Das Bellen abgewöhnen

    • (1) 19.09.19 - 12:48

      Hallo :)
      Wir haben einen kleinen, süßen, verspielten King Charles Cavalier Spaniel seit 2 Jahren. Er ist männlich, 2,5 Jahre alt und nicht kastriert. Zusätzlich zum Garten gehen wir mit ihm 1 - 2 mal täglich spazieren und 1 mal die Woche geht er zur Hundeschule.
      Unser großes Problem: sein ständiges, grundloses Bellen. Er ist absolut kein Wachhund und bellt nicht, wenn er fremde Fremde sieht oder jemand zu uns ins Haus kommt.
      Er bellt wenn
      - er Vögel oder Schmetterlinge sieht
      - der Fernseher läuft
      - wenn er ein bestimmtes Geräusch aus dem Radio nicht möchte
      - wenn er kurz allein ist (z.B. wenn ich zur Toilette muss)
      - wenn wir essen, weil er etwas haben möchte (da stapft er zusätzlich mit den Pfoten wie ein trotzendes Kind)
      - wenn er auf seinen Platz geschickt wird
      - wenn Autos oder Fahrradfahrer vorbei fahren
      - nach seinem Essen, weil er noch mehr möchte
      - wenn er das Spielzeug unserer Tochter haben möchte
      ...
      Ich könnte noch lange weiter schreiben. Er bellt einfach ständig.
      Ich lasse ihn morgens in den Garten und schon bellt er los. Ich hole ihn schnell wieder rein, damit die Nachbarn nicht belästigt werden und füttere ihn. Während ich sein Futter in den Napf fülle, bellt er mich schon fürchterlich an. Nach dem Essen bellt er weiter.
      Wir beschäftigen uns viel mit ihm. Haben auch noch zwei Söhne im Alter von 13 und 8 Jahren, die viel mit ihm spielen.
      Der Alltag ist wirklich belastend mit dieser Bellerei, da unsere Tochter (1,5 Jahre) oft deswegen zu weinen beginnt weil sie sich erschreckt und weil ich sie oft gar nicht richtig zu Bett bringen kann, weil unser Hund in der Zeit zu bellen beginnt. Oft wird sie auch von ihm geweckt.
      Wenn sie schläft, muss der Hund ununterbrochen bei mir sein, damit ich ihn gegebenenfalls vom Bellen abhalten kann. Auch das ist belastend, da ich gerne etwas im Haushalt erledigen würde ...
      Gibt es ein Training, wie ich ihm das abgewöhnen könnte oder ist er einfach so und bleibt auch immer so 😉
      Er ist klug, kann viele Tricks, geht Fährten suchen, macht Agility und vor allem abends kuscheln wir sehr viel mit ihm.

      • (2) 19.09.19 - 17:15

        Hallo,

        klingt so, als ob er Dich gut erzogen hätte.

        Futter bekommt er, wenn er bellt (ich nehme an, Du beeilst Dich mit dem Futter...).
        Aufmerksamkeit bekommt er, weil er bellt.
        Liebe bekommt er, weil er sonst bellt.

        Auf Dich wartet viel Arbeit, den Racker musst Du auspowern und belohnen, wenn er nicht bellt.
        Das Futter bzw. sein Spielzeug bekommt er erst, wenn er NICHT bellt.
        Während ihr esst, muss er auf seinen Platz. Immer wieder zurückschicken.

        In den Garten jetzt mal nur mit Leine. Dann hast Du ihn besser unter Kontrolle und kannst einschreiten, wenn er grundlos bellt.

        Spielsachen der Kinder sind absolut tabu! Wenn er sie einfordert, schick ihn auf seinen Platz.

        Wie geht ihr spazieren? Mit Regeln wie in der Hundeschule oder an der Flexileine oder darf er frei laufen?

        LG
        Karin

        • (3) 19.09.19 - 20:25

          Ja das hat er :(
          Unser erster Hund eben ...

          Das stimmt, ich beeile mich mit dem Futter. Wenn wir morgens aufstehen, dreht er förmlich durch.
          Also sollte ich ihn da schon mal ständig auf seinen Platz schicken und erst zum Fressen holen, wenn er sich beruhigt hat?

          Während dem Essen schicke ich bzw wir ihn wirklich ständig auf seinen Platz. Die ersten paar Male kommt er gleich wieder raus, sprich er hüpft in seinen Platz und sofort hinaus zu uns. Irgendwann versteht er und bleibt drin, bellt uns aber die ganze Zeit an und das nervt während dem Essen. Unsere Jüngste isst dann nicht wirklich, weil sie so abgelenkt ist. Werde ich dann lauter (dem Hund gegenüber) weint sie. In einen anderen Raum könnte ich ihn noch bringen ...

          Spielzeug unserer Jüngsten schnappt er sich wirklich ständig, am Liebsten ihren Schnuller. Er macht nichts davon kaputt aber will es einfach haben 🤷🏼‍♀️
          Im Garten werden ihre Sachen (Rutsche, Rasenmäher, Bobby Car, Schubkarre ...) täglich markiert.

          Wir gehen mit ihm mit Regeln. Meist nah bei uns mit Blick zu uns, da er sonst mit dem Schnüffeln und markieren nicht fertig wird. Auch leichte Übungen werden gemacht - ablegen, Wendungen, vorwärts schicken und zurück rufen ... da ist er mit voller Konzentration bei uns. Frei laufen darf er auch auf bestimmten Grünflächen. Da bellt er so gut wie nie. Andere Hunde werden auch nicht angebellt. Das Ganze spielt sich eigentlich nur zu Hause ab ...

          • (4) 20.09.19 - 06:43

            Er hält sich für den Chef, das ist das Hauptproblem.

            Die Kinder solltest du auch instruieren, dass sie nicht mit ihm spielen dürfen, sobald er bellt. Ihr müsst an einem Strang ziehen.

            Sprich am Besten mit dem Trainer in der Hundeschule, was er/sie für richtig hält. Schepperdose beim Bellen würde ich z.B. empfehlen, aber es kommt halt darauf an, wie er darauf reagiert....
            Die meisten Hundeschulen, die ich kenne, haben meist einen Trainer, der auch nach Hause zu euch kommen könnte.

      (5) 20.09.19 - 08:30

      Es wurde ja schon geschrieben, dass er euch erzogen hat und nicht ihr ihn!
      Er ist Rudelführer und ihr müsst gehorchen, wenn ihr das nicht macht, kläfft er, ihr kuscht euch und macht dann doch das was er will!

      Die Schepperdose wurde schon erwähnt (reicht eine kleine Metalldose, gibt es zb mit Pullmoll Bonbons, die füllst du mit kleinen Steinen, Schrauben oder Mutter, so halbvoll, damit noch Bewegung drin ist)

      Dann gibt es die Möglichkeit, eine kleine Wasserspritzpistole zu nehmen

      Oder du ignorierst ihn solange bis er Ruhe gibt und dann gibt es Aufmerksamkeit, Futter (1-2 Tage ohne Futter geht mal) ect., sobald er bellt aufhören! Das wäre aber langwierig.

      Ich würde mir zusätzlich eine Hundebox für's Haus kaufen, in die du ihn einsperrst, wenn er grade richtig nervt und dann kommt er aber auch erst wieder raus, wenn er ruhig ist!

      Dann solltet ihr entscheiden, wer Rudelführer ist und nur derjenige arbeitet die nächsten Wochen mit dem Hund! Der Rest ignoriert ihn! Und auch nur der Rudelführer gibt Futter und Futter gibt es erst NACH dem Spaziergang! Oder währenddessen, NACHDEM ein Kommando ordentlich ausgeführt wurde!

      So wie es sich für mich anhört, wird er beim Spaziergang auch nicht hören! Schleppleine dran (5m reicht), keine Flex, abrufen "hier", kommt er direkt zu dir, keine 2m Unkreis, dann ein leckerli, musst du 2x rufen, gib nen leinenruck, kommt er zu dir, leckerli! Es muss aber ausschleichen, dass er dann nur leckerli kriegt wenn er auf 1x rufen kommt!
      Und ich würde ihn solange nicht ableinen, bis er über Wochen beim ersten Abruf da ist!
      Üben, üben, üben! Aber so kann er sich sein Futter erarbeiten!
      Der Hase schmeisst sich dem Wolf auch nicht vor die Füsse, der Wolf muss dafür arbeiten!

      Mein knapp 6-jähriger Aussie-Rüde verdient sich heute noch einen Teil seines Futters über Arbeit beim Spaziergang, und er ist 100%, ein Abruf und er sitzt an meiner Seite!
      ABER er lief 10 Monate ausschliesslich an der Schlepp, und wurde nur belohnt, wenn Aufgaben korrekt ausgeführt wurden, war/ist es nicht korrekt, wird nachkorrigiert, mit Stimme bestätigt und neu gestartet, klappt es dann direkt folgt das leckerli!

      Besprich das mal mit deinem Hundetrainer!
      Und denk mal über Kastration nach!!!

      • (6) 20.09.19 - 08:55

        Danke für deine Antwort :)

        Die Schepperdose werde ich uns zulegen, Wasserspritzpistole ist seit gestern im Einsatz. Er läuft gleich davon, wenn er sie sieht, aber ich denke, es könnte funktionieren.
        Ignorieren haben wir wirklich versucht, aber wie du sagst, das ist so langwierig und nervenaufreibend ...
        Beim Spazierengehen ist er ein anderer Hund. Er bellt nicht und hört aufs Wort. Oft bekommt er sein Frühstück oder Abendessen während dem Training. Wir nutzen nur diese kurze Trainingsleine und Leckerli gibt es auch wirklich nur, wenn er beim ersten mal gehört hat. Muss man das Kommando wiederholen, bekommt er dafür nichts. Er geht ohne Leine bei Fuß, schmeißt sich zu Boden bei "platz", bleibt dort liegen, bis er gerufen wird, läuft nur davon, wenn er das Kommando dafür bekommen hat und dreht um, wenn er gerufen wird. Das alles funktioniert aber nur, wenn er meine vollste Aufmerksamkeit bekommt. Merkt er, dass ich gerade nicht voll und ganz bei ihm bin, schaltet er um auf Suchen/Schnüffeln/Markieren.
        Die BH-VT Prüfung hat er auf Anhieb bestanden und am Samstag sitzt er mit weiteren Hunden Spalier auf einer Hochzeit.
        Er kann so brav sein ...
        Aber zu Hause, wenn etwas nicht nach seinem Kopf geht, wird nur gebellt :(
        Er bekommt im November dieses Implantat (weiß den Namen jetzt nicht). Wenn es damit besser wird, wird er kastriert.

        • (7) 20.09.19 - 09:21

          "Das alles funktioniert aber nur, wenn er meine vollste Aufmerksamkeit bekommt. Merkt er, dass ich gerade nicht voll und ganz bei ihm bin, schaltet er um auf Suchen/Schnüffeln/Markieren."

          Mach dir mal über die beiden Sätze Gedanken, wer von euch beiden der Rudelführer ist! 😋

          Solange er deine Aufmerksamkeit hat, die ER ja WILL, hört er auf dich, weil er weiß, du beschäftigst dich mit ihm und es gibt Futter!

          Sobald du abgelenkt bist, ignoriert ER DICH!

          Auch ich bin mal abgelenkt, bin ich mitm Pferd unterwegs, habe ich andere Prios als mein Aussie, aber für ihn ist das kein Grund nicht zu hören, wenn ich "Stop" rufe, weil 20m später eine Strasse kommt, wenn mein Pferd seine 5min bekommt oder von etwas irritiert ist und ich rufe "sitz", dann macht er das, obwohl ich in diesem Moment nicht voll konzentriert auf ihn bin, weil meine Konzentration gerade mein Pferd braucht.

          Aber warum? Weil ICH ohne wenn und aber der Rudelführer bin und ICH entscheide, wann jetzt SOFORT hingesessen wird, auch wenn ich ihn 30min lang in voller Freizeitmanier nur hab mitlaufen lassen!

          Nur als Beispiel, ich musste meinen Hund klar erziehen, weil ich sehr viel Wert auf Gehorsam lege und auf dem Pferd keine Zeit für solche Diskussionen habe! Und ich hier mehr als genug Hundebesitzer im Umkreis habe, wo es eine Totalkatastrophe ist und ich mir und meinem Hund einfach ein hohes Level gesteckt habe!
          Und es geht mir jedes mal runter wie Öl, wenn ich von unterschiedlichen Richtungen höre, dass bei uns alles läuft usw.
          ABER ich habe das beim Kauf meines Aussies nicht als Extra dazu erhalten, ich habees mir erarbeitet!!

          • (8) 20.09.19 - 10:40

            Du kannst mir auch gern klar und deutlich sagen, dass wir bei der Erziehung gewaltig etwas falsch gemacht haben. Denn das weiß ich 😉
            Auch weiß ich, dass andere Hunde besser auf ihr Herrchen/Frauchen hören, als unserer es tut. Hab hier am Land und in der Hundeschule genug Vergleiche ...
            Wollte nur ein wenig schildern, dass er beim Spazierengehen auf uns hört, zumindest mehr, als er es zu Hause tut. Dass wir ihn frei laufen lassen können und trainieren. Klar könnte es besser sein und es braucht noch sehr viel Training, bis er so auf uns hört, wie es sein soll. So wie du beschreibst - dass er auch hört, selbst wenn er mal 30 Minuten nicht beachtet wurde oder ich kein Leckerli dabei habe. Aber es wird besser. Es hat schon mal sehr lang gedauert, bis wir überhaupt seine Konzentration bei uns hatten und er nicht nur schnüffeln wollte.
            Das vorrangige Problem ist allerdings sein Bellen zu Hause ...
            Aber ja, da muss ich dem Hund wohl erst mal klar machen, wer hier der Rudelführer ist und ich hab keine Ahnung, wo ich anfangen soll ...
            Lg

            • (9) 20.09.19 - 16:20

              Ich würde gaaanz langsam und sekundenweise beginnen. Etabliere ein Markerwort, z.B. Fein, toll oder super. Das machst du, indem du 1 Woche täglich 50 mal sagst: fein! Leckerli geben. Fein...Leckerli geben. Irgendwann kapiert der Hund: Fein = ich habe etwas gut gemacht und bekomme gleich eine Belohnung. Das ist Schritt eins. Das muss wirklich gut sitzen, damit du weiter trainieren und punktgenau loben und Verhalten bestätigen kannst.

              Schritt 2. Leg den Hund ab, warte 2 Sekunden. Ist er ruhig, fein und Leckerli. Mach das 20 mal am Tag.
              Nach ein paar Tagen steigere die Zeit. Am Anfang wirklich sekundenweise!!!! Nicht zu schnell zu viel wollen. Erst 2 Sekunden, dann 5 Sekunden, 10 Sekunden, 30 Sekunden. Bellt der Hund in der Zeit, gibt es KEIN fein und Leckerli, sondern du legst ihn wieder ab und beginnst von vorne.

              Irgendwann, nach einigen Tagen oder Wochen, legst du ihn ab, gehst ein paar Schritte weg, wenn er ruhig bleibt, loben und Leckerli. Und so steigerst du das immer weiter. Irgendwann gehst du 5 Sekunden aus dem Zimmer.

              Wenn du das gaaaanz langsam machst und immer mehr ausweitest, lernt dein hund, daß es sich lohnt, ruhig liegen zu bleiben. Das ist viel viel sinniger für den Hund, als für sein Verhalten bestraft zu werden. Denn dann weiß er zwar, was er NICHT tun soll, ihm fehlt aber ein Alternativverhalten, in dem Fall: ruhig liegen bleiben.

              Ich hasse es, mit Schreckreizen wie Rütteldose und Spritzpistole zu arbeiten. ICH möchte nicht, daß mein Hund hört, weil er Angst vor Bestrafung hat. Sondern weil er hört, weil er mir vertraut und weiß, daß es sich lohnt. Zum Glück geht die moderne Hundeerziehung immer mehr in diese Richtung.

              Übrigens: kein Hund will die Weltherrschaft an sich reißen und uuuuunbedingt Rudelführer werden. Lass dir das nicht einreden. Ein Hund tut, was sich für ihn lohnt. Und das ist in dem Fall das Bellen, weil er dann bekommt, was er will. Bald wird er lernen, daß er bekommt, was er will (also Leckerli, Aufmerksamkeit), wenn er ruhig da liegt. Das dauert eben seine Zeit.

              Kennst du konditionierte Entspannung? Google einfach mal. Das könnte euch auch gut helfen.

              Und wenn dein Hund beim Gassi schnüffeln und rumschlendern will, was spricht dagegen? Gassi geht man doch FÜR den Hund, dann kann er doch gern in Ruhe schnüffeln und Beinchen heben. Zwischendurch ein paar Übungen, und dann soll er ruhig wieder schnüffeln gehen. Find ich völlig ok.

              Falls du bei facebook bist: such mal die Gruppe "Trainieren statt dominieren" und lies da mal quer. Super Ansätze für gewaltfreies zugewandtes und artgerechtes Training. Klappt immer, wenn man das System verstanden hat, die Zeit und Geduld hat, das durchzuziehen. Viel Glück.

              • (10) 20.09.19 - 18:04

                Vielen Dank für deine Antwort 👍
                Das sind tolle Tipps und werde gleich morgen damit beginnen, diese umzusetzen.
                Die Wasserspritzpistole ist wirklich keine gute Lösung. Kann bestimmt funktionieren aber er rennt bereits von mir davon, wenn ich sie nur in die Hand nehme ... was ja nur logisch ist aber mich auch irgendwie traurig stimmt ...

                Das Schnüffeln wollten wir ihm deswegen abgewöhnen bzw. nur bei Erlaubnis machen lassen, da er dabei extrem an der Leine gezogen hat, so stark, dass er oft selbst keine Luft mehr bekommen hat und komisch gegrunzt statt geatmet hat. Kann das schwer erklären.

                Liebe Grüße :)

                • (11) 20.09.19 - 18:44

                  Kauf deinem Hund bitte ein gut sitzendes Geschirr. Ich nehme an, er wird am Halsband geführt? Leinenführigkeit ist eigentlich recht einfach beizubringen, man braucht bissel Zeit und Geduld ;-)
                  Das Schnüffeln abgewöhnen würde ich nicht!Definitiv nicht. Das ist es doch, was ein Spaziergang für einen Hund so toll macht. Stupides Spazierengehen an der Leine macht keinen Spaß. Nutz die Schleppleine, lass deinen Hund flitzen, schnuppern und schnüffeln, nutze zwischendurch minutenweise die kurze Leine und übe die Leinenführigkeit. So, daß er merkt: Schleppleine: ab geht die Luzie... kurze Leine: Arbeitszeit! Konzentration und nicht ziehen. Das klappt am Anfang nur müßig. Muss man halt üben.

                  Hättest du Lust, einen Trainer kommen zu lassen? Ich glaube, ihr braucht etwas Hilfe. Nicht böse gemeint. Allerdings sollte es ein Trainer sein, der völlig gewaltdrei arbeitet. Zu Gewalt zählt für mich auch Spritzpistole, Rappeldose, Leinenruck.
                  Wenn du Trainieren statt dominieren eingibt und dort auf Trainersuche gehst, findest du Trainer, die sehr modern und erfolgreich völlig positiv und artgerecht arbeiten. Ich hab damit nur beste Erfahung gemacht (arbeite selber so, es gibt nix besseres).

                  • (12) 21.09.19 - 19:02

                    Ich danke dir sehr für deine Antwort.
                    Nutzt du ein Geschirr? Uns wurde von der Hundeschule davon abgeraten, da unser Hund angeblich O-Beine bekommen könnte, wenn er so stark an der Leine zieht 🤷🏼‍♀️

                    • (13) 22.09.19 - 08:16

                      Ich nutze zum größten Teil ein Geschirr, manchmal auch en Halsband. Mein Hund ist allerdings absolut leinenführig.
                      Da hat euch jemand völligen Unsinn erzählt. O-Beine vom Geschirr. Und selbst WENN das stimmen sollte, ist das die bessere Alternative zu einen gequetschten Kehlkopf. Stell dir doch mal vor, daß da was an deinem Hals ist, das dir die Luft nimmt, alles zudrückt und dich kaum atmen lasst. Ist doch schrecklich.

                      Momentan haben alle meine Hunde ein Y-Geschirr von AnnyX. Find die wirklich klasse, wenn auch nicht ganz billig. Wichtig ist, daß es wirklich gut sitzen und passen muss, damit es nicht scheuert und der Hund nicht rausschlüpfen kann.

      Schon krass, dass Du hier mit Rütteldose und Spritzflasche ein Problem lösen willst! Und das unbegleitet und ohne Vorkenntnisse der TE. Wenn das nicht mit ganz viel Feinabstimmung und Kompetenz durchgeführt wird, hast Du hinterher einen traumatisierten Hund, der das Vertrauen an seine Besitzer total verloren hat. 🧐

      Also Du dann noch den Quatsch vom "Rudelführer" rausgehauen hast, hast Du Dich total ins Aus geschossen.

      Wie lang wird sich dieser Rudelfüherquatsch eigentlich noch in den Köpfen halten?🤔

      LG

      • Danke! Bin gespannt, wie lange sich diese schreckliche Rudelführer-Theorie noch hält. Zum Glück findet immer mehr ein Umdenken statt.

        Ich verstehe nicht, warum viele immer noch mit Schreck, Zwang und Druck arbeiten. Das ist nix anderes als Gewalt.
        Selbst ein Hundetrainer, der mit Rütteldose arbeitet, wäre bei mir raus. Es gibt so tolle positive Methoden, da muss ich nicht mit Schreck arbeiten. Es sei denn, ich finde es super, einen Hund zu haben, der spurt, weil er Angst vor Bestrafung hat. Wer das lohnenswert findet, bitte.

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