Hundeproblem

    • (1) 12.08.19 - 18:21
      Ilovemydog898

      Hallo,

      das Thema passt nicht wirklich in diese Kategorie, aber ich würde gerne in schwarz schreiben. Bei meinem Glück erkennt mich hier noch jemand und das Getratsche wird noch schlimmer.

      Wir wohnen in einer Kleinstadt, ich habe ein Kind( alleinerziehend) und einen Labradormischling.

      Wenn ich mit meinem Hund auf die Felder will, muss ich an einem Viertel vorbei, in dem hauptsächlich Rentner in Eigeneheimen leben, und das wird langsam zum Problem. Ich komme nicht an diesen Häusern vorbei, ohne das es irgendwie Ärger gibt. In den letzten Wochen gab es gleich mehrere Vorfälle.

      Einmal kam ein Hund aus einer Einfahrt und hat sich kläffend und fletschend vor meinem gestellt, worauf es einen kurzen Wortwechsel gab. Seine Aussage: er könne das nicht verhindern und wenn es mir nicht passt soll ich woanders laufen.

      Dann kam es zu einem kleinen Streit wegen angeblich nicht vollständig entferntem Hundekot auf dem Gehweg. Kam jemand aus dem Haus geschossen als mein Hund sein Geschäft gemacht hat, konnte mir den angeblichen Rest dann aber selber nicht mehr zeigen.

      Und nun Heute: Ich laufe mit meinem Hund an einem Haus vorbei, in dem zwei kleine bellende Hunde sind. Mein Hund wird da immer nervös, sie bellt weder noch wird sie aggressiv, aber sie wird nervös und fängt an, an der Leine zu ziehen bzw, zu hopsen. Im Haus dahinter steht gerade eine Rentnerin am Fenster und unterhält sich mit dem Nachbarn auf dem Balkon auf der anderen Straßenseite. Wahrscheinlich haben sie gedacht ich höre sie nicht ( habe Kopfhörer aber nur ganze leise Musik) denn als ich etwas weiter weg war höre ich wie die Frau anfängt zu lästern, bzw dem Mann auf dem Balkon zuzurufen, wie schlecht mein Hund hören würde, und wie lange sie das schon beobachten würde. Laut auf die andere Straßenseite. Ich bin dann zurück, habe sie darauf angesprochen, dass mein Hund vielleicht nicht hört, ich sie aber schon. Ich habe dann versucht zu erklären, dass mein Hund durch die kläffenden Hunde im Vorgarten nervös wird, dumm wie ich bin versuche ich unsere Erziehungsprobleme ( die es wirklich gibt) auch noch zu rechtfertigen.

      Mich hat das emotional doch etwas getroffen. Ich bin ein defensiver Mensch, ich hasse Streit und kann es schlecht wegstecken, wenn auf normalen Spaziergängen ständig irgend ein Mist passiert. Wir haben hier im Dorf sowieso einen schlechten Stand, alleine schon weil ich alleinerziehend bin ( Ich wurde wirklich schon von Fremden gefragt, warum ich keinen Mann habe und wo denn der Vater meines Kindes ist). Es wird hier auch gerne und oft angezeigt. Wegen Kindern (mit meinem gabs aber Gott sei Dank noch keinen Zoff), Grundstücken, und ja, auch Hunden.


      Und ja, ich habe Probleme mit meinem Hund. Die kenne ich aber und wir versuchen in der Hundeschule daran zu arbeiten. Sie ist nicht aggressiv aber sehr impulsiv und ich bin ( eben wieder) zu defensiv. Ich kann mir auch vorstellen, dass es auf Außenstehende etwas beängstigend wirkt, wenn ein Hund dieser Größe nicht aufs Wort hört. Aber das das jetzt laut durchs Dorf gebrüllt wird, weil sie nicht 100 Prozent Leinen führig ist schockt mich schon.

      Ich fühle mich als hätte ich eine richtige Rentnerfront vor mir. Die Tratschen ja auch untereinander. Und ich muss da durch. Es pfeifen ja schon die sprichwörtlichen Spatzen bzw Rentner von den Dächern, dass hier ein potentiell schwieriger Hund mit einer unfähigen Besitzerin wohnt. Und es wird hier auch gerne alles mögliche angezeigt und gemeldet.

      Wer noch nie in einer Kleinstadt gewohnt hat, kann das bestimmt nicht nachvollziehen. Aber wir sind jetzt offenbar in Verruf geraten. Das Viertel zu meiden ist echt schwierig und ich habe richtig Angst dort wieder langzugehen.

      So, das wars erstmal. Danke fürs Lesen

      • Hallo.

        Na, wenn du eh schon zur Hundeschule mit dem Tier gehst, dann werden sich ja hoffentlich bald "Besserungen" bemerkbar machen und das Problem löst sich von selber. ;-)

        Bleib konsequent dran. Du tust weder dir, noch dem Hund einen Gefallen damit, wenn er keine anständige Erziehung hat.

        Alles Gute!#winke

        Ich sehe da eine Diskrepanz, du sagst es bestünden Erziehungsprobleme an denen du aber dran bist, die Leute denken du hast den Hund nicht im Griff, beschreibst jedoch lediglich "sie würde nervös" bei kleinen Kläffern.
        Das geht irgendwie nicht auf. Zwischen etwas an der Leine rumtänzeln und dem Eindruck erwecken, den Hund nicht im Griff zu haben liegen Welten.

        Kann es sein, dass du die Situation verharmlost? Kann es sein, dass auf Aussenstehende die Situation ganz anders wirkt?
        Hast du dich nebst Hundeschule schon beraten lassen, ob es bei Leine/Halsband/Führgeschirr Optimierungsmöglichkeiten gibt?

        Ja, ich kenne Kleinstädte, ist der Ruf mal ruiniert, lässt sich dieser kaum wieder herstellen.
        Auch wenn es umständlich ist, ich würde das Quartier in dem ihr unangenehm aufgefallen seid konsequent meiden. So lange bis du die Probleme im Griff hast.
        Kleinstadt bedeutet auch, dass man an verschiedenen Ecken und Enden schnell aus ihr raus ist, ob zu Fuss, mit Fahrrad, Auto oder ÖV. Deshalb halte ich es für unwahrscheinlich, dass es keine Alternativen zur jetzigen Spazierroute gibt.

        • (4) 12.08.19 - 21:08

          Hallo,

          Ich habe mir die Situation noch mal durch den Kopf gehen lassen. Und ich glaube, ich weiß, wie es zu der von dir angesprochenen Diskrepanz kommt.
          Sie hat nicht generell ein Problem mit kleinen Hunden. Bei dem Hund der aus der Einfahrt kam ist sie zB. einfach stehen geblieben, obwohl er direkt vor ihr randaliert hat. Sie hat ein Problem mit Hunden in zwei Häusern. Das angesprochene und noch ein weiteres. Ich habe keine Ahnung wieso sie da so nervös wird und ich es nicht schaffe ihre Aufmerksamkeit auf mich zu lenken. Selbst wenn diese Hunde auf dem Balkon sind ist sie schwer erreichbar.
          Und genau das habe ich vor diesem einem Haus geübt. Hauptsächlich mit Richtungswechsel. Das hatte wirklich zur Folge, dass ich x Mal an diesem Haus vorbeigelaufen bin und die Leute das wahrscheinlich auch mitbekommen haben.

          (Deswegen die Aussage :er hört immer noch nicht ")
          Mein Hund ist in dieser Hinsicht ( Leinenführigkeit) kein leichtes Tier. Und Trainingserfolge stellen sich langsam ein. Und ja, für das was wir geübt haben sieht das bestimmt (noch) nicht optimal aus.
          Andere Route ist tatsächlich schwierig, außerdem ist auf dem oberen Feld ihr Spielfreund.

          • Kurzer Einwand: wäre mein Hund auf meinem Grundstück durch einen vorbeigehenden Hund so verunsichert, dass er "randaliert" , würde ich mich als Besitzer extrem darüber aufregen, wenn der Besitzer des anderen Hundes statt zügig weiter zu gehen x mal hin und her gehen würde.

            Die Schwächen und Bedürfnisse des eigenen Hundes in Ehren, aber irgendwo ist da eine Grenze des Anstandes.

            • (6) 13.08.19 - 10:31

              Ernsthaft?
              Nur weil Du dort wohnst, können sich Deine Hunde doch nicht aufführen wie Graf Koks. Im Optimalfall übt einer auf der Straße und der andere eben im Garten - denn einem gut erzogenen Hund geht es auch sonstwo vorbei, wenn auf der Straße jemand Leinenführigkeit übt.

              Ich kenne nämlich beide Positionen und meine meinten auch, sie müssten sich furchtbar echauffieren bei zwei ganz bestimmten Hunden, die immer bei uns vorbei gelaufen sind - und je länger diese Hunde vor unserem Hoftor auf und ab sind, umso effektiver konnte ich meinen Hunden meinen Standpunkt klar machen.

              Wer seinen Hund erzogen hat, weiss, wieviel Arbeit dahinter steckt und boykottiert es nicht bei anderen - die meisten haben allerdings eher so eine wenn-dann-Erziehung mitbekommen."Wenn ihr Hund meinen nicht dauernd zum spielen auffordern würde, dann würde der auch kommen. Und wenn draussen kein Hund ist, dann bellt meiner auch nicht im Garten."

              Und wenn mein Hund am Hoftor randaliert, dann stelle ich ihn ab - aber ich verlange doch nicht, dass der andere weg bleibt.

              • (7) 13.08.19 - 10:37

                Also, ich hatte noch nie einen Hund der irgendwo randalliert hat, auch nicht auf dem eigenen Grundstück. Insofern kann ich nur bedingt mitreden.
                Aber wenn ich einen Hund mit einem Problem habe (an dem ich arbeite), dann könnte ich es nicht ab, wenn jemand meinen Hund als Übungsobjekt für seinen Hund benutzen würde, auf oder an meinem Grundstück.
                Ich habe beispielsweise eine (ehemalige) Panikhündin (Podenco, schwierigste Vergangenheit), da dachte auch mal einer, er könne seinem Schäferhund "an meinem Hund" beibringen nicht auf ängstliche Hunde loszugehen....

                • (8) 13.08.19 - 15:10

                  Ich hatte mich nur auf die explizite Situation bezogen und natürlich ist es nicht okay, ohne Absprache einen ängstlichen Hund als Sparringspartner zu nutzen.
                  Aber am Zaun randalierende Hunde sind nicht ängstlich, sondern meistens unausgelastet und/oder unerzogen oder einfach nur jung und übermütig.
                  Für ein gutes Miteinander am Ort ist es nicht grade förderlich, wenn der Hund wie irre kläfft, dem wird wohl jeder zustimmen, der neben einem solchen Hund wohnen muss.

                  • (9) 13.08.19 - 17:20

                    Das stimmt, da gebe ich dir Recht. Dennoch, wenn ich mit meinem Hund vor dem Grundstück der Kläffer hin und her defiliere, dann kann zumindest bei Nicht-Hundefachleuten (zb. den umliegenden Nachbarn) der Eindruck entstehen, ich provoziere und verstärke die Kläfferei.

      Wenn du Erziehungsprobleme mit dem Hund hast, und der auffällt,...dann sprechen die Leute doch nur aus wie es ist!

      Wenn sowas anderen auffällt, guckt man öfter bin als bei einem gut erzogenen Hund. Und je nach Größe von Hund (& Halterin) hab ich dann auch Angst. Um mich und meine Kinder - das wird deinen Nachbarn vielleicht ähnlich gehen. Dann sagt man erst recht was.

      Wenn du dran bist, dann ist doch alles gut. Dann scher dich nicht um das Gerede der anderen, geh mit erhobenen Hauptes lang, und zeig das du es in Zukunft in den Griff bekommst.

      Hat der Hund mal jemanden auf irgendeine Art und Weise bedroht? Angeknurrt? Ohne Leine nachgelaufen oder gestellt?

      Wenn nicht, passt die Reaktion der Leute nicht zu dem von dir erzählten.

      Huhu,

      das Dumme ist, dass der Hund deine Nervosität spürt. Erst wenn du gelassen bleibst, kann er sich an Dir orientieren, weil du ihm Sicherheit gibst.
      An deiner Stelle würde ich, solange du beim Training mit dem Hund keine - ist mir egal, was andere Leute denken- Einstellung entwickelst woanders üben, denn angespannt wird das nicht funktionieren. (Ich setzte jetzt einfach mal voraus, das du keine anderen Leute oder Hunde mit deinem Hund gefährdest).

      LG, N.

      Leute haben immer was zum Aussetzen. Wenn es der Hund nicht wär, würde es z.b. deine Frisur, oder dein Kkamotten sein usw.
      Die gsben nix besseres zu tun.
      Geh mit erhobenen Kopf vorbei und lass sie einfach reden.
      PS es gibt für Hunde ein Halti. Ich finde es sehr praktisch wenn der Hund stark zieht. Es wird wie beim Pferd über die Nase gelegt
      Dem Hund schön langsam daran gewöhnen. Du kannst mit dem Halti den Kopf des Hundes ganz leicht "steuern".

      (14) 13.08.19 - 04:26

      HallO
      Möchte mich kurz und knapp halten
      Hier leben im Haushalt 2 Hunde. Labrador und Schäferhund sowie 2 kkleine kids.
      Schäferhund hat auch Probleme....Klar liegt es auch in der Erziehung....
      Unsere Probleme : sieht er einen rüden ist es vorbei...es wird gebellt etc. Es wird versucht mit allen Mitteln mich und die Kids zu verteidigen.
      Denke dass auch noch dazu beiträgt dass eben 2 Straßen weiter ein Riesen Hund auf uns zukam der die zähne fletschte und ich einfach nur da stand mit Baby in der trage.
      Ja ich habe die Leine los gelassen und unser Hund hat uns verteidigt. Es ist keinem Hund was passiert aber die "Rangordnung "wurde geklärt. Und ja seitdem ist sein Verhalten noch extremer.
      Im Dorf wird geredet dass wir unser Hund nicht im Griff haben und dann auch noch 2 kids haben.
      Es ist mir schlichtweg egal was Sie denken...ich kenne meinen Hund er ist liebevoll und möchte einfach nur beschützen...dass er alles was fliegt etc im garten anbellt ist eben so...wen daß stört soll rein gehen ich Sperre meinen Hund bei 3 Grad nicht ein wenn er raus möchte.

      Ich würde an deiner stelle einfach weiter mit der hundeschule arbeiten und versuchen die Rentner zu ignorieren.
      Diskutieren bringt sowieso nix...erklärungen schonmal gar nicht.

      Grüße

      • (15) 13.08.19 - 08:01

        "Es wird versucht mit allen Mitteln mich und die Kids zu verteidigen."
        Ein Hütehund beschützt Schafe. Das Schaf hat dem Hund nichts zu sagen. Im Notfall schnappt ein Hund auch nach dem Schaf, wenn es aufs Bellen nicht mehr hört.

        An den Stand als Schaf solltet ihr dringend arbeiten!

        • (16) 13.08.19 - 08:25

          Ich kenne auch so einen Fall, wo die Mutter so stolz auf dieses Beschützerverhalten war. Und plötzlich hat Hund Kind Nummer 1 verteidigt, weil Kind Nummer 2 mit der Rassel gespielt hat. Das Gesicht des kleinen Mädchens sieht nach mittlerweile 5 Jahren immer noch lädiert aus. Und Notaufnahme, OP und co waren nicht wirklich lustig.

      (18) 13.08.19 - 08:40

      Sowas: "dass er alles was fliegt etc im garten anbellt ist eben so...wen daß stört soll rein gehen ich Sperre meinen Hund bei 3 Grad nicht ein wenn er raus möchte." liebe ich ja....

      da sieht man ja, wer die Hosen in der Familie an hat.#augen

      Ich denke, es ist eure Aufgabe, dem Hund klar zu machen, dass er euch nicht zu verteidigen hat. Dann wäre der Hund auch insgesamt entspannter.

      (19) 13.08.19 - 08:55

      Na dann herzlichen Glückwunsch zu diesen lieben kleinen Hundchen.....man braucht kein Hundeprofi zu sein, um zu wissen, dass so ein extremes Verteidigungsverhalten eine tickende Zeitbombe sein kann, auch innerhalb der Familie.
      Hier bei urbia war vor einiger Zeit ein Fall, wo ein Hund genau aus dem Grund abgegeben werden musste, er hatte ein Gastkind massiv verletzt.

      (20) 13.08.19 - 09:52

      Solche Hundehalter wie dich hab ich gefressen. Genau die gleiche Einstellung wie meine Nachbarn, siehe meinen Beitrag weiter unten. Dass andere Leute es an die Nerven kriegen oder eventuell sogar mal ein Besucherkind zu Schaden kommt durch deinen ach-so-tollen Beschützer ist dir auch egal, was? Zum Kotzrn.

      "dass er alles was fliegt etc im garten anbellt ist eben so...wen daß stört soll rein gehen ich Sperre meinen Hund bei 3 Grad nicht ein wenn er raus möchte."

      Gratulation. Wegen solch rücksichtslose Hundehaltern wie dir reagieren Mitmenschen immer negativer auf Hundehaltung. Hundehaltung in Mehrparteienhäusern wird immer öfter laut Hausordnung verboten (und es gibt genug Leute, die genau deswegen in solche Häuser ziehen), Leinen- und Beißkorbpflicht, Hundeverbotszonen,... Leider braucht es Gesetze und Verbote, wenn wegen ein paar xxx kein friedliches Miteinander möglich ist.

Zum ersten würde ich nicht soviel auf das Gerede der Leute geben. Und schon gar nicht mich auf ein Streitgespräch mit denen einlassen, wenn die über mich lästern wenn sie denken ich höre die nicht. MIt Kopfhörern wäre ich denke ich einfach weitergegangen.

Zum zweiten, das mit dem "extra an deren Haus vorbeilaufen" war sicher nicht die allerbeste Idee.

Zum dritten: den Hund auf den Gehweg kacken lassen ist ja nun auch keine so super Idee. Wenn ich merke, das mein Hund es evtl. nicht mehr schafft, dann laufen wir schneller, damit er das Geschäft in der Wiese erledigen kann. Der versucht es aber auch von sich aus zu vermeiden auf harten Boden zu machen.

zum vierten: weißt du ja schon , dass du an deienr Haltung und deinem Standing dem Hund gegenüber arbeiten mußt. Das würde ich intensivieren.... und auch überlegen, ob man nicht mal eine Zeitlang zumindest auch woanders spazieren gehen könnte.

Wenn mein Hund Probleme an einem Grundstück hat oder mit den Hunden auf dem Grundstück, dann wechsel ich auch mal extra die Straßenseite, um daran NICHT direkt vorbei gehen zu müssen.

Hundebesitzer, die ihren Hund nur sehr mangelhaft oder garnicht im Griff haben, haben bei uns schon ganzen Vereinsgruppen und auch mir eine beliebte Walkingstrecke verleidet. Ich gönne es jedem Hund von Herzen, dass er frei laufen und nach Herzenslust schnüffeln darf - aber er muss abrufbar sein und das sind leider sehr viele Hunde nicht. Walkinggruppen hetzen, ankläffen ohne Ende und dazu der unsagbar blöde Dauerkommentar "der tut doch nix" ist daran schuld, dass eben soviele Hundebesitzer schief angeschaut werden.
Nein, es liegt nicht immer nur "an den anderen". Ich bin sicher, wenn die Leute merken, dass Du Deinen Hund im Griff hast, ändert sich auch die Einstellung im Zusammenleben.
LG Moni

  • Als Hundehalterin muss ich Dir widersprechen (mit dem Punkt, dass am Lästern was dran sein muss). Ich hab drei Hunde, ich habe regelmäßig Gasthunde, ich gehe mit allen gemeinsam raus.
    Wenn meine Hunde funktionieren, dann ist mir latte, ob andere Hunde nicht erzogen (wir reden hier nur von dreist, distanzlos etc., nicht aggressiv) sind. Kommt jemand an, der sich nicht benehmen kann, gehen alle hinter mich und lassen mich das regeln. Dadurch dass ich -im Gegensatz zu Dir oder anderen Menschen ohne Hund- auch hündisch spreche, haben wir in der Regel in wenigen Sekunden geklärt, dass der tut-nix hier nicht erwünscht ist und er dreht wieder ab.
    Erzogene Hunde lassen sich auch von kläffenden Hunden nicht aufwiegeln und wenn jemand an oder ohne Leine rumzickt, gehen meine einfach weiter ihres Weges...

    wären die Hunde der Lästerer also erzogen, dann würden sie nicht lästern, sondern begrüßen, dass sie mit dem Hund übt. Aber aller Wahrscheinlichkeit nach funktionieren die eigenen Hunde auch nur dann, wenn keinerlei unerwarteter Reize auftreten und so wird einem dann schnell die Unerzogenheit des eigenen Hundes vor Augen geführt und dann ist es natürlich verführerisch den Eindringling zum Schuldigen zu erklären und dafür zu sorgen, dass er nicht wieder kommt.

    Ist halt so ein typisches Kleinstadtproblem. Da verdrängst Du einen und hast Ruhe - in der Großstadt müsstest Du irgendwie 50 Leute verdrängen, da ist es dann doch einfacher Du erziehst Deinen Hund.

    • dass er alles was fliegt etc im garten anbellt ist eben so...wen daß stört soll rein gehen ich Sperre meinen Hund bei 3 Grad nicht ein wenn er raus möchte.

      Diese Einstellung ist allerdings nicht nachbarschaftsförderlich. Ich habe in unmittelbarer Nachbarschaft seit Jahren sieben Hunde, mit denen wenige Häuser weiter dazu kommen sicher 10 zusammen. Vom Schäferhund über Problemhund aus der Tötungsstation bis runter zum dauerkläffenden Yorkshire Terrier. Also ich traue mir sehr gut zu, zu beurteilen, welchem Hund ich vertrauen kann und welchem nicht, da brauche ich keinen eigenen Hund. Nicht umsonst heisst es, das Problem hängt immer am oberen Ende der Leine. Das bestätigt sich regelmäßig. LG Moni

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