Eure Meinung: schwanger nach Fehlgeburten/ hundewelpe

Hallo zusammen, ich stecke gerade in einer totalen Zwickmühle und wollte nach eurer Meinung fragen. Es gibt ja schon mehrere Beiträge zum Thema schwanger/Welpe etc... meine Situation ist die folgende. Ich bin ganz am Anfang meiner4. Schwangerschaft und habe bereits drei Fehlgeburten hinter mir. aktuell bin ich in der 7. Woche und es ist natürlich gar nicht absehbar wie es sich diesmal entwickelt. Seit meinem letzten Abgang, unter dem ich sehr gelitten habe, ist für mich klar, dass ich einen Hund möchte. Also das war schon immer eine Idee/Wunsch, aber es wurde dann sehr konkret. Wir haben uns aus verschiedenen Gründen für einen Pudel entschieden und sind nun seit dem letzten Abgang auch in regelmäßigen Kontakt mit Züchtern. Wie es das Schicksal will, ist genau jetzt ein Hund verfügbar. Er würde Anfang mai mit ca. 15 Wochen zu uns stoßen. FALLS mit der Schwangerschaft alles gut geht, ist im September Entbindung. Meine große Angst ist es gerade, der Züchterin wieder abzusagen und dann mit nichts dazustehen. Ich merke ja auch dass es gar nicht planbar ist an einen pudelwelpen zu kommen. Aktuell ist es sogar richtig schwer mit langen Wartezeiten etc...aber ich mach mir auch ganz große Sorgen ob wir ein Baby und pudelwelpen packen... wir wohnen in der Stadt, haben also keinen Garten. Wir überlegen gerade schon ob wir in diesem Fall dass alles gut geht, zu meinen Schwiegereltern ziehen. Die haben ein großes Haus mit Garten und Waldzugang. Für einen Hund natürlich super. Andererseits finde ich es auch komisch, alles was wir hier haben aufzugeben nur wegen der Doppelbelastung. Aber ich bin total unerfahren, sowohl mit und als auch Baby und habe großen Respekt was da auf uns zukommen könnte. Meine größte Angst ist und bleibt aber dass ich absage und dann wieder in ein ganz tiefes und monatelanges Loch falle. Ich möchte aber auf keinen Fall dem Hund nicht gerecht werden können oder ihn ständig woanders parken. So stell ich mir das einfach nicht vor. Wäre super wenn ihr mir eure Meinungen und Erfahrungen mitteilen könntet. Ich bin total durcheinander. Danke, Andrea

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Hallo Liebes!
Erstmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft!

Zu deiner Frage:
Ich würde erstmal davon ausgehen, dass alles gut wird. Du bist frisch Schwanger und brauchst deine Energie für dein Baby. Mit einem dann 7 Monate alten Welpen hättest Du quasi Zwillinge. Es kann gut sein, dass der Welpe dann noch nicht stubenrein ist und alle 1-2 Stunden raus muss, auch nachts!
Dazu das Neugeborene, würde ich nicht so planen. Und, nicht zu vergessen, Du bist mit dem neuen Welpen hoch schwanger. Ständig pipi -Unfälle aufwischen ist dann mit „Bauch im Weg“ auch nicht so toll.

Klar, wenn man will bekommt man alles hin! Auch Mütter mit vielen Kindern bekommen auch noch das nächste Baby versorgt.
Und mit Baby in der Trage 4-5 Mal am Tag Gassi gehen, Klappt auch. Ist nur eher lästig als Hundegenuss.
Ach ja. Erzogen werden muss der Hund auch noch, also 1-2 Mal pro Woche auf den Übungsplatz oder jeden Tag ein paar Lektionen zwischendurch..,
Ok, Du merkst schon was ich meine. :)

Und zu den Schwiegereltern ziehen, das ist noch ein ganz anderes Thema. Überlegt euch das nochmal. ;)

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Vielleicht noch kurz als Hinweis: wir würden natürlich auch einen älteren Pudel nehmen, es muss kein Welpe sein aber man findet nicht soo einfach einen Pudel in einem Tierheim

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Hey, ich stecke eben in einer ähnlichen Situation. Wir haben uns im Dezember einen 11 Monate alten Labi geholt. 🤩🤩 Lieben ihn über alles... am 15.1. haben wir erfahren, dass ich in der 5. SSW bin. Eigentlich konnten wir keine Kinder auf natürlichem Wege kriegen. 🤷‍♀️🤰😍

Es ist schon eben nicht einfach, da man durch die SS irgendwie den Kopf woanders hat, aber machbar. Ich habe ja auch noch meinen Mann, der mir hilft. Hunde brauchen einfach viel viel viel Zeit. Die muss man bereit sein, aufzubringen. 🤗

Das ist meine Erfahrung dazu. Hätten wir gewusst, dass wir ein Baby bekommen, hätten wir uns vielleicht anders entschieden... Nun ist es aber so und lieben unseren süßen Labi und freuen uns zu 3. auf unser kleines Wunder. 😍🤰

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Hallo Andrea,

erstmal alles Gute zur Schwangerschaft. Bei Urbia bekommt man immer den Eindruck, man müsste studieren und sein bisheriges Leben aufgeben um einen Hund halten zu können. Mit Kindern geht das schon gar nicht ;-) Ich sehe das anders und ziemlich entspannt. Wir haben drei Kinder (12,10 und 6) und eine mittlerweile 3jährige Labradoodle-Hündin. Wir arbeiten beide voll, allerdings im Schichtdienst. Der Hund ist also nicht ewig alleine daheim.

Ich fand die Welpenzeit zwar super spannend aber nicht wirklich anstrengend. Wir sind von Anfang an konsequent und sehr häufig mit ihr rausgegangen. Trotz Garten, denn wir wollten nicht, dass sie das als Klo ansieht und dort ständig ihr Geschäft verrichtet. So war sie innerhalb von wenigen Wochen komplett stubenrein. Bereits nach wenigen Tagen haben wir auch nachts an ihrem Verhalten gemerkt, wenn sie raus musste. Ansonsten stand ein feuchter Wischmop in der Ecke, dann wurde kurz drüber gewischt. Fertig.

Unser Hund hat nie eine Hundeschule gesehen und wird das auch nicht. Wir haben auf unser Bauchgefühl gehört und wenn mal Problemchen aufgetreten sind viele Meinungen und Tipps gelesen und dann das gemacht was uns am passendsten für uns erschien. Diesen Hundeschulen-Hype kann ich gar nicht nachvollziehen, besonders weil eine schlechte/falsche Hundeschule auch viel kaputtmachen kann. Wir haben einige im Bekanntenkreis die bereuen jemals eine besucht zu haben. Es gibt halt nicht DEN guten Hundetrainer, du musst den finden, der für euch und euren Hund passt. Das ist in der Realität Glückssache. Ich mag darum die Online-Hundeschulen. Da kann man sich vorher in Ruhe anschauen wie die Leute mit den Tieren arbeiten und dann den Kurs besuchen der einem am besten für sich persönlich erscheint und dann im eigenen Tempo arbeiten.

Der Hund wäre ja schon vier Monate bei euch bis das Baby kommt. Da ist das Grundgerüst ja bereits gelegt. Du kannst die Zeit bis Mai nutzen dich intensiv einzulesen und die Wohnung hundesicher zu machen, dann klappt das schon. Immer daran denken, dass Pudel sehr, sehr schlaue Tiere sind die auch im Kopf ausgelastet werden wollen. Das kannst du schon von Anfang an für deine Zwecke nutzen um Grundkommandos (sitz, platz, komm, Warte!!!!, etc) beizubringen. Und ein Superwort von Anfang an einführen, das hilft total wenn das sitzt. Beim Pudel immer sehr konsequent sein, die wissen jede kleine Unsicherheit für sich zu nutzen ;-) Ansonsten hilft dir diese Intelligenz, denn die Tiere lernen sehr, sehr schnell. Unsere (ist ja nur ein halber Pudel) kann verschiedene Tricks und liebt es neue zu lernen. Selbst die Kinder können ihr die beibringen. Kurze aber knackige Lerneinheiten von wenigen Minuten bringen mehr als lange Trainingseinheiten. Und den Hund ausreichend schlafen lassen. Die schlafen viel am Anfang.

Ich würde mit dem Hund direkt auch das Laufen mit dem Kinderwagen üben, auch wenn ich im Alltag das Baby eher in ein Tragetuch packen würde zum Gassigehen. Aber dann kennt er das schon.

Wegen dem Hund zu den Schwiegereltern zu ziehen finde ich komisch. Ein Garten bedeutet NICHT, dass der Hund deshalb ausgelastet ist. Kann auch dazu führen, dass gerade die Kleinen reizüberflutet und nervös werden. Da ist eine kuschelige Wohnung oft sogar besser. Gassigehen muss man sowieso - Garten hin oder her. Wir leben in einem Mehrgenerationenhaus und das hat nicht nur Vorteile.

Ein ganz wichtiger Tipp noch für Baby und Hund: Es muss nichts perfekt sein. Dass man Fehler macht ist normal und völlig ok. Die Wohnung muss nicht immer super ordentlich und geputzt sein. Auf die eigenen Instinke, das Bauchgefühl hören ist der beste Ratgeber. Ihr kriegt das hin. Wenn ich die Wahl hätte Welpe in der Schwangerschaft oder Welpe mit Kleinkind würde ich definitiv die erste Variante nehmen.

Alles Gute #herzlich