ein guter Tag. Er war nur drei Std alleine. Damit kann ich leben. Aber es kommen auch Tage vor, da ist er zwischen der Hundesitterin 5 Std ×2 alleine. Das ist kein Dauerzustand, aber ich bin dann richtig nervös auf der Arbeit, weil ich ein schlechtes Gewissen habe.
        Abgeben möchte ich ihn nicht. Er ist ja aus dem Tierheim und wurde damals aus berufsbedingten Gründen abgegeben. Das könnte ich ihm niemals antun. Aber mein Gewissen plagt mich.

        Er hat mehrere Macken, die damals schon im Tierheim bekannt waren. Er knurrt Männer an. Wenn man ihn nicht richtig händelt, sprich zu nahe ran lässt, verbellt er sie auch, springt an ihnen hoch. Und er ist groß. Das wirkt sehr bedrohlich.
        Zusätzlich hat er einen starken Jagdttrieb. Unser Trainer meinte, er hat selten einen Hund mit so einem starken Jagdtrieb gesehen. Er knallt dann von null auf hundert in die Leine und beruhigt sich auch nicht so schnell.
        Ebenso hat er eine leichte Leinenaggressivität gegenüber großen Hunden. Da knallt er auch schon ml in die Leine, wenn ihm die Nase nicht passt. Wir wussten halt, dass er diese Macken hat. Es ist auch schon besser geworden. Aber eben auch, weil ich ihn kenne und weiß wie ich mit ihm umgehen muss. Das traue ich dem Nachbarn von nebenan nicht zu. Und wenn dann was passiert, was durchaus sein kann gibt es nachher richtig Ärger. 😑

        LG

    (7) 19.02.19 - 15:30

    Hast Du schon mal versucht jemanden zu finden, der Deinen Hund tagsüber einfach zu sich nimmt? Also morgens mit ins Auto nehmen, bei der netten Person abgeben und abends wieder abholen?

    Eine HuTa ist ja doch ein eher stressiger Ort, grade für einen älteren Hund.

    Letztlich wirst Du - meiner Erfahrung nach - darauf angewiesen sein, jemanden zu finden, der das so halb-legal macht. Nur mit älteren, etwas schrulligen Hunden lässt sich kein Geschäft aufziehen und kein Unterhalt erzielen, aber umsonst wird halt auch keiner den zusätzlichen Reinigungs-, Zeit- und vor allem Verbindlichkeitsaufwand auf sich nehmen.
    Inseriere in den Kleinanzeigen und schau wer sich meldet. Je nachdem wie schwierig Dein Hund ist, in welcher Region ihr wohnt, wie gut planbar Deine Arbeitszeiten sind würde ich so 25-75% der offiziellen Kosten rechnen.

    • (8) 19.02.19 - 19:17

      Auch dir danke für deine Antwort. Darüber habe ich schon nachgedacht. Ich hab hier auch einige Studenten im Haus. Das wäre natürlich leicht verdientes Geld. ABER....😊 Er wäre dann nicht versichert. Deswegen hab ich mir die Hundesitterin gesucht, die eine gewerbliche Hundehaftpflicht hat. Da mein Hund leider nicht so einfach ist, hab ich Angst, dass irgendwann mal was passiert. Und dann hätte ich ein riesen Problem. Das ist das doofe. Wäre er einfach zu händeln, könnte ich ihn locker bei jemandem unterbringen. Aber sonst. Wenn ich das gerade so schreibe merke ich, dass wohl kein anderer Weg bleibt, als den gleichen wie jetzt aich zu fahren.

      LG

      • (9) 20.02.19 - 13:09

        Meine Hundehalterhaftpflichtversicherung deckt auch durch Fremd-Ausführer verursachte Schäden mit ab. Ich habe damals bei mir in der Nachbarschaft zwei Mädels gehabt, die mit meinen Hunden gegangen sind, im Gegenzug gab es Mathe-Nachhilfe oder mal einen Zehner oder bei Übernachtungen einen vollen Kühlschrank und "sturmfrei" - also klassische Nachbarschaftshilfe.

        Vor einigen Jahren waren solche Fremd-Ausführer Absicherungen noch die Ausnahme, mittlerweile sind sie die Regel. Check mal Deine Police und ggfs. musst Du einfach nur wechseln.

      (11) 25.02.19 - 18:00

      Deine Hundehaftpflicht deckt doch auch die Schäden, die entstehen können wenn du deinen Hund in Obhut gibst.

(12) 20.02.19 - 09:33

Was spricht dagegen, dass die Hundesitterin an Tagen, an denen er 2x5 Stunden alleine wäre eben öfter kommt als nur einmal?

  • (13) 20.02.19 - 09:38

    Das Problem ist der Schichtdienst vom Ex. Er ist bei der Bereitschaftspolizei und man kann das nie planen. Ansonsten wäre das natürlich ne Lösung. Aber so spontan ist die Hundesitterin dann nicht.

    LG

(14) 20.02.19 - 14:25

Hallo!

Ich verstehe Dich gut, die letzten Jahre mit meinem Hund waren auch schwierig. Einfach weil er durch die Arbeit manchmal 6-7 Stunden alleine war, ließ sich kaum verhindern. Und wir hatten niemand zum Gassi gehen zwischendurch.

Aber: Auch unser Jack war damals schon alt. So wirklich fit war er auch nicht mehr, und auch wenn man zu Hause war, kam es durchaus vor, dass er nach der morgendlichen Gassi Runde sein Körbchen im Schlafzimmer aufgesucht hat und dann die nächsten Stunden nicht ein einziges Mal ins Wohnzimmer gekommen ist. Er wollte dann einfach seine Ruhe und ist erst nachmittags zur üblichen Uhrzeit wieder aufgetaucht - egal ob jemand zu Hause war oder nicht.

Ich denke, ein alter Hund mit diversen Problemen ist sehr froh, wenn er nicht mehr entwurzelt wird. Eine Eingewöhnung in einer anderen Familie wäre wohl schlimmer für ihn, und ein vernünftiges Zuhause müsste ja auch erst gefunden werden. Er verschläft doch sowieso große Teile des Tages, oder? Und das wird mit zunehmendem Alter eher noch mehr Zeit, die er schläft, döst, meditiert und träumt. Da will er sein warmes Körbchen, seine vertraute Umgebung, und die Menschen, die er liebt.
Lange Gassiwege werden auf die Dauer dann auch beschwerlicher, Treppensteigen muss auch nicht mehr sein, und irgendwann wird er dann auch sein Köfferchen packen und sich auf den letzten Weg machen.

Klar, für einen jungen Hund sind das keine idealen Startbedingungen, deswegen habe ich mir keinen mehr geholt. Es passt einfach nicht mehr. Aber für einen alten Hund, seine letzten Jahre, ist das total ok.

Ich sehe das Problem eher darin, dass er irgendwann evtl. öfter raus muss, da er nicht mehr so lange einhalten kann.
Unsere Nachbarin hat 2 ältere Hund und sie geht alle 3 Stunden.
Das muss bei euch zwar nicht der Fall sein, aber man sollte das im Hinterkopf behalten.

Alles Gute!

(16) 22.02.19 - 12:58

Hallo,

wie lange kommt denn die Tiersitterin denn zu dir. Wäre es eine Option die Zeit zu erhöhen? Das heisst sie kam jetzt eine Stunde und dafür nun zwei täglich?

Du schreibst er hat Jagdtrieb . Da wäre es sehr hilfreich wenn ihr Fährtensuche macht das macht den Hund richtig platt. Und kann jederzeit und überall ausgeführt werden.

Habt ihr euch damals einen Hundetrainer genommen um an den Macken zu arbeiten? Ich denke das hätte man durchaus versuchen sollen. Und auch mit 10 Jahren könnte man sich mal erkundigen ob da noch etwas zu machen ist.

Ich würde meinen Hund auch nur an gewerbliche Tiersittern geben um auch den Hund selbst zu schützen.

Hast du mal an Dog Sharing gedacht?

Lg

Ich stand mal am selben Punkt wie du jetzt. Hund im Studium angeschafft, dann irgendwann alleine mit Hund. Arbeit zunächst so das ich den Hund mitnehmen konnte, dann nicht mehr. Verdienst gut, aber nicht so gut das ich einen Hundesitter für 450€ hätte bezahlen können.

Meine Hündin war damals auch schon 8 Jahre, und auf Grund einer angeborenen Behinderung nicht so mobil. Adoptiert hatte ich sie mit einem Jahr aus dem Tierheim. Sie aber war ein liebes, anspruchsloses Mäuschen. Sehr auf mich fixiert, mein Seelenhund.

Ich hatte keine andere Option als sie alleine zu lassen. Andernfalls hätte ich sie abgeben müssen. Und wer nimmt einen alten, schwer körperbehinderten Hund? Ich war und bin der Meinung das es für sie schlimmer gewesen wäre in ein neues Zuhause (wenn ich denn eines gefunden hätte, Tierheim war keine Option....) zu ziehen als tagsüber alleine zu sein.

Es hat immer gut geklappt. Ich bin allerdings nach der Arbeit auch immer sofort heim. Im Zweifelsfall habe ich den Hund abgeholt und zu meinen Unternehmungen nach der Arbeit mitgenommen. Und sie durfte ab diesem Zeitpunkt bei mir im Bett schlafen. So war sie zumindest nachts nie alleine, das trug zu meiner Beruhigung bei.

Irgendwann lernte ich meinen Mann kennen, der auch quasi sofort bei mir einzog. Und der damals wie heute meist im Homeoffice tätig war/ist. Der Hund lag fortan tagsüber vor seinem Schreibtisch. Problem gelöst. Manchmal kommt Hilfe aus völlig unerwarteter Richtung. Mach dir nicht zuviel Gedanken.

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