Dein kläffender Hund und meine Nerven...

    • (1) 08.08.19 - 18:12

      Liebe Hundebesitzer,
      bitte versteht mich nicht falsch, ich hasse weder euch, noch eure Lieblinge (auch wenn ich zugegebenermaßen definitiv der Katzentyp bin), und ich will auch nicht alle über einen Kamm scheren, aber ich muss mich echt mal auskotzen.
      Wir haben eine Nachbarin, die Jägerin ist. Sie besitzt vier Hunde, von denen drei (Terrier) hinter dem Haus in einem Zwinger leben. Fast sechs Jahre lang haben diese Hunde gebellt. Tagein, tagaus. Jeden Tag. Bis zu sechs Stunden am Stück. Spitzenwert in unserem Wohnzimmer bei geöffnetem Fenster: 74 db. #schock
      Wir sprachen mit ihnen. Wir sprachen erneut mit ihnen. Wir drohten mit Ordnungsamt. Wir riefen letzten Endes das Ordnungsamt. Genau wie alle anderen Nachbarn auch. Es passierte nichts, bis auf die Bußgelder, die sie regelmäßig erhielten und aus der Portokasse zahlten.
      Schlussendlich ging das komplette Viertel(!) geschlossen zum Ordnungsamt und erstattete Anzeige. Die drohten nun damit, die Hunde wegzunehmen - und plötzlich konnte man diese "leider extrem bellfreudige Rasse, die man nicht erziehen kann" (O-Ton) doch erziehen.
      Seitdem ist Ruhe.
      Jedenfalls auf der einen Seite.

      Denn ein Jahr lang herrschte wirklich Ruhe. Himmlische Ruhe. Es ging sogar so weit, dass ich nicht mehr eine Panikattacke bekam, wenn irgendwo ein Hund bellte. Ja, so schlimm war es. Ich erholte mich richtiggehend.
      Dann zogen auf der anderen Seite, Luftlinie 10 Meter, neue Nachbarn ein, im Schlepptau ein Chihuahua. Ich dachte schon, oh-oh. Aber ich dachte dann doch, komm, niiiiicht alle über einen Kamm scheren.
      Zu dem Chihuahua gesellte sich bald ein Frenchie.
      Was soll ich sagen?
      Heute morgen war es so schlimm, dass ich mit den Kindern regelrecht aus dem Haus geflüchtet bin. Um 8:30. Zurückgekehrt sind wir wir um 14 Uhr in der Hoffnung, dass nun Ruhe herrscht. Pustekuchen. Es ging bis 16:20.
      Und ich kann nicht mehr. Meine Nerven liegen blank und ich habe nun wirklich dermaßen Hassgefühle, dass ich am liebsten eine Bombe dort im Wohnzimmer platzieren würde, die die beiden Handtaschenpfiffis auf den Mond schießt.
      Übrigens habe ich natürlich bereits mit den Nachbarn geredet. Das geflügelte Wort "an die Decke gehen" trifft die Reaktion nicht ganz. Die Dame hat sich dermaßen echauffiert, dass ich dachte, die geht mir jetzt an den Kragen.
      Übrigens kann man beide Hundis leider nicht erziehen. Es handelt sich nun mal um eine "extrem bellfreudige Rasse".
      In diesem Sinne …
      #winke

      (Sorry, eigentlich ein Silopo, ich wollte es echt mal rauslassen...)

      • Das tut mir echt leid, ich bin so froh dass in unserer Siedlung Katzen die Macht haben ;)
        Für mich wäre es auch das Grauen so nen kläffenden Hund in der Siedlung zu haben. Dann kannst ja die Ruhe auf der Terrasse vergessen.
        Bei uns sind es Kinder die laut sind, teilweise sehr lat, aber was soll ich sagen, das sind einfach Kinder die glücklich sind weil sie so frei spielen können, das ist schöner Lärm.
        Und sie sind ja auch nicht den ganzen Tag da.
        Hätte ich nen Hund würde ich ich schämen wenn der ständig kläfft und mit Sixherheit kannst du jeden Hund erziehen.
        Ich hoffe ihr findet ne Lösung, vielleicht so wie bei der Anderen gemeinschaftlich.

        Mona

        • Bei uns direkt nebenan sind zwei Kindergärten und ich habe den ganzen Tag den Kinderlärm um mich herum. Außerdem sind hier sehr viele große Gärten und fast immer läuft irgendein Rasenmäher, Heckenschneider, Kettensäge oder sonstwas. Macht mir alles nichts aus.
          Aber das Gekläff macht mich echt wahnsinnig. Ich finde, das ist eins der unangenehmsten Geräusche, die es gibt. Vor allem von so kleinen Hunden. Der Chihuahua unserer Nachbarn kläfft eigentlich nicht. Er kreischt. #zitter

      Ich versteh dich total, dass würde mir auch gewaltig auf den Nerv gehen. Obwohl ich Hunde mag. Das Problem sind leider nicht die Hunde, sondern die Besitzer.
      Und wenn mir jemand schon sagt, das wäre eine bellfreudige Rasse... Na dann weiß ich bescheid, dass mein Gegenüber keine Ahnung von Hunden hat.
      Wie die andere Userin schon schrieb, würde ich mich in Grund und Boden schämen, wenn mein Hund das ganze Viertel zusammenbellt.
      Was sagen denn die anderen Nachbarn zur neuen Nachbarin?
      Bellen die Hunde wenn die Besitzer nicht zu Hause sind?

      • Ja, die Ausrede mit den bellfreudigen Rassen finde ich auch toll. Nächstes Mal lasse ich meine Große Steinchen gegen das Fenster der Nachbarn werfen, und wenn die Nachbarn sich dann beschweren, sag ich: "Och, da kann ich nix machen. Ist ihr Charakter."

        Das Problem ist: Sind die Nachbarn nicht da, sind die Hunde von uns aus gesehen im linken unteren Zimmer. Dann kommt ein anderes Zimmer der Nachbarn und dann das Haus der anderen Nachbarn, die sich aber wiederum überwiegend im Zimmer ganz rechts aufhalten. Soll heißen, da sind drei ganz frisch gedämmte Wände dazwischen, so dass diese Nachbarn die Hunde nur sehr leise hören, wenn überhaupt.
        Und oberhalb gibt es keine Nachbarn mehr, nur zwei Kindergärten. Also bin ich die Einzige, die das überhaupt stören kann.
        Und ja, die Hunde bellen, wenn sie allein sind.

        • Ich würde die Halterin mal zu mir holen, damit sie selber hört welchen Stuss sie zusammen redet und wie jämmerlich ihre Hunde bellen, wenn niemand da ist.

          • Ich hatte ja meine Kamera mit einem knapp zwölf Minuten andauernden Video dabei. Hab ja Erfahrung mit dem Thema und hab direkt meine Kamera auf unseren Balkon gelegt und das Gebell aufgenommen. Sie wollten das Video nicht sehen. Das sei Blödsinn, es sei im Übrigen krank, ihr Haus zu filmen (hatte ich nicht; das Bild zeigt den Boden unseres Balkons, es ging mir ja rein um den Ton) und überhaupt würden die Hunde ja nur ab und zu mal anschlagen.
            Tun sie nicht, sie kläffen fast durchgehend, auch auf dem Video... aber gut, wer nicht will, der hat schon. #zitter

    (9) 09.08.19 - 20:33

    Wo sind die Hunde denn, dass du das bei dir daheim so hörst? Wirklich im Wohnzimmer, oder willst du mit der Aussage nur deinem Frust Luft machen ? Wo sind die Besitzer, arbeiten? Ich vermut mal ja, denn mir fällt es schwer zu glauben, dass man da stundenlang daneben sitzt und es nicht stört. Neben Erziehung und allem anderen, einen Hund auf Dauer (?) täglich so lange alleine daheim lassen... Schön ist das nicht.

    • (10) 14.08.19 - 17:36

      Die Besitzer sind nicht da. Ja, die Hunde sind die ganze Zeit im Wohnzimmer. Laut unseren Nachbarn sind sie ja so gut wie nie weg - nee, ist klar. #schein
      Mir tun auch die Hunde leid. Der Chihuahua hört sich an, als wäre er kurz vor einem Herzinfarkt und der Frenchie klingt, als würde er die ganze Zeit rufen: "Mama? Hallo, Mama? Mammmaaaa?!?" (Ist ja wahrscheinlich auch irgendwie so)

Du bist nicht alleine. Jeden Morgen pünktlich um 6.00 Uhr fegen bei mir drei dauerkläffende Yorkshire-Terrier über den Parkplatz, zu dem mein Schlafzimmerfenster rausgeht. Die kläffen, bis sie irgendwohin gepinkelt haben, dauert eine ganze Weile und wieder reingeholt werden. Mittags dasselbe, abends um ca. 22.00 Uhr nochmal. Mir tun die Leute in dem Haus richtig leid, denn die hören es den ganzen Tag auch aus der Wohnung. Mit der Familie reden ist sinnlos, haben schon mehrere Familien probiert. Das Muttertier hat noch nie einen Tierarzt gesehen, die Welpen sind ein "Versehen" - die anderen wurden verschenkt, zwei behalten - bin sicher, auch denen sind Steuer, Versicherung und Tierarzt fremd.
Auch hier laufen schon Anzeigen, bisher passierte noch nicht viel.
Ich kann Dir trotzdem nur empfehlen, nochmal das Ganze aufzurollen mit Anzeigen usw. - die bellfreudige Rasse wäre mir sowas von sch***egal. Gottseidank sind bei uns lauter Mietwohnungen, irgendwann schreitet dann die Hausverwaltung ein. Wohnen die Nachbarn zur Miete? Mit dem Vermieter reden?
LG Moni

  • Ich fühle mit dir. Yorkshireterrier haben auch eine sehr... äh... liebliche Stimme. #zitter
    Nein, die Nachbarn haben ein Haus. Gerade frisch renoviert. Das ist ja auch so was... die arbeiten seit drei Jahren daran herum. Tagsüber bellen die Hunde und bis abends 21:59 und 59 Sekunden wird laut gehämmert, gebohrt und gesägt. Herrlich.

(13) 10.08.19 - 20:16

Ohje, an deiner Stelle würde ich auch auf dem Zahnfleisch gehen und ich liebe Hunde.
Was mich am meisten ärgert, sind die ewigen Ausreden, warum man diesen Hund angeblich nicht erziehen könne oder gewisse Eigenschaften mit der Rasse begründet.
Ja, es gibt Hunde, die bellen schneller und öfter als andere. Aber ein Hund, der stundenlang bellt, tut mir einfach nur leid. Er hat ja einen Grund und keiner kümmert sich drum. Bei den einen ist es, wenn sie länger alleine gelassen werden, die anderen bellen, weil sie ihr Revier verteidigen usw. An sich ist es ja auch nicht sooo tragisch, wenn ein Hund mal bellt, aber dauerhaft? Jedes andauernde Geräusch nervt.
Hast du denn eine Vermutung, warum die Hunde bellen? Dass die Besitzerin so pampig reagiert, zeigt vermutlich ihre eigene Überforderung. Wie behandelt sie denn sonst die Hunde? Wie verhalten sich die Hunde beim Gassigehen? War das jetzt "nur" einmal mit der Bellattacke oder kommt es öfter vor?
Ich wünsche dir gute Nerven und hoffe, dass die Besitzerin ihre Hunde doch noch erziehen möchte.

  • (14) 14.08.19 - 17:40

    Nee, die Besitzer sind komplett von sich überzeugt. Als deren Grundstück noch nicht eingezäunt war, ist der Frenchie regelmäßig Fußgängern hinterhergerannt und hat sie angesprungen. Da kam der typische Spruch: "Der macht nix." Da könnte ich schon platzen.
    Der Chihuahua zeigt alles an, was sich in der Gegend regt. Dazu gehört auch das Blatt, das vom Baum fällt, sowie der Regenwurm, der in der Erde wühlt.
    Der Frenchie "ruft" nach seinen Besitzern, so interpretiere ich das.
    Ich hab ja zur Güte vorgeschlagen, dass sie bitte die Fenster schließen, wenn sie aus dem Haus gehen. Die haben reagiert, als hätte ich ihnen vorgeschlagen, einen der Hunde mit der Schaufel zu erschlagen und seinen Kadaver hinterm Haus zu vergraben.
    Es kam schon öfter vor, eigentlich seit einem Jahr nun regelmäßig etwa 1-2 Mal die Woche. Ging auch schon bis nachts um halb eins. War herrlich.

Ich bin mehr als mein halbes Leben Hundebesitzerin. Verschiedene Hunde, viele Gast/Pflegehunde.....Meine Hündin jetzt ist mein viertes Kind, sozusagen. Schläft im Bett und wird wirklich verwöht wo immer möglich. Das vorneweg.

Aber sowas geht gar nicht! Es ist eine absolute Unverschämtheit so etwas seiner Nachbarschaft zuzumuten. Und selbstverständlich kann man diese Hunde erziehen und dieses ungewünschte Verhalten abtrainieren. Es kostet Zeit und Disziplin, ja. Aber es ist möglich und ist die verd****te Pflicht der Besitzer sofern sie in Hörweite anderer Menschen leben.

Unsere Hündin bellt nur wenn wir nicht daheim sind und es an der Tür klingelt. Ansonsten bekommen wir immer wieder die Rückmeldung aus den Nachbarhäusern das man sie ja nie hört. Ihre Vorgängerin (Spitzmischling) kläffte mit zunehmendem Alter immer mehr. Und immer wenn sie alleine daheim war. Irgendwann sprach mich die Nachbarin darauf an. Und wir haben umgehend etwas dagegen unternommen. Mit Erfolg.

Ich würde den selben Weg gehen wie zuvor: Anzeige beim Ordnungsamt bis Besserung eintritt.

  • Ja, ich finde es auch unverschämt. Am meisten ärgere ich mich, dass ich regelmäßig meine Kinder zur Ordnung rufe, wenn sie zu laut sind. Auch wegen dieser Nachbarn, einem kinderlosen Pärchen. Wenn wir sonntags früh einen Ausflug machen und zum Auto gehen, spiele ich "Mäuschen" mit den Kindern - ich sage ihnen, wir schleichen leise wie die Mäuschen zum Auto. Wer am leisesten ist, hat gewonnen.
    So bescheuert bin ich noch. #klatsch

(17) 12.08.19 - 09:11

Hey,

ich fühle mit dir. Unsere Nachbarn sind gehörlos und haben einen Hund. Eigentlich ein lieber, nur leider nicht wirklich ausgelastet. Und sie lassen den gerne im Garten über nacht. Wo er dann jede Fledermaus, jeden Igel und was weiß ich nich alles anbellt. Ich habe denen nun aufgeschrieben, wie nervig das für uns alle ist und sie gebeten, die Hund doch nachts bitte in das Haus zu nehmen. Die sind wenigstens einsichtig und machen das auch. Tagsüber auf der Arbeit gibt es auch seit neuestem so einen Bell-Hund... um den wird sich einfahc nicht gekümmert. Im Moment soind die zum Glück im Urlaub. Ich hoffe und bete, dass die den Hund bald irgendwo abgeben, weil die auch so nicht mit dem zurecht kommen.

Ich finde das echt schlimm. Auch die Hunde leiden ja darunter, weil die ständig so gestresst sind.

  • (18) 14.08.19 - 17:44

    Oh Gott, konntest du da überhaupt schlafen? Ich finde es toll, dass deine Nachbarn einsichtig waren. So würde ich mir das wünschen. Ich hab ja auch zur Güte vorgeschlagen, dass sie doch bitte einfach die Fenster zumachen, wenn sie gehen.
    Dreimal darfste raten... die Reaktion war göttlich. Dass die mich nicht noch vom Grundstück geworfen haben, hat mich gewundert.
    Das mit dem Stress hab ich auch angesprochen. Da wurde ich dann angegiftet, ihren Hunden ginge es gut und es ginge mich überhaupt nichts an. Nee, gar nicht.

    • (19) 14.08.19 - 20:00

      Es war in der Zeit, wo man eh vor Hitze kaum schlafen konnte am schlimmsten.

      Ich Hab das bei denen letztes Jahr schon mal gemacht anscheinend hatten für das vergessen. Die sind freundlich, fiese Nachbarn, nur sie können den Hund ja selbst nicht hören, sondern sehen nur das er bellt, wenn die ihn direkt anschauen.

Hi du! Ich bin ja auch Hunde ( und Katzen)-Besitzerin. Ich kann dich aber absolut verstehen. So ein dauerkläffender Köter geht gar nicht. So ein selten dämliches Vieh hatten meine vorigen Nachbarn mal. Deren Schäferhund kläffte fast durchgehend von 6.30 frühs bis Mittags. Ehrlich ich hab dem Hund auch die Pest an den Hals gewünscht wenn ich ehrlich bin. Ich hab dann mal nen Brief im Kasten hinterlassen. Danach haben se sich noch aufgeregt! Der Hund sprang aber auch gerne an den Gartenzaun ( sehr niedrig) wenn man vorbeigelaufen ist und hat das volle Programm abgespult. Einfach ist er auch abgehauen und stand fast vor meiner Haustüre! Tja zum Glück hab ich diesen Hund los seit ich hier wohne.

Ela

  • Bist du dann umgezogen? Aber nicht wegen dem Hund, oder?

    • Hi du! Ne wegen dem Hund zog ich nicht um grins. Aber praktischerweise war ich den dann auch los. Tat mir nicht leid muss ich zugeben. ABer auch meine direkten Nachbarn war ich damit los. Die pinkelten gerne mal übers Treppengeländer im Winter und nebenbei klauten sie meine Post aus dem Briefkasten! Gaben die Gören der Familie sogar selbst zu. Und anderweitig beklaut muss mich das Mädchen damals auch haben. Hab ich nur leider zu spät gemerkt.

      Ich bin sonst sicherlich nicht soooo empfindlich was Tiere angeht. Ich hab Hühner, Enten, Hasen, Wachteln, Hund und Katze. Früher auch Gänse ( die waren echt nicht so schlimm) und schon Ziegen und Schafe aber stundenlanges Getröte gabs da nie.

      Ela

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