Sohn reagiert plötzlich auf Katzenhaare :(

    • (1) 19.09.19 - 12:24

      Hallo ihr Lieben,

      wir haben ein großes Problem und haben gerade schon einige Tränen vergossen. Kurz zu uns: Wir sind eine vier-köpfige Familie, leben sehr ländlich in einem großen Haus, haben einen Hund und eine Katze. Im Juni haben wir ein zweites Kätzchen ins Haus geholt. Alles klappt super, wir lieben die Kleine sehr. Dann fing unser großer Sohn (6) immer häufiger an zu niesen und irgendwann juckten dann auch die Augen mal.

      Lange Rede kurzer Sinn: Der Bluttest ist insofern positiv, dass er sensibel auf Katzenhaare reagiert. Nicht allergisch, nur „reagiert sensibel auf“. Laut Kinderärztin würde das in sehr vielen Fällen schlimmer werden.

      Tja, und nun? Gibt es eine andere Möglichkeit, als die Kleine wegzugeben? Und noch schlimmer, wie mit der älteren Katze umgehen? Sie ist schon fast 13 Jahre alt.

      Ich weiß gar nicht, wo mir der Kopf steht. Und wir wollen keine übereilten Entscheidungen treffen. Momentan hat mein Sohn nicht mal Schnupfen, also gar keine Anzeichen. Das kann sich nun aber schnell ändern. Im Moment gehen wir so vor: Die Katze darf nicht in sein Zimmer, er darf sein Gesicht nicht in ihr Fell drücken, wenn er sie streichelt, muss er sich danach die Hände waschen. Aber ist es nicht für die Katze und die Kinder schlimmer, wenn wir sie behalten und dann in zwei Jahren weggeben müssen, weil es dann vielleicht eine Allergie ist?

      Hat irgendwer eine ähnliche Situation erlebt und kann mir etwas Input geben? Funktioniert es vielleicht, wenn die Katze viel draußen ist (bislang ist sie noch nicht draußen, wir wollen sie erst sterilisieren lassen)?

      Wie würdet ihr handeln? Vor allem auch mit der älteren Katze (auf die er bisher eher nicht reagiert hat)?

      Danke fürs Lesen und für ein paar Ratschläge!

      Viele Grüße
      Tuerkisblau

      • (2) 20.09.19 - 16:12

        Das ist eine sehr sonderbare Aussage der Kinderärztin. Kannst du die Werte mal konkret zeigen?
        Wenn eine Allergie auf Katzenhaare besteht, kann man mit den Haaren der eigenen Katzen testen, ob auch eine Allergie auf die eigene Katze besteht. Geht mal zu einem sehr erfahrenen Kinderallergologen und lässt euch da beraten.

        (3) 20.09.19 - 18:06

        Meine ganze Familie reagiert leicht allergisch auf Katzen.

        Und wir hatten und haben immer Katzen, ohne geht es nicht;-). Weggeben wäre keine Option gewesen, dann schon lieber ab und an eine Allergietablette

        Ich habe aber mehrmals beobachen können, dass Allergien sehr viel schlimmer wurden, sobald keine Katze mehr im Haus war. Dann war es zu Hause natürlich komplett weg, dafür wurde auf jede andere Katze aber richtig heftig reagiert, viel, viel schlimmer als jemals auf die eigenen Katzen.
        Ich glaube also fest daran, dass der häufige Umgang mit Katzen eher positiv auswirkt, zumindest so lange sich die Allergie in Grenzen hält.

        Ohje, ich kann nur ahnen wie furchtbar das gerade für euch ist, habe auch eine Katze und einen Hund.

        Mein Bruder ist auch gegen Katzenhaare allergisch. Unsere Eltern haben ebenfalls seit über 20 Jahren immer mal wieder Katzen und es klappt ganz gut. Sie sind halt Freigänger, schlafen auch meist draußen (in der Garage). Wenn es draußen nass und kalt ist sind sie öfter drinnen, dann merkt er es schon und sie werden nochmal raus gelassen. Außerdem dürfen sie nie in sein Zimmer. Auf diese Weise klappt es ganz gut, hilfreich ist eben vor allem dass sie eine Garage mit Katzenklappe haben und so auf jeden Fall immer Unterschlupf am Haus finden ☺️

      • Wie weiter oben schon geschrieben, würde ich jetzt erstmal gar nix machen und warten, wie schlimm es ist. Allergien entstehen in den meisten Fällen, weil man etwas NICHT gewohnt ist, nicht andersrum. Außerdem muss nicht unbedingt die Katze der Auslöser sein, sondern einfach die körperliche Entwicklung deines Sohnes.
        Ich weiß, Einzelfälle nützen für Pauschalaussagen nix, aber weils so schön ist, das Beispiel meines Dads: aufgewachsen auf einem Bauernhof hatte er in seiner Pubertät schlimmsten Heuschnupfen. Bis hin zu kriegt keine Luft, schwillt alles an, sodass Klamotten nicht mehr passen, etc. Arbeit musste nur trotzdem gemacht werden und er mitten im Feld bei der Ernte helfen. Nach der Pubertät war alles wieder vorbei. Bei meiner besten Freundin ähnlich. Wir sind als Kinder immer durch Maisfelder gerannt. Sie kam dabei immer mit geschwollenen, roten Augen raus - war ihr aber wurscht. :-) Heute ist sie größtenteils beschwerdefrei.

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