Kätzchen vom Bauernhof - ja oder nein?

    • (1) 26.08.19 - 07:49

      Hallo ihr lieben!

      Wir haben die Chance zwei Kätzchen von einem Bauernhof zu bekommen. Die Kinder sind natürlich hin und weg, ich bin da etwas rationaler. Wir haben unseren Hundi vor 8 Wochen nach 15 Jahren gemeinsamer Zeit einschläfern lassen müssen und das steckt mir noch in den Knochen...

      Wie ist das denn mit so bauernhof-kätzchen? Sie leben jetzt hier in einer Scheune, gehen noch nicht raus. Wie lange sollte man sie dann im Haus halten, bevor sie Freigänger werden? Ich bin absolut kein katzen-kenner, scheue mich aber vor der kratzerei und dem rumsteigen überall. Die Katze meiner Freundin hat das komplette Sofa zerstört und ist überall auf der Küche etc. rumgestiegen, ich fand das eher eklig... kann man sowas bauernhof-kätzchen noch schwerer abgewöhnen als Kätzchen, die aus einem Haushalt kommen? Oder sind die vom Hof sogar unkomplizierter?

      Ich bin hin und hergerissen! Ich finde die kleinen natürlich auch mega-putzig aber ich fühl mich so gedrängt von den Kindern, die Verantwortung hab ja dann wieder ich und eigentlich wollte ich das nach der schweren senioren-zeit mit unserem Hund nicht mehr.

      Was sagt ihr erfahrenen katzen-halter?

      Danke und LG Bianca

      • Hi!

        Katzen vom Bauernhof sind immer so eine Sache.
        Sind sie schon mindestens 12 Wochen alt? Sind sie entwurmt und geimpft?
        Wenn sie nur draußen leben, dann sind sie vermutlich auch nicht stubenrein.
        Du möchtest dir sicherlich keine kranken Tiere ins Haus holen.

        Auch Katzen, die schon immer drinnen gelebt haben, zerstören mitunter Möbel oder springen auf die Küche, da ist die Herkunft egal ;)

        Allein aufgrund ihrer "Putzigkeit" solltest du die Kitten nicht holen, denn sie sind nun mal nur kurze Zeit niedliche Babys.

        Warum holt ihr euch nicht ein älteres Katzenpaar aus dem Tierheim oder Tierschutzverein? Diese Tiere sind gesundheitlich durchgecheckt, kastriert, meist stubenrein und kennen das Leben im Haus.

        Katzen können 20 Jahre alt werden, das solltest du bedenken.

        Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen :)

        Hallo!

        Bauernhof-Katzen sind schwierig. Sie sind in aller Regel nicht entwurmt und nicht geimpft, das musst du allerdringendstens nachholen. Außerdem natürlich it ca. 5 Monaten kastrieren lassen.

        und bitte zwei Kätzchen, nicht nur eines. Es sind sehr soziale Tiere, die dringend Kontakt zu Artgenossen brauchen, und das nicht nur draußen.

        Hol sie nicht, bevor sie 12 Wochen alt sind, so lange brauchen sie dringend ihre Mutter. Auch wenn die sich angeblich nicht kümmern würde, es ist normal, dass die Mutter dann nicht mehr 24 Stunden am Tag da ist, aber sie sieht weiterhin nach dem Rechten, nur eben ggf. mit etwas Abstand. Leider machen das die allerwenigsten Bauern, weil sie dann schon füttern müssten, also bekommt man da oft schlecht sozialisierte und schwer kranke Tiere, die neben einem Bauch voll Würmern auch noch Katzenschnupfen haben.

        Mit Kätzchen vom Tierheim wärst du besser beraten - gesund, entwurmt, geimpft, lange genug bei der Mutter und die Schutzgebühr ist auch nicht teurer als Entwurmung und Impfung.

        Bitte überlege gut, ob du dich schon wieder für ca. 15-20 Jahre für zwei Kätzchen antun willst.

        Also ich sehe das ehrlich gesagt auch mit gemischten Gefühlen. Denn ich will niemanden unterstellen das hier der Bauer das typische Klischee erfüllt von wegen Katzen vermehren weil nicht kastriert und so. Sind nicht alle so.
        Aaaaaaaaaaber mein Nachbar hatte 2 Katzen die wurden dort nur mit Kartoffelbrei und Milch gefüttert. Die hatten massivste Gesundheitsprobleme ( sowas ist eh ne Sauerei) und mussten ständig zum Arzt und brauchen nun Spezialfutter!.

        Ich hatte schon 3 Katzen vom Bauernhof ( verschiedenen) und die starben alle früher als die normalen, hatten teilweise Entwicklungsstörungen, waren Inzest und gerne Nierenprobleme!

        Ich hab schon gesagt das mir normalerweise keine Katze mehr vom Bauernhof reinkommt. Daher hab ich auch gesagt das ich vorsichtig wäre aber ich auch nicht verallgemeinern will. Es gibt auch immer die andere Seite.

        Weißt du mehr über den Bauern und wie er mit seinen Tieren umgeht?

        Ela

      • Hallo, wir wohnen sehr ländlich und hier hat jeder Hof mehrere Katzen. Von super gut gepflegt bis vernachlässigt. Die Kätzchen, die von den unkastrierten Katzen geboren werden, werden hier jedes Jahr angeboten wie saures Bier. (Kastrieren geht natürlich nicht - viel zu teuer) Meine Verwandten haben jeweils solche Katzen und ich habe noch nichts negatives gehört. Impfen und Kastra musste natürlich selbst veranlasst werden, ist ja logisch.
        Zur vornehmlichen Aufgabe dieser Katzen gehört es, den Hof und das Nebengelass ungezieferfrei zu halten. Sprich: der Mäusefang. Inwieweit diese natürliche Nahrungsquelle sich günstiger auf die Gesundheit auswirkt als handelsübliches Fertgfutter könnte man in einem gesonderten Thread diskutieren. Clover28 muss ich widersprechen. Alle Kätzchen vom Bauernhof haben sofort das Katzenklo akzeptiert und benutzt, obwohl sie es vorher nicht kannten. Ich bin selbst im Tierschutz tätig und plädiere aus diesem Grund auch vornehmlich für die Aufnahme eines Tierschutz- Tieres. Diese sind ,ganz jung abgegeben, natürlich noch nicht kastriert sondern nur grundimmunisiert. Allerdings spielt es bei der Betrachtung der Kosten für die Impfung keine Rolle, ob du selbst impfen lässt oder ein geimpften junges Tier aus dem Tierschutz bekommst. Denn im Tierheim bezahlst du selbstverständlich eine Abgabegebühr, die zumindest bei uns höher ist als mögliche Impfkosten. Da ich davon ausgehe dass der Bauer seinen Katzennachwuchs verschenkt würde das in die Betrachtung der Kosten mit einfließen. Tja, und krank sein oder später werden kann auch das Kätzchen vom Züchter oder aus dem Tierheim. Denn oftmals sind gerade die Katzenkinder (wenn nicht im Tierheim geboren) die Katzen, wo niemand weiss, wie das Leben der Mutter bisher aussah, ob diese krank, unterernährt etc. war und ob die Kätzchen einen optimalen Start ins Leben hatten. Von daher würde ich mich nicht unbedingt gegen die Aufnahme von Bauernhofkätzchen aussprechen. Schau halt, dass sie gesund aussehen, munter sind und stelle sie schnellstmöglich einem Tierarzt vor.
        LG
        Nici

        Du hast hier ja schon vieles gehört. Etwas das für mich noch gar nicht erwähnt wurde und viel zu kurz kommt: Wie zutraulich sind die Katzen denn?
        Bauernhofkatzen sind oft halb- oder voll verwildert. Sie leben zwar auf dem Hof, aber Schmusekatzen sind das nicht. Ich denke, für deine Kinder möchtest du etwas, mit dem sie auch Spaß haben können und nicht ständig gekratzt werden o.ä.
        In dem Alter ist bei den Katzen bereits der Grundstein zu "bin ich zahm / eine Familiekatze" gelegt und sie haben sich auch schon viel abgeguckt, wie die Mutter mit Menschen umgeht oder nicht.
        Das wäre für mich ein sehr entscheidendes Kriterium. Sind die Katzen da in die Familie integriert oder laufen sie so nebenbei?
        Kann man die Mutter anfassen / hochheben etc.?

      • (7) 30.08.19 - 13:18

        Katzen sind Katzen und einfach eigene Persönlichkeiten. Meine erste Katze hab ich halbtot vom Bauernhof aufgelesen, statt sie einzuschläfern päppelte sie der Tierarzt wieder auf weil er meinte das "sei ne ganz liebe" und ich solle sie doch behalten. Obwohl sie fast ein Jahr alt war und wild aufgewachsen war, sich nichtmal anfassen lies als ich sie einfing, wurde sie schnell zu einer absoluten Schmusekatze die mit mir spazieren ging wie ein Hund und die Vorzüge von Bett und Couch schnell zu schätzen wusste. Im Moment leben hier zwei Brüder aus einer Wohnungskatze, und die beiden sind obwohl sie ja aus dem gleichen Haus kommen wie Tag und Nacht. Wobei alle sehr menschenbezogen waren, ich hatte egal woher bisher noch keine die ihre Scheu nicht abgelegt hätte.

        Auf dem Sofa haben wir Decken die wir regelmäßig waschen und durch den Trockner jagen, die Küche ist einfach abgeschlossen. Kratzerei hatten wir selbst bei Wohnungskatzen keine, da wir überall Kratzbretter und Kletterbäume und so haben.

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