Ich vermisse meine Hündin

    • (1) 09.03.19 - 12:19

      Hallo,
      mein Hund musste vor 3 Tagen aufgrund einer fast vollständigen Lähmung nach nur 2 Jahren eingeschläfert lassen. Was soll ich tun?

      September 2016 sind meine Eltern sowie mein kleiner Bruder (16) bei einem Unfall gestorben. Ich habe mich furchtbar gefühlt. Alles um mich herum wurde grau und ich habe mich einfach nur leer gefühlt. Ich war deswegen im Krankenhaus und bei mir wurde eine mittelschwere Deppresion diagnostiziert. Ich war fortan arbeitsunfähig.
      Mitte Januar 2017 bin ich durch Zufall auf einen Artikel gestoßen über Hunde und wie sie gegen Depressionen helfen können. Ich dachte darüber nach und sagte mir: Warum nicht? Ich habe noch 2 Monate gewartet und mir überlegt ob ich mir tatsächlich einen Hund zulegen soll. Das habe ich getan. Ich habe aus dem Tierheim eine 8-jährige Hündin adoptiert, die dort gelandet ist weil ihre Besitzerin gestorben war und von den Verwandten keiner den Hund wollte. Ich habe mich irgendwie verbunden gefühlt weil ich auch Menschen verloren habe die ich geliebt habe...

      Sie war wirklich eine Stütze für mich. Mit der Zeit ging es mir immer besser und ich konnte Juni 2017 wieder arbeiten gehen. Sie hat mich manchmal echt zum seufzen gebracht. Zum Beispiel wenn Sie über meine Schuhe hergefallen ist, wenn sie sich in Schlammpfützen gewelzt hat oder der Kampf der es war wenn ich sie vom Auto zur Tierarztpraxis sprichwörtlich schleifen musste.

      Jetzt wo sie weg ist bin ich einfach nur traurig. Ich saß eben vor ihrem Körbchen und musste weinen, weil ich weiß das ich ihr geraschel nie wieder hören werde. Ich habe gestern Abend auch irgendwie aus Gewohnheit ihren Napf gefüllt.

      Sie war zwar nur fast 2 Jahre bei mir, ist mir aber trotzdem ans Herz gewachsen...

      Kann mir jemand sagen wie ich damit besser klar komme? Ich fühle mich allein und kann mit Niemandem darüber reden, da ich keine Familie mehr habe und auch Einzelgängerin bin und daher keine Freunde habe. :-(

      • (2) 09.03.19 - 12:35

        hallo
        deine vielen verluste tun mir unendlich leid!
        wir mussten vor 2 jahren unsere 5 jährige boxerhündin wegen krebs erlösen - sie fehlt uns heute noch 😟 und wir könnten immer noch losheulen wenn wir an sie denken.
        gib dir zeit zu trauern, euch hat etwas ganz besonderes verbunden und sicher warst du genau so eine stütze für deinen hund wie dein hund für dich! und es waren ja sehr wertvolle 2 jahre für dich und deinen hund. sie hat dich aus deiner krankheit "befreit" und du sie vor dem tierheim bewahrt! lass die trauer zu, denn das ist völlig ok und normal und vielleicht begegnet dir noch ein mal so ein toller gefährte wenn du dafür bereit bist. wir haben kleine andenken an unsere hündin aufgehoben aber körbchen und so haben wir gleich weg geräumt.
        vielleicht machst du ihr eine schöne kleine andenkenstelle auf einem regal? ein bild, halsband,...
        und gib dir zeit, dich hat sehr viel mit deinem hund verbunden 😊
        lg

        Deine Verluste tun mir so leid...
        Vielleicht helfen dir Brieffreundschaften. Vielleicht findest du Leute die ähnliches erlebt haben. Und du kannst dich mit ihnen dann austauschen
        Alles Liebe

        (4) 09.03.19 - 20:17

        Mein beileid zu deinen Verlusten. Es ist völlig verständlich das dich das aus der Bahn geworfen hat.
        Es ist schade das du keine Freunde hast. Versuch doch mal ob da nicht doch was geht. Sportvereine, Chor......da gibt es so vieles wo man andere kennen lernen kann. Es wäre wichtig für dich. Selbst hier gibt es ein Forum für Freundschaften (vielleicht schreibst du da mal was rein, wo du her kommst etc. Vielleicht findet sich ja jemand zum reden und mal einen Kaffee trinken)

        Auch wenn dein Hund nur 2 Jahre bei dir war, sie war für dich ein wichtiger Gefährte.
        Lass die Trauer um sie zu.
        Aber achte darauf nicht wieder in ein Loch zu rutschen.

      • (5) 09.03.19 - 20:49

        Oh je, du Arme, furchtbare Verluste.
        Versteh mich nicht falsch, wenn ich dir dazu rate, sobald du kannst, wieder einen Hund zu nehmen. Nicht um deine verstorbene Hündin zu ersetzen, keinesfalls. Sondern weil du vermutlich vom Platz und von der Zeit her, die Kapazität hast, einen Hund zu halten, hattest du ja bisher auch. Platz im Herzen hast du ganz sicher, ohne dass deine verstorbene Hündin verdrängt wird. Wie sagt man? Liebe ist das einzige was sich vermehrt, wenn man es teilt?

        (6) 10.03.19 - 17:49

        Hallo!
        Mein Beileid zu Deinem Verlust! Das ist wirklich unvorstellbar und ich ziehe meinen Hut, das Du mit Hilfe Deiner Hündin wieder "auf die Füße" gekommen bist, das hätte nicht jeder so geschafft!
        Es gibt Menschen, die brauchen Zeit zum trauern und es gibt Menschen wie mich, die sich relativ schnell einen neuen Hund holen.... und kein Weg ist schlechter als der andere, das muss man ganz allein für sich entscheiden! Jeder Hund ist anders und der alte, geliebte Hund wird durch den neuen ja nicht ersetzt! Aber der neue Hund lenkt ab, gibt eine neue Aufgabe! Natürlich ist es am Anfang ungewohnt und vielleicht schwierig, aber für mich war es bis jetzt immer der richtige Weg!
        Wenn ein neuer Hund noch nicht in Frage kommt, vielleicht kannst Du beim nächsten Tierheim mit Hunden Gassi gehen? Ich weiß ja nicht, wie es zeitmäßig aussieht bei Dir, aber käme eventuell ein Pflegehund von einem Verein in Frage? Das habe ich über ein paar Jahre immer mal wieder gemacht. Der Vorteil ist, das man (bzw. der Verein) den Hund einfach weiter vermitteln kann, wenn es emotional doch noch nicht geht! Der Nachteil ist, das man grad am Anfang sehr viel Zeit braucht und man muss auch an den richtigen Verein geraten.
        Und wer weiß, vielleicht wirst Du ja so zu einem Pflegestellenversager ;-)
        Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute #klee
        LG
        asira

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