Junghund findet Abends keine Ruhe

    • (1) 14.03.19 - 20:40

      Hallo :-)
      Wir haben seit 6 Wochen einen Hund. Sie ist jetzt genau 6 Monate alt. Bis sie zu uns kam, lebte sie mit den 3 Geschwistern und ihrer Mutter auf dem Gelände einer Tierschützerin. Sie durfte sie nicht mit ins Wohnhaus nehmen, sie wohnten also im gesicherten Garten und hatten ihr eigenes Haus, war wohl mal eine Werkstatt.
      Die Frau kümmerte sich toll um sie, ging regelmäßig spazieren, fuhr mit dem Auto an den Strand,.. Sie hatten also einen wirklich guten Start.
      Wir haben sehr gut zusammen gefunden und sind sehr glücklich mit ihr. Nach wenigen Tagen war sie tagsüber stubenrein und ist das bis heute. Aber... sobald es Abend wird, wird alles anders. Sie findet keine Ruhe, macht mehrfach rein, spielt wie verrückt los, ist gaaanz anders als wir sie tagsüber kennen,...
      Versteht mich nicht falsch, sie ist noch klein und noch nicht so lange bei uns. Es ist auch nicht schlimm wenn wir Pfützen weg wischen. Aber man fragt sich schon, was man verändern könnte.
      Wir haben bisher ein paar Dinge probiert. Futter bzw. Zeiten gering verändert, mehr/wenig und anders ausgelastet (? durch die Vermutung, sie kommt wegen zu vielen Eindrücken nicht zur Ruhe), Gassi bzw. Pipi Runden und Zeiten geändert, Schlafenszeiten und Schlafplatz geändert,... Aber so richtig haben wir den Dreh noch nicht raus.
      Was würdet ihr empfehlen?

      Liebe Grüße

      • Hallo,

        Ich denke, dadurch, dass ihr versucht habt, durch Veränderungen Ruhe zu schaffen, habt ihr das Gegenteil bewirkt.

        Ich kann mich erinnern, dass unsere Hündin in dem Alter (vielleicht war sie auch noch etwas jünger) auch solche Phasen hatte (bis auf das ins Haus machen). Wir haben es weitestgehend ignoriert oder auch mitgemacht. Es hörte dann irgendwann von allein wieder auf.

        Ich würde jetzt erst mal alles so lassen wie es ist und mal abwarten.
        Wenn er oder sie spielen will, dass nur kurz und dann ablenken durch z.B. Kauknochen/Geweihstück oder auch einfach stehenlassen.

        Sie oder er orientiert sich dann irgendwann an euch. Zumindest war das bei uns so.

        Alles Gute!

        • Hallo
          Eigentlich hören sich die „Veränderungen“ größer an, als sie das waren. Wir haben jetzt nicht grundsätzlich alles umgeschmissen, es waren einfach so Dinge wie über den Tag die Fütterungszeit oder die jeweilige Zusammensetzung etwas verschoben,... Aber das reicht vielleicht auch schon #kratz
          Fangen wir an mit ihr zu spielen, schaukelt sie sich erst richtig hoch. Bis wir dann bei ruhig an etwas knabbern oder gar schlafen sind...
          Wann habt ihr eure Hündin bekommen? Ich will natürlich auch nicht zu viel erwarten, sie ist ja noch klein und man muss bedenken, dass wir sie ja wirklich erst ein paar Wochen bei uns haben.

          Liebe Grüße

          • Wir haben unsere Hündin früher bekommen als eure, mit 8 Wochen (ja ich weiß, viel zu früh).
            Sie hatten dann mit 14 Wochen ungefähr ihre "5-Minuten-Phase", hauptsächlich abends.
            Da ist sie komplett ausgeflippt, hing mit ihren spitzen Zähnen an den Klamotten, holte sich aus der Küche das Geschirrtuch, rannte wie gestört um den Couchtisch, usw.
            Wie gesagt haben wir sie machen lassen, nützt ja nix.

            Eine Box sollte nur als Ruheort dienen, wenn der Hund das bereits kennt. Also solltet ihr sie bereits im Ruhezustand daran gewöhnen und sie nicht in ihrer "Durchdreh-Phase" darin einsperren. Das könnte nach hinten losgehen - ist aber nur meine Meinung.

            Ich denke, ihr braucht einfach wie alle Welpen- und Junghundbesitzer einen langen Atem ;-)

      Wie lange dauert ihre verrückte Phase abends an? Ich kenne das auch von meinen Hunden in dem Alter. Das gibt sich irgendwann wieder.

      Ihr könntet einenSpaziergang mit ihr machen in dieser Zeit zur Ablenkung. Oder die Lampen herunter schalten, damit sie einschläft. Oder sie mit Leckerli, Kopf-Training oder Schmusen ablenken.

      • Hallo
        Ich würde sagen, so wie es jetzt ist, sind es gut 4 Wochen. Ja, das mit dem Alter denken wir uns auch.
        Abdunkeln und auf schlafen machen, wirkt überhaupt nicht. Das, sowie mit ihr zu spielen, schaukelt sie erst richtig hoch. Leckerei lenkt sie kurzzeitig ab, für Kopf Training hat sie dann absolut keinen Nerv und bei Schmusen wieder das gleiche. Das schaukelt sie noch mehr hoch und dann sie plötzlich auch Flausen im Kopf, die ihr sonst absolut nicht einfallen.
        Den Spaziergang werden wir nochmal probieren. Länger als wir das bisher getan haben.

        Liebe Grüße

    Hallo,

    unser Hund (8 Monate alt) kommt abends immer in eine große Schlafbox, die zugemacht wird, damit er zur Ruhe kommt. Vielleicht wäre das was für euren Hund?


    vg
    novemberhorror

Hallo,

das ist der "Welpenwahn" ;-)
Die Hunde verarbeiten ihre Eindrücke.
Ich würde sie machen lassen, so lange nichts dabei zerstört wird. Ansonsten einfach für sie da sein, wen sie Kontakt braucht.

Unserer ist immer quer durchs Haus gerast und hat die Jungs "angefallen" #rofl
Wenn's zu heftig wurde, ist einer mit ihm raus gegangen.

Nicht zu viel herumexperimentieren mit Angewohnheiten. Ich halte Rituale immer für sehr wichtig - und Ihr seid ja noch am Eingewöhnen.

Viel Geduld und viel Freude an der Kleinen!
LG

Ich würde den Hund drastisch zur Ruhe "zwingen". Unser Hund ist auch 6 Monate alt und hat bis vor kurzem pünktlich zum 20:15 Uhr Film den gleichen Terz gemacht. Ist unruhig hin und her gelaufen, überall geschnüffelt, Blödsinn gemacht,... Wir haben gemerkt, dass er, ähnlich wie ein Baby, ohne unsere Hilfe nicht selbst zur Ruhe findet und haben ihn bis zur letzten Gassirunde in seine Box geschickt. Dort legt er sich hin und pennt sofort ein. Mann muss ihn regelrecht zum letzten Puschen schleifen. Seit 1-2 Wochen schafft er es, sich in sein Hundebett oder in die Box zu legen und einzuschlafen ohne unser Zutun. Trotzdem muss ich ihn zum letzten Gang animieren#rofl Den Tip mit der Box habe ich von einer Hundetrainerin und bin wirklich sehr dankbar. Wichtig: der Hund wird da nie zur Strafe eingesperrt! Das soll seine vertraute Höhle sein, in der er sich wohl fühlt. Dort puschen sie idR auch nicht, denn das Nest wird nicht beschmutzt.

Ach ja, die Haltung zur Welpenzeit kann hier ausschlaggebend sein: unser wurde mit seinen Geschwistern im Pferdestall gehalten, kam also auch nicht ins Haus. Sie konnten also, wenn Herrchen abends nach dem Füttern endgültig gegangen war, schalten und walten, wie sie wollten und haben sich nur untereinander reglementiert, wenn überhaupt. Das haben wir extrem gemerkt, aber jetzt ist alles im grünen Bereich, noch nicht perfekt, aber dafür ist er ja auch erst 6 Monate alt. Ach ja, in der Hundeschule sind wir auch, da habe ich bereits die einen oder anderen lohnenden Tricks gelernt und baue sie immer wieder ein, so konnte ich bis jetzt eine grandiose Bindung herstellen und der Hund ist zufriedenstellend ausgelastet und entspannt.

Viel Spaß mit deinem Wauzi!

So, ich wollte mal erzählen wie es letzte Nacht gelaufen ist.
Wir hatten noch einen riesigen Karton, daraus haben wir ihr ein kuschliges Haus mit ihrem Körben innen drin gebaut. Abends sind dann nochmal eine größere Runde mit ihr gelaufen, drinnen war es dann schon dunkel. Wir haben sie dann in ihr Haus geführt und da hat sie sich tatsächlich gleich rein gelegt. Sie hat die ersten Tage in einer Höhle gelebt, vielleicht fühlt sie sich deshalb darin geborgen und ihr hat so ein sicherer Platz gefehlt?
Naja, jedenfalls hat sie darin dann gleich geschlafen #schock

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